Felbertauern Straße - LinkFang.de





Felbertauern Straße


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Felbertauern-Mautstraße in Österreich
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Basisdaten
Betreiber: Felbertauernstraße AG
Straßenbeginn: Mittersill
(})
Straßenende: Matrei
(})
Gesamtlänge: (ehemals 36,3 km) ca. 38 km (seit 14. Mai 2013 unterbrochen, vorübergehend Bus+Fußweg+Bus, seit 27. Juli 2013 via Ersatzstraße befahrbar, ab 18. August 2015 11:00 Uhr neue Route freigegeben)

Bundesland:

Nutzungsvoraussetzung: Maut[1]
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Landesstraße B108 in Österreich
108
Basisdaten
Straßenbeginn: Matrei
(})
Straßenende: Lienz
(})
Gesamtlänge: 27,4 km

Bundesland:

Nutzungsvoraussetzung: keine
Felbertauernstraße-Aktiengesellschaft
Rechtsform Aktiengesellschaft
Gründung 1961
Sitz Lienz, Albin Eggerstr. 17
Mitarbeiter 56[2]
Umsatz € 8,07 Mio (Schätzung)[2]
Branche Erhaltung und Betrieb der Felbertauernmautstraße
Website www.felbertauernstrasse.at

Die Felbertauern Straße[3] (auch: Felbertauernstraße) ist eine etwa (ehemals) 63,7 Kilometer lange, ganzjährig geöffnete Straßenverbindung innerhalb Österreichs zwischen Mittersill im Land Salzburg und Matrei in Osttirol durch den Felbertauerntunnel und dann als B 108 weiter bis nach Lienz. Das B in der Nummerierung der Straße deutet darauf hin, dass es sich um eine ehemalige Bundesstraße handelt, die per Gesetz im Jahr 2002 zu einer Landesstraße B umgewidmet wurde.[4] Die 36,3 km lange Strecke von Mittersill bis Matrei wird auch als Felbertauern-Mautstraße bezeichnet, da es sich hier um eine Privatstraße im Besitz der Felbertauernstraße AG handelt.[4][5] Dieses Stück wurde 1967 erbaut.[6] Die Bezeichnung P1 - von Privatstraße - für die Felbertauernstraße ist nur eine interne der Felbertauernstraßen AG, wird jedoch gelegentlich auch außerhalb verwendet.[7] Neben der Mautstelle am Tunnelsüdportal wird ein Felbertauern Museum zur Geschichte dieses Alpenübergangs und der Entstehung der Straße betrieben, welches in den Schulferien von Donnerstag bis Sonntag geöffnet ist.[8]

Verkehrsbedeutung und Verlauf

Die Felbertauernstraße beginnt am Knoten Mittersill (797 m ü. A. ) mit der Mittersiller Straße (B 168) nach Zell am See, Pass Thurn Straße (B 161) nach Kitzbühel und Sankt Johann in Tirol und Gerlos Straße (B 165) in das Zillertal. Die Kilometrierung der privaten Mautstraße beginnt/endet etwa 0,3 km südlich des Knotens auf der Salzachbrücke .

Nachdem die Straße in Mittersill über diese Brücke die Salzach quert, führt sie südwärts verlaufend über etwa 16,5 Kilometer durch das weitgehend unbesiedelte Felbertal und ein Seitental, das Amertal. Noch auf Salzburger Seite und auf einer Höhe von 1607 m erreicht man das Nordportal ().[5] Der Felbertauerntunnel ist 5,3 km lang.[5] Das Südportal des Tunnels auf 1632 m Höhe und die dortige Mautstation liegen bereits auf Osttiroler Seite ().

Die Südrampe führt dann durch das Tauerntal bis nach Matrei, wo es in das Iseltal mündet. Hier endet auch der private Teil der Strecke und es beginnt die B 108, die bis nach Lienz weiterführt. Dort stößt die Straße auf 678 m ü. A. in einem Kreisverkehr auf die Drautalstraße (B 100).

Damit ist die Straße die wichtigste Verbindung zwischen Nordtirol und dem Landesteil Osttirol. Die Straße stellt auch eine alternative Nord-Süd-Verbindung zur Tauern Autobahn/Tauern-Straßentunnel, zur Autoverladung auf der Tauernbahn/Tauerntunnel Mallnitz–Böckstein oder zur Großglockner Hochalpenstraße dar. Für die Benutzung muss man eine Gebühr bezahlen, welche für den Anrainerverkehr (Osttiroler, seit 2009 auch Mittersiller) allerdings nicht erforderlich ist.

Bis zum Felssturz 2013 führte dabei die Trasse ab dem Tunnelsüdportal ziemlich geradlinig nach Süden, querte dabei auf den ersten 1,5 km Strecke einen nach Westen steil abfallenden, gefurchten Hang. Die hier am 18. August 2015 gänzlich freigegebene neue Trasse wendet sich nach der Tunnelausfahrts-Linkskurve neu in einer ersten 180°-Haarnadelrechtskurve ab, um 500 m nach Nordwesten zu verlaufen. Mit Hilfe der Kehrkurven baut die Straße hier Höhe an einem weniger steilen Hang als bisher ab. Die neue Route ist etwa 1,5 km länger als die ursprüngliche, verläuft westlicher, verbleibt jedoch ebenfalls durchwegs östlich des Tauernbachs. Google Maps zeigt am 18. August 2015 noch beide Trassen, die neue jedoch noch nicht als Satellitenfoto.

Geschichte

Von der Iseltalstraße zum Felbertauerntunnel

Die Straße ist nach dem Gebirgspass Felber Tauern benannt, der bereits zur Römerzeit das Tauerntal mit dem Felbertal verband. Die Iselthaltraße zwischen Lienz, Huben und Matrei wurde ab 1901 als Konkurrenzstraße erbaut. In der österreichischen Rechtssprache bezeichnet Konkurrenz die gemeinsame Finanzierung eines Projektes durch verschiedene Institutionen, von denen jede einen gesetzlich festgelegten Prozentsatz der Instandhaltungskosten übernimmt. In diesem Fall übernahm

der geplanten Baukosten in Höhe von 99.000 Gulden.[9] In den Jahren 1910 bis 1912 ließ der Besitzer des Schlosses Weißenstein in Matrei einen befahrbaren Weg durch die Prosseggklamm bauen, der als Vorläufer der Felbertauernstraße gilt. Die Iseltal Straße gehört seit dem 1. April 1948 zum Netz der Bundesstraßen in Österreich.[10] Seit 1971 wird auch dieser Streckenabschnitt von Lienz bis zum Beginn der Mautstraße offiziell als Felbertauern Straße bezeichnet. Noch vor der Gründung der Felbertauern-Aktiengesellschaft am 26. September 1961 wurde am 8. September 1961 der erste Abschnitt der neugebauten, 7,5 Meter breiten Felbertauernstraße zwischen St. Johann und Huben eröffnet. Am 23. Juni 1962 begannen die Bauarbeiten mit einem feierlichen Spatenstich. Anna Kranebitter, Ehefrau des Nationalrats Franz Kranebitter, zündete am 15. Dezember 1962 den ersten Sprengsatz am Südportal des Tunnels und am 14. Juni 1963 auch den ersten Sprengsatz am Nordportal. Am 11. April 1964 überquerte der damaligen Bundeskanzler Josef Klaus als erster den Tunneldurchstich. Am 25. Juni 1967 wurde die Felbertauernstraße feierlich eröffnet.[11] Sie ist die einzige innerösterreichische Verbindung Nordtirols mit der landesgeographischen Exklave des Osttiroler Landesteils. Seit dem Wegfall der Grenzkontrollen mit dem Schengen-Abkommen (Wegfall der Kontrollen 1997) hat aber die Route über Südtirol und die Brenner-Autobahn wieder an Bedeutung gewonnen.

Felssturz am Südportal 2013

Durch einen Felssturz am 14. Mai 2013 wurde die Schildalmgalerie () im Gemeindegebiet von Matrei in Osttirol völlig zerstört. Dadurch war ein Passieren des Felbertauerntunnels zunächst unmöglich geworden.[12] Der öffentliche Verkehr wurde vom Verkehrsverbund Tirol mit der Buslinie 4410 Lienz Hbf. – Kitzbühel Hbf. – retour in der Folge zwischen 21. Mai und 26. Juli 2013 in zwei Teilästen wieder aufgenommen, wobei die Strecke zwischen dem Tunnel-Südportal und dem Matreier Tauernhaus zu Fuß (rund 10 % Steigung) zurückgelegt werden musste. Durch eine ab dem 17. Juni 2013[13] gebaute, rund 1,5 Millionen Euro teure Ersatzstraße zwischen dem Matreier Tauernhaus und dem Tunnelsüdportal konnte der Verkehr über den Felbertauerntunnel ab dem 27. Juli 2013 provisorisch wieder freigegeben werden. Jedoch erfolgte der Verkehr auf der Ersatzstraße einspurig mit Ampelschaltung.

Aus Sicherheitsgründen konnte die ursprüngliche Trasse der Felbertauern Straße nicht beibehalten werden. Anfang März 2014 wurden die Aufträge für den Neubau vergeben. Die Arbeiten wurden in drei Baulosen von einem Lienzer Bauunternehmen ubzw. einer Bietergemeinschaft aus zwei Unternehmen aus Nordtirol bzw. Oberösterreich durchgeführt.[14] Die Bauarbeiten begannen am 6. Mai 2014,[15] die Eröffnung der Neubaustrecke erfolgte am 18. August 2015. Die Kosten für den Neubau stiegen durch Probleme bei den Bauarbeiten von 15 auf 18 Millionen Euro an.[16]

Maut

Die Maut für die Nutzung der Privatstraße wird nur beim Passieren des Südportals des Felbertauerntunnels und somit nur für seine Durchquerung eingehoben.

Denjenigen die am 14. Mai 2013 im Besitz einer gültigen Jahreskarte waren, wurden aufgrund der Sperre 3 Monate Nutzungszeit gutgeschrieben, so die Felbertauernstraße AG, die ihre Strecke als kostengünstigere Alternative zu Brenner- und Tauernautobahn bewirbt. Die Felbertauernstraße ist ohne Autobahnvignette befahrbar.[17]

Gegen die Begünstigung von Einheimischen - Kriterium ist das Fahrzeugkennzeichen "LZ" für Bezirk Lienz - hat eine deutsche Kfz-Lenkerin gerichtlich Einspruch erhoben, berichtet im Oktober 2013 der ORF.[18]

Am 11. November 2014 berichtet orf.at, dass die EU-Kommission den Straßenbetreiber ermahnt, die Diskriminierung Nicht-Einheimischer (Osttiroler Pkw fahren kostenlos, Mittersiller vergünstigt) einzustellen. Karl Propeller, Vorstand der Febertauernstraße AG kündigt ein neues System für Lkw-Fahrten an. Statt günstigerer Fahrten für regionale Frächter soll ein Rabattsystem eingeführt werden, die Mautregeln dazu in der Woche ab 17. November vom Vorstand beschlossen werden. Die vergünstigten Tarife für Pkws Einheimischer wollen die Verantwortlichen allerdings gegenüber der Kommission als notwendig argumentieren und beibehalten.[19]

Literatur

  • Michael Uhlmann: Die Felbertauernstraße. In: Osttiroler Heimatblätter. Nr. 7, 30. Juli 1964.
  • Louis Oberwalder: Die Felbertauern-Straße. Bildband. Mit Beiträgen von Dietmar Kecht und Franz Kollreider. Hrsg. u. Verl.: Felbertauernstraße-AG, Lienz. - Lienz : Felbertauernstraße-AG. - 1967

Einzelnachweise

  1. www.felbertauernstrasse.at Tickets / Tarife.
  2. 2,0 2,1 Firmenbuchdaten Creditreform www.firmenabc.at Felbertauernstraße-Aktiengesellschaft in Lienz
  3. Bundesstraßengesetz 1971, BGBl. Nr. 286/1971
  4. 4,0 4,1 68. Gesetz vom 15. Mai 2002, mit dem das Tiroler Straßengesetz geändert wird (PDF; 66 kB) – Beschluss des Tiroler Landtages, veröffentlicht im Landesgesetzblatt 23/2002
  5. 5,0 5,1 5,2 www.felbertauernstrasse.at Kenndaten und Straßenprofil.
  6. www.felbertauernstrasse.at Geschichte.
  7. http://orf.at/stories/2188512/2188501/ Die Nadelöhre des Reisesommers / Die Blechlawine rollt - und steht, ORF.at vom 27. Juni 2013
  8. http://www.felbertauernstrasse.at/de/die-felbertauernstrasse/felbertauern-museum.html Felbertauern-Museum, Felbertauernstraße AG, abgerufen am 27. Juli 2013
  9. Gesetz vom 22. August 1897, betreffend die Herstellung von Concurrenzstraßen in Tirol. LGBl. Nr. 31/1897.
  10. Bundesstraßengesetz vom 18. Februar 1948, Verzeichnis A.
  11. www.felbertauernstrasse.at 40 Jahre Felbertauernstraße (Memento vom 22. Oktober 2007 im Internet Archive)
  12. diepresse.com: Felbertauernstraße nach massivem Felssturz gesperrt abgerufen am 14. Mai 2013.
  13. Felbertauern: Baubeginn für Ersatzstraße. tirol.ORF.at, abgerufen am 17. Juni 2013.
  14. Felbertauern: Bestbieter stehen fest , Tiroler Tageszeitung, 5. März 2014, abgerufen am 13. März 2014.
  15. heute österreich: 15 Millionen Euro für Neubau der Felbertauernstraße , ORF TV, 6. Mai 2014, abgerufen am 7. Mai 2014
  16. Neue Felbertauernstraße eröffnet , tirol.ORF.at, 18. August 2015, abgerufen am 4. September 2015.
  17. http://www.felbertauernstrasse.at > Aktuelles: Jahreskarten-Besitzer - Kulanzregelung, vom 10. Juli 2013, abgerufen am 27. Juli 2013
  18. http://vorarlberg.orf.at/news/stories/2608286/ Skirabatte für Einheimische bald Geschichte? ORF.at vom 10. Oktober 2013
  19. http://salzburg.orf.at/news/stories/2678616/ Felbertauern-Maut: EU verlangt Gleichstellung, ORF.at, 11. November 2014

Weblinks

 B108 
Die Felbertauern Straße befand sich wie die anderen ehemaligen Bundesstraßen in der Bundesverwaltung. Seit 1. April 2002 steht sie unter Landesverwaltung und führt zwar das B in der Nummer weiterhin, nicht aber die Bezeichnung Bundesstraße.

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