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Fehmarnbelt


Dieser Artikel behandelt die Wasserstraße Fehmarnbelt. Für das gleichnamige Schiff siehe Fehmarnbelt (Schiff, 1908).
Fehmarnbelt
Satellitenbild mit Fährroute der Vogelfluglinie über den Fehmarnbelt
Verbindet Gewässer Kieler Bucht
mit Gewässer Mecklenburger Bucht
Trennt Landmasse Fehmarn
von Landmasse Lolland
Daten
Länge 25 km
Geringste Breite 18,6 km
Größte Tiefe 30 m
Küstenorte Puttgarden, Rødby
Fehmarnbelt-Querung (grün) bzw. Rostock-Gedser-Querung (orange) im Autobahnnetz

Der Fehmarnbelt (dän. Femern Bælt, früher Femer Bælt) ist eine etwa 18 Kilometer breite Wasserstraße zwischen der Südküste von Lolland und Fehmarn in der westlichen Ostsee. Er verbindet als Seeweg den Großen Belt und die Kieler Bucht als Kiel-Ostsee-Weg mit den Gewässern der Mecklenburger Bucht und der östlichen Ostsee (siehe auch Kadetrinne). Die deutsche und die dänische Regierung beschlossen im Juni 2007 ein gemeinsames Bauprojekt zur Überquerung des Fehmarnbelts. Das dänische Parlament sprach sich am 1. Februar 2011 für den Bau des Fehmarnbelttunnels aus.

Daten

Etwa in der Mitte zwischen den beiden Inseln verläuft ein 9 Kilometer breiter Streifen mit Wassertiefen zwischen 20 und 30 Metern. Die Strömungen im Fehmarnbelt sind in erster Linie Driftströme, die durch den Wind hervorgerufen werden und von dem über der Ostsee herrschenden Wind abhängig sind. Der Einfluss der Gezeitenströme ist gering (höchstens 0,2 bis 0,3 Seemeilen pro Stunde).

Die Zahl der Schiffspassagen im Fehmarnbelt lag im Jahr 2014 bei 38.167.[1]

Überquerung

Per Schiff wird der Fehmarnbelt von der Vogelfluglinie PuttgardenRødby überquert.

Am 29. Juni 2007 einigten sich die Regierungen von Dänemark und Deutschland nach jahrelanger Diskussion auf den Bau einer festen Fehmarnbelt-Querung. Der Baubeginn der etwa 19 Kilometer langen Verbindung (Brücke oder Tunnel) zwischen Puttgarden auf der Ostseeinsel Fehmarn und Rødby auf der dänischen Insel Lolland sollte zunächst im Jahr 2012 sein. Das 7,4 Milliarden Euro teure Bauwerk, dessen Kosten zum größten Teil Dänemark übernehmen wird, soll bis 2021 fertiggestellt werden. Am 3. September 2008 unterzeichneten die damaligen Verkehrsminister von Deutschland und Dänemark, Wolfgang Tiefensee und Carina Christensen, in Kopenhagen den Vertrag zur Errichtung einer festen Fehmarnbelt-Querung. Nach einer Neuberechnung der Kosten im Jahr 2010 wird wieder verstärkt die Tunnellösung diskutiert.[2]

Im Jahr 2005 durchschwamm Christof Wandratsch den Fehmarnbelt in einer Zeit von 5 Stunden 11 Minuten. Er hielt damit den Weltrekord für die Solo-Querung des Fehmarnbelts. Am 29. August 2012 brach Bruno Baumgartner aus der Schweiz den bisherigen Rekord mit einer Zeit von 4 Stunden und 53 Minuten[3].

Schiffsunglücke im Fehmarnbelt

Am 26. Juli 1932 kenterte das Segelschulschiff Niobe durch eine nicht vorhersehbare Gewitterböe. Es sank in wenigen Minuten.

Am 28. Oktober 2007 kenterte der in der Slowakei registrierte türkische Frachter Omer N aus bisher ungeklärter Ursache 15 Seemeilen westlich der dänischen Stadt Gedser. Drei Besatzungsmitglieder konnten gerettet, vier nur tot geborgen werden. Vier weitere Menschen wurden vermisst.

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. Weniger Verkehr in Kadetrinne. In: Täglicher Hafenbericht vom 29. Juli 2015, S. 2
  2. Dänen stellen Fehmarnbelt-Brücke infrage. Financial Times Deutschland, 18. Oktober 2010, archiviert vom Original am 20. Oktober 2010, abgerufen am 18. Oktober 2010.
  3. Radio Schleswig-Holstein (RSH) vom 29. August 2012

Weblinks

 Commons: Fehmarnbelt  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Kategorien: Küstengewässer (Deutschland) | Meerenge in Dänemark | Geographie (Kreis Ostholstein) | Meerenge (Ostsee) | Geographie (Fehmarn)

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Fehmarnbelt (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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