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Falkoniergasse


Falkoniergasse
Straße in Berlin
Basisdaten
Ort Berlin
Ortsteil Mitte
Angelegt im 17. Jahrhundert
Querstraßen Werdersche Rosenstraße, Werderstraße
Bauwerke Townhouses (geplant),
Friedrichswerdersche Kirche
Nutzung
Nutzergruppen Straßenverkehr
Technische Daten
Straßenlänge 90 Meter

Die Falkoniergasse ist eine 90 Meter lange Gasse in der Berliner Ortslage Friedrichswerder im Bezirk Mitte, die bis zum Jahr 1974 vorhanden war. Im Zuge der Neubebauung des Stadtquartiers um die Friedrichswerdersche Kirche wurde sie auf Beschluss der Bezirksverordnetenversammlung neu angelegt. Die Falkoniergasse verlief bzw. verläuft zwischen Werderscher Rosenstraße im Norden und Werderschem Markt im Süden.

Geschichte

Mit Errichtung des Friedrichswerder um 1660 entstand unter anderem die Falkoniergasse, in der Falkoniere mit ihren Vögeln untergebracht waren.[1] Sie hatte nur acht Hausnummern.[2] Die Gasse und ihre Bewohner galten von Anfang an als „verarmtes“ Gebiet. Während des Zweiten Weltkriegs wurden die Gebäude im Gegensatz zu den Nachbarhäusern – z. B. Friedrichswerdersche Kirche und Berliner Bauakademie – kaum zerstört.

Im Rahmen der Modernisierung Ost-Berlins im Jahr 1968 sollte der gesamte Friedrichswerder umgestaltet werden. So wurden alle Gebäude außer der Friedrichswerderschen Kirche am Werderschen Markt abgerissen. Auf Teilen der Fläche errichtete man das Außenministerium der DDR. Die Falkoniergasse wurde 1974 entwidmet und diente dann als Parkplatz. 1999 entstanden erste Planungen, den historischen Straßenzug der Falkoniergasse wieder anzulegen und das Gebiet in den historischen Grundflächen zu rekonstruieren. Nachdem der Senat von Berlin ein Bieterverfahren ausgeschrieben hatte, bekam die städtebauliche Gesamtkonzeption der Architekten Graetz, Nöfer, Tyrra im November 2000 den Zuschlag.[3]

Neuanlage

Der Straßenname wurde per 27. Januar 2007 neu vergeben, die Straße ist jedoch weder vollständig angelegt noch bereits beschildert (Stand: Februar 2014). In der Folge scheiterten zwei Unternehmen daran, sämtliche notwendigen Grundstücke zu erwerben.[4]

Nachdem sich im Dezember 2009 die beiden Unternehmen Apellas und Bauwert getrennt hatten,[5] wurde im Sommer 2010 ein Architektenwettbewerb zum Quartier Kronprinzengärten in der neuen Falkoniergasse ausgelobt, dessen Ergebnisse im Februar 2011 bekannt gegeben wurden.[6]

Zukünftige Bebauung

Es sollen ähnlich wie bei dem benachbarten Townhouseprojekt am Caroline-von-Humboldt-Platz kleine Wohnhäuser entstehen. Im Gegensatz zur dortigen Bebauung sollen die Gebäude einheitlich weiß gestaltet werden und die beiden unteren Etagen sollen für den Einzelhandel bestimmt sein. Dabei werden sich die Häuser nicht an den Vorkriegsbauten orientieren, sondern an den Nachbargebäuden (Kommandantenhaus und Kronprinzenpalais). Die Falkoniergasse soll schwarz-weißen Marmor erhalten.[7] Bebauungsbeginn war im Jahr 2012. Nach einem einjährigen Baustopp ist ein Fertigstellungstermin für 2017 geplant.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Historische Falkoniergasse. In: Straßennamenlexikon des Luisenstädtischen Bildungsvereins
  2. Falkoniergasse. In: Adreßbuch für Berlin und seine Vororte, 1900, Teil 3, S. 143 (Verlauf der Falkoniergasse sowie Nennung aller Häuser und Eigentümer bzw. Bewohner).
  3. Bieterverfahren „An der Friedrichs-Werderschen Kirche-Falkoniergasse“ in Berlin-Mitte
  4. Christian Hunziker: Wo kapitalkräftige Kosmopoliten kaufen. In: Der Tagesspiegel, 26. November 2011; abgerufen am 21. Dezember 2011
  5. bauwert.de: Bauwert wieder eigenständig. Pressemeldung, 9. September 2009; abgerufen 21. Dezember 2011
  6. Berliner „Kronprinzengärten“ erhalten ein Gesicht. bauwert.de, Pressemeldung, 15. Februar 2011; abgerufen 21. Dezember 2011
  7. Planung Falkoniergasse stadtentwicklung.berlin.de

Kategorien: Straße in Berlin

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Falkoniergasse (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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