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Fabian Burstein


Fabian Burstein (* 4. August 1982 in Wien) ist ein österreichischer Autor, Filmemacher und Kulturmanager. Burstein ist vor allem aufgrund seiner literarischen und filmischen Menschen-Porträts bekannt.

Leben

Fabian Burstein stammt aus einer weitverzweigten Familie, die aufgrund ihrer jüdischen Wurzeln und den Ereignissen rund um den Holocaust in der ganzen Welt verstreut ist. Er studierte Publizistik- und Kommunikationswissenschaft an der Universität Wien. Von Wien aus machte sich Burstein einen Namen als freier Schriftsteller, Ghostwriter, Drehbuchautor und Regisseur. Weiters war er Mitbegründer des Digitalverlags mcpublish und des Kulturmagazins faq[1]. Als Kurator des Kulturvereins Upper Fourside[2] ist er Gründer und künstlerischer Leiter des FOUR FESTIVALs[3], das 2015 auf der Oberen Wieden Premiere feierte[4]. Von 2013 bis 2015 war Fabian Burstein Leiter des Jugendkulturzentrums FORUM[5] in Mannheim, Deutschland.

Werk

Bereits mit 19 Jahren verfasste Burstein erste journalistische Arbeiten für den österreichischen Kultursender Ö1. Es folgten Artikel für diverse Kultur- und Medienmagazine in Österreich und Deutschland. Ab 2005 erschien seine Kolumne „TV-Protokolle“ im Filmmagazin ray[6], mit prominenten Protagonisten aus Kunst, Kultur und Medien. Zu den Gästen zählten Persönlichkeiten wie Klaus Bachler, Rudolf Edlinger, Robert Meyer, Heide Schmidt und Willi Resetarits. 2008 sorgte die Veröffentlichung der Hansi Lang Biografie „Kind ohne Zeit“[7] für breites Medienecho. Kurz nach Fertigstellung der Arbeiten an dem Buch starb Hansi Lang unerwartet an den Folgen eines Schlaganfalls. Gemeinsam mit der österreichischen Sängerin Birgit Denk und dem Musiker Martin Klein, die Lieder von Hansi Lang neu interpretierten, ging Fabian Burstein auf Lesereise[8]. 2008 trat Burstein auch als Mitbegründer des Kultur- und Lifestyle-Magazins „faq“[9] in Erscheinung – bis 2010 fungierte er dort als Chefredakteur.[10] Mit seinem dokumentarischen Filmdebüt „Porno Unplugged“ sorgte Fabian Burstein 2009 für heftige Reaktionen.[10] Kinoketten und das Wiener Festival Viennale verweigerten die Programmierung des Films, der sich mit dem Leben und Wirken der österreichischen Pornodarsteller Mick Blue und Renee Pornero befasste. Beim Publikum avancierte „Porno Unplugged“ zum Überraschungserfolg, der bis heute zu den bestverkauften Independent-Filmproduktionen der letzten Jahre zählt und mittlerweile auch in Deutschland und der Schweiz veröffentlicht wurde.

Anfang 2011 trat Fabian Burstein als Verleger in Erscheinung. Gemeinsam mit Stefan Tauber und Ramon Rigoni gründete er das digitale Literatur-Label mcpublish, das sich auf E-Book- und Hörbuch-Erstveröffentlichungen spezialisiert hat.[11] Ebenfalls 2011 erschien sein Roman-Erstling „Statusmeldung“ beim österreichischen Labor Verlag.[12] Gemeinsam mit der österreichischen Singer-Songwriterin Violetta Parisini ging Burstein auf Lesereise[13] durch Österreich und Deutschland. Im selben Jahr strahlte der österreichische Fernsehsender Okto[14] ein halbstündiges Porträt über Fabian Burstein aus, in dem Weggefährten wie Autor und Sänger Rainer Krispel und Sängerin Birgit Denk, sowie der Produzent und Regisseur Ramon Rigoni zu Wort kamen. Mit seinem zweiten Roman "Träum weiter", der Geschichte des sadistischen Casting-Jurors JJ und seiner Opfer in der fiktiven Castingshow "You are a star", sorgte Fabian Burstein wieder für heftige Kontroversen, auch aufgrund einer aktionistischen Online-Kunstaktion, in der Burstein die Gründung der "1. Castingshow Gewerkschaft" verkündete. "Die Geschichte führt tief ins Milieu der Casting-Shows und ist eine wilde Mischung aus Dokumentation, Satire, Krimi und Psychothriller"[15], schrieb Guido Tartarotti von der österreichischen Tageszeitung Kurier. Nachdem Burstein in einem Interview verkündete, die Trainingsmaßnahmen in Castingshows würden eher an "Folter als an Gesangsübungen" erinnern, ließ ihm RTL via Bild ausrichten, dass ein Autor, der "im Zusammenhang mit dem seit Jahren weltweit erfolgreichen Genre der Castingshows ernsthaft den Begriff Folter verwendet", sich die Frage gefallen lassen müsse, "ob er damit nicht Menschen verhöhnt, die tatsächlich Opfer von Folter wurden".[16]

2013 ging Fabian Burstein nach Mannheim, Baden-Württemberg, wo er die Leitung einer bekannten Jugendkultureinrichtung mit den Sparten Theater, Musik, Literatur, Film, Transkultur übernahm[17]. Im Juni 2015 beendete er dort sein Engagement[18][19].

Nebenbei ist Fabian Burstein auch als Songwriter und Gitarrist tätig. Mit der Band cadiz veröffentlichte er den von ihm geschriebenen Soundtrack zum Hörbuch „Déjà-Vu mit Pocahontas“ von Michael Stavarič.[20] Im Mai 2014 erschien das Album KITSCH der Band Ping Pong Boys[21], die Burstein im Jahr zuvor mit dem Singer-Songwriter Stefan Galler gegründet hatte. Das Video zur gleichnamigen Single KITSCH stammt von illuminati film[22], die auch für das Video zu "Whatever" von Cro verantwortlich zeichneten, das in der Kategorie "Bestes Video National" bei der Echoverleihung 2014 nominiert war.

Schriften

Filmografie

Regie

  • 2009: Porno Unplugged (Lang-Dokumentation)

Drehbuch

  • 2009: Teamwork (illuminati film / Red Bull Media House) (Sport-Dokumentation)
  • 2009: Porno Unplugged (illuminati film / Filmladen) (Lang-Dokumentation)
  • 2009: Young Guns Rising (illuminati film / Red Bull Media House / Servus TV) (Doku-Serie)
  • 2010: Young Guns Rising Season II (illuminati film / Red Bull Media House / Servus TV) (Doku-Serie)
  • 2010: Teenage Rockstar (illuminati film / Teenage-Rockstar Entertainment / Super RTL) (Musik-Serie)
  • 2011: Young Guns Rising Season III (illuminati film / Red Bull Media House / Servus TV) (Doku-Serie)

Diskografie

Alben

  • 2014: KITSCH, Ping Pong Boys

Singles

  • 2014: KITSCH / JOOLS HOLLAND TRIBUTE BAND, Ping Pong Boys

Soundtrack

  • 2011: Déjà-Vu mit Pocahontas, cadiz

Weblinks

Einzelnachweise

  1. „Faq“: Neues Kultur- und Lifetsylemagazin ab September 2008
  2. Kulturverein Upper Fourside: Mission
  3. Wiener Kultursaison: Neue Freikultur aus dem Grätzel
  4. Four Festival: Ein Festival für den Gemeindebaul
  5. Regioactive.de 16. April 2015
  6. Fabian Burstein: Kurzbiografie – Literaturhaus Wien
  7. "Kind ohne Zeit" von Fabian Burstein
  8. "Heroinmonolog" aufgezeichnet im Forum Schwechat
  9. Texte von Fabian Burstein im Kulturmagazin faq
  10. 10,0 10,1 Falter Porträt über Fabian Burstein
  11. mcpublish: "Digital First" als Verlagsprinzip – ORF-futurezone
  12. Website des Labor Verlags
  13. Fabian Burstein und Violetta Parisini live in der Kunsthalle am Karlsplatz
  14. Porträt über Fabian Burstein auf Okto
  15. Der Chefjuror ist ein Psychopath
  16. Wenn Bohlen & Co. austeilen: Erste „Gewerkschaft“ für Casting-Kandidaten
  17. Website des FORUM
  18. "Forum-Chef kündigt": Mannheimer Morgen, 16. April 2015
  19. "Die eigene Existenz sprengen": Interview mit dem Mannheimer Morgen
  20. Fabian Burstein – Musik
  21. Ping Pong Boys - Official Website
  22. illuminati film - MUSICVIDEOS


Kategorien: Schriftsteller (Wien) | Fernsehregisseur | Geboren 1982 | Drehbuchautor | Österreicher | Mann | Autor

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Fabian Burstein (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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