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FC Thun


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FC Thun
Voller Name Fussballclub Thun 1898
Ort Thun, Kanton Bern
Gegründet 1. Mai 1898
Vereinsfarben rot-weiss
Stadion Stockhorn Arena
Plätze 10'000
Präsident Markus Lüthi
Trainer Jeff Saibene
Homepage www.fcthun.ch
Liga Raiffeisen Super League
2015/16 6. Rang
Heim
Auswärts

Der FC Thun 1898 ist ein Fussballverein aus der Schweizer Stadt Thun. Der Club spielt in der Super League, der höchsten Schweizer Spielklasse. Seinen grössten Erfolg feierte der Club im Jahr 2005 mit der Qualifikation für die Champions League.

Geschichte

Der Verein spielte 1954/55, 20022008 und ab 2010 in der NLA resp. Super League. 19461950, 1953/54, 19551970, 19972002, 20082010 spielte man in der NLB resp. Challenge League. 1955 bestritt der FC Thun den Cupfinal gegen La Chaux de Fonds, 2005 wurde er hinter dem FC Basel Vizemeister und qualifizierte sich für die UEFA Champions League

Andy Egli wurde 1995 Trainer der Thuner. Die Saison 1995/96 schloss Thun mit dem Rang sechs in der 1. Liga ab. Eine Saison später stiegen sie in die NLB auf. 1997/98 mussten sie die Abstiegsrunde bestreiten. Andy Egli ging zum FC Luzern. Neuer Trainer wurde Georges Bregy. Mit ihm schaffte Thun 1999/2000 die Teilnahme an der Auf-/Abstiegsrunde in die NLA, mussten aber in der NLB verbleiben.

Trainer des Vereins war von Juli 2001 bis Dezember 2004 Hanspeter Latour, der zur eigentlichen Identifikationsfigur des Vereins wurde. Mit ihm gelang 2002 der Aufstieg in die Nationalliga A, welche später in Super League umbenannt wurde. Auf Anfang 2005 wechselte er zu GC; neuer Trainer wurde Urs Schönenberger, welcher aber im Februar 2006 wegen Differenzen mit der Vereinsführung entlassen wurde und durch den Österreicher Heinz Peischl ersetzt wurde. Im März 2007 wurde Peischl wegen anhaltender Erfolglosigkeit entlassen; der bisherige Assistenztrainer Jeff Saibene übernahm sein Amt. Dieser musste sein Amt auf die Saison 2007/08 abgeben, da er nicht die benötigten Lizenzen (UEFA-Pro) besass. Sein Amt übernahm der Niederländer René Van Eck. Allerdings war auch er nicht lange im Amt, da man in der Saison 2007/08 den Ligaerhalt verpasste. Auf die Saison 2008/09 hin übernahm der vormalige U-21-Mannschaftstrainer Hansruedi Baumann die Mannschaft und wurde im Juni 2009 von Murat Yakin abgelöst. Dieser wanderte auf die Saison 2011/12 zum FC Luzern ab und wurde daraufhin durch Bernard Challandes ersetzt. In der Winterpause der Saison 2012/13 wurde Challandes durch den ehemaligen FC Zürich-Coach Urs Fischer ersetzt. Kurz vor Saisonbeginn 2015/16 wurde Urs Fischer vom FC Basel abgeworben. Als neuer Trainer wurde Ciriaco Sforza verpflichtet, von dem man am 30. September 2015 aber wieder trennte.

2005 qualifizierte sich Thun mit Siegen gegen Dynamo Kiew und Malmö FF für die UEFA Champions League und sorgte damit für eine riesige Überraschung und für den grössten Erfolg der Vereinsgeschichte. Dies wurde mit einem schmalen Kader und einem Budget von fünf Millionen Franken erreicht. In der Gruppe mit Arsenal London, Ajax Amsterdam und Sparta Prag erreichte der FC Thun den 3. Platz und war somit für die K.O.-Runde des UEFA-Pokals im Frühjahr 2006 qualifiziert. Dort schied das Team allerdings gegen den Hamburger SV aus.

Am 13. November 2007 gab die Berner Kantonspolizei bekannt, es seien zwölf Spieler des FC Thun sowie neun weitere Tatverdächtige vernommen worden, weil der Verdacht bestehe, sie hätten sexuelle Handlung mit einem 15-jährigen Mädchen vorgenommen. Die Polizei geht davon aus, dass die Handlungen grösstenteils mit dem Einverständnis des Mädchens vorgenommen wurden. Dennoch ist dies strafbar, weil nach Schweizer Recht sexueller Kontakt mit unter 16-Jährigen nur bei einem Altersunterschied bis zu 3 Jahren straffrei ist. Am 20. November 2007 wurde fast die ganze erste Mannschaft entlastet. In der gleichen Saison verpasste der Club den Ligaerhalt und spielte damit ab der Saison 2008/09 in der Challenge League (zweithöchste Spielklasse). Während der letzten Saison schenkte man dem vormaligen U-21-Trainer Hansruedi Baumann das Vertrauen. Dieser wurde dann gegen Ende der Saison wegen schlechten Resultaten interimistisch durch Andres Gerber ersetzt. Für die Saison 2009/10 wurde als neuer Trainer Murat Yakin vorgestellt, der mit einem jungen Team überraschend den Wiederaufstieg in die Super League bewerkstelligen konnte und den Neuling in der Folgesaison sogar auf einen Europapokalplatz führte. 2013 konnte sich der FC Thun für die Gruppenphase der Europa League 2013/14 qualifizieren.

Stadion

Der Verein bestreitet seit der Saison 2011/12 seine Heimspiele in der neuen und hochmodernen Stockhorn Arena (ehemals Arena Thun genannt), welche über eine Gesamtkapazität von 10'000 Plätzen verfügt. Zuvor spielte der FC Thun im Stadion Lachen, welches den Anforderungen der höchsten Liga eigentlich nicht mehr genügte, doch da die neue Spielstätte bereits in Planung war wurde dem FC Thun eine Sonderbewilligung erteilt.

Im Stadion Lachen war bis zum Aufstieg in die damalige NLB 1997 der ganze Stehplatzbereich mit Gras bedeckt. Noch heute hat es innerhalb des Stadions Hecken und Bäume. 1997 mussten dann die ersten Anpassungen vorgenommen werden. Die Stehplätze wurden etappenweise zu kiesbedeckten Stufen umgebaut. Im Sektor D und im Gästesektor wurden die Stehplätze aus Sicherheitsgründen asphaltiert. Ausserdem erhielt das Stadion eine Flutlichtanlage. Bis zum Aufstieg 2002 in die damalige NLA, waren die Bautätigkeiten im Zuschauerbereich abgeschlossen. Nach dem Aufstieg in die oberste Liga, wurde dann nach und nach die Infrastruktur weiter angepasst:

  • Neue Matchuhr mit Totomat
  • Die alten Holzbänke auf der Tribüne wurden durch rote Schalensitze ersetzt
  • Neue, leistungsstärkere Scheinwerfer auf den Flutlichtmasten installiert
  • Die Sektorentrennung mittels Gittern wurde eingeführt
  • Eine kleine Holztribüne für knapp 100 Personen zwischen Clubhaus und Olympiator erstellt
  • Der B-Club (Business-Club), eine Sponsorenvereinigung des FCT, erstellt innerhalb des Stadions ihre eigenen VIP-Zelte
  • Im Gästesektor wurden aus Sicherheitsgründen die Stufen asphaltiert und der Sektor zum Spielfeld hin mit einem Gitter versehen
  • Neue Stahlrohrtribüne mit 800 Sitzplätzen erstellt.

Stadionrekord im Stadion Lachen

In der Saison 2003/04 hatte der FC Basel beim Gastspiel in Thun die Möglichkeit, sich frühzeitig den Meistertitel zu sichern. 10'200 Zuschauer im Lachen wurden Zeugen eines 0:2 Sieges der Basler, allerdings auch von zerstörerischen Ausschreitungen des Basler Anhanges, nachdem diese frühzeitig einen Spielabbruch in der 90. Minute erzwangen.

Neubau Stockhorn Arena

Hauptartikel: Stockhorn Arena

Der Bau eines neuen Stadions in Thun-Süd mit öffentlicher Finanzierung wurde im Februar 2006 in einer Volksabstimmung abgelehnt. Im März 2007 erhielt die Investorengruppe HRS/ARCO Real Estate den Zuschlag für ein neues Projekt, welches neben einem Stadion mit einer Kapazität von 10'000 Plätzen auch ein Einkaufszentrum beinhaltet. Die notwendige Umzonung für das privat finanzierte Projekt wurde im Dezember 2007 von den Thuner Stimmberechtigten gutgeheissen. Im Oktober 2009 konnte die Baubewilligung erteilt werden, nachdem Einsprachen gegen das Stadion und den damit verknüpften Weststrassen-Ausbau zurückgezogen oder abgelehnt wurden. Der Spatenstich erfolgte am 17. Februar 2010. Der Grundstein wurde am 23. Juni 2010 im Boden versenkt. Im Sommer 2011 wurde das zunächst «Arena Thun» genannte Stadion fertiggestellt, und am 9. Juli 2011 mit einem Eröffnungsspiel gegen den deutschen Fussball-Club 1. FC Köln (2:2) eingeweiht. Im Februar 2014 erwarb die Stockhornbahn AG die Namensrechte an der Spielstätte des FC Thun, weshalb das Stadion mit sofortiger Wirkung in Stockhorn Arena umbenannt wurde.

Europapokalbilanz

Internationale Spiele in der UEFA Champions League wurden im Stade de Suisse Wankdorf Bern ausgetragen. Die Spiele zur UEFA Europa League Qualifikation 2011/12 sowie 2013/14 bestritt der FC Thun in der Stockhorn Arena.

Saison Wettbewerb Runde Gegner Gesamt Hin Rück
2003 UEFA Intertoto Cup 2. Runde Tschechien 1. FC Brünn 3:4 2:3 (H) 1:1 (A)
2004 UEFA Intertoto Cup 1. Runde Rumänien Gloria Bistrița 2:0 2:0 (H) 0:0 (A)
2. Runde Deutschland VfL Wolfsburg 7:3 3:2 (A) 4:1 (H)
3. Runde Deutschland Hamburger SV 3:5 2:2 (H) 1:3 (A)
2005/06 UEFA Champions League 2. Qualifikationsrunde Ukraine Dynamo Kiew 3:2 2:2 (A) 1:0 (H)
3. Qualifikationsrunde Schweden Malmö FF 4:0 1:0 (A) 3:0 (H)
Gruppenphase England FC Arsenal 1:3 1:2 (A) 0:1 (H)
Tschechien Sparta Prag 1:0 1:0 (H) 0:0 (A)
Niederlande Ajax Amsterdam 2:6 0:2 (A) 2:4 (H)
2005/06 UEFA-Pokal Sechzehntelfinale Deutschland Hamburger SV 1:2 1:0 (H) 0:2 (A)
2011/12 UEFA Europa League 2. Qualifikationsrunde Albanien KS Vllaznia Shkodra 2:1 0:0 (A) 2:1 (H)
3. Qualifikationsrunde Italien US Palermo (a)3:3(a) 2:2 (A) 1:1 (H)
Play-offs England Stoke City 1:5 0:1 (H) 1:4 (A)
2013/14 UEFA Europa League 2. Qualifikationsrunde Georgien Tschichura Satschchere 5:1 2:0 (H) 3:1 (A)
3. Qualifikationsrunde Schweden BK Häcken 3:1 2:1 (A) 1:0 (H)
Play-offs Serbien FK Partizan Belgrad 3:1 0:1 (A) 3:0 (H)
Gruppenphase Osterreich SK Rapid Wien 2:2 1:0 (H) 1:2 (A)
Belgien KRC Genk 1:3 1:2 (A) 0:1 (H)
Ukraine Dynamo Kiew 0:5 0:3 (A) 0:2 (H)
2015/16 UEFA Europa League 2. Qualifikationsrunde Israel Hapoel Be’er Scheva 3:2 1:1 (A) 2:1 (H)
3. Qualifikationsrunde Liechtenstein FC Vaduz (a)2:2(a) 0:0 (H) 2:2 (A)
Play-offs Tschechien Sparta Prag 4:6 1:3 (A) 3:3 (H)
Legende: (H) – Heimspiel, (A) – Auswärtsspiel, (N) – neutraler Platz, (a) – Auswärtstorregel, (i. E.) – im Elfmeterschießen, (n. V.) – nach Verlängerung

Gesamtbilanz: 44 Spiele, 16 Siege, 12 Unentschieden, 16 Niederlagen, 56:57 Tore (Tordifferenz −1)

Kader der Saison 2015/16

Kader der ersten Mannschaft

Angriff

Nummer Spieler Nationalität Im Verein seit Letzter Verein

Tor

1 Guillaume Faivre Schweizer 2012 FC Wil
18 Francesco Ruberto Schweizer 2011 FC Bern
22 Felix Hornung Schweizer 2013 Eigene Jugend

Abwehr

25 Kevin Bigler Schweizer 2012 eigene Jugend
26 Thomas Reinmann Schweizer 2009 FC Vaduz
14 Nicolas Schindelholz Schweizer 2009 FC Basel U21
27 Enrico Schirinzi Italiener 2010 vereinslos
5 Fulvio Sulmoni Schweizer 2013 AC Bellinzona
31 Stefan Glarner Schweizer 2014 FC Zürich
4 Marco Bürki Schweizer 2015 BSC Young Boys
39 Sven Joss Schweizer 2015 BSC Young Boys

Mittelfeld

21 Nelson Ferreira Portugiese 2012 FC Luzern
17 Dennis Hediger Schweizer 2010 FC Biel
8 Michael Siegfried Schweizer 2013 FC Biel
28 Andreas Wittwer Schweizer 2008 BSC Young Boys U18
7 Gianluca Frontino Schweizer 2014 FC Schaffhausen
34 Nicola Sutter Schweizer 2014 Eigene Jugend
15 Lotem Zino Israeli Deutscher 2014 Hapoel Be'er Sheva
10 Marco Rojas Neuseeländer 2015 VfB Stuttgart
6 Sandro Wieser Liechtensteiner 2015 FC Aarau
13 Simone Rapp Schweizer 2015 FC Wohlen
20 Ridge Munsy Kongolese Schweizer 2015 SC Kriens
9 Roman Buess Schweizer 2015 FC Wohlen
33 Gonzalo Zárate Argentinier 2015 BSC Young Boys

Ehemalige Spieler und Trainer

Spieler:
Trainer:

Weblinks


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