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FC Bologna


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FC Bologna
Voller Name Bologna Football Club 1909
Ort Bologna, Italien
Gegründet 3. Oktober 1909
Vereinsfarben rot-blau
Stadion Stadio Renato Dall’Ara
Plätze 38.279
Präsident Italien Marco Pavignani
Trainer Italien Roberto Donadoni
Homepage www.bolognafc.it
Liga Serie A
2015/16 14. Platz
Heim
Auswärts

Der FC Bologna (offiziell: Bologna Football Club 1909, kurz Bologna F.C.) ist ein italienischer Fußballklub aus der emilianischen Hauptstadt Bologna.

In der Zeit von 1925 bis zum Beginn des Zweiten Weltkriegs gehörte er mit sechs gewonnenen Meistertiteln und zwei Siegen im Mitropapokal zu den erfolgreichsten italienischen und auch europäischen Fußballvereinen. Nach dem Krieg konnte der Klub nicht mehr an die Erfolge anknüpfen; die siebte und letzte Meisterschaft gelang ihm im Jahr 1964.

Geschichte

Der FC Bologna wurde am 3. Oktober 1909 als Bologna Foot Ball Club gegründet. Zu dieser Zeit wurden die italienischen Meister noch in Finalrunden ermittelt, die über den Gruppensieg in regionalen Spielklassen erreicht werden konnten. Ab den frühen 1920er Jahren etablierte sich Bologna unter Trainer Hermann Felsner zwar in der Region Emilia-Romagna, konnte sich aber auf nationaler Ebene letztendlich nicht durchsetzen. Ab der Spielzeit 1923/24 zeichnete sich in Italien ein immer geordneterer Spielbetrieb ab, die einzelnen Ligen umfassten größere Regionen und in der 1. Liga Nord (Gruppe B) kristallisierte sich mit dem FC Bologna eine dominierende Mannschaft heraus. So erzielte der Klub mit dem Erreichen des Nord-Finales (der Sieger spielte dann im Meisterschafts-Endspiel gegen den Sieger aus dem Süden) im Juni 1924 den zunächst größten Vereinserfolg. Gegen den Sieger der 1. Liga Nord (Gruppe A), dem CFC Genua, unterlag Bologna im Hinspiel mit 0:1. Im Rückspiel auf eigenem Platz konnte schließlich sportlich kein Ergebnis erzielt werden, weil das Spiel in der 84. Minute beim Stand von 1:1 nach Ausschreitungen abgebrochen werden musste und der spätere Meister aus Genua zum 2:0-Sieger erklärt wurde.

In der darauffolgenden Saison kam es zwischen beiden Mannschaften zur Revanche. Wieder setzte sich in der 1. Liga Nord der FC Bologna in der Gruppe B und der AC Genua in der Gruppe A durch. Die Auseinandersetzung begann am 24. Mai 1925 und endete für Bologna mit einer 1:2-Heimniederlage, für die sich genau eine Woche später in Genua mit einem 2:1-Auswärtssieg revanchierten. Ein Entscheidungsspiel in Mailand sollte am 7. Juni einen Sieger ermitteln, endete aber nach Verlängerung ebenso unentschieden (2:2) wie das zweite Entscheidungsspiel in Turin am 5. Juli (1:1). So wurde am 9. August, inzwischen waren rund zehn Wochen seit dem ersten Spiel vergangen, in Mailand erneut ein Entscheidungsspiel angesetzt, das am frühen Morgen um 7:00 Uhr ohne Zuschauer angepfiffen wurde. Am Ende setzte sich Bologna mit 2:0 durch und errang im gleichen Monat durch wesentlich unspektakulärere Finalspiele gegen ALBA Rom (4:0 H, 2:0 A) die erste italienische Meisterschaft.

Der FC Bologna war endgültig ein gefürchteter Gegner und die heimische Spielstätte eine Festung. Nach dem Meistertitel gewann er in der Saison 1925/26 alle seine elf Heimspiele (bei 46:4 Toren) und erreichte zwei Punkte vor dem FC Turin (der seinerseits ebenfalls alle elf Heimspiele gewann) wieder das Endspiel im Norden. Nach einem 2:2 zuhause und einem 0:0 auswärts musste Bologna fast genau ein Jahr nach dem entscheidenden Sieg gegen Genua wieder zur Entscheidung nach Mailand, wo es dieses Mal mit 1:2 knapp Juventus Turin unterlag.

1926 erfolgte die Umbenennung des Klubs in Associazione Giocare Calcio Bologna (AGC Bologna).

Im Jahr 1929, Bologna war gerade im Entscheidungsspiel in Rom gegen den FC Turin zum zweiten Mal italienischer Meister geworden, wurde die nationale Fußballliga Serie A mit 18 Mannschaften gegründet. Diese sollte den komplizierten Modus der Vorentscheidungen auf regionaler Ebene und die sich hinziehenden Auseinandersetzungen in Entscheidungsspielen beenden. Das neue Spielsystem bewährte sich und die AGC Bologna etablierte sich auch hier sofort in der vorderen Tabellenhälfte. In den späten 1930er und Anfang der 1940er Jahre erlebte Bologna mit vier gewonnen Meistertiteln (1936 bis 1941) die erfolgreichste Zeit seiner Vereinsgeschichte.

Der Krieg beendete diese Ära und der FC Bologna, wie sich der Verein nach Kriegsende wieder nannte, fand nach dessen Ende nicht mehr zur alten Stärke zurück. Lediglich am Anfang der 1960er Jahre gelang dem Klub wieder für einige Jahre der Sprung ins obere Tabellendrittel. Zur Saison 1961/62 trat der Verein erstmals unter dem noch heute verwendeten Namen FC Bologna zum Meisterschaftsbetrieb an, zuvor war der Verein lange unter dem Namen AGC Bologna bekannt gewesen. Mit dem neuen Namen konnte man 1964 sogar noch einmal den Meistertitel gewinnen. Danach begann aber wieder einer schleichender Übergang ins Mittelmaß, wenngleich in den Jahren 1970 und 1974 im italienischen Pokalwettbewerb zwei weitere Vereinserfolge zu verzeichnen waren. In der Meisterschaft folgten dagegen ab 1977 chronische Sorgen um den Klassenerhalt, die 1982 im erstmaligen Abstieg in die Serie B gipfelten. Erst seit 1996 spielte der FC Bologna wieder durchgehend in Italiens höchster Spielklasse und bestätigte jährlich eine Position im Mittelfeld, ehe er 2005 wieder in die Serie B abstieg. In der Serie B Saison 2007/2008 gelang als Tabellenzweiter erneut der Aufstieg in die Serie A. Danach schaffte es Bologna, sich in der ersten Liga zu etablieren. Diese positive Entwicklung erlebte dann jedoch in der Saison 2013/14 einen herben Rückschlag, als man in der Serie A nur Vorletzter - einzig vor dem AS Livorno - wurde und nach sechs Jahren wieder den Gang zurück in die Zweitklassigkeit antreten musste.

Die internationalen Erfolge des FC Bologna sind überschaubar. Nach dem nationalen Titelgewinn im Jahr 1964 erreichte der Klub die bis heute einzige Teilnahme am Europapokal der Landesmeister, aus dem sie unglücklich ausschieden. Eine 0:1-Niederlage beim RSC Anderlecht konnten die Italiener mit einem 2:1 im Rückspiel noch ausgleichen und im Entscheidungsspiel auch ein 0:0 erzwingen. Der seinerzeit noch übliche Losentscheid endete daraufhin jedoch zum Verdruss der Italiener mit einem Weiterkommen der belgischen Mannschaft. Dieses Pech wiederholte sich zwei Jahre später im UEFA-Pokal, als gegen Leeds United der 1:0-Heimerfolg durch die Engländer im Rückspiel ausgeglichen wurde, das Los aber erneut zu Gunsten des Gegners entschied. 1968 gelang den Italienern mit dem Erreichen des UEFA-Pokal-Halbfinales, in dem sie nach einem 2:3 bei Ferencváros Budapest zu Hause über ein 2:2 nicht hinaus kamen, der größte internationale Erfolg, der mit dem erneuten Erreichen des UEFA-Pokal-Halbfinales 1998/1999 nach Qualifikation über den UI-Cup wiederholt werden konnte.

Aktueller Kader

Stand: 15. Januar 2016[1]

Tor Abwehr Mittelfeld Angriff
01 Brasilien Angelo da Costa 12.11.1983
32 Osterreich Dejan Stojanović 19.07.1993
83 Italien Antonio Mirante 08.07.1983
02 Griechenland Marios Oikonomou 06.10.1992
03 Italien Archimede Morleo (C) 26.09.1983
04 Schweden Emil Krafth 02.08.1994
11 Kolumbien Juan Zúñiga 14.12.1985
13 Italien Luca Rossettini 09.05.1985
15 Senegal Ibrahima Mbaye 19.11.1994
20 Italien Domenico Maietta 03.08.1982
24 Italien Alex Ferrari 01.07.1994
25 Italien Adam Masina 02.01.1994
28 Italien Daniele Gastaldello 25.06.1983
05 Chile Erick Pulgar 15.01.1994
06 Italien Lorenzo Crisetig 20.01.1993
08 Algerien Saphir Taïder 29.02.1992
14 Argentinien Franco Zuculini 05.09.1990
14 Slowenien Marko Krivičić 01.02.1996
21 Guinea Amadou Diawara 17.07.1997
22 Italien Luca Rizzo 24.04.1992
30 Ghana Godfred Donsah 07.06.1996
33 Italien Matteo Brighi 14.02.1982
07 Italien Filippo Falco 11.02.1992
10 Italien Mattia Destro 20.03.1991
17 Italien Emanuele Giaccherini 05.05.1985
18 Italien Robert Acquafresca 11.09.1987
23 Italien Franco Brienza 13.03.1979
26 Frankreich Anthony Mounier 27.09.1987
99 Italien Sergio Floccari 12.11.1981

Ehemalige Spieler

Trainerhistorie

1909–1919 kein Trainer
1920–1931 Österreicher Hermann Felsner
1931–1932 Ungar Gyula Lelovics
1932 Ungar József Nagy
1932–1933 Brasilien 1889 Achille Gama
1933–1934 Italien 1861 Pietro Genovesi (techn. Kommission)
1934 Ungar Lajos Kovács
1934–1938 Ungar Árpád Weisz
1938–1942 Österreicher Hermann Felsner
1942–1943 Italien 1861 Mario Montesanto
1945–1946 Österreicher Alexander Popovich
1946 Italien 1861 Pietro Genovesi (techn. Kommission)
1946–1947 Ungarn 1946 József Viola
1947–1948 Ungarn 1946 Gyula Lelovics
1948–1949 Österreicher Anton Cargnelli
1949–1951 Engländer Edmond Crawford
1951 Uruguayer Raffaele Sansone
1951–1952 Italiener Giuseppe Galluzzi
1952 Ungarn 1949 Gyula Lelovics
1952–1956 Italiener Gipo Viani
1956–1957 Italiener Aldo Campatelli
1957 Jugoslawien Sozialistische Föderative Republik Ljubo Benčić
1957–1958 Ungar György Sárosi
1958–1959 Italiener Alfredo Foni
1959–1961 Italiener Federico Allasio
1961–1965 Italiener Fulvio Bernardini
1965 Italiener Manlio Scopigno
1965–1968 Argentinier Luis Carniglia
1968 Italiener Gipo Viani
1968–1969 Italiener Cesarino Cervellati
1969 Italiener Oronzo Pugliese
1969–1972 Italiener Edmondo Fabbri
1972–1976 Italiener Argentinien Bruno Pesaola
1976–1977 Italiener Gustavo Giagnoni
1977 Italiener Cesarino Cervellati
1977–1979 Italiener Argentinien Bruno Pesaola
1979 Italiener Marino Perani
1979 Italiener Cesarino Cervellati
1979–1980 Italiener Marino Perani
1980–1981 Italiener Luigi Radice
1981–1982 Italiener Tarcisio Burgnich
1982–1982 Italiener Francesco Liguori
1982 Italiener Alfredo Magni
1982–1983 Italiener Paolo Carosi
1983 Italiener Cesarino Cervellati
1983–1984 Italiener Giancarlo Cadè
1984 Italiener Nello Santin
1984–1985 Italiener Bruno Pace
1985–1986 Italiener Carlo Mazzone
1986–1987 Italiener Vincenzo Guerini
1987 Italiener Giovan Battista Fabbri
1987–1990 Italiener Luigi Maifredi
1990–1990 Italiener Franco Scoglio
1990–1991 Italiener Luigi Radice
1991 Italiener Luigi Maifredi
1991–1992 Italiener Nedo Sonetti
1992–1993 Italiener Eugenio Bersellini
1993 Italiener Aldo Cerantola
1993 Italiener Romano Fogli
1993 Italiener Alberto Zaccheroni
1993–1994 Italiener Edoardo Reja
1994–1998 Italiener Renzo Ulivieri
1998–1999 Italiener Carlo Mazzone
1999 Italiener Sergio Buso
1999–2003 Italiener Francesco Guidolin
2003–2005 Italiener Carlo Mazzone
2005 Italiener Renzo Ulivieri
2005–2006 Italiener Andrea Mandorlini
2006–2007 Italiener Renzo Ulivieri
2007 Italiener Luca Cecconi
2007–11/2008 Italiener Daniele Arrigoni
11/2008–04/2009 Serbien Siniša Mihajlović
04/2009–10/2009 Italiener Giuseppe Papadopulo
10/2009–08/2010 Italiener Franco Colomba
2010–2011 Italiener Alberto Malesani
2011 Italiener Pierpaolo Bisoli
2011–2013 Italiener Stefano Pioli
2014–2015 Italiener Davide Ballardini
2015 Italiener Delio Rossi
2015– Italiener Roberto Donadoni

Vereinserfolge

Vereinsrekorde

Weblinks

 Commons: FC Bologna  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. La Rosa. In: bolognafc.it. Bologna Football Club 1909, abgerufen am 15. Januar 2016 (italienisch).

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