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Franz Thomas Bruss

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Franz Thomas Bruss (* 27. September 1949 in Kleinblittersdorf (Saarland)) ist ein deutscher Mathematiker und Ordinarius für Mathematik an der Université Libre de Bruxelles. Sein Forschungsgebiet ist Wahrscheinlichkeitstheorie.

Leben

Bruss studierte Mathematik und Wirtschaftswissenschaften an den Universitäten Saarbrücken, Cambridge und Sheffield. Nach seiner Promotion unter Professor Gerd Schmidt in Saarbrücken mit der Dissertation Hinreichende Kriterien für das Aussterben von Modifizierten Verzweigungsprozessen [1] lehrte er an den Universitäten Namur, Glasgow (Strathclyde), Santa Barbara (UC), Tucson (UofA) und Los Angeles (UCLA). Er war ebenfalls Gastprofessor an den Universitäten Kinshasa Zaire, Antwerpen und wiederholt an der Université Catholique de Louvain. Seit 1990 lehrt er in Brüssel, zuerst am Vesalius College der Vrije Universiteit Brussel und seit 1993 an der Université Libre de Bruxelles als Direktor des Service Mathématiques Générales und des Lehrstuhls Wahrscheinlichkeitstheorie.

Forschung und Auszeichnungen

Bruss ist Dr. rer. nat. und Dr. en sc. in Mathematik, Mitglied des Tönissteiner Kreises, Fellow der Alexander-von-Humboldt-Stiftung, Mitglied des International Statistical Institute, und Fellow des Institute of Mathematical Statistics.

Seine Forschungsgebiete in der Mathematik sind hauptsächlich innerhalb der Wahrscheinlichkeitstheorie. In Fachkreisen wurde Thomas Bruss durch seinen Beweis des 1/e-Gesetzes der besten Wahl (1/e-law of best choice (1984)) bekannt. Weitere wichtige Beiträge zu Theorie und Anwendungen des Optimalen Stoppens sind seine Entwicklung des Odds-Algorithmus (Odds-Strategie) (2000), die Lösung (zusammen mit Marc Yor) des so-genannten Problems der letzten Ankunft (Last-arrival problem) sowie seine Beiträge über verschiedene Versionen des Sekretärinnenproblems und sogenannter Pascal Prozesse. Seine Arbeiten erstrecken sich ebenfalls über probabilistische Methoden der Analysis (Taylor und Bernstein Polynome), über Grenzwertsätze (z.B. Borel-Cantelli Lemma), über probabilistische Modellierung und Algorithmen (monotone Unterfolgen) sowie Verzweigungsprozesse (Bisexuelle Galton-Watson Prozesse, Resource Dependent Branching Processes).

Bruss ist Jacques-Deruyts-Preisträger für Mathematik (2000–2004) der Königlichen Akademie der Wissenschaften und Schönen Künste von Belgien und Gastprofessor des Collège Belgique. Für den 2005 in Spektrum der Wissenschaft erschienenen Artikel über die Odds-Strategie erhielt er von der European Mathematical Society (EMS) den ersten Preis des Artikelwettbewerbs 2005.[2] 2011 wurde Thomas Bruss die Auszeichnung Commandeur de l'Ordre de Léopold (Belgien) verliehen.

Quellen

  1. The Mathematics Genealogy Project: Franz Thomas Bruss. Department of Mathematics, North Dakota State University (online [abgerufen am 30. November 2006]).
  2. Article Competition 2005: Results. European Mathematical Society (online [abgerufen am 30. November 2006]).

Weblinks


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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Franz Thomas Bruss (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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