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Eurasburg (Schwaben)


Wappen Deutschlandkarte
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Schwaben
Landkreis: Aichach-FriedbergVorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Landkreis existiert nicht
Verwaltungs­gemeinschaft: Dasing
Höhe: 513 m ü. NHN
Fläche: 23,96 km²
Einwohner: 1670 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 70 Einwohner je km²
Postleitzahl: 86495
Vorwahl: 08208
Kfz-Kennzeichen: AIC, FDB
Gemeindeschlüssel: 09 7 71 129
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Schulstraße 14
86495 Eurasburg
Webpräsenz: http://www.gemeinde-eurasburg.de
Bürgermeister: Paul Reithmeir
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Eurasburg ist eine Gemeinde im bayerisch-schwäbischen Landkreis Aichach-Friedberg und Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Dasing.

Geschichte

Das Dorf liegt im Siedlungsgebiet aus der Hallstattzeit 200 v. Chr., wie Hügelgräber in der näheren Umgebung zeigen. Der Name steht im Zusammenhang mit dem Kirchberg, auf dem die Reste eines Burgweges und eines zugeschütteten Burgbrunnens gefunden wurden. Gegen Ende des 13. Jahrhunderts entstand im Bergfried die romanische Kirche zum Heiligen Kreuz, die heute den Altarraum der vergrößerten Kirche bildet. Die verheerenden Folgen des Dreißigjährigen Krieges bereiten dem aufstrebenden Ort ein jähes Ende. Eurasburg gehörte zum Rentamt München und zum Landgericht Friedberg des Kurfürstentums Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

Erst die Einrichtung einer Posthalterei im Jahre 1760 hatte Eurasburg zurück in die Geschichtsbücher gebracht. Bis zu 40 Pferde wurden hier gehalten. Auf der Strecke MünchenDachauAugsburg gelegen, profitierte der Ort vom regen Postverkehr und vor allem vom Geld der Kutscher, Posthalter und Reisenden. Der Verkehrsweg schloss „die im Holzwinkel lebenden“ an die Welt an. Die Prominenz ihrer Zeit ist auf der Durchreise: W. A. Mozart 1777, Papst Pius VI., 1782 sowie Max Joseph I. sind in den Büchern der Posthalterei erfasst. Nach Eröffnung der Bahnlinie von München nach Augsburg im Jahre 1840 verlagerte sich der Fernverkehr auf die Eisenbahn. Die bis dahin belebte Poststraße versinkt in der Bedeutungslosigkeit. Als 1911 die letzte Postkutsche fuhr, zählte Eurasburg noch 700 Einwohner. Vorher begründet der königliche Stallmeister Ignaz Heckel von München 1823 eine Schule im Benefiziatenhaus. Eine gemeinsame Schule mit Rinnenthal und Rehrosbach lehnte Eurasburg 1888 ab und baute sieben Jahre später eine eigene Schule mit zwei Lehrern. 1990 wurde sie durch einen Neubau am nördlichen Ortsrand ersetzt.

Eingemeindungen

Am 1. Juli 1972 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Freienried eingegliedert.[2]

Politik

Bürgermeister ist seit 2014 Paul Reithmeir. Er wurde Nachfolger von Erwin Osterhuber (CSU/Bürgerblock).

Wappen

Die Wappenbeschreibung lautet: Im Zinnenschnitt geteilt von Blau und Silber; oben ein goldenes Posthorn, unten schräg gekreuzt eine rote Axt und ein roter Schlüssel.

Gemeinderat

Nach der letzten Kommunalwahl am 16. März 2014 hat der Gemeinderat zwölf Mitglieder. Die Wahl brachte folgendes Ergebnis:

  Bürgerblock     5 Sitze
  Wählerforum 3 Sitze
  Wählergruppe Freienried 2 Sitze
  Pro Eurasburg 2 Sitze

Weiteres Mitglied und Vorsitzender des Gemeinderates ist der Bürgermeister.[3]

Baudenkmäler

Wirtschaft und Infrastruktur

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft

Es gab 2013 insgesamt 235 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte mit Wohnort Eurasburg gab es insgesamt 680. Damit hatte die Gemeinde um 445 Personen mehr Aus- als Einpendler.

Im Jahre 2010 existierten 16 landwirtschaftliche Betriebe. Im Jahr 2013 waren 757 Hektar (31,6 %) der Gemeindefläche landwirtschaftlich genutzt, 1435 Hektar (59,9 %) waren Wald. Die Siedlungsfläche betrug 191 Hektar (8,0 %).

Bildung

Im Jahre 2013 gab es folgende Einrichtungen:

  • Kindertageseinrichtung Maria Heimsuchung mit 80 Plätzen und 70 Kindern (darunter 15 unter drei Jahren)
  • Grundschule Eurasburg mit fünf Klassen und 102 Schülern

Persönlichkeiten

Einzelnachweise

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7. Seite 465
  3. Liste der Gemeinderäte

Weblinks

 Commons: Eurasburg (Schwaben)  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Kategorien: Ort im Landkreis Aichach-Friedberg | Eurasburg (Schwaben) | Gemeinde in Bayern

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Eurasburg (Schwaben) (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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