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Estnische Euromünzen


Die Euromünzen
Eurozone
Belgien Belgien
Deutschland Deutschland
Estland Estland
Finnland Finnland
Frankreich Frankreich
Griechenland Griechenland
Irland Irland
Italien Italien
Lettland Lettland
Litauen Litauen
Luxemburg Luxemburg
Malta Malta
Niederlande Niederlande
Osterreich Österreich
Portugal Portugal
Slowakei Slowakei
Slowenien Slowenien
Spanien Spanien
Zypern Republik Zypern
Assoziierte Euronutzer
(mit eigenen Euromünzen)
Andorra Andorra
Monaco Monaco
San Marino San Marino
Vatikanstadt Vatikanstadt
Passive Euronutzer
(ohne eigene Euromünzen)
Kosovo Kosovo
Montenegro Montenegro
Mögliche zukünftige Eurostaaten
Bulgarien Bulgarien
Danemark Dänemark
Kroatien Kroatien
Polen Polen
Rumänien Rumänien
Schweden Schweden
Tschechien Tschechien
Ungarn Ungarn

Die estnischen Euromünzen sind die von Estland in Umlauf gebrachten Euromünzen der gemeinsamen europäischen Währung Euro.

Geschichte der Einführung

Die Einführung des Euro in Estland – und damit der hier dargestellten Münzen – war frühestens für Mitte 2006 vorgesehen. Da die Inflationsrate im Mai 2006 jedoch zu hoch war, konnte Estland nicht wie geplant den Euro am 1. Januar 2007 einführen, der geplante Termin wurde auf 2009 verschoben, der ebenfalls nicht zu halten war. Estland konnte trotz der Finanz- und Wirtschaftskrise eine niedrige Neuverschuldung erzielen und erfüllt somit die Maastricht-Kriterien. Am 12. Mai 2010 bestätigte die EU-Kommission, dass Estland alle Kriterien zur Einführung des Euros Anfang 2011 erfüllen würde.[1] Am 17. Juni 2010 stimmten auch die Staats- und Regierungschefs der EU der Aufnahme Estlands in die Eurozone zu.[2] Am 1. Januar 2011 wurde Estland das 17. Mitglied der Eurozone.

Design der Münzen

Am Auswahlverfahren zur Festlegung des Designs der Euromünzen-Rückseiten konnte sich die estnische Bevölkerung beteiligen. Per Televoting hatten die Esten zwischen dem 4. und 11. Dezember 2004 die Möglichkeit, sich für eines von zehn von der Eesti Pank vorgeschlagenen Entwürfe zu entscheiden.[3] Das von Lembit Lõhmus gestaltete Siegermotiv, das mit 27,46 % die meisten Stimmen erhalten hatte, wurde am 17. Dezember 2004 bekannt gegeben. Es stellt den Kartenumriss von Estland dar. Der Entwurf zeigt die obligatorischen zwölf Sterne der EU, das Prägejahr und den Landesnamen EESTI. Der Künstler des Entwurfs begründete seine Motivwahl damit, dass es nur wenige Länder in Europa gebe, die eine solch attraktive und einprägsame Kontur wie Estland haben.

Doch das Motiv ist nur auf den ersten Blick gleich. Während bei den Cent-Münzen Estland vertieft dargestellt wird, ist es bei den Euromünzen erhaben geprägt. Auch sind auf der 2-Euro-Münze zusätzlich zwei kleine Inseln, Vaindloo und Nootamaa, Estlands nördlichster beziehungsweise westlichster Punkt, zu sehen.

Auf Grund des Designs der Münzen kam es zu diplomatischen Verstimmungen mit Estlands Nachbarstaat Russland. Die russische Presse behauptete, der auf der Rückseite der Euromünzen dargestellte Umriss Estlands umfasse auch russische Gebiete. Die russische Botschaft in Tallinn sprach von einem erneuten Versuch, „die geltenden Grenzen zu revidieren“. Der estnische Botschafter in Russland erklärte, die auf den Euromünzen dargestellte Landkarte entspreche den heutigen Konturen seines Landes und schließe keine Teile des Territoriums Russlands mit ein. Lediglich auf einer ursprünglichen Skizze aus dem Jahr 2007 habe der Künstler eine leicht verschobene Grenze dargestellt, die Abbildung sei aber „schnell korrigiert worden“.[4]

Hintergrund ist ein Konflikt zwischen Estland und Russland um die Landesgrenzen. Beide Länder sind sich zwar über den Grenzverlauf einig, nicht aber über den Grund des russischen Gebietserwerbs ehemals estnischer Gebiete, die die Estnische SSR in der Zeit der Sowjetunion verloren hatte. Estland geht völkerrechtlich von einer Abtretung der Gebiete an Russland aus. Russland beruft sich hingegen darauf, dass die Grenzen gelten, wie sie beim Auseinanderbrechen der Sowjetunion bestanden haben (Uti-possidetis-Prinzip).

Abbildungen der estnischen Euromünzen | Nationale Seite
0,01 € 0,02 € 0,05 €
Umriss Estlands
0,10 € 0,20 € 0,50 €
Umriss Estlands
1,00 € 2,00 € Rand der 2-€-Münze
Umriss Estlands „E E S T I“ (Landesname auf
Estnisch) und „○“ jeweils einmal
aufrecht und um 180° gedreht.

2-Euro-Gedenkmünzen

Hauptartikel: 2-Euro-Gedenkmünzen

Estland hat bis heute folgende 2-Euro-Gedenkmünzen ausgegeben:

  • 2012: 10 Jahre Euro-Bargeld (Gemeinschaftsmünze der Euro-Gruppe)
  • 2015: Dreißigjähriges Bestehen der EU-Flagge
  • 2016: 100. Geburtstag des Schachspielers Paul Keres

Prägestätten

Nach dem Ersuchen Estlands zur Prägung der estnischen Euromünzen an alle 15 bisherigen Münzprägeanstalten, die die Lizenz zur Prägung von Euromünzen haben, legten die fünf Prägestätten Suomen Rahapaja (Finnland), Royal Mint (Vereinigtes Königreich), die Staatlichen Münzen Baden-Württemberg (Deutschland), Münze Österreich (Österreich) und die Monnaie de Paris (Frankreich) ihr Angebot vor und bewarben sich damit um den Auftrag.

Im November 2005 entschied sich die estnische Nationalbank für das Angebot der Rahapaja, da diese den niedrigsten Preis für die Herstellung der 100 Millionen benötigten Euromünzen für Estland forderte.[5] Ende Juli 2010 wurde mit der Prägung der ersten Euromünzen begonnen.

Die Kursmünzen von 2012 wurden von der Königlichen Niederländischen Münze, die 2-Euro-Gedenkmünze 10 Jahre Euro-Bargeld von der Staatlichen Münze Berlin geprägt.

Sammlermünzen

Thema Ausgabedatum Nennwert Material Gewicht Durchmesser Auflage
Estlands Zukunft 24. Januar 2011 10 Euro 99,9 % Silber 28,8 g 38,61 mm 30.000
Estlands Beitritt 24. Januar 2011 20 Euro Ring: 99,9 % Silber
Kern: 99,9 % Gold
14,6 g 27,25 mm 10.000
Olympische Spiele in London 24. Juli 2012 12 Euro 99,9 % Silber 28,28 g 38,61 mm 7.500
Raimond Valgre 2013 7 Euro 99,9 % Silber 28,28 g 38,61 mm 7.500
150. Geburtstag Miina Härma 2014 10 Euro 99,9 % Silber 28,28 g 38,61 mm 7.500
Olympische Winterspiele in Sotschi 2014 10 Euro 99,9 % Silber 28,28 g 38,61 mm 7.500
Eduard Vilde 2015 10 Euro 99,9 % Silber 28,28 g 38,61 mm 5.000

Siehe auch

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Estland darf trotz Krise rein in die Eurozone Die Welt online, 12. Mai 2010
  2. Estland bekommt den Euro n-tv.de, 17. Juni 2010
  3. Bilder der unterlegenen Entwürfe für Estlands künftige Euromünzen
  4. sueddeutsche.de: Ein heikles Stück Metall. Euromünzen provozieren Moskau (abgerufen am 12. Januar 2011)
  5. Artikel über Estlands künftige Euromünzen und deren Prägung

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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Estnische Euromünzen (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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