Estelle Getty - LinkFang.de





Estelle Getty


Estelle Getty (* 25. Juli 1923 in Manhattan, New York City als Estelle Scher; † 22. Juli 2008 in Los Angeles), eigentlich Estelle Scher Gettleman,[1][2] war eine US-amerikanische Schauspielerin. International bekannt wurde sie als Darstellerin der Sophia Petrillo in der Serie Golden Girls. Im Jahr 2009 wurde sie zur Disney-Legende ernannt.

Biographie

Estelle Scher war die Tochter der polnisch-jüdischen Einwanderer Sarah und Charles Scher.[3] Ihr Vater eröffnete ein Glaswarengeschäft, das schließlich von Arthur Gettleman übernommen wurde. 1947 heiratete sie Gettleman, von dessen Nachnamen sie ihren Künstlernamen ableitete.

Nach einer Schauspielausbildung gelangte Getty schnell zu einem Engagement in New York und kam auch bald zum Film. International bekannt wurde sie aber erst durch ihre Rolle als Sophia Petrillo in der Fernsehserie Golden Girls, die von 1985 bis 1992 in den USA gedreht und danach weltweit ausgestrahlt wurde. Hierin spielte sie die stets sarkastische, humorvolle und lebenserfahrene Seniorin einer Vier-Frauen-WG, für die sie 1986 mit einem Golden Globe und 1988 mit einem Emmy Award ausgezeichnet wurde. Auch in der Nachfolgeserie Golden Palace, die von 1992 bis 1993 gedreht und gesendet wurde, trat sie in der Rolle der Sophia auf.

Nach dem Ende von Golden Girls und Golden Palace spielte Estelle Getty die Rolle der Sophia bis 1995 als regelmäßig wiederkehrende Nebenrolle in der Serie Harrys Nest (Empty Nest), die 1988 als Spin off der Golden Girls gestartet war. Ferner tauchte Sophia in einigen Folgen der Serie Hallo Schwester! (Nurses) auf, die 1991 wiederum als Nachfolgeserie von Empty Nest konzipiert worden war. Estelle Getty war somit die einzige Darstellerin der Golden Girls, die in allen drei Serien auftrat und deren Charakter am längsten in Erstausstrahlungen im Fernsehen zu sehen war.

Estelle Getty spielte zudem in verschiedenen Filmen mit, unter anderem in Stuart Little und in Stop! Oder meine Mami schießt! (mit Sylvester Stallone). Nachdem Getty vermeintlich an der Parkinson-Krankheit erkrankt war, zog sie sich im Jahr 2000 aus der Öffentlichkeit zurück. Später wurde bekannt, dass sie an Lewy-Körperchen-Demenz litt. Nach dem Tod ihres Ehemannes 2004 lebte Estelle Getty zurückgezogen in Los Angeles und verstarb dort 2008 wenige Tage vor ihrem 85. Geburtstag und wurde auf dem Hollywood Forever Cemetery Friedhof in Hollywood (Kalifornien) beigesetzt. Sie hinterließ zwei Söhne.

Ihre deutsche Synchronsprecherin war Barbara Ratthey.

Filmografie (Auswahl)

Auszeichnungen

American Comedy Award

1991 gewonnen: Lustigste Nebendarstellerin in einer Fernsehserie (Golden Girls)
1992 gewonnen: Lustigste Nebendarstellerin in einer Fernsehserie (Golden Girls)
2009 Auszeichnung zur Disney-Legende

Emmy

1986 nominiert: Herausragende Nebendarstellerin in einer Comedyserie (Golden Girls)
1987 nominiert: Herausragende Nebendarstellerin in einer Comedyserie (Golden Girls)
1988 gewonnen: Herausragende Nebendarstellerin in einer Comedyserie (Golden Girls)
1989 nominiert: Herausragende Nebendarstellerin in einer Comedyserie (Golden Girls)
1990 nominiert: Herausragende Nebendarstellerin in einer Comedyserie (Golden Girls)
1991 nominiert: Herausragende Nebendarstellerin in einer Comedyserie (Golden Girls)
1992 nominiert: Herausragende Nebendarstellerin in einer Comedyserie (Golden Girls)

Golden Globe Award

1986 gewonnen: Beste Serien-Hauptdarstellerin – Komödie oder Musical (Golden Girls)
1987 nominiert: Beste Serien-Hauptdarstellerin – Komödie oder Musical (Golden Girls)
1992 nominiert: Beste Nebendarstellerin – Serie, Mini-Serie oder TV-Film (Golden Girls)

Goldene Himbeere

1993 gewonnen: Schlechteste Nebendarstellerin (Stop! Oder meine Mami schießt!)

1986 erhielt sie zusammen mit Beatrice Arthur, Rue McClanahan und Betty White den Golden Apple Award als „Weiblicher Star des Jahres“ sowie im Jahr 2003 den TV Land Award.

Literatur

  • Estelle Getty und Steve Delsohn: If I Knew Then What I Know Now … So What. Contemporary Books, Chicago 1988, ISBN 0-8092-4474-8 (Autobiographie).

Weblinks

 Commons: Estelle Getty  – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Lawrence J. Epstein: The Haunted Smile: The Story of Jewish Comedians in America. PublicAffairs, 2001, ISBN 1-891620-71-1 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  2. Estelle Getty. In: Encyclopædia Britannica. Abgerufen am 19. Januar 2015 (english).
  3. Jewish Women's Archive [1] Abgerufen am 2. Juni 2013


Kategorien: Darstellender Künstler (New York City) | Schauspieler | Emmy-Preisträger | Gestorben 2008 | Geboren 1923 | Golden-Globe-Preisträger | Disney | Pseudonym | US-Amerikaner | Frau

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Estelle Getty (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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