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Essingen (Württemberg)


Wappen Deutschlandkarte
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Stuttgart
Landkreis: OstalbkreisVorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Landkreis existiert nicht
Höhe: 508 m ü. NHN
Fläche: 58,5 km²
Einwohner: 6423 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 110 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 73457,
73563 (Sixenhof),
73566 (Birkenteich)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/PLZ enthält Text
Vorwahl: 07365
Kfz-Kennzeichen: AA, GD
Gemeindeschlüssel: 08 1 36 021
Gemeindegliederung: 7 Teilorte
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Rathausgasse 9
73457 Essingen
Webpräsenz: www.essingen.de
Bürgermeister: Wolfgang Hofer (CDU[2])
}

Essingen ist eine Gemeinde in Baden-Württemberg und befindet sich im Ostalbkreis am westlichen Rand der Kreisstadt Aalen.

Geographie

Geographische Lage

Essingen liegt im Nordosten der Schwäbischen Alb in 465 bis 755 Meter Höhe. Der Hauptort liegt im Remstal am Albtrauf. Große Teile des Gemeindegebietes, darunter der Teilort Lauterburg, liegen auf dem Albuch. Auf dem Gemeindegebiet entspringt die Rems.

Nachbargemeinden

Die Gemeinde grenzt im Norden und Osten an die Kreisstadt Aalen, im Südosten an die Stadt Oberkochen, im Süden an Königsbronn und Steinheim am Albuch, beide im Landkreis Heidenheim, im Südwesten an Bartholomä und im Westen an die Stadt Heubach und Mögglingen.

Gemeindegliederung

Zur Gemeinde Essingen mit der ehemals selbstständigen Gemeinde Lauterburg gehören 22 Dörfer, Weiler, Höfe und Häuser. Zur Gemeinde Essingen im Gebietsstand von 1970 gehören das Dorf Essingen, die Weiler Birkenteich, Forst und Hermannsfeld, Schloss und Gehöft Hohenroden, die Höfe Birkhof, Blümle, Dauerwang, Lauchkling, Lix, Oberkolbenhof, Ölmühle, Schelhoppen, Schnaitberg, Sixenhof, Tauchenweiler, Teußenberg, Unterkolbenhof, Zollhaus und Zollhof sowie die abgegangenen Ortschaften Dörrhaus, Streichhof, Prennhof, Schönburr, Albstetten, Schwarzweiler, Wetigsweiler, Falkenberg (?), Schwägelhof und Baierhof. Zur ehemaligen Gemeinde Lauterburg gehört das Dorf Lauterburg.[3]

Flächenaufteilung

Nach Daten des Statistischen Landesamtes, Stand 2014.[4]

Geschichte

Urkundlich erwähnt wurde der Name der Gemeinde erstmals um 1090 bei einer Schenkung des Grafen Werner von Grüningen an das Kloster Hirsau. Der heutige Ortsteil Lauterburg wurde erstmals 1128 urkundlich erwähnt. 1215 fiel Essingen an die Staufer. Lauterburg kam 1276, Essingen spätestens 1345 an die Grafen von Oettingen. Bereits 1358 kam das Gebiet an die Württemberger, die es aber bereits im 15. Jahrhundert an die Freiherren von Woellwarth verloren. 1697 kauften die Grafen von Degenfeld einen Teil von Essingen. Im Rahmen der Rheinbundakte ging das Gebiet 1802 dann an das Königreich Württemberg. Nachdem Lauterburg zunächst zur Gemeinde Essingen gehörte, bildete es seit 1820 eine eigenständige Gemeinde.

Essingen gehörte lange zum Oberamt Aalen, aus dem 1938 der Landkreis Aalen wurde. Mit dessen Auflösung 1973 kam die Gemeinde zum neuen Ostalbkreis.

Am 1. Dezember 1971 wurde die bis dahin selbstständige Gemeinde Lauterburg eingemeindet.[5]

Religionen

Die Freiherren von Woellwarth führten 1538 die Reformation ein. Seither ist Essingen vorwiegend evangelisch geprägt. Heute gibt es jedoch auch wieder eine römisch-katholische Kirche und außerdem eine neuapostolische Gemeinde.

Politik

Die Gemeinde ist Mitglied der Vereinbarten Verwaltungsgemeinschaft der Stadt Aalen.

Gemeinderat

Die Gemeinderatswahl am 13. Juni 2004 brachte folgendes Ergebnis:

  1. FWG 44,4 % (+6,8) – 8 Sitze (−1)
  2. CDU/FBE 36,0 % (−3,6) – 6 Sitze (−3)
  3. SPD 19,6 % (−3,2) – 3 Sitze (−2)

Wappen

Blasonierung: In Gold der oberhalb runde schwarze Rahmen einer Esse, auf deren Rost eine rote Flamme lodert.

Das im Sinne der Volksetymologie redende Wappen zeigt eine Esse als Namenshinweis auf die Gemeinde.

Die Gemeindeflagge ist Rot-Gelb.

Die Esse ist erstmals 1646 auf einem Siegel des Marktes Essingen abgebildet. Die Gemeinde nahm 1930 eine naturalistische Darstellung der Esse aus diesem historischen Siegelbild in seine Dienststempel auf, während die Archivdirektion Stuttgart die württembergischen Farben Schwarz und Gold als Wappenfarben der Gemeinde vorschlug. 1948 wurde die Darstellung angepasst.

Am 12. März 1979 wurden der Gemeinde vom Landratsamt Ostalbkreis das heute gültige Wappen und die Flagge verliehen.[6][7][8]

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Bauwerke

  • Marienkapelle mit spätgotischen Wandmalereien[9]

Regelmäßige Veranstaltungen

Seit dem 15. Jahrhundert findet der Essinger Ostermarkt statt.

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Essingen ist durch die Bundesstraße 29 (WaiblingenNördlingen) an das überregionale Straßennetz angebunden. Der nächste Autobahnanschluss ist die Anschlussstelle 115 (Aalen/Oberkochen) der Bundesautobahn 7 in ca. 17 km Entfernung über die B29 Richtung Aalen und die L1084.

An der Remsbahn, 600 Meter nördlich des Siedlungsgebietes, liegt der Bahnhof Essingen. Dort hielt am 28. Mai 1989 der letzte Personenzug, Güterzüge bedienen allerdings weiterhin täglich das dort ansässige Schrottverwertungsunternehmen Scholz sowie einen im Eigentum von Scholz befindlichen Umschlagbahnhof.[10][11] Der nächste Bahnhof mit Personenverkehr ist der Bahnhof Aalen in einer Entfernung von ca. 7 km. Hier verkehren der IC 61 (Karlsruhe – Nürnberg) und Regionalzüge nach Ulm, Stuttgart, Crailsheim, und Donauwörth.

Die Buslinien des öffentlichen Personennahverkehrs können zu Tarifen der Verkehrskooperationen OstalbMobil wie auch zu den eigenen Tarifen des jeweiligen Verkehrsunternehmens benutzt werden.

Radfernwege

Durch den Ort führt der Deutsche Limes-Radweg. Er folgt dem Obergermanisch-Raetischen Limes über 818 km von Bad Hönningen am Rhein nach Regensburg an der Donau.

Ansässige Unternehmen

Essingen ist Sitz der Scholz Holding, eines Schrott-Recycling-Konzerns, der weltweit über 6.000 Mitarbeiter beschäftigt.

Bildung

Mit der Parkschule verfügt Essingen über eine Grund- und Hauptschule mit Werkrealschule, die zum Schuljahr 2012/13 in eine Gemeinschaftsschule umgewandelt wurde.[12] Daneben gibt es zwei kommunale, drei evangelische und einen römisch-katholischen Kindergarten.

Energie

In Essingen gibt es seit 2006 südöstlich von Lauterburg einen Windpark, der aus 5 Windkraftanlagen vom Typ REPower MM92 mit 100 Meter Achsenhöhe und 92 Meter Durchmesser besteht.[13]

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Gemeinde

Literatur

 Wikisource: Essingen in der Beschreibung des Oberamts Aalen von 1854 – Quellen und Volltexte

Weblinks

 Commons: Essingen (Württemberg)  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Bevölkerungsentwicklung in den Gemeinden Baden-Württembergs 2014 (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen) (Hilfe dazu).
  2. Profil im Internetauftritt der CDU Kreistagsfraktion Ostalb
  3. Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band IV: Regierungsbezirk Stuttgart, Regionalverbände Franken und Ostwürttemberg. Kohlhammer, Stuttgart 1980, ISBN 3-17-005708-1, S. 672–674
  4. Statistisches Landesamt, Fläche seit 1988 nach tatsächlicher Nutzung für Essingen.
  5. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- u. Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen u. Reg.-Bez. vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 445.
  6. Heinz Bardua: Die kommunalen Wappen des Ostalbkreises. Ostalb-Einhorn 10 (1983), S. 75–88
  7. Heinz Bardua: Kreis- und Gemeindewappen in Baden-Württemberg. Band 1: Die Kreis- und Gemeindewappen im Regierungsbezirk Stuttgart. Landesarchivdirektion Baden-Württemberg (Hrsg.), Konrad Theiss Verlag Stuttgart, 1987, ISBN 3-8062-0801-8 (158 Seiten)
  8. Klemens Stadler: Deutsche Wappen, Band 8: Die Gemeindewappen des Bundeslandes Baden-Württemberg. Bremen 1971, Angelsachsen-Verlag, S. 39
  9. Janine Butenuth, Karl Fiedler, Helmut F. Reichwald: „Es kumt ein Schiff geladen recht uf sin höchsten bort …“. Die spätgotischen Wandmalereien der Marienkapelle in Essingen. In: Denkmalpflege in Baden-Württemberg, 34. Jg. 2005, Heft 4, S. 185–198 (PDF )
  10. eisenbahnfotograf.de: DB 362
  11. In Essingen wieder aussteigen, Gmünder Tagespost, Artikel vom 25. August 2014
  12. „Parkschule Essingen ist seit September 2012 Gemeinschaftsschule“ auf der Internetseite der Parkschule Essingen, abgerufen am 16. November 2012
  13. Lauterburg (Nähe Essingen) , windparkwaldhausen.de, abgerufen 4. April 2011
  14. Frank Raberg: Biographisches Handbuch der württembergischen Landtagsabgeordneten 1815–1933. Im Auftrag der Kommission für geschichtliche Landeskunde in Baden-Württemberg. Kohlhammer, Stuttgart 2001, ISBN 3-17-016604-2, S. 22.

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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Essingen (Württemberg) (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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