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Eslarn


Wappen Deutschlandkarte
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberpfalz
Landkreis: Neustadt an der WaldnaabVorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Landkreis existiert nicht
Höhe: 516 m ü. NHN
Fläche: 55,24 km²
Einwohner: 2756 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 50 Einwohner je km²
Postleitzahl: 92693
Vorwahl: 09653
Kfz-Kennzeichen: NEW, ESB, VOH
Gemeindeschlüssel: 09 3 74 118
Adresse der
Marktverwaltung:
Markt Eslarn
Marktplatz 1
92693 Eslarn
Webpräsenz: www.eslarn.de
Bürgermeister: Reiner Gäbl (SPD)
}
Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Markt

Eslarn (oberpfälzisch: „Isling“) ist ein Markt im Oberpfälzer Landkreis Neustadt an der Waldnaab und staatlich anerkannter Erholungsort.

Geographie

Geographische Lage

Eslarn liegt in der Planungsregion Oberpfalz-Nord.

Eslarn gilt aufgrund seiner ruhigen Umgebung als Erholungsort, der auch verschiedene Möglichkeiten zur sportlichen Betätigung bietet. Dazu zählt vor allem die am Ortsrand gelegene Freizeitanlage Atzmannsee.

Nachbargemeinden

Die Nachbargemeinden (im Uhrzeigersinn) sind: Waidhaus, Rozvadov, Třemešné, Bělá nad Radbuzou, Schönsee, Oberviechtach, Moosbach (Oberpfalz) und Pleystein.


Pleystein
13 km

Waidhaus
8 km

Rozvadov
13 km

Moosbach (Oberpfalz)
9 km

Třemešné
18 km

Oberviechtach
18 km

Schönsee
9 km

Bělá nad Radbuzou
16 km

Gemeindegliederung

Die Gemeinde Eslarn hat 26 Ortsteile[2]:

Es gibt folgende Gemarkungen: Burkhardsrieth, Eslarn, Gmeinsrieth, Heumaden, Pfrentsch.

Geschichte

Eslarn kann aufgrund seiner ersten urkundlichen Erwähnung im Jahre 1240 im Nordgau (Bayern) auf eine über 750 Jahre lange Geschichte zurückblicken. Es besaß schon Ende des 15. Jahrhunderts das Marktrecht mit weitgehenden magistratischen Eigenrechten. Kurfürst Friedrich V. von der Pfalz bestätigte 1598 die Marktrechte und verlieh ein Wappen. Seit 1613 wird der Ort als Markt bezeichnet. Er gehörte später zum Rentamt Amberg und zum Landgericht Treswitz des Kurfürstentums Bayern. Durch das 1818 entstand die heutige politische Gemeinde. Im 19. und 20. Jahrhundert war Eslarn namensgebend für den Eslarner Bockl, die Bahnstrecke von Eslarn nach Neustadt an der Waldnaab.

Eingemeindungen

Im Jahr 1945 oder 1946 wurden Teile der aufgelösten Gemeinde Gmeinsrieth eingegliedert. Am 1. Januar 1972 kamen Teile von Heumaden, am 1. Juli 1972 Teile von Burkhardsrieth hinzu.[3] Gebietsteile der aufgelösten Gemeinde Pfrentsch folgten am 1. Juli 1976.[4]

Einwohnerentwicklung

  • 1961: 3008
  • 1970: 3045
  • 1987: 2997
  • 2000: 3119
  • 2010: 2848
  • 2012: 2733
  • 2014: 2711

Politik

Bürgermeister

Bürgermeister ist Reiner Gäbl (SPD). Er wurde im Jahr 2002 Nachfolger von Georg Hansl (CSU) und 2008 wiedergewählt.

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 994.000 Euro, davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) umgerechnet 189.000 Euro.

Wappen

Blasonierung: In Blau ein silberner Balken; oben ein wachsender, rot bewehrter goldener Löwe, unten ein waagrechter silberner Fisch.

Das Wappen ist seit 1598 bekannt.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Eslarn feiert alle fünf Jahre das traditionelle Heimatfest. 1995 wurde das etwa zehn Tage dauernde Fest zum 20. Mal veranstaltet.[5] Ein Höhepunkt ist der Festumzug mit zahlreichen Vereinen aus Eslarn und Umgebung sowie den Heimatvereinen von Eslarnern in der Fremde.

Hauptartikel: Mariä Himmelfahrt (Eslarn)

Die katholische Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt wurde 1681 bis 1687 erbaut und 1910 erweitert. Der fast 50 Meter hohe Turm trägt eine Zwiebelkuppel. Der Gnadenaltar um 1700 birgt eine gotische Marienstatue. Ebenfalls um 1700 entstand eine Rosenkranzmadonna, die Rokokokanzel 1759 und der Orgelprospekt 1757 wurden geschaffen.

Durch Eslarn führt der Fränkische Jakobsweg, der mit einer weißen Muschel auf hellblauem Grund markiert ist. Er kommt von Tillyschanz, wo er beginnt.[6] Der Jakobsweg betritt mit der Böhmerstraße den Markt Eslarn. Er schwenkt nach rechts (Richtung Nordwesten) in die Tillystraße ein und führt über den Tillyplatz und den Marktplatz zur Bahnhofstraße. Mit der Bahnhofstraße ändert sich seine Richtung nach Südwesten. Er überquert den Loisbach und erreicht über Kapellenstraße, Tradweg, Sportplatzstraße den Atzmannsee. Über die Badewiese entlang des Seeufers wendet der Weg sich nach Süden und tritt bei Pflugsbühl in den Wald ein. Nächste Ortschaft am Fränkischen Jakobsweg ist Lohhof, 6,5 km südwestlich von Eslarn.[7]

In Eslarn beginnt der knapp 50 Kilometer lange Bocklradweg, der auf der ehemaligen Bahnstrecke Neustadt (Waldnaab)–Eslarn nach Neustadt an der Waldnaab führt. Er ist Teil des Paneuropa-Radweges Prag - Paris.

An der Staatsstraße 2154 zwischen Schönsee und Eslarn im Naturpark Nördlicher Oberpfälzer Wald am Osthang des Stückbergs liegt der Wildpark Eslarn mit einigen einheimischen Tieren, einem Spielplatz und einem Lehr- und Erlebnispfad.

Baudenkmäler

Wirtschaft und Infrastruktur

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im Bereich der Land- und Forstwirtschaft 13, im produzierenden Gewerbe 496 und im Bereich Handel und Verkehr 61 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 92 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 1021. Im verarbeitenden Gewerbe gab es 16 Betriebe, im Bauhauptgewerbe drei Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 97 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 2123 Hektar, davon waren 1102 Hektar Ackerfläche und 1019 Hektar Dauergrünfläche.

Bildung

Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 2013):

  • einen Kindergarten mit 75 Plätzen und 68 Kindern, davon drei unter drei Jahre (BayStatKommunal 2013)
  • eine Volksschule mit vier Lehrern und 82 Schülern (BayStatKommunal 2013)

Partnergemeinden

Persönlichkeiten

  • Marianne Ach (* 1942), ehemalige Nonne, Lehrerin, Schriftstellerin
  • Josef Hanauer (1913–2003), Pfarrer, Buchautor
  • August Lang (1929–2004), Politiker, bayerischer Staatsminister (CSU)
  • Ernst Michl (1935–2001), Politiker, MdL a. D. (CSU)
  • Fritz Möstl (* 1954), Politiker, MdL a. D. (SPD)
  • Georg Friedrich Zimmermann (1916–1984), Kirchenmusiker und röm.-kath. Priester, der im Februar 1969 wegen „Unzucht mit Abhängigen“ zu einer Haftstrafe verurteilt wurde. Seit 1993 gibt es eine Gg.-Zimmermann-Straße in Eslarn.[8] [9] [10]

Einzelnachweise

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111106/193157&attr=OBJ&val=966
  3. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 586.
  4. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 652.
  5. Historisches zum Heimatfest Eslarn
  6. Fränkischer Albverein(Hrsg.): Auf dem Jakobsweg von Tillyschanz über Schwandorf nach Nürnberg. Verlag Seehars, 97215 Uffenheim 1997, ISBN 3-927598-22-4, S. 10
  7. Fränkischer Albverein(Hrsg.): Auf dem Jakobsweg von Tillyschanz über Schwandorf nach Nürnberg. Verlag Seehars, 97215 Uffenheim 1997, ISBN 3-927598-22-4, S. 15, 16
  8. Durch Trinken auf Abwege, in: Der Neue Tag Weiden, vom 22. Februar 1969 (Zeitungsbericht über die Gerichtsverhandlung vom Vortag.)
  9. Amt und Hürde , 1. Jg., 3. Ausgabe 2011.
  10. Robert Werner: Die Causa Georg Zimmermann - Über 50 Jahre Vertuschungsgeschichte , Bericht auf regensburg-digital, 2013.

Weblinks

 Commons: Eslarn  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Kategorien: Ort im Landkreis Neustadt an der Waldnaab | Eslarn | Gemeinde in Bayern

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Eslarn (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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