Eschbach (Markgräflerland) - LinkFang.de





Eschbach (Markgräflerland)


Wappen Deutschlandkarte
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Freiburg
Landkreis: Breisgau-HochschwarzwaldVorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Landkreis existiert nicht
Höhe: 246 m ü. NHN
Fläche: 10,03 km²
Einwohner: 2417 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 241 Einwohner je km²
Postleitzahl: 79427
Vorwahl: 07634
Kfz-Kennzeichen: FR
Gemeindeschlüssel: 08 3 15 033
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Rathausplatz 4
79427 Eschbach
Webpräsenz: www.gemeinde-eschbach.de
Bürgermeister: Mario Schlafke
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Eschbach ist eine Gemeinde im Markgräflerland im Südwesten Baden-Württembergs und liegt etwa 15 km südlich von Freiburg im Breisgau.

Geografie

Eschbach liegt in der Oberrheinischen Tiefebene zwischen Oberrhein im Westen und dem Schwarzwald im Osten, zwischen Bad Krozingen im Norden und Heitersheim im Süden. Durch Eschbach fließt der Eschbach.

Geschichte

Der Flecken Ascabah findet sich erstmals im Jahr 807 in einer Urkunde. Im Laufe der Jahrhunderte hatten verschiedene Klöster Besitz an Eschbach, so die Klöster St. Gallen, St. Blasien und St. Trudpert, die es als Lehen an Adelsfamilien vergaben. Im Jahr 1368 wurde Eschbach mit dem gesamten Breisgau österreichisch. In den folgenden 400 Jahren übten unter anderem die Herren von Rappoltstein (1500–1613) und der Johanniterorden (1613–1806) die Dienstherrschaft aus. Im Jahre 1806 wurde die Gemeinde dann dem Großherzogtum Baden zugeschlagen.

Religionen

Eschbach ist von jeher eine römisch-katholische Gemeinde. Die Kirche St. Agnes wurde bereits 1275 erstmals erwähnt. Die wenigen evangelischen Gläubigen gehören zur evangelischen Pfarrei Heitersheim.

Politik

Gemeinderat

Die Kommunalwahl am 7. Juni 2009 führte bei einer Wahlbeteiligung von 57,24 % zu folgendem Ergebnis:[2]

CDU 35,9 % −3,5 4 Sitze ±0
Lebenswertes Eschbach (LE) 25,7 % +0,2 3 Sitze +1
Freie Wählergruppe 21,6 % −14,0 2 Sitze −2
SPD 17,2 % +17,2 1 Sitz +1

Bürgermeister

Bürgermeister der Gemeinde war seit 1983 Harald Kraus. Im August 2015 trat Mario Schlafke seine Nachfolge an.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Bauwerke

Hofgut Weinstetten

Das älteste überlieferte Gebäude Eschbachs ist das herrschaftliche Hofgut Weinstetten nördlich der Wüstung Weinstetten,[3] die jetzt zu Eschbach gehört. Das abgegangene Dorf Weinstetten wurde im Jahr 896 erstmals urkundlich unter dem Namen Vizzilistat erwähnt. Durch das Rheinhochwasser von 1482 wurde es fast vollständig zerstört.[4] Nur der herrschaftliche Hof im Norden des Dorfes, der 1271 von den Herren von Üsenberg an die Johanniter von Freiburg verkauft worden war, blieb erhalten. Um 1606 errichtete Fürst-Großprior von Rosenbach das Gutshaus.[5] Der Weinstetter Hof ist heute im Besitz der Malerwerkstätten Heinrich Schmid und wurde aufwendig restauriert. Der Öffentlichkeit ist er bei Veranstaltungen wie Open-Air-Konzerten oder dem Adventsmarkt zugänglich.[6]

Eschbacher Castell

Das markanteste Gebäude Eschbachs ist das Adelshaus aus dem 15. Jahrhundert. Es ist ein dreistöckiges Herrschaftshaus mit einem weithin sichtbaren, hochaufragenden Baukörper. Ab 1795 wurde es unter dem Namen Zum Löwen als Gastwirtschaft betrieben. Bei umfangreichen Sanierungsmaßnahmen im Jahr 1999 kamen vielfältige Um- und Anbauphasen, aber auch der ehemalige Turm der Brennerin zum Vorschein. Das Adelshaus erhielt den Namen Eschbacher Castell.

Sankt Agnes

Die erste St. Agnes Kirche ist die heutige Friedhofskapelle. Der frühromanische Glockenturm ist vermutlich aus dem 11. Jahrhundert. Bei Ausgrabungen Ende des 19. Jahrhunderts traten Reste des romanischen Langhauses aus dem 10. oder 11. Jahrhundert zu Tage. Im 13. Jahrhundert wurden die Rundbogen- zu Spitzbogenfenstern umgebaut, sowie der Chor und der Sakristeiraum angebaut. 1468 wurde der Bau erstmals der Heiligen Agnes von Rom zugewiesen. 1517 wurde die Kirche renoviert und die Wände bemalt, wie heute im Chor noch zu sehen ist. Ab dem 17. Jahrhundert wurde sie baufällig, war einsturzgefährdet, so dass sie abgestützt werden musste.

1885 wurde dann jenseits der Bahn mit dem Bau der neuen St. Agnes Kirche begonnen die 1888 geweiht wurde. Im selben Jahr wurde das Langhaus der alten Pfarrkirche abgerissen, Turm und Chor sollten folgen, weil die Gemeinde die Kosten für den Unterhalt scheute. Das Bauamt hielt den Turm aber für erhaltenswert und so handelte die Gemeinde mit dem badischen Staat aus, dass er für den Unterhalt des Turmes aufkommt und sie den Chor erhält. So durfte auch der Friedhof an dieser Stelle bleiben und der ehemalige Chor dient heute als Friedhofskapelle. Zeitweise wurde er auch von der evangelischen Gemeinde genutzt.[7]

Wirtschaft und Infrastruktur

Wirtschaft

Im interkommunalen Gewerbepark Breisgau haben sich inzwischen zahlreiche Unternehmen angesiedelt. Der Gewerbepark verfügt neben dem nahen Autobahnanschlusses und dem Verkehrslandeplatz auch über einen Gleisanschluss an die Rheintalbahn im Bereich des Bahnhofs Heitersheim.

Bildung

In Eschbach gibt es mit der „Rappoltsteiner Schule“ eine Grundschule, außerdem verfügt die Gemeinde über zwei Kindergärten in der Trägerschaft der Gemeinde[8], St. Anna sowie Arche Noah.

Verkehr

Eschbach liegt verkehrsgünstig in der Nähe der Bundesautobahn 5. Der Ort ist über die Autobahnabfahrt 64b (Hartheim-Heitersheim-Eschbach) durch den Gewerbepark Breisgau zu erreichen.

Eschbach wird durch die Rheintalbahn KarlsruheBasel zerschnitten, die überdies im Ort eine relativ enge Kurve, den sogenannten Eschbacher Bogen, macht, der die Züge zwingt, auf unter 100 km/h abzubremsen. Eine Entschärfung der Kurve wird, da es sich um eine ICE-Strecke handelt, seit Jahrzehnten diskutiert und würde bei einer Realisierung einen massiven Eingriff in die örtliche Bausubstanz bedeuten.

Zudem sieht der Bundesverkehrswegeplan den viergleisigen Ausbau der Rheintalbahn bis 2016, dem geplanten Zeitpunkt der Fertigstellung des Gotthard-Basistunnels vor. Die beiden neuen Gleise, die nach bisheriger Planung dem Güterverkehr vorbehalten sein sollen, sollen etwa 1,5 km westlich zwischen Eschbach und dem Gewerbepark durch die freie Landschaft zur A 5 gebaut werden.

Eschbach selbst verfügt über keinen eigenen Bahnhof mehr, was an der Nähe des nur etwa 1,5 km entfernten Bahnhofs Heitersheim liegt. Die Anbindung mit öffentlichen Verkehrsmitteln wird von der Südbadenbus Gesellschaft (SBG) gewährleistet.

Im größtenteils auf der Eschbacher Gemarkung liegenden interkommunalen Gewerbepark Breisgau befindet sich der ehemalige Luftwaffen-Stützpunkt und heutige zivile Sonderlandeplatz Flugplatz Bremgarten.

Literatur

Weblinks

 Commons: Eschbach (Markgräflerland)  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Bevölkerungsentwicklung in den Gemeinden Baden-Württembergs 2014 (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen) (Hilfe dazu).
  2. Badische Zeitung online 8. Juni 2009
  3. Badische Seiten: Weinstetten
  4. Eschbach: Zeittafel zur Geschichte der Gemeinde Eschbach
  5. Museum im Schloss: Weinstetter Hof
  6. Veranstaltungen im Weinstetter Hof. Abgerufen am 18. September 2015.
  7. Ursula Huggle: 1200 Jahre Eschbach, Beständigkeit und Wandel. Eschbach, 2008, ISBN 978-3-00-023896-3, S.22 ff
  8. Kindergartensatzung. Abgerufen am 22. Juni 2015.
  9. Badische Zeitung 28. Oktober 2010

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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Eschbach (Markgräflerland) (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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