Erlenbach am Main - LinkFang.de





Erlenbach am Main


Wappen Deutschlandkarte
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Unterfranken
Landkreis: MiltenbergVorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Landkreis existiert nicht
Höhe: 129 m ü. NHN
Fläche: 16,33 km²
Einwohner: 9996 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 612 Einwohner je km²
Postleitzahl: 63906
Vorwahl: 09372
Kfz-Kennzeichen: MIL
Gemeindeschlüssel: 09 6 76 122
Stadtgliederung: 3 Stadtteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Bahnstraße 26
63906 Erlenbach
Webpräsenz: www.stadt-erlenbach.de
Bürgermeister: Michael Berninger (CSU)
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Erlenbach am Main (amtlich: Erlenbach a.Main) ist die größte Stadt im unterfränkischen Landkreis Miltenberg. Sie liegt im Nordwesten Bayerns bei Miltenberg.

Die Stadt beherbergt eines der beiden Krankenhäuser des Landkreises Miltenberg und ist bekannt für ihre Weine.

Erlenbach war vor 25 Jahren die jüngste Stadt des Freistaates Bayern.

Geografie

Geografische Lage

Erlenbach liegt in Unterfranken, am Mainviereck in der Nähe von Aschaffenburg. Der topographisch höchste Punkt der Stadtgemarkung befindet sich mit 320 m ü. NN am Gipfel des Galgenberges nordöstlich von Mechenhard, der niedrigste liegt im Main auf 116,5 m ü. NN .

Stadtgliederung

Erlenbach am Main hat drei Stadtteile[2]:

Seit 1. August 2008 gehört die Gemarkung Hohe Berg zum Stadtgebiet.

Nachbargemeinden

Markt
Elsenfeld
Forstwald
(Gemeindefreies Gebiet)
Stadt
Obernburg am Main
Markt
Mönchberg
Stadt
Wörth am Main
Stadt
Klingenberg am Main

Name

Etymologie

Seinen Namen hat Erlenbach von einem in der Nähe fließenden, gleichnamigen Erlenbach. Wo dieser genau verläuft ist nicht bekannt, da er wohl heute einen anderen Namen trägt. Weil Wörth am Main ursprünglich auch Erlenbach hieß, kann sich der namensgebende Bach auch auf der anderen Mainseite befinden.[3] Der heutige Zusatz am Main unterscheidet Erlenbach von weiteren gleichnamigen Orten.

Frühere Schreibweisen

Frühere Schreibweisen des Ortes aus diversen historischen Karten und Urkunden:[3]

  • 1229 Erlebach
  • 1236 Erlbach
  • 1248 Erlebach
  • 1259 Erelbach
  • 1275 Erlenbach
  • 1521 Erlenbach a.Main

Geschichte

Wann die Region von Menschen in Besitz genommen wurde, liegt im Dunkel der Geschichte. Im Jahre 1876 wurden vier Hügelgräber aus der Bronzezeit (etwa 1550–1250 v. Chr.) entdeckt. 1981 wurden zwei typische Urnengräber aus der Zeit um 1000–800 v. Chr. gefunden.

Im ersten Jahrhundert unserer Zeitrechnung reichte das römische Imperium bis an den Main. Der nasse Limes, die Ostgrenze des Reiches, wurde mit Kastellen abgesichert. Um den Römern auszuweichen, verlagerten die germanischen Stämme auf der gegenüberliegenden rechten Mainseite ihr Siedlungsgebiet nach Osten. Als das römische Reich zerfiel, sollte es noch viele Jahre dauern, bis die Franken 531 in das Mainland vordrangen und ihrerseits Siedlungen gründeten.

Die ersten Erlenbacher Höfe wurden wahrscheinlich erst zwischen 800 und 950 n. Chr. errichtet.

Um das Jahr 1183 verlieh Kaiser Friedrich Barbarossa dem Ort Erlenbach die „Marktgerechtigkeit“ (Der Sage nach geschah dies aus Dankbarkeit, weil ein auf den Kaiser geplanter Anschlag von Erlenbacher Bürgern verhindert worden wäre [4]). Die kaiserliche Auszeichnung wurde mit einem Markt- und Freiheitszeichen optisch zum Ausdruck gebracht. Es zeigt ein großes Kreuz, auf dessen Spitze ein Hahn steht. Am Querbalken ist einseitig aufragend eine Hand, auf der anderen Seite, abwärts gerichtet, ein Schwert befestigt. Die nach oben zeigende Hand machte deutlich, dass die Bewohner des Ortes Erlenbach unter dem besonderen Schutz des Kaisers standen und dass jeder, der dem zuwiderhandelte, damit rechnen musste, mit dem Schwert des Herrschers gerichtet zu werden.

Im Jahr 1862 wurde das Bezirksamt Obernburg gebildet, auf dessen Verwaltungsgebiet Erlenbach lag. Wie überall im Deutschen Reich wurde 1939 die Bezeichnung Landkreis eingeführt. Erlenbach war nun eine der 35 Gemeinden im Landkreis Obernburg am Main (Kfz-Kennzeichen OBB). Mit Auflösung des Landkreises Obernburg kam Erlenbach 1972 in den neu gebildeten Landkreis Miltenberg (Kfz-Kennzeichen MIL).

Das im Jahr 1953 dem Markt Erlenbach am Main neu verliehene Wappen basiert auf zwei Siegeln, die das Dorfgericht Erlenbach nachweislich in der Zeit 1722 bis 1810 führte und deren Bilder sich entsprachen. Beide Siegel zeigten einen gekrönten Doppeladler, der in der rechten Klaue den Reichsapfel mit Kreuz und in der linken Klaue ein Schwert hält. Über den Adlerköpfen schwebte ein Kurfürstenhut. Unterhalb der Adlerköpfe befanden sich die Buchstaben E und B (Erlenbach).

Religionen

Neben den katholischen Kirchen St. Peter und Paul, St. Josef (Siedlung), St. Josef (Ortsteil Mechenhard), St. Karl Borromäus (Ortsteil Streit) findet sich noch die evangelische Martin Luther Kirche. Seit Januar 2007 gibt es hier die Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde Erlenbach. Außerdem gibt es für die islamische Gemeinde seit 1965 eine Moschee der DITIB[5].

Eingemeindungen

Die früher selbstständigen und landwirtschaftlich geprägten kleinen Nachbargemeinden Mechenhard und Streit wurden am 1. Januar 1976 (Mechenhard) beziehungsweise am 1. Mai 1978 (Streit) eingegliedert.[6]

Zum 1. August 2008 wurde das gemeindefreie Gebiet Hohe Berg eingemeindet.[7]

Politik

Kommunalwahl 2014[8]
Wahlbeteiligung: 49,39 %
 %
50
40
30
20
10
0
41,96 %
25,96 %
21,66 %
10,42 %
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Stadtrat

Der Stadtrat besteht aus 24 Mitgliedern, die sich seit der Kommunalwahl vom 16. März 2014 wie folgt auf die Parteien oder Listen aufteilen:

Partei / Liste: CSU SPD UWV GRÜNE Gesamt
Sitze: 10 6 5 3 24 Sitze

Bürgermeister

Erster Bürgermeister ist Michael Berninger (CSU), der zweite Bürgermeister Werner Hillerich (SPD) und der dritte Bürgermeister Wolfgang Großmann (UWV).

Städtepartnerschaften

Erlenbach am Main unterhält Partnerschaften mit dem französischen Saint-Maurice, Département Val-de-Marne, dem schweizerischen Erlenbach am Zürichsee im Kanton Zürich und seit Juni 2012 mit dem schweizerischen Erlenbach im Simmental.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Theater

Das kulturelle Leben in Erlenbach hat viele Gesichter. Die renovierte Frankenhalle bietet die Bühne für Theater, Musicals und Konzerte. Eine weitere kulturelle Bereicherung ist die "Kino-Passage", die seit 1979 als Programmkino etabliert ist. Nicht zu vergessen sind schließlich die vielen Feste und Märkte, die ebenso zum kulturellen Leben gehören.

Kulinarische Spezialitäten

Auch wenn wahrscheinlich schon die Römer die Weinrebe ins Maintal brachten, wird der Weinbau in Erlenbach erst 1000 Jahre später durch eine Urkunde vom 2. Januar 1261 erstmals belegt. Erlenbach liegt seit 1990 am Fränkischen Rotwein Wanderweg.

Baudenkmäler

Persönlichkeiten

Ehrenbürger

Söhne und Töchter der Stadt

  • Aloys Schmitt (1788–1866), Komponist, Pianist und Musikpädagoge
  • Thomas Kroth (* 1959), Fußball-Nationalspieler
  • Marliese Arold (* 1958), Kinder- und Jugendbuchautorin
  • Carsten Schloter (1963–2013), Manager
  • Ingo Munz (* 1973), Schriftsteller, Verleger, Journalist und Online-Redakteur
  • Gunther Geltinger (* 1974), Heinrich-Heine-Preisträger, Inselschreiber, Romanautor
  • Isabell Roch (* 1990), Handballspielerin
  • David Sossenheimer (* 1996), Volleyball- und Beachvolleyballspieler

Mit Erlenbach verbunden

Verkehr

Der Bahnhof Erlenbach (Main) liegt an der Maintalbahn (AschaffenburgWertheim). Durch den Ort führt die Staatsstraße 2309.

Kurioses

Bei Erlenbach findet sich auf der rechten Mainseite ein besonders sandhaltiger Boden. Dieser war Grundlage für den Ortsnecknamen „Sandhasen“, der auch für die Elsenfelder, Röllfelder und ferner auch die Bewohner von Kahl am Main im Landkreis Aschaffenburg genutzt wird.[9]

Weblinks

 Commons: Erlenbach am Main  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111123/170629&attr=OBJ&val=1686
  3. 3,0 3,1 Wolf-Armin Frhr. v. Reitzenstein: Lexikon fränkischer Ortsnamen. Herkunft und Bedeutung. C.H.Beck, München 2009, ISBN 978-3-406-59131-0, S. 66 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  4. http://www.stadt-erlenbach.de/Aktuellarchiv/2008/BarbarossaSpectaculum/BarbarossaspectaculumPremiere.htm
  5. Gemeinden der Türkisch-Islamische Union
  6. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 751.
  7. Verordnung zur Eingliederung des gemeindefreien Gebiets Hohe Berg in die Stadt Erlenbach am Main
  8. http://kombn-web.de/kommunalwahlen_2014/gr/676000_000101/0006761220000.html
  9. Werner Trost Stampes, Worzelköpp und Staffelbrunzer Lkr.Miltenberg 2003

Kategorien: Ort am Main | Weinort in Franken | Ort im Landkreis Miltenberg | Erlenbach am Main | Gemeinde in Bayern

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Erlenbach am Main (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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