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Epcos


EPCOS AG
Rechtsform Aktiengesellschaft
Gründung 1999
Sitz München, Deutschland
Leitung Joachim Zichlarz, Vorstandsvorsitzender
Mitarbeiter 24.500 (März 2014)[1]
Umsatz 1,905 Mrd. (2014)
Branche Elektronik
Website www.epcos.de

Die EPCOS AG, ein Unternehmen der TDK Group, ist ein Hersteller von elektronischen Bauelementen, Modulen und Systemen mit Sitz in München.

Geschichte

Das Unternehmen ist 1999 aus dem von der Siemens AG und dem japanischen Konzern Matsushita 1989 gegründeten Joint Venture Siemens Matsushita Components hervorgegangen. Die Börsen-Erstnotierung von EPCOS fand am 15. Oktober 1999 zeitgleich in Frankfurt und New York statt, wobei zunächst sowohl Siemens als auch Matsushita jeweils 12,5 % der Anteile hielten. Abgesehen von einem Zwischenspiel im DAX (14. Februar 2000 bis 22. Dezember 2002), war die Aktie im Neuer-Markt-Index Nemax 50 bzw. seinem Nachfolgeindex TecDAX enthalten.

2006 hat Siemens seine Anteile an EPCOS verkauft und Mitte Oktober 2006 hat sich auch Matsushita als weiterer Großaktionär von seinen Anteilen getrennt. Der Handel an der New York Stock Exchange wurde 2007 eingestellt. Am 1. Oktober 2009 wurde EPCOS mit dem Bauelementegeschäft von TDK unter dem Dach der in Japan gegründeten TDK-EPC Corporation zusammengeführt. Die Börsennotierung von EPCOS an allen deutschen Börsenplätzen endete Anfang November 2009.[2] Die TDK Corporation hält seit März 2010 alle Aktien der EPCOS AG. Die Vertriebsorganisation der EPCOS AG wurde zusammen mit den TDK-eigenen Strukturen in Europa in die TDK Europe GmbH ausgegliedert.

Anfang 2016 wurde ein Joint Venture mit Qualcomm namens RF360 (RF360 Holdings Singapore PTE. Ltd.) beschlossen, in das das Münchner Geschäftsgebiet SAW (OFW Filter und HF Module) samt Fertigung übergehen soll. Qualcomm erhält für 3 Mrd. US-Dollar eine Mehrheit von 51 % am neuen Unternehmen.[3]

Produkte

Das Produktportfolio umfasst Aluminium-Elektrolyt- und Folien-Kondensatoren, Ferrite und Induktivitäten, Hochfrequenz-Bauelemente wie Surface Acoustic Wave (SAW) Filterprodukte (Oberflächenwellenfilter) und Module, Piezo- und Schutzbauelemente (Piezokeramik, Überspannungsableiter) sowie EMV-Filter und Sensoren.

Das Unternehmen hat Fertigungs- und Entwicklungsstandorte in Europa, Nord- und Südamerika und Asien. Der Anteil von Mitarbeitern in Niedriglohnländern lag 2014 bei etwa 85 %. 2014 beschäftigte EPCOS mit einem Anteil von 68 % mehr als zwei Drittel seiner Mitarbeiter in Asien, 16 % im europäischen Ausland, 8 % in Deutschland sowie 8 % in Nord- und Südamerika.

Standorte

In Deutschland produziert das Unternehmen in Heidenheim an der Brenz (Kondensatoren und Induktivitäten), in Berlin (Sensoren) und in München (OFW-Komponenten). Weitere Werke von EPCOS sind in Brasilien, Spanien, Indien, Ungarn, Österreich (Deutschlandsberg), USA, Tschechische Republik, Malaysia, Indonesien, Singapur und China.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. EPCOS AG: Konzernabschluss. Abgerufen am 25. November 2012 (HTML).
  2. EPCOS verlässt die Börse . manager magazin. 22. Oktober 2009. Abgerufen am 14. August 2012.
  3. Investor’s Business Daily: Qualcomm Deal Targets Apple Suppliers Qorvo, Avago , abgerufen am 29. Januar 2016.

Kategorien: Siemens-Unternehmen | Produzierendes Unternehmen (München) | Elektronikhersteller | Gegründet 1999 | Ehemals börsennotiertes Unternehmen

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Epcos (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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