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Enkhuizen


Dieser Artikel behandelt die Stadt in der niederländischen Provinz Nordholland. Zum niederländischen Jazzmusiker siehe Joe van Enkhuizen.
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Gemeinde Enkhuizen

Flagge

Wappen
Provinz Nordholland
Bürgermeister Jan Baas (PvdA)
Sitz der Gemeinde Enkhuizen
Fläche
 – Land
 – Wasser
14,31 km²
12,53 km²
1,78 km²
CBS-Code 0388
Einwohner 18.441 (1. Apr. 2016[1])
Bevölkerungsdichte 1289 Einwohner/km²
Bedeutender Verkehrsweg N302, N506
Vorwahl 0228
Postleitzahlen 1600–1602
Website www.enkhuizen.nl
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Enkhuizen ( anhören?/i) (Westfriesisch Henkhúze) ist eine niederländische Stadt im Norden der Provinz Nordholland der Region West-Friesland. Die Orte Oosterdijk und Westeinde gehören ebenfalls zur Gemeinde Enkhuizen.

Lage und Wirtschaft

Enkhuizen ist ein beliebter Ausflugshafen im westlichen Teil des IJsselmeeres. In den Sommermonaten gibt es auch regelmäßige Schiffsverbindungen nach Stavoren und Urk. Die Stadt hat eine Eisenbahnverbindung über Hoorn, Purmerend und Zaanstad mit Amsterdam. Über den Mitteldeich (Houtribdijk), der das IJsselmeer vom Markermeer trennt, führt eine Straße nach Lelystad.

Für die Enkhuizer Wirtschaft ist die Fischerei nicht mehr von Bedeutung, im Gegensatz zum Tourismus (Wassersport, Innenstadt). Der Ackerbau ist ebenfalls wichtig: es wird in der Gegend Kohl und anderes Gemüse angebaut; auch züchtet man Zierblumen und -pflanzen. Der Handel, auch die Ausfuhr, der Saat dieser Gewächse ist umfangreich.

Geschichte

Um das Jahr 1000 gab es hier bereits eine Siedlung. Im Jahre 1296 wurde das schon bedeutende Dorf Enkhuizen bei einem Streit, der Graf Floris V. das Leben kostete, zum Teil niedergebrannt. Der Ort erhielt 1355 das Stadtrecht. Es war im Mittelalter mehrmals Ausgangspunkt von Streitigkeiten zwischen den Friesen, den Holländern und dem Herzogtum Geldern. Enkhuizen entwickelte sich zu einem wichtigen Zentrum der Heringfischerei; immer neue Häfen wurden angelegt und um 1600 waren 300 der insgesamt 500 Heringfangschiffe Hollands von Enkhuizen aus aktiv. Als 1603 die Niederländische Ostindien-Kompanie errichtet wurde, war daran auch Enkhuizen beteiligt. Am Ende ihrer Blütezeit im Jahr 1652 war Enkhuizen für die damaligen Verhältnisse mit über 25.000 Einwohnern eine Großstadt. Der Stadtkern war damals größer als jetzt; das Kuhtor und Reste der Stadtmauern liegen in einem Gebiet, welche jetzt Außenviertel sind.

Der Rückfall wurde durch die Handelskonkurrenz im Inland (Amsterdam) und Ausland (England) verursacht. Enkhuizen wurde, wie Monnickendam, Edam, Hoorn und Medemblik, eine der so genannten „toten“ Städte an der Zuidersee. Erst mit dem Aufkommen des Gartenbaus und des Tourismus um 1900 erholte sich die Gemeinde wieder davon. Heute profitiert die Stadt im Sommerhalbjahr vor allem vom Wassertourismus.

Sehenswürdigkeiten

Bedeutende Bauwerke

  • Drommedaristoren (1540)
  • Stadhuis (Rathaus, 17. Jahrhundert)
  • Zuiderkerk (15. Jahrhundert)
  • Westerkerk (15. Jahrhundert)
  • Koepoort (1649)
  • viele Häuser aus dem 17. und 18. Jahrhundert

Museen

  • Zuiderzeemuseum (Binnen- und Buitenmuseum)
  • Waagmuseum (Lokales; moderne Kunst; oft Wechselausstellungen)
  • Buddelschiffmuseum

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Stadt

Personen, die in Enkhuizen gewirkt haben

Einzelnachweise

  1. Bevolkingsontwikkeling; regio per maand April 2016 Centraal Bureau voor de Statistiek, Niederlande

Weblinks

 Commons: Enkhuizen  – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikisource: Enckhusen in der Topographia Circuli Burgundici (Mathäus Merian) – Quellen und Volltexte

Kategorien: Ort in Nordholland | Gemeinde in Nordholland | Enkhuizen

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