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Engelbrekt-Aufstand


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Der Engelbrekt-Aufstand war ein schwedischer, am Anfang von Bauern getragener Aufstand gegen den dänischen Unions-König Erich von Pommern unter der Leitung von Engelbrekt Engelbrektsson in den Jahren 1434–1436.

Ursachen des Aufstandes waren vor allem eine allgemeine Unzufriedenheit mit dem wachsenden Steuerdruck aufgrund der offensiven Außenpolitik des Königs und mit der strengen Herrschaft der größtenteils ausländischen (dänischen und deutschen) Vögte. Unzufriedenheit herrschte auch unter dem Adel, dessen Macht deutlich beschnitten worden war, und in der Kirche über die königlichen Versuche, die Besetzung kirchlicher Ämter zu steuern. Zudem hatte die Seeblockade der Hanse im Sundzollkrieg auch im schwedischen Hinterland eine Wirtschaftskrise ausgelöst, während der König zur Finanzierung des Krieges die Steuerschraube immer weiter anzog.

Der Aufruhr brach unter Leitung von Engelbrekt Engelbrektsson zur Mittsommerzeit 1434 in Dalarna aus und verbreitete sich mit Duldung des Adels rasch in Svealand. Einige Monate später war das ganze Land unter der Kontrolle der Aufständischen, und der König war gezwungen, einen einjährigen Waffenstillstand einzugehen.

Für den Januar 1435 wurde eine Tagung der führenden Männer des Reichs in Arboga einberufen. Auf dieser Versammlung wurde Engelbrekt Engelbrektsson zum Rikshövitsman gewählt, was die militärische Entsprechung zum Reichsverweser darstellte. Es wurde auch ein neuer, wesentlich erweiterter Reichsrat gebildet. In der Folge wurden die Verhandlungen mit dem abgesetzten König wieder aufgenommen und im Oktober desselben Jahres ein Abkommen getroffen, das die Anerkennung des Königs im Austausch für eine weitgehende Selbständigkeit in der Verwaltung des Reiches beinhaltete. Dieses Abkommen führte zu einem tiefen Graben zwischen der Aristokratie, die ihre Forderungen durchgesetzt hatte, und dem Kreis um Engelbrekt, vor allem den Bauern, deren Forderungen nicht berücksichtigt worden waren. Als das Land Ende 1435 vor einem neuerlichen Aufstand stand, wurde eine zweite Versammlung in Arboga abgehalten, diesmal unter der Beteiligung der Bürger und Bauern. Der Vertrag mit dem König wurde gekündigt und ein neuerlicher Feldzug eingeleitet, um die noch im Besitz des Königs befindlichen Burgen zu erobern.

Die Spannungen zwischen den beiden Gruppierungen zeigten sich bei der Neuwahl des Reichsverwesers, bei der Engelbrekt Engelbrektsson dem Reichsmarschall Karl Knutsson, dem späteren König, unterlag. Die militärische Führung des Aufstandes wurde zwischen den beiden geteilt. Nach einem kurzen Feldzug nach Süden kehrte Engelbrekt Engelbrektsson aufgrund einer Krankheit in sein Schloss Örebro zurück und wurde wenig später auf einer Reise von Magnus Bengtsson (aus dem Adelsgeschlecht Natt och Dag) aus persönlichen Gründen ermordet. Die Gegensätze zwischen Engelbrekt und dem Hochadel könnten als Mordmotiv eine Rolle gespielt haben. Nach Engelbrekts Tod wurden die Verhandlungen mit dem König wieder aufgenommen und mündeten schließlich in einen Vertrag.

Engelbrekt Engelbrektsson war der erste Führer, der nicht aus dem Hochadel kam und der die bewaffnete Bauernschaft als militärischen und politischen Faktor ausnützen konnte, was zu einer politischen Rolle der Bauernschaft in den folgenden Jahrhunderten führte. Die Reichsversammlung von Arboga 1435 wird auch als Vorläufer des ersten Reichstages gesehen, was 1935 mit der 500-Jahr-Feier des Reichstags gewürdigt wurde.


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