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Emmentaler Alpen


Emmentaler Alpen

Blick über den höchsten Berg der Emmentaler Alpen.

Höchster Gipfel Brienzer Rothorn (2'350 m ü. M. )
Lage Kantone Bern und Luzern, Schweiz
Teil der Westalpen
Einteilung nach Geographisches Lexikon der Schweiz / SAC
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Fläche 1.800 km²

Die Emmentaler Alpen (Emmengruppe im Geographischen Lexikon der Schweiz[1]) sind eine Gebirgsgruppe am Alpennordrand und befinden sich in den Schweizer Kantonen Bern, Luzern, Ob- und Nidwalden. In ihrem südlichen Teil (Bergketten nördlich von Thuner- und Brienzersee) beginnt bereits das Berner Oberland. Umgeben wird die Gruppe vom Schweizer Mittelland, den Urner-, Berner- und Freiburger Alpen. Das luzernische Entlebuch befindet sich in ihrem Zentrum. Höchste Erhebung ist das Brienzer Rothorn oberhalb des nördlichen Brienzersee-Ufers, wo gleich drei Kantone zusammentreffen.

Namensgebend ist das Emmental mit dem Fluss Emme.[2]

Umgrenzung

Die Emmentaler Alpen werden umgrenzt (im Uhrzeigersinn, von Norden beginnend) von Kleiner Emme, Vierwaldstätter- mit Alpnachersee, Sarner Aa, Lungerersee, Brünigpass, Brienzersee, Thunersee, Aare, Chise, Schüpbachkanal, Emme, Grüene, Griesbach, Rotbach, Langete, Luthern und Seewag und bedecken eine Fläche von 1.800 km2. [3]

Der Höhenbereich erstreckt sich von 429 m ü. M. (Emmen) bis 2'350 m ü. M. (Brienzer Rothorn).

Gliederung

Hohgant, Sigriswiler- und Güggisgrat

Im Zentrum der Emmentaler Alpen befindet sich eine dominierende Bergkette, die von Südwesten nach Nordosten zieht. Nördlich dieser Kette befindet sich ein flacheres Becken zum Mittelland hin. Die Bergkette beginnt mit zwei parallelen Massiven, die vom Thunersee nach Nordosten ziehen. Dabei ist der Sigriswilergrat das nördliche und der Güggisgrat das südliche. Nach etwa sechs Kilometern folgt zwischen den beiden der Bergkamm der Sieben Hengste. Dieser wird nach drei Kilometern durch den Grünenbergpass vom Gebirgsstock des Hohgant getrennt.

Schrattenfluh, Beichlen, Rämisgummen

Nach weiteren sieben Kilometern trennt das tiefe Tal der Emme den Gebirgsstock der Schrattenfluh ab. Mit der Waldemme endet dieser Stock nach sechs Kilometern und es schliessen sich mehrere niedrigere und kleinere Kämme im Nordosten an, darunter die Beichlen.

Pilatus

Hierauf flacht das Gelände etwas ab, bis sich zum Vierwaldstättersee das Massiv des Pilatus anschliesst.

Giswiler Stöcke und Brienzergrat

Zwischen Hohgant und Brienzersee befindet sich der Brienzergrat.

Geologie

Der geologische Untergrund wird durch Formationen aus Kalkstein, Flysch und Molasse gebildet. Kalke der Kreidezeit finden sich vorwiegend im Bereich Pilatus, Schrattenfluh, Hohgant, Güggisgrat und Sigriswilgrat. Der Schrattenkalk ist von ausgedehnten Karrenfeldern und Höhlensystemen durchzogen. Der helvetischen Randkette vorgelagert finden sich die Schichten der subalpinen Molasse Sandstein, Nagelfluh und Mergel. Die Randkette wird von Flysch unterlagert, dessen weiches Gestein die Überschiebung des ganzen Kreide-Paketes über die subalpine Molasse ermöglichte. Als oberstes Stockwerk der Kette finden sich teilweise noch Gesteine aus der Tertiärformation (Hohgantsandstein, Lithothamnienkalk). Eine besondere Stellung nehmen die Giswilerstöcke ein. Sie sind ein Überrest (Klippe) der hier sonst völlig erodierten penninischen Decke.

Gipfel

Erhebungen in den Emmentaler Alpen, die eine Höhe von etwa 2'000 Meter und mehr erreichen.

Berg Höhe Zugehörigkeit
Brienzer Rothorn 2'350 m Brienzergrat
Tannhorn 2'221 m Brienzergrat
Furggengütsch 2'197 m Hohgant
Briefenhorn 2'165 m Brienzergrat
Steinigi Matte 2'163 m Hohgant
Tomlishorn 2'129 m Pilatus
Esel 2'119 m Pilatus
Hengst 2'093 m Schrattenfluh
Hächlen 2'089 m Schrattenfluh
Widderfeld (Pilatus) 2'075 m Pilatus
Burgfeldstand 2'064 m Güggisgrat
Hohgant West 2'063 m Hohgant
Gemmenalphorn 2'061 m Güggisgrat
Sigriswiler Rothorn 2'051 m Sigriswilergrat
Ällgäuhorn 2'047 m Brienzergrat
Matthorn 2'041 m Pilatus
Schibengütsch 2'037 m Schrattenfluh
Mittaghorn 2'014 m Sigriswilergrat
Niederhorn 1'963 m Güggisgrat

Flora und Fauna

Flora

Die Verbreitungsgrenze von Tannen liegt bei 1'800 Meter, von Buchen bei 1'600 Meter und von Eschen bei 1'400 Meter. In den Wäldern um Entlebuch ist der Wald nahezu ausnahmslos aus Fichten aufgebaut, Mischwald ist kaum vorhanden. Am Hohgant finden sich grössere Bergkieferwälder an den Südhängen.[4]

Fauna

In den Bereichen von Eigental, Hohgant und Brienzer Rothorn sind einige Steinbockkolonien.

Weblinks

 Commons: Emmentaler Alpen  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Literatur

  • Oskar Allgäuer: Zentralschweizerische Voralpen, III.Band, Die Voralpen zwischen Brünigpass und Thunersee (Luzerner Voralpen). SAC Wander-, Kletter- und Ski- Tourenführer, Luzern (1932)
  • Willy Auf der Maur: Zentralschweizerische Voralpen, SAC (1996)

Einzelnachweise

  1. Charles Knapp, Maurice Borel, Victor Attinger, Heinrich Brunner, Société neuchâteloise de géographie (Herausgeber): Geographisches Lexikon der Schweiz. Band 1–6. Verlag Gebrüder Attinger, Neuenburg 1902–1910–704, Stichwort Emmengruppe  (Fehler im Ausdruck: Unerwarteter Operator <_0000 Scan der Lexikon-Seite ).
  2. Einteilung der Westalpen nach „Johannes Führer in Bergwelt 11/1979 & 1/1980“ Abgerufen am 8. März 2009
  3. Ernst Höhne: Knaurs Lexikon für Bergfreunde / Die Alpen zwischen Matterhorn und Bodensee. Droemer Knaur, München 1987, ISBN 3-426-26223-1, S. 89 ff.
  4. Die Höhenverbreitung von Esche, Buche und Tanne an den Luzerner Voralpen Abgerufen am 8. März 2009

Kategorien: Gebirge in der Schweiz | Geographie (Kanton Bern) | Geographie (Kanton Luzern) | Gebirgsgruppe (Alpen) | Gebirge in Europa

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Emmentaler Alpen (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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