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Elsteraue


Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Für die gleichnamige Flussauenlandschaft bei Halle und Leipzig, siehe Saale-Elster-Aue.
Wappen Deutschlandkarte
Basisdaten
Bundesland: Sachsen-Anhalt
Landkreis: BurgenlandkreisVorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Landkreis existiert nicht
Höhe: 143 m ü. NHN
Fläche: 79,91 km²
Einwohner: 8513 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 107 Einwohner je km²
Postleitzahl: 06729
Vorwahlen: 034424, 03441
Kfz-Kennzeichen: BLK, HHM, NEB, NMB, WSF, ZZ
Gemeindeschlüssel: 15 0 84 130
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstraße 30
06729 Elsteraue
Webpräsenz: www.gemeinde-elsteraue.de
Bürgermeister: Manfred Meißner
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Die Gemeinde Elsteraue liegt an der Weißen Elster im Burgenlandkreis im Süden von Sachsen-Anhalt.

Geografie

Die Gemeinde Elsteraue liegt östlich bzw. nordöstlich der Stadt Zeitz im Dreiländereck zwischen Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt. Wie der Name sagt, liegt die Gemeinde zu einem großen Teil in der Aue der Weißen Elster. Durch die südliche Ortschaft Spora, die durch das zur Stadt Zeitz gehörige Territorium vom restlichen Ortsgebiet getrennt liegt, fließt die Schnauder. Das Gemeindegebiet liegt im Mitteldeutschen Braunkohlerevier. Während der Norden mit dem aktiven Tagebau Profen im Zeitz-Weißenfelser Braunkohlerevier liegt, wird der südliche Bereich der Ortschaft Spora zum Meuselwitz-Altenburger Braunkohlerevier gezählt.

Geschichte

Die Gemeinde entstand am 1. Juli 2003 aus dem freiwilligen Zusammenschluss der bis dahin selbständigen Gemeinden Bornitz, Draschwitz, Göbitz, Könderitz, Langendorf, Profen, Rehmsdorf, Reuden, Spora (mit dem Ortsteil Oelsen) und Tröglitz.[2] Der gemeinsame Verwaltungssitz befindet sich in Alt-Tröglitz, im Verwaltungsgebäude des Chemie- und Industrieparks Zeitz. Dieser ist hervorgegangen aus dem Altindustriestandort „Hydrierwerk Zeitz“.

Während des Zweiten Weltkrieges (1944) wurde im heutigen Ortsteil Gleina und später in Rehmsdorf ein Außenlager des KZ Buchenwald für 4300 Häftlinge eingerichtet, die in der Braunkohle-Benzin AG („Brabag“) von Zeitz Zwangsarbeit verrichten mussten. 33 Opfer der Zwangsarbeit wurden auf dem Ortsfriedhof von Gleina beerdigt.

Die Gemeinde Elsteraue wird von mittelständischen Unternehmen geprägt. Weiterhin spielen die Landwirtschaft durch die „Agrargenossenschaft Agricola Rehmsdorf“ eine bedeutende Rolle sowie der Braunkohlenabbau der Mitteldeutschen Braunkohlengesellschaft mbH im Abbaufeld „Schwerzau“ des Tagebaus Profen, der große Teile der Bornitzer, Draschwitzer, Reudener und Predeler Feldgemarkungen abbaggern wird.

Politik

Gemeinderat

Der Gemeinderat der Gemeinde Elsteraue setzt sich aus 20 ehrenamtlichen Mitgliedern zusammen.

Die Wahl am 25. Mai 2014 brachte folgendes Ergebnis:[3]

Partei/Wählergruppe Stimmen
(absolut)
Stimmen
(Prozent)
Sitze
Christlich Demokratische Union Deutschlands (CDU) 9
Die Linke 3
Bürgerliste Elsteraue (BLE) 3
Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD) 1
Bürgervereinigung Elsteraue (BVE) 1
Freie Wählergruppe (FWG) 1
Nationaldemokratische Partei Deutschlands (NPD) 1
Unabhängige Wählerliste (UW) 1

Wappen

Blasonierung: „In Blau oben fächerartig gestellt fünf goldene Ähren, unten ein goldenes Bergmannsgezähe, das Ganze umlegt mit zehn siebenstrahligen goldenen Sternen, davon je einer beidseits ins Obereck, die restlichen 8 in der unteren Schildhälfte bordweis gestellt.“

Das Wappen schuf der Magdeburger Kommunalheraldiker Jörg Mantzsch. Die Farben der Gemeinde sind: Gelb-Blau.

Gemeindegliederung

Ortschaften Ortsteile
Bornitz Bornitz
Draschwitz Draschwitz
Göbitz Göbitz, Maßnitz, Torna
Könderitz Könderitz, Etzoldshain, Minkwitz, Traupitz
Langendorf Langendorf, Döbitzschen, Staschwitz
Profen Profen, Beersdorf, Lützkewitz
Rehmsdorf Rehmsdorf (mit Rumsdorf), Krimmitzschen, Sprossen
Reuden Reuden, Predel, Ostrau
Spora Spora, Nißma, Oelsen, Prehlitz-Penkwitz
Tröglitz Tröglitz, Alt-Tröglitz, Kadischen, Burtschütz, Stocksdorf, Gleina,Techwitz

Sehenswürdigkeiten

  • Landschaftsschutzgebiet „Elsteraue“ mit Elster-Radweg und alten Kopfweidenbeständen
  • Kirche Profen, erbaut 1495
  • Tagebauaussichtspunkt „Schwerzau“ an der „Grünen Magistrale“ im Tagebau Profen
  • Kirche in Gleina, eine der ältesten Sakralbauten im Burgenlandkreis
  • Fachwerkhäusergruppe in Tröglitz, Ortsteil Kadischen
  • Schiefer Kirchturmhelm in Predel, von der Bundesstraße 2 aus sichtbar
  • aufwendig gestaltete Fachwerkhäuser in fast allen Ortsteilen
  • Kirche in Spora, erbaut vermutlich um 1200
  • Wildgehege zwischen Profen und Auligk
  • klassizistische Kirche in Burtschütz von 1836
  • Rittergut mit 1750 errichtetem Herrenhaus in Rehmsdorf
  • ehemaliges Weberhaus in Krimmitzschen
  • Dreiherrenstein am Dreiländereck knapp zwei Kilometer östlich von Langendorf
  • Gedenkstein für die Opfer des KZ-Außenlagers „Wille“ (1944–45) gegenüber dem Bahnhofsgebäude in Rehmsdorf und auf dem alten Friedhof an der Kirche in Gleina
  • Ausstellung und Dokumentationszentrum über das KZ-Außenlager „Wille“ im Bürgerhaus Rehmsdorf am Brunnenplatz

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Im Ortsteil Profen liegt ein Bahnhof der Bahnstrecke Leipzig–Probstzella. Das Gebiet der Gemeinde Elsteraue liegt nahe der Bahnstrecke Zeitz–Altenburg. Seit 2002 ist der Personenverkehr eingestellt. Zwischen 1901 und 1970 hatten die Ortsteile Oelsen, Spora und der devastierte Ortsteil Wuitz Bahnhöfe an der Bahnstrecke Gera-Pforten–Wuitz-Mumsdorf.

Die Bundesstraßen 2 und 180 führen durch die Gemeinde.

Bildung

In der Gemeinde bestehen zwei große Schulen. In Reuden wurde eine Gesamtschule eingerichtet, die die Schüler der Jahrgangsklassen 5–10 besuchen. Im Ortsteil Tröglitz wurde das ehemalige Grund- und Sekundarschulgebäude am Friedensplatz zur reinen Grundschule der Klassen 1–4 aller Schüler der einzelnen Orte umfunktioniert, damit der Schulstandort Tröglitz in dem 1950 bis 1953 errichteten Gebäude, das zugleich in seiner aufwendigen Gestaltung mit seinem Hauptportal unter Denkmalschutz steht, erhalten bleibt.

Wirtschaft

In Elsteraue ist der Chemie- und Industriepark Zeitz angesiedelt.

Söhne und Töchter der Gemeinde

  • Gottlob Bachmann (1763–1840), Komponist und Organist, geboren in Bornitz
  • Otto Rohland (1828–1899), Reichstags- und Landtagsabgeordneter, geboren in Etzoldshain
  • Manfred Riedel (1936–2009), Philosoph, geboren in Etzoldshain

Weblinks

 Commons: Elsteraue  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt, Bevölkerung der Gemeinden – Stand: 31. Dezember 2014 (PDF) (Fortschreibung) (Hilfe dazu).
  2. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2003
  3. http://www.gemeinde-elsteraue.de/media/dokumente/veroeffentlichungen/wahl2014_sitzverteilung_gr0.pdf

Kategorien: Elsteraue | Gemeinde in Sachsen-Anhalt

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Elsteraue (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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