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Elisabeth Max-Theurer


Elisabeth „Sissy“ Theurer (* 20. September 1956 in Linz) ist eine österreichische Dressurreiterin.

Leben

Theurer wurde 1979 Europameisterin und holte bei den Olympischen Sommerspielen 1980 in Moskau die einzige Goldmedaille für Österreich. Da 1980 die Sommerspiele von vielen Nationen boykottiert wurden und dadurch viele Favoriten nicht teilnehmen konnten, wurden Theurers Teilnahme und ihr Sieg stark kritisiert. Alle ihre großen Erfolge feierte sie auf dem Pferd Mon Cherie.

1996 wurde Elisabeth Max-Theurer mit dem Goldenen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich ausgezeichnet. Seit dem Jahr 2002 ist sie Präsidentin des Österreichischen Pferdesportverbandes (OEPS). 2005 wurde sie in den Vorstand des Österreichischen Olympischen Comités gewählt (Beirat für Frauenfragen). Elisabeth Max-Theurer ist seit 2005 Vizepräsidentin und Sprecherin des Aufsichtsrates der Spanischen Hofreitschule in Wien. 2010 wurde ihr zum 30-jährigen Jubiläum ihres Olympiatitels vom Land Oberösterreich der Titel Konsulentin für das Oberösterreichischen Sportwesen verliehen[1]. Am 6. November 2012 wurde Elisabeth Max-Theurer zur Vizepräsidentin des Österreichischen Olympischen Comités gewählt.

1983 heiratete sie ihren Trainer Hans Max. Heute leben Hans und Elisabeth Max-Theurer mit ihren Kindern Victoria und Johannes auf dem Schloss Achleiten (Kematen an der Krems). Ihre Tochter Victoria Max-Theurer ist ebenfalls eine Dressurreiterin und nahm an den Olympischen Sommerspielen 2004 in Athen sowie an den Olympischen Sommerspielen 2008 in Peking und an den Olympischen Sommerspielen 2012 in London teil.

Medienkampagne gegen Max-Theurer

Das österreichische Nachrichtenmagazin „News“ berichtete in der Ausgabe vom 26. April 2012 vom Vorwurf, dass „Verbandsgelder vergeudet und die Bilanz 2010 geschönt worden sei.“ Max-Theurer wurde in ihrer Funktion als Präsidentin des Österreichischen Pferdesportverbandes (OEPS) dem Vorwurf der Bilanzschönung und der Geldvergeudung ausgesetzt.[2] Aufgrund dieser Vorwürfe prüfte die Bundessportorganisation die korrekte Verwendung der öffentlichen Gelder. Bei der Prüfung konnte die Bundessportorganisation keine Unregelmäßigkeiten feststellen. Die Bilanzen des OEPS werden weiters von externen, unabhängigen Wirtschaftsprüfern erstellt und geprüft.[3] Die Anzeige wurde zurückgelegt, da keinerlei Verdachtsmomente vorlagen.[4][5] Der OEPS ließ daher gegen diese Vorwürfe juristische Schritte einleiten.[3] Am 21. August 2012 verurteilte das Landesgericht für Strafsachen Wien die AHVV Verlags GmbH (Periodische Druckschrift HEUTE), wegen übler Nachrede (§ 6 MedienG) und Verletzung des Identitätsschutzes (§ 7a MedienG), zur Zahlung einer Entschädigung und zur Urteilsveröffentlichung (heute in HEUTE) verurteilt.

Zivilrechtliche Verfahren gegen die AHVV Verlags GmbH und Verlagsgruppe News sowie gegen die vermeintlich Initiatoren der negativen Medienkampagne endeten im Vergleich.

Die wichtigsten Erfolge

  • 1978 Österreichische Staatsmeisterin im Dressurreiten
  • 1979 Europameisterin im Dressurreiten in Aarhus, Dänemark,
  • 1979 Österreichische Staatsmeisterin im Dressurreiten
  • 1980 Olympiasiegerin in Moskau mit Mon Cherie
  • 1980 Österreichische Staatsmeisterin im Dressurreiten
  • 1983 10. Platz Europameisterschaften in Aachen mit Acapulco
  • 1983 Österreichische Staatsmeisterin im Dressurreiten
  • 1984 11. Platz Olympische Spiele in Los Angeles
  • 1984 Österreichische Staatsmeisterin im Dressurreiten
  • Durch die Geburt ihrer Kinder (Tochter Victoria *1985 und Sohn Johannes *1987) legte sie eine mehrjährige Pause als internationale Turnierreiterin ein.
  • 1992 8. Platz Einzelwertung Olympische Spiele in Barcelona mit Liechtenstein
  • 1992 Österreichische Staatsmeisterin im Dressurreiten
  • 1994 12. Platz Weltmeisterschaften in Den Haag mit Liechtenstein

Weblinks

 Commons: Elisabeth Max-Theurer  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Sissy Max-Theurer - eine Olympiasiegerin feiert ihren "Dreißiger" , Landeskorrespondenz Nr. 161 vom 20. Juli 2010, Internetpräsenz des Landes Oberösterreich
  2. Zoff beim Reitsportverband . In: News.at 17/12 vom 26. April 2012, abgerufen am 22. Mai 2012.
  3. 3,0 3,1 Falscher, anonymer Vorwurf gegen OEPS , Pressemitteilung des Österreichischen Pferdesportverbandes, 12. Juni 2012
  4. "Die Anzeige gegen Max-Theurer im Wortlaut" In "heute.at" vom 12. Juni 2012, abgerufen am 10. Juni 2012
  5. "Jetzt ermittelt Justiz gegen Olympia-Siegerin" In "heute.at" vom 11. Juni 2012, abgerufen am 10. Juni 2012


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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Elisabeth Max-Theurer (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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