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El País


Dieser Artikel behandelt die spanische Tageszeitung. Für die gleichnamige uruguayische Tageszeitung siehe El País (Uruguay).
El País
Beschreibung spanische Tageszeitung
Verlag Grupo Prisa
Erstausgabe 4. Mai 1976
Erscheinungsweise täglich
Verkaufte Auflage
(OJD Juni 2012 - 2013)
304.241 Exemplare
Verbreitete Auflage (OJD Juni 2013) 304.241 Exemplare
Chefredakteur Javier Moreno
Weblink www.elpais.com
Artikelarchiv ca. 2002 ff.

El País [el paˈis] (spanisch für Das Land) ist die größte und international bekannteste Tageszeitung Spaniens. Zwischen Juli 2012 und Juni 2013 betrug die durchschnittliche täglich verkaufte Auflage von El País (geprüft durch OJD) 304.241 Exemplare.[1] Herausgeber der Zeitung ist Spaniens größter Medienkonzern PRISA.

Ende 1975, in der Endzeit des Regimes unter dem Diktator Francisco Franco, wurde einer Gruppe von Journalisten die Gründung von El País von der Regierung erlaubt. Die erste Ausgabe erschien jedoch erst im Mai 1976, kurz nach Beginn der spanischen Transition, während der sie sich zu einer der wichtigsten publizistischen Plattformen des Landes entwickelte. Von besonderer Bedeutung für den Ruf der Zeitung war ihre Reaktion auf den Putschversuch vom 23. Februar 1981, als El País, noch während die Putschisten das Parlament besetzt hielten, eine Sonderausgabe herausbrachte, in der sie sich zur demokratischen Verfassung bekannte.[2]

Die politische Ausrichtung von El País gilt als linksliberal, sie steht der sozialdemokratischen Partei PSOE nahe. Sich selbst versteht die Zeitung allerdings nicht als sozialdemokratisch oder sozialistisch. Für die Zeitung schreiben aktuell unter anderem Antonio Muñoz Molina, Juan José Millás und Javier Marías, sowie der peruanische Autor Mario Vargas Llosa.

Prinzipien der journalistischen Deontologie und der Sprachkultur sind in einem Redaktionsstatut und in dem Libro de Estilo niedergelegt. Über die Einhaltung der Prinzipien und Regeln von El País wacht ein Ombudsmann der Zeitung, der von den Lesern angerufen werden kann und in einer sonntäglichen Rubrik über seine Entscheidungen berichtet.

Mitte November 2002 wurde das Angebot der Internet-Präsenz El País Digital kostenpflichtig. Dies wurde 2005 unter anderem aufgrund der kostenlosen Online-Präsenz weiterer spanischer Zeitungen wie El Mundo wieder aufgegeben. El País praktizierte als erste auch die inzwischen weitverbreitete Beilagen-Publizistik in Magazin-Form (TV-Programm, Jugendmagazin, feuilletonistische Supplements etc.).

Im November 2012 wurde bekanntgegeben, dass die Zeitung ein Drittel ihrer Mitarbeiter entlassen wolle.[3]

El País ist Gründungsmitglied der Leading European Newspaper Alliance (LENA), in der sie zurzeit mit den Tageszeitungen Die Welt, die italienische La Repubblica, Le Figaro aus Frankreich, Le Soir aus Belgien, die Schweizer Titel Tages-Anzeiger und Tribune de Genève in der internationalen Berichterstattung redaktionell zusammenarbeitet und kooperiert.[4]

Direktoren

Seit ihrer Gründung durch José Ortega Spottorno am 4. Mai 1976 hatte El País fünf Direktoren.[5]

Zeitraum Direktor
1976–1988 Juan Luis Cebrián
1988–1993 Joaquín Estefanía
1993–2006 Jesús Ceberio
2006–2014 Javier Moreno
2014– Antonio Caño

Weblinks

Einzelnachweise

  1. OJD El País: [1] , abgerufen am 1. April 2014
  2. Die Zeit: Zwanzig Jahre El País , 1996
  3. "El País" entlässt erste Mitarbeiter. In: Spiegel Online, 13. November 2012.
  4. DWDL.de: "Die Welt" ist Mitgründer der Zeitungs-Allianz LENA
  5. Breve historia de El País, auf El País.com.

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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/El País (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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