Eishockey in Deutschland - LinkFang.de





Eishockey in Deutschland


Deutschland Eishockey in Deutschland
Verband: Deutscher Eishockey-Bund
Gründung: 1963 (Bis 1962 im DEV organisiert)
IIHF-Mitglied seit: 11. September 1909
Bemerkungen: 1920–1926 und 1946–1951 aus der LIHG ausgeschlossen
1954–1990 DDR eigenständiges IIHF-Mitglied
1. EM-Teilnahme: 1910
1. WM-Teilnahme: 1930
1. OL-Teilnahme: 1928
Medaillengewinne:
EM: 2x Gold, 4x Silber, 7x Bronze

WM: 2x Silber, 2x Bronze OL: 2x Bronze

1. Meisterschaft: 1912
1. Landesmeister: Berliner Schlittschuhclub
Rekordmeister: Berliner Schlittschuhclub (19+1x)
1. Länderspiel: Januar 1910 in Chamonix gegen Frankreich (2:4)

Eishockey ist in Deutschland eine der beliebtesten Mannschaftssportarten, die jedoch in der Zuschauergunst und Bedeutung hinter Fußball rangiert. Der Eishockeysport wird heute in Deutschland durch den Deutschen Eishockey-Bund (DEB) als zuständigen Sportverband in Deutschland und Mitgliedsverband der Internationalen Eishockey-Föderation (IIHF) vertreten. Der Spielbetrieb wird einerseits durch die Profiligen Deutsche Eishockey-Liga (DEL) und DEL2, andererseits für untere Ligen, Frauen und Nachwuchs durch den DEB und die Landeseissportverbände durchgeführt. Der DEB organisiert auch die Deutsche Eishockeynationalmannschaft, die momentan auf Platz 13 (Stand: April 2015) der Weltrangliste steht.

Geschichte

Die ersten Jahre

Als wesentliche technische Grundlage kann die Erfindung der Kunsteisbahn gelten, die erste in Deutschland (und dritte weltweit, nach London und New York) war 520m² groß und eröffnete 1881 in Frankfurt am Main im Rahmen einer Patentausstellung, sie war jedoch nur fast 3 Monate in Betrieb.[1], erst 10 Jahre später eröffnete ebenfalls in Frankfurt die erste permanente künstliche Eisbahn. Der Deutschen Eissport-Verband wurde schließlich in Berlin gegründet, ab 1908 war der Eishockeysport eine Sektion dieses Verbandes. Am 19. September des nächsten Jahres trat der Verband als sechster Landesverband der „Ligue International de Hockey sur Glace“ (LIHG) bei. In Berlin wurde dann auch das erste offizielle Eishockeyspiel bestritten und die erste Meisterschaft in einer Stadtliga ausgespielt. Nach dem ersten Spiel am 4. Februar 1887 auf dem Halensee (der Akademische Sportclub Berlin stand dabei einem Studententeam gegenüber) dauerte es nur drei Jahre bis die ersten Berliner Stadtmeisterschaften ausgespielt wurden. 1910 nahmen schon zehn Teams an der Stadtliga teil. Der Berliner Schlittschuhclub, der spätere Deutsche Rekordmeister, gewann diese Meisterschaft vor dem BFC Preussen. Die weiteren Teilnehmer der Stadtliga waren der Sportclub Berlin, der Berliner Eislaufverein 1904, der BTuFC Britannia, der Berliner EV 1886, der Hockey Club Berlin, der Sportklub Komet, der SC Charlottenburg und der Eislauf Verein Berlin.

Eine Deutsche Eishockeynationalmannschaft trat erstmals in der Vorbereitung zur Eishockey-Europameisterschaft im Januar 1910 auf und verlor das erste Spiel gegen Frankreich mit 2:4. Bei der ersten Europameisterschaft in Les Avants wurde schließlich am 18. Januar 1910 das erste Pflichtspiel gegen Großbritannien mit 0:1 verloren, ehe zwei Tage später gegen Belgien mit 5:4 der erste Sieg erfolgte.[2] Im Kader standen vor allem Spieler aus Berlin, da es dort die meisten Mannschaften gab. 1910 wurden erstmals "Die Regeln des Eishockeyspiels" vom Deutschen Eislauf-Verband angenommen, die neben Regeln für "Eishockey mit dem Ball" auch erstmals Regeln für "Eishockey mit der Scheibe" beinhalteten.[3] Noch in den 1920er Jahren produzierte das frankfurter Unternehmen Mitteldeutsche Gummiwarenfabrik Louis Peter AG neben Eishockey-Pucks auch "Eishockey-Bälle"[4],

1912 fand in Berlin die erste Meisterschaft mit Teams aus ganz Deutschland statt, die der Berliner Schlittschuhclub gewinnen konnte. Im Jahr zuvor war die Stadt schon Austragungsort der zweiten Europameisterschaften, und wäre nicht der Erste Weltkrieg dazwischengekommen, hätte 1916 das erste Olympische Eishockeyturnier auch in Berlin stattgefunden. Bis in die 1920er Jahre wurde Eishockey auf deutsch als „Eistreibball“ und seltener als „Eishocken“ bezeichnet.

Sperre und Wiederaufnahme nach den Weltkriegen

Nach dem Ersten Weltkrieg war Deutschland zwischen 1920 und 1926 sechs Jahre lang aus der LIHG ausgeschlossen. Durch das Engagement Schwedens, deren Landesverband mit Austritt drohte, erfolgte am 11. Januar 1926 die Wiederaufnahme. 1927 durfte Deutschland wieder an Eishockey-Europameisterschaften teilnehmen, die erste Eishockey-Weltmeisterschaft mit deutscher Beteiligung fand 1928 in St. Moritz statt. Ein deutsches Team konnte bei den Olympischen Spielen 1932 in Lake Placid die Bronzemedaille erlangen und bei der Europa-Wertung im Rahmen der Eishockey-Weltmeisterschaften 1930 und 1934 Europameister werden. Zu diesem Zeitpunkt war die Bedeutung der Nationalmannschaft um einiges höher als die der Vereine.

Nach dem Zweiten Weltkrieg 1946 wurde der Deutsche Eissport-Verband erneut ausgeschlossen. Die Bundesrepublik wurde mit dem Deutschen Eissport-Verband am 10. März 1951 wieder aufgenommen, die DDR folgte erst am 9. Juni 1954.

Bayerische Dominanz

Schon seit 1948 bildete sich in der Bundesrepublik erstmals eine bundesweite Liga für die besten Teams, die Eishockey-Oberliga. Da die Vereine aus der Eishockey-Hochburg Berlin, das mitten im sowjetischen Machtbereich lag, fehlten, hatte die Liga zu Beginn nur sechs Mannschaften. Erster Meister nach einer Einfachrunde wurde der EV Füssen. Der Modus veränderte sich in den kommenden Jahren laufend: Zur zweiten Spielzeit wurde die Liga auf acht Clubs aufgestockt, weshalb der eingeplante Abstieg nicht durchgeführt wurde. Obwohl die Liga zur Saison 1950/51 nochmals aufgestockt wurde, gab es diesmal mit dem HC Augsburg zum ersten Mal einen direkten Absteiger. Der dritte Oberliga-Meister wurde durch einen wiederum veränderten Modus ausgespielt: aus den besten Teams der drei Vorrundengruppen bildete sich eine Finalrunde, die den Meister, Preussen Krefeld, ausspielte. In der folgenden Saison gab es nur noch zwei Vorrundengruppen, die aber abgebrochen wurden. Es wurde sofort in einer Finalrunde die Meisterschaft ausgetragen. Zur Saison 1952/53 wurde nicht nur die Vorrunde wieder abgeschafft, sondern auch die Abstiegsregelung verändert. Das Relegationsspiel zwischen Oberliga-Letztem und Zweitliga-Erstem fiel weg, der Letzte der Oberliga stieg direkt ab und wurde vom Zweitliga-Meister abgelöst. Bis zur Saison 1956/57, als die Vorrundengruppen wieder eingeführt wurden, erfolgte dann bis 1958 keine Modus-Änderung mehr.

Dominiert wurden die Oberliga-Jahre vor allem von bayerischen Teams. Allein der EV Füssen wurde von 1953 bis 1958 sechsmal in Folge deutscher Meister, dazu schon einmal 1949. Zweimal konnten auch Krefelder Teams die Meisterschaft gewinnen.

Auch in der DDR wurde die Oberliga als höchste Ligenstufe geschaffen.

Die „Ära Bundesliga“

Die Oberliga wurde in der Bundesrepublik 1958 durch die neu eingeführte Eishockey-Bundesliga, die 34 Jahre lang höchste Eishockey-Spielklasse in Deutschland blieb, abgelöst. Auch die Bundesliga bestand aus acht Mannschaften, die in einer Einfach-, später in einer Doppelrunde den Meister ausspielten. Im ersten Jahr gab es zwei direkte Absteiger, ab der zweiten Spielzeit ging der Letztplatzierte in die Relegationsrunde. Eine größere Modus-Änderung erfolgte 1962 mit der Einführung einer gestaffelten Endrunde. Dies war auch die erste Spielzeit ohne Absteiger, da der Bundesliga-Letzte erstmals in der Relegation gewinnen konnte. Mehrere Änderungen in der Abstiegsregelung und die Aufstockung der Liga auf zehn Teams konnte die damalige Dominanz des Serienmeisters EV Füssen aber nicht stoppen. Erst als die Punkte nicht aus der Vor- in die Endrunde mitgenommen wurden, gewann ein anderes Team, nämlich der EC Bad Tölz, den Meistertitel.

Mit Einrichtung der Bundesliga als höchste Spielklasse wurde die Oberliga zur zweiten Liga degradiert. In der ersten Spielzeit nahmen acht Mannschaften teil. So wie die Abstiegsregelung der Bundesliga wurde auch die Aufstiegregelung der Oberliga fast jährlich verändert. Wegen der Aufstockung auf zehn Teams zur zweiten Saison gab es erst seit 1960 Absteiger aus der Oberliga. Seit Einführung der Gruppenliga 1961/62, die die erste überregionale Amateurliga unterhalb der Oberliga war, musste der Tabellenletzte der mittlerweile zwölf Mannschaften großen Liga gegen den ersten der Gruppenliga in einer Relegation antreten, um zu ermitteln, wem der letzte Startplatz der zweithöchsten Spielklasse zusteht. Vor 1961 gab es nur Landesverbände, deren Ligenspielbetrieb regional begrenzt war.

Verbandsgründung und die 1960er

1963 erhielt der Eishockeysport in Deutschland erstmals einen selbständigen Verband, den Deutschen Eishockey-Bund (DEB). Dieser blieb vorerst allerdings noch immer unter dem Dach des Deutschen Eissport-Verbandes. Schon 1958 wurde der Deutsche Eislauf-Verband der DDR gegründet. Davor war Eishockey in der DDR vier Jahre lang eine Sektion des Eissportverbandes gewesen.

Die Relegation gegen den Gruppenliga-Ersten wurde zeitgleich zur Relegation des Bundesliga-Absteigers 1964 abgeschafft und der direkte Abstieg eingeführt. Ab 1966 war die Oberliga schließlich in eine Nord- und eine Südgruppe zweigeteilt. Mit Einführung der zweigeteilten Bundesliga wurde 1967 erstmals seit 1952 keine bayerische Mannschaft (sondern die Düsseldorfer EG) deutscher Meister. Gegen Ende der 1960er Jahre setzte allmählich der Trend ein, dass der professionelle Eishockeysport immer weiter aus der bayerischen Provinz in deutsche Großstädte zog.

Situation in der DDR

Hauptartikel: Eishockey in der DDR

Im September 1970 wurde Eishockey von der Staatsführung der DDR zusammen mit dem Deutschen Turn- und Sportbund der DDR (DTSB) als „nicht förderungswürdige Sportart“ eingestuft. Zuvor kam ein Großteil der Mannschaften aus Berlin und ab 1970 spielte Dynamo Berlin aufgrund der Einstufung nur noch gegen Dynamo Weißwasser um die DDR-Meisterschaft. Immerhin 25-mal gewann Weißwasser die Meisterschaft und 15-mal konnte Dynamo Berlin den Titel gewinnen. In der Bundesrepublik dagegen verloren die Berliner Vereine ihre Dominanz. Lediglich zweimal konnte der Berliner Schlittschuhclub die Meisterschaft nach 1949 gewinnen (in der Eishockey-Bundesliga 1974 und 1976). Danach musste die Stadt 29 Jahre warten, bis mit den Eisbären Berlin 2005 wieder eine Berliner Mannschaft Deutscher Meister wurde. Weißwasser spielte später als ES Weißwasser und nun unter den Namen Lausitzer Füchse in der 2. Bundesliga.

Die 1970er und der Passfälscherskandal

In der Saison 1970/71 wurde nach Jahren wieder auf Staffelungen verzichtet. Nach einer Doppelrunde stand sowohl der Meister (EV Füssen), als auch der direkte Absteiger (Mannheimer ERC) fest. Auch die Oberliga gab zur Saison 1970/71 die Teilung wieder auf, in einer Einfachrunde wurden Auf- und Absteiger ausgespielt. Die letzte Spielzeit der Oberliga als zweithöchste Liga wurde mit 16 Mannschaften ausgespielt. Zur nächsten Saison wurden die beiden Bundesliga-Absteiger, sowie die Teams auf den Plätzen zwei bis neun der Oberliga in die neu geschaffene 2. Bundesliga eingeteilt. Die 2. Bundesliga blieb 21 Jahre lang Deutschlands zweithöchste Spielklasse, ehe 1994 wegen vieler Pleiten, sowohl in der ersten, als auch besonders in der 2. Bundesliga, eine Amateurliga unter der DEL geschaffen wurde.

Zwischen 1974 und 1978 gab es erstmals vier Jahre in Folge keinen Meister aus Bayern. Stattdessen konnte der Berliner SC in dieser Zeit einige, wenn auch nicht alle Meistertitel feiern. Ab 1976/77 wurde nach der Hauptrunde wieder eine Endrunde ausgetragen. Die Saison 1979/80 brachte den wohl kompliziertesten Modus aller Zeiten. Dieser wurde deshalb zur nächsten Spielzeit wieder abgeschafft und durch die Play-offs ersetzt, die bis heute Bestandteil einer jeden Eishockey-Saison sind. Doch nicht sie bestimmten die Eishockey-Szene der Saison 1980/81, sondern der sogenannte Passfälscherskandal, in den die beiden westdeutschen Mannschaften des Duisburger SC und des Kölner EC verwickelt waren. Der aus Nordamerika importierte Play-off-Modus etablierte sich schnell auch in Eishockey-Deutschland und brachte sogar den einen oder anderen eher unerwarteten Meister (SB Rosenheim 1982) mit sich.

1974 kam auch noch zum ersten Mal eine vierte überregionale Liga zustande. Diese bestand 19 Jahre lang unter dem Namen Regionalliga, die Oberliga wurde die dritte Liga.

Entwicklung zum Großstadtsport

Nieder- und Oberbayern sowie das Allgäu gelten auch heute noch als Zentrum des deutschen Eishockeysports. Dabei dominierten bayerische Teams vor allem die Oberliga-, aber auch die Bundesliga-Jahre. Besonders erfolgreich war zum Beispiel der EV Füssen, einer der vielen Traditionsvereine der bayerischen Provinz. Er wurde schon 1922 gegründet und insgesamt 16-mal deutscher Meister. In den zehn Jahren der Oberliga wurde der EV alleine siebenmal deutscher Meister. Nur nach zwei Spielzeiten in dieser Zeit kam der Spitzenreiter am Ende nicht aus Bayern. Auch in der Eishockey-Bundesliga waren bayerische Provinzvereine in den ersten Jahren hoch überlegen. Bis 1966 wurden nur Clubs aus Bayern deutscher Meister, ehe sich 1967 mit der Düsseldorfer EG erstmals ein Großstadt-Team den Titel sicherte. Langsam begann ein Wandel im deutschen Eishockey. Wie wichtig bayerische Teams bis heute für das deutsche Eishockey, vor allem für die Nachwuchsarbeit, sind, zeigt der Amateur-Bereich. Denn der wird vor allem durch kleine bayerische Vereine bestimmt. Auch auf der Hauptversammlung des Deutschen Eishockey-Bundes wird dies durch die Anzahl der Stimmen des Bayerischen Blocks, der aus dem Bayerischen Eissportverband und den anderen stimmberechtigten Vertretern der Mannschaften aus der 2. Bundesliga und der Oberliga besteht, deutlich.

Im Vergleich zu Bayern war die Bedeutung des Eishockeysports in Nordrhein-Westfalen schon immer geringer. Vor allem im bevölkerungsreichen Ruhrgebiet ist Fußball meist wichtiger. Jedoch ist der Einfluss NRWs im Profi-Eishockey und auch die Anzahl der nordrhein-westfälischen Meistermannschaften seit den 1970er Jahren kontinuierlich gestiegen.

Von diesem Wandel praktisch verschont blieb die Nationalmannschaft der Bundesrepublik, die den Sprung in die A-Weltmeisterschaft schaffte, wo sie sich Ende der 1970er und in den 1980er Jahren etablieren konnten, auch wenn die Weltspitze immer unerreicht blieb.

Erste Deutsche in der National Hockey League

1981 wechselte mit Udo Kießling erstmals ein deutscher Spieler in die höchste nordamerikanische Profiliga. Trotz eines Vertragsangebots der Minnesota North Stars kehrte Kießling jedoch nach einer Partie in die Bundesliga zurück. Der erste deutsche Spieler, der schließlich regelmäßig in der NHL zum Einsatz kam, war Uli Hiemer, der zwischen 1984 zu New Jersey Devils wechselte und für diese bis 1987 spielte. Der bisher erfolgreichste deutsche Spieler in der National Hockey League ist Uwe Krupp, der seit 1986 in der Liga auf dem Eis stand und zweimal die nordamerikanische Eishockeymeisterschaft, den Stanley Cup, gewinnen konnte. Krupp ist auch der erste dem der Gewinn dieses Titels gelang. Eine individuelle Auszeichnung der Liga konnte Krupp während seiner aktiven Zeit jedoch nie gewinnen, dies gelang Torhüter Olaf Kölzig als erstem Deutschen im Jahr 2000.

Geldprobleme bei Erstligisten vor Wiedervereinigung

Was zuletzt der EV Füssen in den 60er Jahren schaffte, gelang dem Kölner EC erstmals zwischen 1985 und 1988: drei Meistertitel in Serie. Überschattet wurde die Saison 1987/88 vom Konkurs des ECD Iserlohn, dem in den nächsten Jahren eine Reihe anderer Vereine folgten. Doch erst 1990 wurde die Bundesliga auf zwölf Clubs aufgestockt. Mit dem EHC Berlin und ES Weißwasser ergänzten zwei DDR-Clubs die Westdeutschen.

Die Fraueneishockey-Bundesliga gab es zu diesem Zeitpunkt schon zwei Jahre lang. Seit 1988 wird auch bei den Frauen eine Deutsche Meisterschaft ausgetragen. Die Liga ist seitdem in eine Nord- und eine Südstaffel geteilt. Nach der Hauptrunde wird durch ein Turnier der deutsche Meister ausgespielt. Erster deutscher Meister wurde der EHC Eisbären Düsseldorf. Die Frauen-Nationalmannschaft spielte zum ersten Mal am 3. Dezember 1988 wie die Männer in ihrer Premiere gegen die Schweiz.

Die Eishockey-Verbände der beiden deutschen Staaten schlossen sich nach der Wende am 11. September 1990 – so früh wie kein anderer Sportverband – zum Deutschen Eishockey-Bund zusammen. Schon fünf Monate vor der Wiedervereinigung wurden die beiden Profi-Clubs der DDR in den DEB aufgenommen.

Turbulente 1990er

In der Saison 1990/91 verließ die Eishockey-Abteilung der Eintracht Frankfurt die Bundesliga. Der SB Rosenheim tat es ihr ein Jahr später gleich, während dem PEV Weißwasser die Lizenz entzogen wurde. Auch der EHC Freiburg verlor in der Saison 1992/93 seine Lizenz. Während reihenweise Vereine auf Grund finanzieller Probleme aus der Bundesliga abstiegen oder absteigen mussten, gewann die Düsseldorfer EG einen Titel nach dem anderen. Die letzte Bundesliga-Saison wurde mit der Meisterschaft des EC Hedos München beendet.

Komplette Reform des Ligensystems

Wirtschaftliche Aspekte führten also 1994 zur Gründung der Deutschen Eishockey-Liga (DEL). Viele Vereine aus der 1. und 2. Bundesliga plagten massive wirtschaftliche Probleme. Die 2. Bundesliga umfasste nach der letzten Spielzeit nur noch 7 Clubs, vier waren während und nach der Saison konkurs gegangen. Die 18 wirtschaftlich halbwegs gesunden Clubs fassten sich in der DEL zusammen. Die Vereine lagerten ihre Profi-Abteilungen in Kapitalgesellschaften aus, eine Abstiegsmöglichkeit gab es nicht. Doch schon die erste Spielzeit wurde von den Mad Dogs München nicht durchgehalten. In der nächsten Saison gingen gleich drei Clubs konkurs. Nur die Wedemark Scorpions rückten nach, die Liga wurde also auf 16 Vereine reduziert.

In der 1. Liga wurde gleichzeitig der Amateurmeister ausgespielt. Die Liga war in eine Nord- und eine Südstaffel geteilt und vor allem in der letzten Saison ihres Bestehens Heimat einiger deutscher Nationalmannschaftsspieler, da es in der DEL nur noch eine sehr milde Ausländer-Regelung gab. Unter anderem deshalb erfolgte bei der Eishockey-Weltmeisterschaft 1998 in der Schweiz der erneute Abstieg in die B-WM. Prompt wurde die Ausländer-Regelung verschärft und Deutschland zwei Jahre später wieder A-Nation.

Finanzprobleme bleiben

Auch im Laufe der Saison 1997/98 mussten zwei Vereine den Spielbetrieb aufgeben. Um die auf 14 Mannschaften reduzierte Liga wieder auf 16 aufzustocken wurden ab 1999 wieder Aufsteiger zugelassen. Ab der Spielzeit 2001/02 wurde durch Play-downs jeweils ein Absteiger ermittelt. Zur Saison 2006/07 wurde der Abstieg wieder abgeschafft. In den Jahren zuvor war immer wieder nicht der Play-down-Verlierer abgestiegen, sondern einem anderen Verein wurde aufgrund finanzieller oder hallentechnischer Probleme die Lizenz entzogen.

Veränderungen unterhalb der DEL

In der Saison 1997/98 wurde im Norden keine dritte Spielklasse ausgetragen. In diesem Jahr folgten dort auf die 1. Liga direkt die Landesverbände. 1998 entstand zumindest im Süden erneut eine vierthöchste Spielklasse. Seit 2002 besteht wieder keine vierte Spielklasse, eine dritte nennt sich schon seit 1999 Oberliga. Die Ligen der Landesverbände heißen seit 1994 im Norden Regionalliga.

Als eingleisige zweithöchste Spielklasse wurde schon nach vier Jahren der 1. Liga die sogenannte Bundesliga eingeführt, deren Name bei der DEL für Kritik sorgte, da man der Ansicht war, die Bundesliga müsse die höchste Spielklasse darstellen. Mit der Saison 1999/2000 gibt es wieder eine 2. Bundesliga im Eishockey. Erster Zweitliga-Meister wurde die Düsseldorfer EG, die damit neben dem Iserlohner EC, der die Lizenz der Starbulls Rosenheim übernahm, in die DEL aufstieg. In den Jahren bis zur Saison 2003/04 gab es auch in der 2. Bundesliga einige finanzielle Probleme.

Neues Jahrtausend bringt Pokalwettbewerb

Der Deutsche Eishockey-Pokal besteht seit 2002 nach Vorbild des DFB-Pokals. Qualifiziert sind alle Teams der DEL, der 2. Bundesliga und drei bis vier Teams der Oberliga. Vor der Saison 2005/06 wurde laut über die Abschaffung des DEB-Pokals diskutiert, da der Zeitplan, welcher der Liga zur Verfügung stand, in dieser Spielzeit wegen Olympischer Spiele und B-WM sehr gering war. Dennoch wurde der Pokal durchgeführt. Amtierender Pokalsieger (2007) sind die Adler Mannheim. 2005 erreichte mit den Eisbären Regensburg erstmals ein Team aus der 2. Bundesliga das Pokal-Halbfinale. Bei den Frauen gibt es den Pokalwettbewerb schon ein Jahr länger. 2001/02 siegte der Grefrather EC, der auch 2004 das Finale gewinnen konnte. Sportlich hätte Grefrath auch 2005 gewonnen, doch der Sieg wurde ihnen wegen Unterschreitung der Mindestspieleranzahl aberkannt und dem ESC Planegg zugesprochen. In der Saison 2005/06 konnten die EC Bergkamener Bären den DEB-Pokal mit nach Hause nehmen.

Seit der Saison 2006/07 wird die Bundesliga der Frauen eingleisig gefahren, die Staffelung wurde aufgegeben[5]. Aktuelle Rekordmeister mit jeweils vier Titeln sind der Mannheimer ERC WildCats (1990, 1992, 1999, 2000), die ESG Esslingen (1995–1998) und der TV Kornwestheim (2001–2005). Auffällig ist, dass gleich zwei Teams viermal in Folge Meister werden konnten. Aktueller deutscher Meister ist zum zweiten Mal in der Geschichte der OSC Berlin.

Platzierungen der Nationalmannschaft unter den Top 10 der Welt waren in den ersten Jahren des 21. Jahrhunderts die Regel, doch 2005 musste die Nationalmannschaft nach schwacher Leitung wieder den Gang in die Zweitklassigkeit antreten, aus der sie sich ein Jahr später unter dem neuen Bundestrainer Uwe Krupp befreien konnte.

Schon mehrere Male war Deutschland Veranstalter von Eishockey-Weltmeisterschaften, erstmals 1930 und zuletzt 2010.

Entwicklung des Ligensystems

Gegenwart und Ausblick

Heute werden die zwei höchste Profiligen DEL und DEL2 nicht mehr durch den DEB organisiert, sondern durch eigenständige Kapitalgesellschaften. Die Clubs der DEL und der DEL2 sind seit 2015 wieder Mitglied im DEB. Die DEL hat einen Fernsehvertrag mit dem Fernsehsender Servus TV. Der österreichische Fernsehsender überträgt an jedem Spieltag jeweils ein Spiel live. Weitere Spiele werden über Webstream auf laola.tv gesendet. Spiele der DEL2 werden über sprade.tv als Webstream gesendet. Die Arenen der DEL gehören zu den modernsten in ganz Europa. Bei einer europaweiten Liste der Stadien mit dem höchsten Zuschauerschnitt belegen viele DEL-Standorte vordere Plätze (z.B. Lanxess Arena oder SAP-Arena)[6]. Außerdem steigt der Zuschauerschnitt von Jahr zu Jahr an[7].

Der Deutsche Eishockey-Bund ist in erster Linie für die Nationalmannschaften und den Nachwuchs zuständig. Außerdem gehören der Spielbetrieb der Damen-Bundesliga und der Oberligen zu seinen Aufgabenfeldern. Er wickelt Spielertransfers ab und bildet die Schiedsrichter aus. Der DEB stellt nach deren Ausbildung Trainerscheine aus und ist des Weiteren Mitglied des DOSB. Vertraglich gebunden ist der DEB an die DEL und die DEL2, also die Ausrichter des überregionalen Spielbetriebs. Die Landeseissportverbände, die für die regionalen Ligen zuständig sind, sind Mitglied des DEB.

Bundestrainer ist seit 2015 Marko Sturm.

Probleme des Fraueneishockey

Obwohl inzwischen über 2.000 Frauen in Deutschland in allen Altersklassen des Eishockeysports aktiv sind und Fraueneishockey seit den 1980er Jahren auch in Deutschland immer mehr an Bedeutung gewinnt, hat der Sport auch in der Gegenwart mit enormen wirtschaftlichen Problemen zu kämpfen. Da der Zuschauer- und Sponsorenzuspruch der Fraueneishockey-Bundesliga noch immer sehr gering ist, sind sämtliche Spielerinnen Amateure, was dazu führt, dass aufgrund der geringen Etats der Mannschaften viele Spielerinnen z.B. selbst Teile ihrer Fahrtkosten übernehmen. Dazu trägt auch die geringe Medienpräsenz des deutschen Fraueneishockeys bei, die in der Regel überhaupt nur bei Olympischen Winterspielen und damit nur alle vier Jahre zu verzeichnen ist. Selbst die durchaus beachtlichen Erfolge der Fraueneishockeynationalmannschaft änderten daran bislang wenig.

Deutsche Mannschaften international

Europapokal

Zwischen der Saison 1965/66 und der Saison 1996/97 spielten die europäischen Meisterteams den Europapokal aus. Dieser Pokalwettbewerb ging auf eine Idee des deutschen Funktionärs Dr. Günther Sabetzki zurück. Für Deutschland nahmen folgende Mannschaften teil:

Die DDR entsandte bis 1990 eigene Teilnehmer: 15-mal wurde sie von Dynamo Berlin, 10-mal von Dynamo Weißwasser vertreten.

Gewinnen konnte ein deutsches Team nie. Die besten Platzierungen waren zweite Plätze für den EV Füssen 1966, den Kölner EC 1985, die Düsseldorfer EG 1991 und nochmals den Kölner EC 1995, als die Entscheidung erst im Penaltyschießen fiel.

European Hockey League

Der Nachfolger des Europapokals, die European Hockey League, erfreute sich bei deutschen Teams, wie auch international, keiner großen Beliebtheit. Die deutschen Teilnehmer waren:

Es nahmen zwar jährlich bis zu drei Teams (1997/98) am Wettbewerb teil, allerdings konnte sich nur in der Spielzeit 1998/99 mit den Eisbären Berlin ein deutscher Teilnehmer für das Finalturnier der besten vier Teams qualifizieren.

IIHF European Champions Cup

Daraufhin wurde dieses Turnier vom IIHF European Champions Cup abgelöst. Dabei gab es erst einen deutschen Teilnehmer: 2005 erreichten die Frankfurt Lions als amtierender deutscher Meister den letzten Platz der Gruppe A. 2006 bis 2008 war Deutschland nicht mehr qualifiziert, da die Nationalmannschaft laut IIHF-Weltrangliste nicht mehr zu den Top 6 Europas gehörte. Die Schweiz übernahm den Startplatz.

Champions Hockey League 2008/09

In der Saison 2008/09 wurde vom IIHF die Champions Hockey League (CHL) als höchster europäischer Club-Wettbewerb durchgeführt. Aus Deutschland war der Meister Eisbären Berlin direkt für die Gruppenphase qualifiziert; als zweiter Teilnehmer startete der Sieger der Hauptrunde Nürnberg Ice Tigers in der Qualifikation. Nürnberg scheiterte als Zweiter des Qualifikationsturniers. In der Gruppenphase konnte Berlin drei von vier Spielen gewinnen und schieden mit nur einem Punkt Rückstand auf den späteren Finalisten Metallurg Magnitogorsk aus. In der Saison 2009/10 wurde die Champions Hockey League nicht durchgeführt.

European Trophy

Zwischen 2010 und 2013 führten die europäischen Topclubs einen eigenen Wettbewerb aus. An dieser European Trophy die Adler Mannheim und die Eisbären Berlin, ab 2012 zusätzlich die Hamburg Freezers und der ERC Ingolstadt teil. Berlin konnte 2010 die European Trophy gewinnen. 2011 verpassten die Eisbären knapp das Finalturnier, für welches sie sich 2012 und 2013 wieder qualifizieren konnten. Die anderen deutschen Teilnehmern erreichten in ihren Vorrundengruppen jeweils Mittelfeldplätze.

Champions Hockey League

Zur Saison 2014/15 wurde die Champions Hockey League neu gestartet, diesmal ausgerichtet von den führenden Clubs im europäischen Eishockey. Aus Deutschland sind vier Clubs Mitglied der Ausrichtergesellschaft EICC und damit fest qualifiziert: Ingolstadt, Mannheim, Berlin und Krefeld. Dazu qualifizieren sich der Meister und der Hauptrundensieger der DEL. Bei der ersten Ausrichtung erreichte jedoch keine der deutschen Mannschaften das Achtelfinale.

Spengler Cup

Der Schweizer Spengler Cup wird bis auf wenige Ausnahmen jährlich seit 1923 ausgetragen. Und seit jeher nehmen auch deutsche Meister- und Spitzenmannschaften regelmäßig teil. Zuletzt waren dies 2009 die Adler Mannheim. Den letzten deutschen Sieg trugen die Kölner Haie 1999 davon. Der Berliner SC konnte den Spengler Cup dreimal gewinnen, der EV Füssen trug sich zweimal in die Siegerliste ein. Für die Haie war der Sieg 1999 der erste.

Internationale Eishockey-Turniere in Deutschland

Olympische Spiele

In Deutschland wurden bereits eine Reihe wichtiger internationaler Turniere ausgetragen. Besonders bedeutend ist das Olympische Eishockeyturnier 1936, das in Garmisch-Partenkirchen stattfand. Die 15 teilnehmenden Mannschaften wurden in vier Vorrundengruppen eingeteilt. Die beiden Besten jeder Gruppe trafen dann in zwei Zwischenrundengruppen aufeinander, in denen die vier Finalrunden-Teilnehmer ausgespielt wurden. Dem Gastgeber Deutschland selbst fehlte ein Punkt, um die Finalrunde zu erreichen. Insgesamt belegte man Platz vier. Olympiasieger wurde die Mannschaft aus Großbritannien, die im Finale Kanada die erste Niederlage bei Olympischen Spielen beibrachte. Bronze ging an die USA, die in der Vorrunde hinter Deutschland nur Platz zwei belegten.

Eishockey-Weltmeisterschaften

Bislang fünfmal war der Deutsche Eishockey-Bund Ausrichter einer Eishockey-Weltmeisterschaft. Zum ersten Mal war dies 1955 der Fall. Spielorte waren die nordrhein-westfälischen Städte Dortmund, Düsseldorf, Köln und Krefeld. Weltmeister der A-Gruppe wurde Kanada, vor dem Titelverteidiger, der Sowjetunion. Wegen der hohen Teilnehmerzahl (15 Mannschaften waren neuer Rekord der Nachkriegszeit) wurde neben dem eigentlichen Wettbewerb ein B-Turnier veranstaltet, bei dem außer Konkurrenz noch ein zweites deutsches Team teilnahm. Gewinnen konnte Italien vor Deutschland B. Im Rahmen der WM wurde auch der Europameister ausgespielt. Bestes europäisches Team des Turniers war die UdSSR.

Bei der zweiten Weltmeisterschaft in Deutschland 1975 wurde dann die Sowjetunion zum 14. Mal Weltmeister. Das Turnier in Düsseldorf und München war allerdings nur sehr mäßig besucht. Die deutsche Nationalmannschaft verpasste den Aufstieg in die A-Gruppe nämlich im Jahr zuvor und musste so bei der B-WM in Sapporo/Japan antreten. Der Abstand des Weltmeisters zum Rest des Teilnehmerfelds war so groß, dass die IIHF eine Reform der A-Gruppe beschloss. Ab 1976 waren auch Profi-Spieler zugelassen. Außerdem wurde die A-Gruppe aufgestockt. Deutschland konnte als Zweiter der B-WM deshalb doch aufsteigen.

Bei der fünften Junioren-A-Weltmeisterschaft U-20 1981 in verschiedenen bayrischen Städten (u.a. Augsburg, Füssen und Oberstdorf) holten sich die Schweden in dieser Altersklasse erstmals den Titel.

Die Eishockey-Weltmeisterschaft 1983 fand in Dortmund, Düsseldorf und München statt. Nach der Vorrunde nahmen die ersten vier Mannschaften an einer Meisterrunde, die letzten vier an einer Abstiegsrunde teil. Die Mannschaften nahmen die Punkte nicht in die Meisterrunde, jedoch in die Abstiegsrunde mit. Damit sollte die Spannung in der Titelfrage gesteigert werden. Deutschland nahm zwar an der Abstiegsrunde teil, gewann diese aber deutlich. Absteigen musste Italien, Weltmeister wurde wieder die UdSSR vor der punktgleichen Tschechoslowakei. Dabei hat die Sowjetunion während der ganzen WM nur einen Punkt abgegeben. Die Tschechoslowakei war während der Vorrunde nicht so stark.

1990 wurde die B-WM der U-20-Junioren in Bad Tölz und Geretsried ausgespielt.

Zehn Jahre nach der letzten wurde erneut eine Eishockey-A-Weltmeisterschaft in Deutschland ausgetragen. Die Spiele wurden in Dortmund und München ausgetragen. Die vier besten Mannschaften der Vorrunden-Gruppen traten in der Endrunde im K.O.-System gegeneinander an. Am Ende stand Russland als Sieger fest. Im Finale wurde Titelverteidiger Schweden mit 3:1. Nach Play-downs, die ebenfalls im K.O.-System stattfanden, stand die Schweiz als Absteiger in die B-Gruppe fest. Deutschland belegte nach dem Viertelfinal-Aus gegen Russland Platz fünf.

Ein Jahr zuvor fand die U-20-Weltmeisterschaft in Füssen und Kaufbeuren statt. 1999 wurde die erste U-18-WM überhaupt in denselben Orten ausgetragen.

Die Eishockey-Weltmeisterschaft der Herren 2001 fand wieder in Deutschland statt. Gespielt wurde in Hannover, Köln und Nürnberg. Ab 2001 wurden die verschiedenen Gruppen anders benannt, so wurde aus der A-Gruppe einfach Weltmeisterschaft. Ab diesem Jahr gab es außerdem nicht mehr nur einen, sondern zwei Absteiger und deshalb auch zwei Gruppen der Division I (B-Gruppe). Deutschland erreichte das Viertelfinale, schied dort aber gegen den späteren Finalisten Finnland aus. Diese unterlagen im Finalspiel der Tschechischen Mannschaft. Tschechien wurde damit zum dritten Mal in Folge Weltmeister.

Im selben Jahr fand die Division I der Junioren-Weltmeisterschaft 2001 in den bayerischen Orten Füssen und Landsberg am Lech statt. Drei Jahre später fand derselbe Wettbewerb in Berlin statt.

Die Eishockey-Weltmeisterschaft der Herren 2010 hat in Köln und Mannheim stattgefunden. Der DEB hat sich bei der Vergabe 2005 gegen Weißrussland durchgesetzt, nachdem Schweden und die Slowakei ihre Kandidatur vor der Abstimmung zurückzogen.[8]

Vereinslandschaft

Berlin

Hauptartikel: Eishockey in Berlin

Deutscher Rekordmeister und erster Sportverein des Landes mit einer Eishockeyabteilung war der Berliner Schlittschuhclub.

In den 1990er Jahren gab es lange Zeit eine große Konkurrenz zwischen den zwei Erstligaclubs Eisbären Berlin und BSC Preussen, doch heute gibt es mit den Eisbären Berlin nur noch einen erstklassigen Club, der allerdings auch 2005, 2006, 2008, 2009, 2011 und 2012 die Deutsche Meisterschaft nach Berlin holte und inzwischen DEL-Rekordmeister ist. Hinzu kommen mehrere unterklassige Mannschaften verschiedener Clubs.

Im Fraueneishockey spielt der OSC Berlin deutschlandweit eine wichtige Rolle, wurde 1991, 2006, 2007, 2009 und 2010 deutscher Meister, sowie 2003, 2004, 2008 und 2011 Vizemeister. Weitere Bedeutung im Berliner Fraueneishockey hatte der DEC Eishasen Berlin, der zeitweise in der 1. Bundesliga spielte und bis zur Saison 2005/06 der 2. Liga angehörte.

Hamburg

Hauptartikel: Eishockey in Hamburg

Entgegen weitläufigen Meinungen, es gebe Eishockey in Hamburg erst seit der Gründung der Hamburg Freezers, kann die Hansestadt auf eine lange Historie zurückblicken. Schon in den 1930er Jahren schaffte es mit dem Altonaer SV von 1893 ein Hamburger Club mehrfach in die Finalrunde um die deutsche Meisterschaft. Der ganz große Erfolg blieb aber aus. Für jeweils eine Spielzeit nahm die EG Hamburg, sowie der HTHC Hamburg an der Oberliga teil. Zu Bundesliga-Zeiten spielten einige Hamburger Mannschaften in der zweithöchsten Ligenstufe. Lange dauerte es bis erneut ein Club aus Hamburg für Furore sorgte. 1998 waren die Hamburg Crocodiles Gründungsmitglied der 2. Eishockey-Bundesliga und hatten im Jahr 2000 die Chance zum Aufstieg in die Deutsche Eishockey-Liga, als der SB Rosenheim seine Lizenz verkaufen musste. Doch die Iserlohn Roosters waren in diesem Unterfangen erfolgreicher. Heute spielt ein Nachfolgeverein der Crocodiles in der Oberliga Nord. Erstklassiges Eishockey gibt es in Hamburg seit 2002 wieder. Auf Beschluss der Anschutz-Group zogen die München Barons in die Color Line Arena um und wurden zu den Hamburg Freezers umbenannt.

Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Bremen

Bestimmende Stadt in Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Bremen war sicherlich Hannover mit den Hannover Scorpions in der DEL, die ursprünglich aus Wedemark bei Hannover stammen, und dem Zweitligist Hannover Indians. Die DEL-Lizenz der Hannover Scorpions wurde an Schwenningen abgegeben [9]. Die Nachfolgemannschaften beider Teams nehmen (Stand 2016/17) an der Oberliga Nord teil. Die an der Deutschen Nachwuchsliga teilnehmenden Nachwuchsmannschaften der Indians führen die Jugendarbeit des 1948 als Eissportgesellschaft Hannover gegründeten Vereins fort. Neben Hannover dominiert in östlichen Niedersachsen inzwischen Wolfsburg mit den aus der 1975 gegründeten Eishockeysparte des TV Jahn hervorgegangenen und 1992 aus einem Fanclub neu gegründeten Grizzly Adams Wolfsburg, den 2007 der Wiederaufstieg in die DEL gelang. Auch an der Nord- und Ostsee finden sich Vereine die auf lokale Tradition zurückblicken können wie der EHC Timmendorfer Strand 06 oder im Staat Bremen der REV Bremerhaven. In dieser Reihe lässt sich noch das Eishockey in Braunlage nennen, wo inzwischen auch die Vereine aus Altenau und Osterode am Harz ihre Spielstätte haben. Als weitere Vereine sind noch zu nennen: Adendorfer EC, Harsefeld Tigers im TuS Harsefeld sowie die Weserstars Bremen und Bremer Pirates im Bremer EC, dem Nachfolgeverein des HTSV Bremen. In früheren Zeiten gab es auch Mannschaften in den höheren Spielklassen beim EC Wilhelmshaven, in Braunschweig und im nördlichsten Eisstadion in Deutschland in Flensburg.

Bayern

Siehe auch: Eishockey in München

Der erfolgreichste bayerische Club ist der EV Füssen, der allein 16-mal Deutscher Meister wurde, gefolgt vom SC Riessersee mit 10 Titeln. Obwohl immer seltener Clubs bayerischer Kleinstädte den Meistertitel gewannen und immer mehr solcher Vereine der Abstieg drohte, gibt es in Bayern bis heute die deutschlandweit größte Anzahl von Amateur- und Nachwuchsmannschaften. In der DEL sind heute nur noch fünf Teams (Nürnberg Ice Tigers, ERC Ingolstadt, Augsburger Panther, Straubing Tigers, EHC Red Bull München) von 14 aus Deutschlands südlichstem Bundesland vertreten. Der letzte bayerische Meister ist der ERC Ingolstadt 2014. In der DEL2 spielen mit dem ESV Kaufbeuren, dem EV Landshut, dem SC Riessersee und den Starbulls Rosenheim vier Teams (von 14) aus Bayern, in der Oberliga Süd sind es 11 (von 12).

Nordrhein-Westfalen

Auch im bevölkerungsreichsten Bundesland gibt es einige Eishockey-Zentren. Diese sind das Rheinland, u.a. mit den Traditionsvereinen Krefeld, Düsseldorf und Köln, und die Region Iserlohn. Vereinzelt gibt es auch im Ruhrgebiet Vereine, die aber weniger erfolgreich sind und waren. So sind hier zum Beispiel die ehemaligen DEL-Clubs Essen und Oberhausen zu nennen.

Ältester Eishockeyclub des Landes ist die Düsseldorfer EG (DEG), die Ende 1935 gegründet wurde. In den ersten Nachkriegsjahren waren allerdings die beiden Krefelder Clubs erfolgreich. Preussen Krefeld konnte in der Saison 1950/51 die erste Meisterschaft für ein NRW-Team feiern. Ein Jahr danach gewann der 1936 gegründete Lokalrivale Krefelder EV den Titel. Erst 1967 konnte dann die DEG die bayerische Dominanz durchbrechen. Damit wurde ein langwieriger Führungswechsel im deutschen Eishockey eingeleitet. Denn den Clubs aus Großstädten kam immer mehr Bedeutung zu, so dass Meistermannschaften aus Nordrhein-Westfalen häufiger wurden. 1977 ergänzte der Kölner EC (KEC) die Liste der NRW-Meister-Clubs. Der KEC und die DEG sollten in den kommenden Jahren der späten 1980er und frühen 1990er Jahre das deutsche Top-Eishockey beherrschen. In dieser Zeit machten beide Clubs die Meisterschaft meist unter sich aus. Die letzte Meisterschaft für ein NRW-Team liegt nun bereits einige Jahre zurück. 2003 wurde mit den Krefeld Pinguine, der Nachfolgeverein des 1978 in Konkurs gegangenen Krefelder EV von 1936, überraschend zum dritten Mal eine Krefelder Mannschaft deutscher Meister.

Aktuell ist Nordrhein-Westfalen in der DEL mit vier Mannschaften (Kölner Haie, Düsseldorfer EG, Krefeld Pinguine, und Iserlohn Roosters) vertreten. Während in der zweitklassigen DEL2 keine NRW-Mannschaften spielen, kämpfen in der drittklassigen Oberliga West mit Dortmund, Duisburg, Essen, Hamm, Herne, Neuss und Ratingen sechs Mannschaften aus NRW.

Hessen

Auch Hessen hat eine lange Eishockey-Tradition. So spielten bereit in den 1930er Jahren mehrere Frankfurter Vereine Eishockey. Nach dem Krieg gründete sich nach dem Bau eines Eisstadions 1946 in Bad Nauheim der VfL Bad Nauheim, der sogleich 1948 hinter Riessersee deutscher Vizemeister wurde. Auch in Frankfurt (Eintracht Frankfurt ab 1959) und Kassel (ESG Kassel ab 1977) entwickelten sich erfolgreiche Eishockey-Mannschaften. Zu ihren größten Erfolgen zählen die deutsche Meisterschaft von 2004 der Frankfurt Lions, sowie die deutsche Vizemeisterschaft von 1997 des EC Kassel Huskies.

Alle drei Vereine betreiben erfolgreich Nachwuchsarbeit und stellten Spieler für die deutsche Nationalmannschaft. Der VfL Bad Nauheim mit dem gebürtigen Nauheimer Rainer „Flipper“ Philipp sogar einen legendären Gewinner der Bronzemedaille bei den Olympischen Spielen in Innsbruck 1976. Heute ist allerdings keine der hessischen Eishockeyhochburgen mehr in der höchsten deutschen Spielklasse vertreten. Nach Insolvenzen der Gründervereine spielen heute als deren Nachfolgevereine der EC Bad Nauheim, die Löwen Frankfurt und der EC Kassel Huskies in der zweitklassigen DEL2.

Neben den Mannschaften aus Bad Nauheim, Frankfurt und Kassel spielen noch Vereine aus Bad Nauheim (Rote Teufel 1b, Ice Devils), Frankfurt (Löwen 1b, Eisteufel, Eintracht). Kassel (Huskies 1b), Lauterbach (Luchse, Luchse 1b), Darmstadt (Dukes), Diez/Limburg (Rockets), Pohlheim (Galloways) und Wallernhausen (Pirates) mit ihren Mannschaften in unterklassigen Eishockey-Ligen (Regionalliga West, Hessenliga).

Südwestdeutschland

Aus Baden-Württemberg kommt mit den Adler Mannheim ein mehrfacher Deutscher Meister. Nach einem Meistertitel schon 1980 als Mannheimer ERC, folgten in den späten 1990er und frühen 2000er Jahren vier weitere Titel. Gleichzeitig haben die Adler eine der besten Jugendabteilungen des Landes. Die Jungadler sind schon mehrfach Meister in der Deutschen Nachwuchsliga. In der DNL-Saison 2006/07 riss die Serie im Finale gegen die Kölner Junghaie.

1904 als Schwimm- und Eisclub gegründet feierte der EC Schwenningen schon 1931 erste Erfolge. 1981 stiegen sie in die Eishockey-Bundesliga auf und spielten seit 1994 unter dem Namen SERC Wild Wings in der DEL, ehe ihnen 2003 die Lizenz entzogen wurde. Bis zur Rückkehr in die DEL zur Saison 2013/14 spielte die inzwischen aus dem Verein ausgelagerte Mannschaft der Schwenninger Wild Wings in der 2. Bundesliga.

Die Wölfe Freiburg waren nur für eine Spielzeit (2003/04) in der DEL. Der Verein wurde 1984 als Nachfolger des ERC Freiburg gegründet und nahm wie dieser schon an der höchsten Spielklasse - der Eishockey-Bundesliga - teil. Nach dem Abstieg aus der DEL folgten noch einige Jahre in der Zweit- und Drittklassigkeit, ehe die Wölfe GmbH 2011 Insolvenz anmeldete. Der Stammverein EHC Freiburg übernahm daraufhin wieder die erste Mannschaft und spielt derzeit in der Oberliga Süd.

Erfolgreicher in der 2. Bundesliga ist der SC Bietigheim-Bissingen, dessen als Bietigheim Steelers ausgelagerte Mannschaft auch in diesem Jahr wieder an den Play-offs teilnahm. In der höchsten Spielklasse spielte der 1989 gegründete SC allerdings noch nie.

Neben dem SC Bietigheim und den Schwenninger Wild Wings ist seit der Saison 2007/08 mit den EVR Tower Stars und den Heilbronner Falken ein drittes und viertes Team aus Baden-Württemberg in der DEL2 vertreten.

Die 2005/06 in der Oberliga spielenden Stuttgart Wizards konnten die massiven Finanzprobleme nicht lösen, wofür anstelle der insolventen GmbH der Stammverein Stuttgarter EC den Spielbetrieb in der Regionalliga Süd-West fortsetzt.

Eishockeyvereine in Rheinland-Pfalz und dem Saarland sind eher selten und waren in den höchsten Spielklassen - ausgenommen EHC Neuwied - nicht vertreten, was eine Mitursache in den wenigen Eisstadien hat. Weitere bekanntere Standorte sind Trier und Zweibrücken.

Ostdeutschland

Siehe auch: Eishockey in der DDR, Eishockey in Weißwasser

Der Eishockeysport in Ostdeutschland außerhalb Berlins konzentrierte sich lange Zeit auf Sachsen. Speziell Weißwasser und Crimmitschau sind traditionelle Spielorte. Bis zum Zweiten Weltkrieg wurde auch in Ostpreußen Eishockey gespielt, besonders hervorzuheben ist Rastenburg.

In Weißwasser wurde der erste Eishockeyclub 1932 gegründet. Eissport Weißwasser, der zwei Jahre nach seiner Gründung dem TSV Weißwasser beitrat, nahm 1937 zum ersten Mal als schlesischer Meister an der Endrunde um die deutsche Meisterschaft teil. Dies konnte 1941 und 1942 wiederholt werden. Zu Beginn der 1950er wurden die BSG Ostglas und die BSG Chemie gegründet, die nach ihrer Fusion als SG Dynamo Weißwasser 25-mal DDR-Meister wurden. Nach dem Anschluss an die Eishockey-Bundesliga blieben so große Erfolge aus. Heute spielt der Nachfolgeverein der SG Dynamo, die Lausitzer Füchse, in der 2. Bundesliga.

Der ETC Crimmitschau wurde als EHC schon 1920 gegründet und nahm auch mehrmals an der Endrunde der Deutschen Meisterschaft teil. Nachdem die DDR-Oberliga auf zwei Vereine gestrichen wurde, nahm der EHC jährlich an der Bestenermittlung teil. Nach der Wiedervereinigung stieg der ETC erst 2001 wieder in das professionelle Eishockey auf, 2005 erneut in die Oberliga ab und schaffte überraschend den Wiederaufstieg in die 2.Liga. Die Nachwuchsmannschaften spielen größtenteils erfolgreich in der jeweiligen Bundesliga.

Noch erfolgreicher war die SG Frankenhausen aus dem gleichnamigen Crimmitschauer Ortsteil, die 1949 „Meister der sowjetisch besetzten Zone“ wurde. Durch Zwangsumzüge nach Zwickau und Karl-Marx-Stadt gab es seit 1960 kein erstklassiges Eishockey mehr in Frankenhausen. Die SG wurde 1994 als Hobbymannschaft neu gegründet.

In der sächsischen Landeshauptstadt Dresden gibt es erst seit 1990 mit den Dresdner Eislöwen wieder einen Eishockeyverein, der nach einer erfolglosen Saison 2006/07 in der 2.Liga, die mit dem Abstieg endete, wieder in der Oberliga um den Wiederaufstieg in die 2. Liga spielte. Im April 2008 erreichte das Team aus Dresden die Meisterschaft der Oberliga und den Wiederaufstieg in die zweite Spielklasse.

Neben den großstädtischen Vereinen Saale Bulls Halle, Icefighters Leipzig, Wild Boys Chemnitz und Black Dragons Erfurt spielen auch kleinere sächsische Vereine, wie die Jonsdorfer Falken, Tornado Niesky und die Schönheider Wölfe in der Oberliga Ost. Außerhalb des sächsisch-thüringischen bzw. Berliner Raumes bestehen weiters nur die Piranhas Rostock in der Eishockeylandschaft der ehemaligen DDR.

Bedeutende deutsche Eishockeyspieler

Siehe auch: Kategorie:Eishockeyspieler (Deutschland), Liste der deutschen Spieler in der NHL

Ehemalige

Aktive

Männer

Frauen

Schiedsrichterwesen

Im Gegensatz zu den meisten Ligen in Nordamerika, wo Eishockey einen deutlich höheren Stellenwert besitzt als in Deutschland, ist der Großteil der deutschen Schiedsrichter Amateure, da eine einheitliche Einführung von Profi-Schiedsrichtern in Europa immer wieder an den höheren Kosten und den im Vergleich zur NHL geringeren Zahl an Spieltagen scheitert. Einzige Ausnahme in Deutschland bildet hier die DEL, die bereits seit ihrer Gründung 1994 mit Petr Chvatal einen Profi-Schiedsrichter beschäftigte. Aktuell beschäftigt die Liga mit Georg Jablukov[10], Daniel Piechaczek[11] und Lars Brüggemann, drei Profischiedsrichter. Frank Awizus erhielt zwar von der DEL einen Profi-Vertrag, leitete jedoch wegen einer schweren Beinverletzung nie ein DEL-Spiel als Profi, und hat mittlerweile seine Karriere beendet.

Wie international üblich stehen in den höherklassigen deutschen Ligen pro Spiel drei Spiel-Offizielle (ein Hauptschiedsrichter, zwei Linienrichter) auf dem Eis. In unterklassigen Ligen (wie z.B. im Bereich des Bayerischen Eissportverbandes) wird teilweise nur mit zwei Offiziellen gespielt. In diesem Fall haben beide Schiedsrichter die Rechte des Haupt- wie des Linienschiedsrichters.

Organisiert werden die deutschen Schiedsrichter vom DEB-Schiedsrichter-Ausschuss, in dem die einzelnen Ligen und Verbände, so auch die DEL, durch einzelne Beauftragte vertreten sind.

Medienpräsenz

Fernsehrechte

Die Übertragungsrechte von Livespielen im deutschen Fernsehen liegen je nach Wettbewerb bei unterschiedlichen Sendeanstalten und Mediengruppen.

Die Fernsehrechte der DEL liegen seit der Saison 2012/13 beim Sportrechtevermarkter "the sportsman".[12] In diesem Rahmen überträgt der Free-TV-Sender ServusTV in der Vorrunde wöchentlich ein Spiel, in den Play-Offs mindestens ein Spiel pro Spieltag. Darüber hinaus wird ein Spiel pro Woche beim WebTV-Sender laola1.tv, einer Tochtergesellschaft der "the sportsman media group", als Livestream übertragen.

Seit der Gründung der DEL hatte Sky (beziehungsweise der Vorgängersender Premiere) Spiele der Deutschen Eishockey-Liga live im PayTV übertragen. Das Erste, ZDF, die dritten Programme, ProSiebenSat.1 Media, n-tv und einige Regionalsender haben Nachverwertungsrechte.

Von 2007 bis 2010 sendete DSF ein wöchentliches Magazin, in dem über die Freitagspartien (2-3 Spiele in Ausschnitten) der 2.Bundesliga berichtet wurde.

Internationale Partien hingegen wurden in der Vergangenheit im öffentlich-rechtlichen beziehungsweise privaten Fernsehen übertragen. So teilten sich ARD und ZDF die Übertragung der Eishockey-Weltmeisterschaft 2007 mit dem Privatsender Sport1, die Quoten blieben allerdings trotz der guten Leistungen des deutschen Teams eher schwach, sodass eine Fortführung des Eishockey-Angebots im Programm von ARD und ZDF fraglich war [13]. Im Februar 2008 erklärten schließlich die öffentlich-rechtlichen Sender ihren Rückzug aus der Berichterstattung der IIHF Eishockey-Weltmeisterschaften, sodass die Weltmeisterschaft 2008 wieder ausschließlich von Sport1 übertragen wurde, das sich die Rechte bis 2011 gesichert hat[14].

Die Olympischen Winterspiele 2010 und damit auch das Eishockeyturnier, werden wie zuletzt 2006 bei den öffentlich-rechtlichen Sendern zu sehen sein, die die Übertragungsrechte für umgerechnet 614 Millionen Euro erhalten haben[15].

Radio

Verschiedene lokale deutsche Radiosender übertragen die kompletten beziehungsweise Ausschnitte von Spielen der im Sendegebiet beheimateten Teams im Radio oder im Internet-Livestream, so z.B. der baden-württembergische Privatsender Radio Regenbogen die Spiele der Adler Mannheim, sowie der für Krefeld und den Kreis Viersen zuständige Sender Welle Niederrhein die Spiele der Krefeld Pinguine oder das in Düsseldorf ansässige 1935 Radio - DAS DEG FANRADIO (zuvor Wunschklang.com) die Spiele der Düsseldorfer EG. In der zweiten Liga werden die Spiele der Lausitzer Füchse ganz oder zum Teil von Radio WSW live übertragen. In der Oberliga Süd überträgt der Hofer Sender Radio Euroherz die Partien der Selber Wölfe.

Literatur

  • Frank Bröker: Eishockey in Deutschland. Nichts für schwache Nerven. Reiffer, Meine 2013, ISBN 978-3-934896-93-2.
  • Horst Eckert: Eishockey-Lexikon. Copress, München 1993, ISBN 3-7679-0407-1 (Online ).
  • Stephan Müller: Deutsche Eishockey Meisterschaften. Libris Books on Demand, Müller, Berlin 2000, ISBN 3-8311-0997-4.
  • Daniel Stolpe, Horst Eckert: Das offizielle Buch des Deutschen Eishockeys. Vorwort von Erich Kühnhackl, Pietsch, Stuttgart 2009, ISBN 978-3-613-50605-3.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Linde AG: "75 Jahre Linde", 1954, S. 52
  2. Alle A-Länderspielergebnisse seit 1910. deb-online.de, archiviert vom Original am 26. April 2010, abgerufen am 19. Juli 2013.
  3. Allgemeine Sportzeitung als Teil der ÖNB-ANNO Historischen Zeitschriftungen und Zeitschriften: Ausgabe 27. Februar 1910
  4. Gummi-Zeitung und Kautschuk, Nr. 36/1922, S. 229
  5. hockeyweb.de Frauen-Bundesliga in der kommenden Saison eingleisig
  6. IIHF-News: SC Bern is still the attendance king of European hockey clubs. IIHF, 2007, archiviert vom Original am 21. November 2007, abgerufen am 19. Juli 2013.
  7. Zuschauer-Rekord in der DEL. In: abendblatt.de. Hamburger Abendblatt, 6. März 2007, abgerufen am 19. Juli 2013 (Zugang nur mit kostenpflichtigem Online-Abo).
  8. eishockeynews.com, Deutschland erhält Zuschlag für WM 2010
  9. http://www.ndr.de/sport/mehr_sport/scorpions643.html
  10. DEL: Georg Jablukov neuer Profischiedsrichter. In: hockeyweb.de. 25. August 2010, abgerufen am 10. Dezember 2015.
  11. hockeyweb.de, DEL verlängert mit Schiedsrichter Daniel Piechaczek
  12. Pressemitteilung von the sportsman
  13. faz.de, Schwache Quoten trotz guter Leistungen
  14. Eishockey-Magazin, Live-Übertragung der Eishockey-Weltmeisterschaften gesichert
  15. (dpa/HA): Rekord-Preis für Olympia-Fernsehrechte. In: abendblatt.de. Hamburger Abendblatt, 7. Juli 2004, abgerufen am 19. Juli 2013.

Kategorien: Eishockey in Deutschland

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