Eisenach (Eifel) - LinkFang.de





Eisenach (Eifel)


Wappen Deutschlandkarte
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Eifelkreis Bitburg-PrümVorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Landkreis existiert nicht
Verbandsgemeinde: Südeifel
Höhe: 350 m ü. NHN
Fläche: 6,31 km²
Einwohner: 357 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 57 Einwohner je km²
Postleitzahl: 54298
Vorwahl: 06506
Kfz-Kennzeichen: BIT, PRÜ
Gemeindeschlüssel: 07 2 32 218
Adresse der Verbandsverwaltung: Pestalozzistraße 7
54673 Neuerburg
Webpräsenz: www.suedeifelinfo.de
Ortsbürgermeister: Martin Rau
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Eisenach ist eine Ortsgemeinde im Eifelkreis Bitburg-Prüm in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Südeifel an.

Geographie

Zu Eisenach gehören auch die Wohnplätze Auf Mühlenbach und Waldburghof.[2]

Lage

Eisenach liegt 21 km von Trier und 16 km von Bitburg entfernt im Bitburger Gutland, einer von mesozoischen Gesteinen geprägten Schichtstufenlandschaft. Die Ortslage befindet sich in der Talmulde eines rechtsseitigen Nebenbaches des Affelsbaches im Bereich des Oberen Muschelkalks.

Geologie

Östlich des Ortes wird der Muschelkalk von den Schichten des Unteren Keupers überlagert. Das gesamte Profil der für Eisenach typischen Geologie ist im Steinbruch südwestlich des Ortes aufgeschlossen. Es reicht vom weißen Lingula-Dolomit des Mittleren Muschelkalkes über die Trochitenkalke und den Ton-Mergel-Dolomit des Oberen Muschelkalkes bis zu den bräunlichen Sandsteinen des Unteren Keupers.

Vegetation

Die potentielle natürliche Vegetation, die sich ohne das Zutun des Menschen einstellen würde ist ein Waldmeister-Buchenwald. Der größte Teil der Gemarkung wird jedoch ackerbaulich genutzt. Auf den Lehmböden über Muschelkalk ist Weizenanbau verbreitet. Weideland und Laubwald befindet sich auf den tonigen Böden über dem Unteren Keuper. Im Meßbüsch, einem Wäldchen östlich des Ortes, dominiert die Rotbuche.

Hoftyp

Die Ortslage wird geprägt von gebietstypischen Winkelhöfen und Quereinhäusern vom Trierer Typ, dem sogenannten Trierer Einhaus.

Geschichte

Als Zeugen einer frühgeschichtlichen Besiedlung des Raumes um Eisenach können sowohl Hügelgräber im Meßbüsch östlich des Ortes angesehen werden, als auch eine Viereckschanze, die auf die späte Latènezeit datiert wird.

„Porcionem nostram de villa Hisnanca, Hisnanca in pago Bedinse“ (Unseren Teil der Villa Hisnanca, Hisnanca im Gau Bitburg) (Wampach[3] I 2 Nr. 47). Mit diesen Worten schenkten Godoin und sein Sohn Helmerich ihre Güter zu Eisenach an die Abtei Echternach, wie es die älteste Originalurkunde aus Echternach aus dem Jahr 762 bezeugt.

In einer weiteren Schenkungsurkunde aus dem Jahr 835 wird Eisenach dann als Hissenacha bezeichnet.

Außer der Abtei Echternach besaß auch das Domkapitel zu Trier in der Gemarkung landwirtschaftlich genutzte Flächen, die nach der Säkularisation Anfang des 19. Jahrhunderts zugunsten Frankreichs verkauft wurden. Der landwirtschaftlich geprägte Charakter des Ortes ist bis heute erhalten geblieben, die Bevölkerungszahl hat sich in den vergangenen zwei Jahrhunderten nur wenig geändert.

Bis zum 7. November 1970 gehörte Eisenach zum Landkreis Trier-Saarburg und wurde in den mit gleichem Datum neu gebildeten Landkreis Bitburg-Prüm eingegliedert.[4]

Statistik zur Einwohnerentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Eisenach, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[5]

Jahr Einwohner
1815 260
1835 398
1871 416
1905 433
1939 414
Jahr Einwohner
1950 404
1961 382
1970 388
1987 348
2005 370

Politik

Gemeinderat

Der Gemeinderat in Eisenach besteht aus acht Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.[6]

Wappen

Blasonierung: „In Silber, gespalten durch eine eingeschweifte rote Spitze, belegt mit einem sechsstrahligen goldenen Stern über goldenem Balken im Schildfuß, rechts eine rote Fibel in Form eines Kantenwürfels, links ein geschliffenes rotes Kreuz.“[7]

Wirtschaft

Landwirtschaftliche Betriebe sind prägend für Eisenach. Südwestlich des Ortes ist ein Steinbruchbetrieb ansässig, der Dolomitschotter produziert. In der Windlücke südöstlich der Ortslage befindet sich ein Windrotorenpark.

Verkehr

Durch Eisenach führt die Landesstraße 40 vom Abzweig der B 51 bei Helenenberg nach Irrel.

Siehe auch

Weblinks

 Commons: Eisenach (Eifel)  – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Anzahl der Einwohner in den Kommunen am 31. Dezember 2014 (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile , Seite 64 (PDF; 2,3 MB)
  3. Camille Wampach, Urkunden und Quellenbuch zur Geschichte der altluxemburgischen Territorien bis zur Burgundischen Zeit, 10 Bde., Luxemburg 1935–1955
  4. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Gemeindeverzeichnis 2006 , S. 160 (PDF; 2,1 MB)
  5. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  6. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  7. Erläuterung der Blasonierung

Kategorien: Eisenach (Eifel) | Ort im Eifelkreis Bitburg-Prüm | Gemeinde in Rheinland-Pfalz

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Eisenach (Eifel) (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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