Eibenberg (Burkhardtsdorf) - LinkFang.de





Eibenberg (Burkhardtsdorf)


Eibenberg
Höhe: 491 (370–590) m
Fläche: 3,2 km²
Einwohner: 872 (31. Dez. 2011)[1]
Bevölkerungsdichte: 273 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1935
Eingemeindet nach: Kemtau
Postleitzahl: 09235
Vorwahl: 037209

Lage von Eibenberg in

Eibenberg ist ein Gemeindeteil der sächsischen Gemeinde Burkhardtsdorf im Erzgebirgskreis.

Geografie

Eibenberg liegt etwa 9 Kilometer südlich von Chemnitz. Zum Ort gehört zudem der südlich gelegene Siedlungsteil Neueibenberg.

Nachbarorte von Eibenberg sind Erfenschlag im Norden, Einsiedel im Nordosten, Dittersdorf im Osten, Kemtau im Süden, Burkhardtsdorf im Südwesten, Klaffenbach im Westen sowie Berbisdorf im Nordwesten.

Geschichte

Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes datiert von 1539/40 als Meidenbergk.[2] August Schumann nennt 1815 im Staats-, Post- und Zeitungslexikon von Sachsen Eibenberg betreffend u. a.:

„Es hat, mit Einschluß der Mühle von 4 Gängen an der Zwönitz, 260 Einwohner über 10 Jahre, mit 92 Kühen und 10 Schaafen, und gehört dem Stadtrathe zu Ehrenfriedersdorf.“[3]

Albert Schiffner ergänzt 1828 u. a.:

„[…] kam 1381 nebst Berbisdorf durch Kauf vom Hanns v. Waldenburg und seinen Söhnen Hanns und George an die Kirche zu Ehrenfriedersdorf, […]; daher kommt es, daß die Kirche noch immer den Besitz jener Dörfer prätendirt. Eubenberg liegt in sehr bergiger und waldiger Gegend, […]. Der Ort enthält ein Erblehngericht, 10 Bauergüter und gegen 35 Häusler, welche viel Strumpfwaare liefern. Man rechnet jetzt nahe an 400 Seelen hier. Die Obergerichten stehen dem Amte Wolkenstein zu, und gepfarrt ist das Dorf nach Harthau.“[4]

Das Schulwesen lässt sich im Ort bis ins Jahr 1831 zurückverfolgen. Nach 1874 stieg die Schülerzahl auf 215, sodass das bestehende Schulgebäude nicht mehr ausreichend Platz bot. 1873 wurde ein Schulneubau geweiht.[5]

1840 entstand der Siedlungsteil Neueibenberg, der „Anbau“ zu Eibenberg.[6]

Vor 1852 stand Eibenberg unter dem Stadtgericht Ehrenfriedersdorf, danach wurde es unter Chemnitzer Gerichtsbarkeit gestellt. Bis zur Wende ins 20. Jahrhundert bildeten Ackerbau und Strumpffabrikation die Haupterwerbszweige der Bevölkerung. Seit Beginn der 1880er Jahre vollzog sich der Übergang von der Hausindustrie zu Fabrikindustrie.[7]

Bis zur Errichtung einer eigenen Kirche fanden Gottesdienste u. a. im Schulgebäude statt. Am 28. April 1901 erfolgte die Grundsteinlegung für einen Kirchbau nach Plänen des Architekten Paul Lange, am 4. Juli des Jahres wurde Richtfest gefeiert. Die Weihe des Neubaus erfolgte am 14. Oktober 1901.[8]

Mit Eröffnung der Station „Eibenberg-Kemtau“ am 1. Mai 1905 erhielt Eibenberg Eisenbahnschluss an der Strecke Chemnitz–Adorf. Am 8. Oktober 1939 erfolgte die Umbenennung der Station in „Kemtau“.[9]

1935 wurde Eibenberg nach Kemtau eingemeindet.[2] Zum 1. Januar 1999 wurde aus den bis dahin eigenständigen Gemeinden Burkhardtsdorf, Kemtau und Meinersdorf die Gemeinde Burkhardtsdorf neugebildet.[10]

Entwicklung der Einwohnerzahl

Jahr Einwohnerzahl[2]
1551/54 12 besessene Mann, 24 Inwohner1
1764 11 besessene Mann, 26 Häusler, 8 ¼ Hufen
1834 495
1871 882
Jahr Einwohnerzahl
1890 1072
1910 1112
1925 1099

1 mit Berbisdorf

Literatur

  • Eubenberg, Eibenberg . In: August Schumann: Vollständiges Staats-, Post- und Zeitungslexikon von Sachsen. 15. Band, Zwickau 1828, S. 719 f.
  • Die Filialgemeinde Eibenberg. In: Neue Sächsische Kirchengalerie, Ephorien Chemnitz I u. II. Strauch Verlag, Leipzig 1904, S. 501–510.

Weblinks

  • Eibenberg im Digitalen Historischen Ortsverzeichnis von Sachsen

Einzelnachweise

  1. Daten und Fakten zu Eibenberg auf burkhardtsdorf.de , abgerufen am 8. März 2012.
  2. 2,0 2,1 2,2 Vgl. Eibenberg im Digitalen Historischen Ortsverzeichnis von Sachsen
  3. Vgl. Eubenberg, Eibenberg . In: August Schumann: Vollständiges Staats-, Post- und Zeitungslexikon von Sachsen. 2. Band, Zwickau 1815, S. 577.
  4. Vgl. Eubenberg, Eibenberg . In: August Schumann: Vollständiges Staats-, Post- und Zeitungslexikon von Sachsen. 15. Band, Zwickau 1828, S. 719 f.
  5. Vgl. Die Filialgemeinde Eibenberg. In: Neue Sächsische Kirchengalerie, Ephorien Chemnitz I u. II. Strauch Verlag, Leipzig 1904, S. 501–503.
  6. Historisches zu Kemtau und Eibenberg auf burkhardtsdorf.de , abgerufen am 8. März 2012.
  7. Vgl. Die Filialgemeinde Eibenberg. … S. 501–503.
  8. Vgl. Die Filialgemeinde Eibenberg. … S. 503–508.
  9. Eisenbahnstationen in Sachsen , abgerufen am 8. März 2012.
  10. Gebietsänderungen ab 1. Januar 1999 bis 31. Dezember 1999 auf der Internetpräsenz des Statistisches Landesamt des Freistaats Sachsen. S. 5. (PDF; 39 kB), abgerufen am 8. März 2012.

Kategorien: Ehemalige Gemeinde (Erzgebirgskreis) | Burkhardtsdorf | Ort im Erzgebirgskreis

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Eibenberg (Burkhardtsdorf) (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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