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Eggiwil


Eggiwil
Staat: Schweiz
Kanton: Bern BE
Verwaltungskreis: Emmental
BFS-Nr.: 0901
Postleitzahl: 3537
Koordinaten:
Höhe: 736 m ü. M.
Fläche: 60,3 km²
Einwohner: 2421 (31. Dezember 2014)[1]
Einwohnerdichte: 40 Einw. pro km²
Website: www.eggiwil.ch

Altes Schulhaus in Eggiwil

Karte

Eggiwil ([ˌɛkiˈʋiːl]) ist eine politische Gemeinde im Verwaltungskreis Emmental des Kantons Bern in der Schweiz.

Geographie

Eggiwil liegt im oberen Emmental. Nachbargemeinden sind Signau, Langnau, Röthenbach, Schangnau, Marbach, Trub und Trubschachen. Durch die Gemeinde hindurch fliessen die Emme sowie der Röthenbach, der hier in sie mündet. Der höchstgelegene Punkt ist der Wachthubel auf 1414 m ü. M., die tiefste Stelle liegt in der Aeschau auf 690 m ü. M.

Geschichte

Nach dem Bau der Kirche (1631) wurde Eggiwil 1648 eine selbständige Gemeinde. Im Dezember 1632 begleitete der Landvogt von Signau den Berner-Münster-Pfarrer Dekan Schmid ins Eggiwil, wo dieser hohe Herr zur Einweihung der neu erbauten Kirche die Festpredigt zu halten hatte. Die Kirche war im Auftrag der Gnädigen Herren als Geschenk an die Eggiwiler gebaut worden, um der Ausbreitung der „täuferischen Irrlehre“ entgegenzutreten. Die Pläne für den Kirchenbau hatte der Berner Münster-Baumeister Daniel Heinz entworfen. Der Grundstein der Kirche wurde am 16. Mai 1630 gelegt. Die Kosten wurden von den Gnädigen Herren übernommen und vermutlich mit Geldern bezahlt, die aus dem Verkauf von Höfen und Gütern stammten, deren täuferisch gesinnte Besitzer zuvor enteignet wurden. Mit der Überwachung des Baus wurde der Landvogt von Signau betraut, der auch die Handwerker und sonstigen Hilfskräfte zu entschädigen hatte, wobei sich die Bauherren nicht knauserig zeigten. So sorgte der Landvogt auch für Speise und Trank. Fässer voll „Wyn“ wurden von Bern ins Eggiwyl geführt.[2]

Politik

Die Stimmenanteile der Parteien anlässlich der Nationalratswahl 2015 betrugen: SVP 68.2 %, BDP 12.2 %, EDU 4.0 %, SP 3.4 %, EVP 3.2 %, GPS 2.6 %, FDP 2.6 %, glp 1.7 %, CVP 0.4 %.[3]

Sehenswürdigkeiten

Besonderes

Eggiwil ist das typische Beispiel einer Streusiedlung im voralpinen Hügelgebiet. Die Hügel und "Chrächen" teilen die Gemeinde in verschiedene Weiler. Damit die Schulwege nicht unendlich lang werden, gibt es für die knapp 2500 Einwohner sechs Schulhäuser. Vier davon sind Gesamtschulen.

Städtepartnerschaften

Persönlichkeiten

  • Friedrich Eymann (1887–1954), reformierter Theologe, Pädagoge und Anthroposoph, von 1913 bis 1928 als Pfarrer in Eggiwil
  • Bruno Brechbühl (* 1974), Eishockey-Spieler SCL Tigers, HC Genf-Servette, HC Lausanne, EHC Visp, Huttwil Falcons
  • Simonetta Sommaruga (* 14. Mai 1960 in Zug, vollständiger Name Simonetta Myriam Sommaruga, heimatberechtigt in Lugano und Eggiwil), Schweizer Politikerin (SP), seit November 2010 Bundesrätin und Vorsteherin des Eidgenössischen Justiz- und Polizeidepartements (EJPD), 2015 Bundespräsidentin.

Weblinks

 Commons: Eggiwil  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Statistik Schweiz – STAT-TAB: Ständige und Nichtständige Wohnbevölkerung nach Region, Geschlecht, Nationalität und Alter (Ständige Wohnbevölkerung)
  2. Geschichte der Kirche Eggiwil
  3. Resultate der Gemeinde Eggiwil. Staatskanzlei des Kantons Bern, 18. Oktober 2015, abgerufen am 23. April 2016 (html, deutsch).

Kategorien: Schweizer Gemeinde | Ort im Kanton Bern

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Eggiwil (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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