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Illnau-Effretikon

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Illnau-Effretikon
Staat: Schweiz
Kanton: Zürich ZH
Bezirk: Pfäffikon
BFS-Nr.: 0296
Postleitzahl: 8307 Effretikon
8308 Illnau
Koordinaten:
Höhe: 517 m ü. M.
Fläche: 32,86 km²
Einwohner: 16'298 (31. Dezember 2015)[1]
Einwohnerdichte: 496 Einw. pro km²
Ausländeranteil:
(Einwohner ohne Bürgerrecht)
26,0 % (31. Dezember 2015)[2]
Stadtpräsident: Ueli Müller (SP)
Website: www.ilef.ch
Karte

Illnau-Effretikon (bis 1974 offiziell Illnau genannt) ist eine politische Gemeinde im Bezirk Pfäffikon des Kantons Zürich in der Schweiz.

Geographie

Geografisch besteht Illnau-Effretikon aus der Stadt Effretikon, den Dörfern Illnau, Ottikon, Bisikon und Kyburg, ferner aus den Weilern Agasul, Bietenholz, Billikon, First, Horben, Kemleten, Luckhausen, Mesikon und Oberkempttal.

First ist mit 688 m ü. M. der höchste Punkt der Gemeinde.

Seit der Eingemeindung von Kyburg am 1. Januar 2016 ist Illnau-Effretikon flächenmässig die drittgrösste Gemeinde im Kanton Zürich nach Zürich und Winterthur.[3]

Bevölkerung

Bevölkerungsentwicklung
Jahr 1634 1799 1900 1950 1960 1965 1970 1975 1980 1985 1990 1995 2000 2005 2009 2012
Einwohner 878 2'525 2'767 4'344 8'160 8'060 13'586 14'850 14'752 14'769 14'709 14'690 14'714 15'402 15'620 16'099
  • Bevölkerungsdichte: 604 Einwohner pro Quadratkilometer
  • Ausländeranteil: 23,8 %
  • Konfessionszugehörigkeit: 36,2 % evangelisch-reformiert, 25,0 % römisch-katholisch, 38,8 % keine oder andere konfessionelle Zugehörigkeit (Stand: 2012)[4]

Politik

Die Legislative ist der Gemeinderat mit 36 Sitzen.

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3
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11 

Seit 1974 hat die Stadt Illnau-Effretikon ein 36 Köpfe zählendes Parlament (Grosser Gemeinderat, die Legislative). Die 36 Sitze sind wie folgt auf die Parteien verteilt:

Parteien im Grossen Gemeinderat
Partei 1998 2002 2006 2010 2014
SVP 11 11 11 12 11
SP 10 9 7 6 7
FDP 5 6 5 3 5
Grüne 3 4 4 3 2
JLIE 2 1 3 3 3
CVP 2 2 3 2 2
EVP 2 2 3 2 2
glp 2 2
BDP 2 2
JUSO 1
EDU 1 1

Der Stadtrat, die städtische Exekutive, zählt neun Mitglieder. Der Stadtpräsident ist Ueli Müller (SP, Wahl am 10. Juli 2011).

Bei den Nationalratswahlen 2015 betrugen die Wähleranteile in Illnau-Effretikon: SVP 35.7 %, SP 19.3 %, FDP 13.2 %, glp 7.4 %, Grüne 6.6 %, BDP 4.6 %, EVP 3.9 %, CVP 3.6 %, EDU 2.7 %.[5]

Wirtschaft

Verkehr

Die Gemeinde wird von der am 27. Dezember 1855 eröffneten Bahnstrecke Zürich–Winterthur mit dem Bahnhof Effretikon sowie von der am 3. Mai 1876 eröffneten Bahnstrecke Effretikon–Hinwil mit den Bahnhöfen Effretikon und Illnau mit der Eisenbahn erschlossen.

Beide Linien sind 1902 verstaatlicht worden, und werden durch die Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) betrieben. Der Bahnhof Effretikon wird von der S-Bahn Zürich mit folgenden Linien bedient:

Der Bahnhof Illnau ist durch folgende Linien an die S-Bahn angebunden:

Die Gemeinde ist durch die Autobahn A1 mit dem Anschluss Effretikon erschlossen.

Geschichte

Die älteste erhaltene urkundliche Erwähnung datiert aus dem Jahr 745 für die Siedlungen Illenavvia (Illnau), Erpfratinchova (Effretikon) und Makisinchova (Mesikon).

Funde aus der Steinzeit, sowie Grabbeilagen aus der Bronze- und Eisenzeit bei Bisikon und Luckhausen deuten von einer frühen Besiedelung. Umfangreicher sind hier die Funde aus dem frühen Mittelalter; darunter ist auch die Grabhügelnekropole im Studenbrunnenholz unterhalb von Ottikon, welche 1928/29 wissenschaftlich untersucht und als Grabstätte der Grosseltern von Beata Landolt (einer adeligen Grundherrin) gedeutet wurden.[6] Schenkungsurkunden aus dem 8. Jahrhundert an das Kloster St. Gallen, deuten darauf hin, dass Illnau-Effretikon schon weitgehend durch die Alemannen erschlossen war.

Im ehemaligen Weiler Moosburg, im Süden von Effretikon, befindet sich die Ruine der von Graf Hartmann IV. von Kyburg 1254 erbauten Moosburg. Sie war von 1426 bis 1432 Sitz des ersten Zürcher Vogts der Landvogtei Kyburg und wurde während des Alten Zürichkrieges im Mai 1444 von den Innerschweizer Truppen zerstört.

Mit dem Bau des Bahnhofs im Jahr 1855 begann der Aufschwung Effretikons und führte 1974 zur Namensänderung in Stadt Illnau-Effretikon.

In der zweiten Hälfte des 20. Jh. wurde der Bahnhof Effretikon durch Architekt Max Vogt neu gebaut.

Eingemeindung von Kyburg

Am 24. November 2013 sprachen sich 74,88 Prozent der Stimmberechtigten von Kyburg für die Aufnahme von Fusionsverhandlungen mit Illnau-Effretikon aus. Der Regierungsrat des Kantons Zürich begrüsste die Pläne zur Gemeindefusion und stellte eine Subvention von 1.9 Millionen Franken in Aussicht (vor allem um einen Teil der Schulden von Kyburg zu tilgen).[7][8] In der Volksabstimmung vom 14. Juni 2015 wurde die Fusion sowohl in Kyburg (81 Prozent Ja-Stimmen) als auch in Illnau-Effretikon (89 Prozent Ja-Stimmen) klar angenommen.[9] Der Zusammenschluss wurde per 1. Januar 2016 offiziell vollzogen.[10][3]

Wappen

Blasonierung

In Silber ein blauer Schrägbalken, belegt mit drei schräglinks gestellten silbernen Rochen

Kunst, Kultur

Schulen, Hochschulen

  • Primar- und Sekundarschule verteilen sich auf die Schulhäuser Schlimperg, Watt und Eselriet in Effretikon sowie das Schulhaus Hagen in Illnau.
  • Berufswahlschule Effretikon
  • Elektro-Bildungs-Zentrum (EBZ)
  • Baumeister-Kurszentrum
  • Swissmechanic-Kurszentrum
  • Metall-Union Kanton Zürich
  • VSCI, Ausbildungszentrum für Carrosserieberufe

Sehenswürdigkeiten

Sport

Vereine

Mit über 100 Vereinen und Parteien ist Illnau-Effretikon eine stark vereinsaktive Gemeinde.[19] Zur Koordination der Vereinsaktivitäten dient die Präsidentenkonferenz welche zweimal jährlich durch den Verkehrs- und Verschönerungsverein Illnau-Effretikon organisiert wird.

Sportzentrum Eselriet

Mit Freibad, 60 Meter lange Rutschbahn, Beachvolleyballanlage, Spiel-, Fussballwiese, Pingpongtisch, grosszügige Liegewiese, zwei Eislauffelder, Minigolf-Anlage, Tennisplätze und einer Boccia-Anlage

Persönlichkeiten

Literatur

  • Hans Martin Gubler, Die Kunstdenkmäler des Kanton Zürich Band 3: Die Bezirke Pfäffikon und Uster. Hrsg. von der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte GSK. Bern 1978 (Kunstdenkmäler der Schweiz Band 66). ISBN 3-7643-0991-1. S. 76–107.
  • Hans Kläui. Illnau-Effretikon: Von den Anfängen bis zum Umsturz des Jahres 1798. Band 1. Illnau-Effretikon 1983.
  • Wilfried Meili: Vor Jahr und Tag in Illnau-Effretikon und Lindau. Wetzikon, 1989, ISBN 3-85981-149-5
  • Ueli Müller. Illnau-Effretikon: Vom Umsturz des Jahres 1798 bis zur Gegenwart (1992). Band 2. Illnau-Effretikon 1992.

Weblinks

 Commons: Illnau-Effretikon  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Daten zur Wohnbevölkerung nach Heimat, Geschlecht und Alter (Gemeindeporträt). Statistisches Amt des Kantons Zürich, abgerufen am 13. April 2016.
  2. Daten zur Wohnbevölkerung nach Heimat, Geschlecht und Alter (Gemeindeporträt). Statistisches Amt des Kantons Zürich, abgerufen am 13. April 2016.
  3. 3,0 3,1 Stefania Telesca. Kyburg ist Geschichte. Tages-Anzeiger, 31. Dezember 2015
  4. Statistisches Amt des Kantons Zürich - Datenbank (Gemeindeporträts) . abgerufen am 16. Januar 2014.
  5. http://www.statistik.zh.ch/internet/justiz_inneres/statistik/de/wahlen_abstimmungen/wahlen_2015/NRW_2015/resultate.html , Vergleich zur letzten Wahl, zuletzt abgerufen am 3. Dezember 2015
  6. Peter Schulthess. Beata Landolt – eine adelige Grundherrin des Frühmittelalters: Neue Erkenntnisse zu den Merowingern im Zürcher Oberland. Heimatspiegel, September 2014 (Beilage zum Zürcher Oberländer / Anzeiger von Uster).
  7. Kanton unterstützt Fusion von Illnau-Effretikon und Kyburg. Staatskanzlei des Kantons Zürich, 17. Juli 2014, abgerufen am 24. Januar 2015.
  8. 786. Gemeindewesen: Zusammenschluss der Stadt Illnau-Effretikon (Einheitsgemeinde) und der Politischen Gemeinde Kyburg (Einheitsgemeinde) (Subvention). Auszug aus dem Protokoll des Regierungsrates des Kantons Zürich – Sitzung vom 9. Juli 2014. Staatskanzlei des Kantons Zürich, 9. Juli 2014, abgerufen am 24. Januar 2015 (PDF; 40 kB).
  9. https://www.ilef.ch/stadtverwaltung/verwaltung/praesidiales/eingemeindung-kyburg/
  10. Herzlich willkommen, Kyburg! Stadtverwaltung Illnau-Effretikon, 1. Januar 2016, abgerufen am 2. Januar 2016.
  11. http://www.ilef.ch/de/dyn_output.html?content.vname=az_begriff&content.word_id=195
  12. Renata Windler. Grabhügel im Studenbrunnenholz bei Grafstal. In: Eine Ahnung von den Ahnen: Archäologische Entdeckungsreise ins Zürcher Oberland. Wetzikon 1993. S. 161-164.
  13. Informationen zum Absturz auf Warbird. Archiviert vom Original am 1. Oktober 2013, abgerufen am 19. August 2013.
  14. Zürcher Denkmalpflege: 12. Bericht 1987-1990 (PDF; 28,7 MB), S. 134-137.
  15. http://www.ilef.ch/vereine/hotzehuus/index.html
  16. http://www.burgenwelt.org/schweiz/kemleten/index.htm
  17. Kantonsarchäologie und Kantonale Denkmalpflege Zürich. Von Illnau nach Kempten: Kulturgeschichtliche Wanderung.
  18. Peter Peisl, Martin Steinacher. Zwei aufwendige Kostbarkeiten: Wildert und Örmis. In: Jahrheft der Stadt Illnau- Effretikon. Effretikon. 1998. S. 24-26.
  19. ilef.ch , abgerufen am 18. Oktober 2012

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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Illnau-Effretikon (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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