Eduard Schmid - LinkFang.de





Eduard Schmid


Eduard Schmid (* 15. Oktober 1861 in Ostrach, Hohenzollern-Sigmaringen; † 8. Juni 1933 in München) war von 1919 bis 1924 Erster Bürgermeister der SPD in München.

Lehrzeit und Arbeit als Redakteur

Der gelernte Möbelschreiner ließ sich nach der Wanderschaft im Anschluss an seine Lehrzeit in München nieder und schloss sich u. a. dem Deutschen Holzarbeiterverband an. Außerdem arbeitete er als Redakteur für die SPD-nahe Münchener Post.

Politischer Werdegang

1899 wurde er erster sozialdemokratischer Magistratsrat in der Stadtverwaltung Münchens, ab 1907 war er Mitglied der Zweiten Kammer des Bayerischen Landtags. In einer Zeit schwerster innenpolitischer Auseinandersetzungen, wenige Wochen nach der Niederwerfung der Räteherrschaft, wurde Schmid am 26. Juni 1919 in das Amt des Ersten Bürgermeisters von München gewählt. Mit ihm hatte bis 1924 zum ersten Male ein Sozialdemokrat das höchste Amt der Stadt inne. Das Leben in München wird zu dieser Zeit bestimmt von Streiks, Hunger, wirtschaftlichen Schwierigkeiten, von Arbeitslosigkeit und Parteienhader.

Besondere Leistungen

Schmids Amtszeit war geprägt von den Bemühungen um eine bessere Elektrizitäts- und Wasserversorgung. Der weitere Ausbau der mittleren Isar zum Zwecke der Energiegewinnung wurde durch ihn eingeleitet. Durch große Grunderwerbungen im Quellgebiet des Taubenberges sicherte er Münchens Wasserversorgung. Weitere Großprojekte, die er förderte oder verwirklichte, sind die Straßenbahnwerkstätte in Perlach sowie das Altenheim St. Joseph in Mittersendling.

Inflation und Festnahme durch die SA

Zwei für die Stadtgeschichte unerfreuliche Ereignisse prägten Schmids Amtsperiode. Im Jahr 1923 kam es, ausgelöst durch eine allgemeine Wirtschaftskrise, zu einem rapiden Geldwertverfall, zur Inflation. Dadurch wurden viele Bürger um ihre letzten Ersparnisse gebracht und nicht wenige in Not und Verzweiflung gestürzt.

Das zweite negative Geschehnis seiner Amtsperiode war der Hitlerputsch 1923. Schmid war ein entschiedener Demokrat und Gegner Hitlers. Am 9. November 1923 wurde er während des Hitlerputsches von der SA festgenommen und entging nur knapp dem Tod durch Hängen.

Rücktritt und Verleihung der Ehrenbürgerwürde

Am 31. Dezember 1924 trat Eduard Schmid von seinem Amt als Erster Bürgermeister zurück. An seinem 70. Geburtstag, am 15. Oktober 1931, wurde er zum 32. Ehrenbürger der Stadt München ernannt.

Wenige Monate nach der nationalsozialistischen „Machtergreifung“ starb Eduard Schmid am 8. Juni 1933 in München.

Siehe auch

Literatur

  • Bruno Effinger: Historische Persönlichkeiten. In: Otto Kasper (Hrsg.): Der Landkreis Sigmaringen. 1981, Thorbecke, Sigmaringen. S. 281f

Weblinks


Kategorien: Ehrenbürger von München | Oberbürgermeister (München) | Mitglied des Bayerischen Landtags in der Weimarer Republik | Gestorben 1933 | Geboren 1861 | SPD-Mitglied | Mitglied der Bayerischen Abgeordnetenkammer | Deutscher | Mann

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Eduard Schmid (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

Änderungen: Alle Bilder mit den meisten Bildunterschriften wurden entfernt. Ebenso alle zu nicht-existierenden Artikeln/Kategorien gehenden internen Wikipedia-Links (Bsp. Portal-Links, Redlinks, Bearbeiten-Links). Entfernung von Navigationsframes, Geo & Normdaten, Mediadateien, gesprochene Versionen, z.T. ID&Class-Namen, Style von Div-Containern, Metadaten, Vorlagen, wie lesenwerte Artikel. Ansonsten sind keine Inhaltsänderungen vorgenommen worden. Weiterhin kann es durch die maschinelle Bearbeitung des Inhalts zu Fehlern gerade in der Darstellung kommen. Darum würden wir jeden Besucher unserer Seite darum bitten uns diese Fehler über den Support mittels einer Nachricht mit Link zu melden. Vielen Dank!

Stand der Informationen: August 201& - Wichtiger Hinweis: Da die Inhalte maschinell von Wikipedia übernommen wurden, ist eine manuelle Überprüfung nicht möglich. Somit garantiert LinkFang.de nicht die Richtigkeit und Aktualität der übernommenen Inhalte. Sollten die Informationen mittlerweile fehlerhaft sein, bitten wir Sie darum uns per Support oder E-Mail zu kontaktieren. Wir werden uns dann innerhalb von spätestens 10 Tagen um Ihr Anliegen kümmern. Auch ohne Anliegen erfolgt mindestens alle drei Monate ein Update der gesamten Inhalte.