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Eduard Georg von Bethusy-Huc


Eduard Georg Graf von Bethusy-Huc (* 3. September 1829 auf Gut Bankau bei Kreuzburg, Oberschlesien; † 19. November 1893 ebenda) war ein deutscher Großgrundbesitzer und Parlamentarier im Königreich Preußen.

Leben

Die Bethusy-Huc stammten aus dem Languedoc und siedelten in Schlesien und Polen. Friedrich II. (Preußen) erhob das Adelsgeschlecht 1773 in den Grafenstand.

Eduard Georg begann an der Bonner Universität Rechtswissenschaft zu studieren und wurde 1848 im Corps Borussia Bonn aktiv.[1] Als Inaktiver wechselte er an die beiden anderen Friedrich-Wilhelms-Universitäten, an die Schlesische Friedrich-Wilhelms-Universität zu Breslau und die Friedrich-Wilhelms-Universität zu Berlin. Nach längeren Orient-, Italien- und Frankreichreisen übernahm er die Verwaltung seiner ausgedehnten Besitzungen, der Herrschaften Bankau und Albrechtsdorf in Oberschlesien und des Gutes Stany im Königreich Polen.

1856 wurde er in den Kreistag, 1861 in den schlesischen Provinziallandtag und 1862 in das Preußische Abgeordnetenhaus gewählt, dem er bis 1879 ununterbrochen angehörte.[2] Ab 1867 saß er im Reichstag (Norddeutscher Bund) und ab 1871 im Reichstag (Deutsches Kaiserreich). Um für die Armeereform (Preußen) zu wirken, schloss er sich der kleinen konservativen Fraktion an, sah sich aber bald wieder zum Austritt genötigt, weil seine liberalen Ansichten über innere Politik mit denen der Fraktion nicht übereinstimmten.

Seine Versuche, eine Mittelpartei, die seinen politischen Ansichten entspräche, ins Leben zu rufen, hatten erst im August 1866 (kurz nach der Schlacht bei Königgrätz) Erfolg. Mit anderen gründete er die Freikonservative Partei, die 1871 im Reichstag den Namen „Deutsche Reichspartei“ annahm. Als einer der Führer dieser Partei übte Graf Bethusy namentlich im norddeutschen Reichstag hervorragenden Einfluss aus durch seine Bemühungen, zwischen den liberalen Parteien und der preußischen Regierung zu vermitteln; im Abgeordnetenhaus förderte er das Zustandekommen der Verwaltungsreform. In den Jahren 1873 bis 1879 war er auch Zweiter Vizepräsident des Abgeordnetenhauses; doch zog er sich 1879, zum Landrat im Landkreis Kreuzburg O.S. ernannt, ganz vom öffentlichen Leben zurück. Sein Reichstagsmandat legte er deshalb am 3. Januar 1880 nieder.[3]

Er heiratete 1855 Emmy von Ohlen und Adlerscron. Das Paar hatte sechs Kinder. Die Schriftstellerin Valeska Gräfin Bethusy-Huc war eine Schwägerin.

Werke

  • Die ständischen Rechte mit Bezug auf Polizei und Kreis. Verlag R. Wagner, Berlin 1860.
  • Zu den Gesetzesvorlagen, betreffend die ländliche Polizei- und Kreisordnung. Berlin 1862.

Einzelnachweise

  1. Kösener Korpslisten 1910, 19, 263
  2. Bernhard Mann (Bearb.): Biographisches Handbuch für das Preußische Abgeordnetenhaus. 1867-1918. Mitarbeit von Martin Doerry, Cornelia Rauh und Thomas Kühne. Düsseldorf : Droste Verlag, 1988, S. 65 (Handbücher zur Geschichte des Parlamentarismus und der politischen Parteien : Bd. 3)
  3. Fritz Specht, Paul Schwabe: Die Reichstagswahlen von 1867 bis 1903. Eine Statistik der Reichstagswahlen nebst den Programmen der Parteien und einem Verzeichnis der gewählten Abgeordneten. 2. Auflage. Carl Heymanns Verlag, Berlin 1904, S. 84

Literatur

Weblinks


Kategorien: Mitglied des Provinziallandtages von Schlesien | Landrat (Provinz Schlesien) | Reichstagsabgeordneter (Norddeutscher Bund) | Mitglied des Preußischen Abgeordnetenhauses | Reichstagsabgeordneter (Deutsches Kaiserreich) | Gestorben 1893 | Geboren 1829 | Politiker (19. Jahrhundert) | Mitglied der Freikonservativen Partei | Mitglied des Zollparlaments | Corpsstudent (19. Jahrhundert) | Deutscher | Mann

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Eduard Georg von Bethusy-Huc (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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