Edingen-Neckarhausen - LinkFang.de





Edingen-Neckarhausen


Wappen Deutschlandkarte
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Karlsruhe
Landkreis: Rhein-Neckar-KreisVorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Landkreis existiert nicht
Höhe: 103 m ü. NHN
Fläche: 12,04 km²
Einwohner: 13.709 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 1139 Einwohner je km²
Postleitzahl: 68535
Vorwahlen: 06203,
0621 (Neu-Edingen)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: HD
Gemeindeschlüssel: 08 2 26 105
Gemeindegliederung: 2 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstraße 60-62
68535 Edingen-Neckarhausen
Webpräsenz: www.edingen-neckarhausen.de
Bürgermeister: Simon Michler (CDU)
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Edingen-Neckarhausen ist eine Gemeinde mit rund 14.000 Einwohnern im Rhein-Neckar-Kreis in Baden-Württemberg. Sie liegt recht zentral in der Metropolregion Rhein-Neckar.

Geographie

Lage

Edingen-Neckarhausen liegt in der rechten mittleren Oberrheinischen Tiefebene am linken Ufer des Neckars, etwas weniger als 8 km flussabwärts und nordwestlich von Heidelberg und etwa 12 km südöstlich und oberhalb von Mannheim. Es gibt zwei Teilgemarkungen, die von Edingen und weiter flussabwärts die von Neckarhausen.

Neckarhausen gegenüber liegt rechtsseits des Flusses an der Nord- und Nordostseite der Gemeindegemarkung die Stadt Ladenburg. Im Osten grenzt kurz jenseits des Neckars Dossenheim mit seinem Weiler Schwabenheim an, im Südosten Heidelberg mit seinem Stadtteil Wieblingen. Die Westgrenze des Gemeindegebietes trennt vom Mannheimer Stadtteil Friedrichsfeld, mit welchem der Ortsteil Neu-Edingen der Gemeinde zusammengewachsen ist. Weiter im Norden an der Westseite liegt der Mannheimer Stadtteil Seckenheim in etwas Entfernung jenseits. Im Nordwesten grenzt die Gemeinde Ilvesheim an, deren Siedlungsbereich wieder auf der anderen Seite des Neckars liegt, seine Gemarkung umfasst jedoch auch noch diesseits eine aufgelassene Flussschlinge.

Edinger Ried

Zwei kleine Gemeindeexklaven liegen etwa 9 km südwestlich der Edinger Ortsmitte und südlich des Mannheimer Rheinau-Hafens am Rhein bei Brühl. Diese zusammen weniger als 0,5 km² großen rechten Uferstreifen und Gewässeranteile am mündenden Leimbach und dem Rhein sind als Edinger Ried bekannt. Die südliche Exklave grenzt im Norden an die Brühler Gemarkung, die ihn von der nördlichen trennt, im Osten an die Schwetzinger Gemarkung Schwetzinger Wiesen und im Süden erneut an Brühler Gemarkung. Die Westgrenze verläuft in der Rheinmitte, jenseits der im südlichen Abschnitt die Brühler Gemarkung der Kollerinsel liegt, im nördlichen die pfälzische Gemeinde Otterstadt. Die deutlich kleinere nördliche Exklave grenzt im Norden an Mannheimer Gemarkung, im Süden an Brühler Gemarkung und im Westen, wiederum in der Rheinmitte, an Altriper Gemarkung.

Gemeindegliederung

Die Gemeinde Edingen-Neckarhausen gliedert sich in die beiden Ortsteile Edingen und Neckarhausen. Die Ortsteile sind räumlich identisch mit den früheren Gemeinden gleichen Namens, ihre offizielle Benennung erfolgt in der Form „Edingen-Neckarhausen, Ortsteil …“.[2]

Zum Ortsteil Edingen gehören der Gebietsteil Neu-Edingen und das Gehöft Edinger Hof. Zum Ortsteil Neckarhausen gehört das Gehöft Weierhof.[3]

Neu-Edingen ist geografisch nahtlos mit Mannheim-Friedrichsfeld verbunden. Die Stadtgrenze ist nur durch die Ortsschilder mitten im Ort zu finden.

Geschichte

Edingen und Neckarhausen wurden wegen des milden Klimas und des guten Bodens schon zu Zeiten der Kelten besiedelt.

Edingen wurde am 17. November 765 erstmals in einer Schenkungsurkunde des Klosters Lorsch erwähnt, durch die der Ort an das damalige Lopodonum (heute Ladenburg) ging.[4] Die Grundherrschaft über Edingen lagen bei der Reichsabtei Lorsch und beim Bistum Worms. Ende des 12. Jahrhunderts übernahmen die Pfalzgrafen die Orts- und Landesherrschaft und übten sie bis 1802 aus. In der Kurpfalz gehörte Edingen zur Kirchheimer Zent, das dem Oberamt Heidelberg unterstand.
Kurze Zeit nach der Erwähnung Edingens wird auch Neckarhausen zum ersten Mal im Lorscher Codex am 26. Juni 773 genannt.[5] Zwischen dem Ende des 14. Jahrhunderts und 1705 teilten sich das Hochstift Worms und die Kurpfalz die Orts- und Landesherrschaft. Dann gelangte der Ort ganz zur Kurpfalz und gehörte dort wie Edingen zur Kirchheimer Zent bzw. zum Oberamt Heidelberg.

Durch den Wegzug des kurfürstlichen Hofes von Mannheim nach München im Jahre 1778 wurde der Geheime Staats- und Konferenzminister Franz Albert Freiherr von Oberndorff (1720–1799) Statthalter des Kurfürsten Karl Theodor in Mannheim. Als Teil des Lohns folgte seine Erhebung in den Reichsgrafenstand im Jahre 1790. Neckarhausen wurde zum Familiensitz der jungen Dynastie. Vor dem Ort liegt das Stammgut.

Der letzte Mann seines Geschlechts, Alfred Graf von Oberndorff (1870–1963), war Botschafter in Sofia und Warschau und als Vertreter des auswärtigen Amtes bei den Waffenstillstandsverhandlungen im November 1918 in Compiègne. Auch er ist auf dem hiesigen Friedhof begraben.

Edingen und Neckarhausen wurden 1689 im Pfälzischen Erbfolgekrieg niedergebrannt. Nach der Auflösung der Kurpfalz wurden beide Orte 1803 badisch. Dort gehörte Edingen zum Amt Schwetzingen und Neckarhausen zum Amt Ladenburg, die beide später im Amtsbezirk Mannheim, dem späteren Landkreis Mannheim, aufgingen.

Während der Badischen Revolution waren Neckarhausen und die Neckarbrücke 1849 eine Bastion der revolutionären Truppen gegen die Preußen. Der Bürgermeister von Neckarhausen wurde als Anhänger der Revolutionäre später zu drei Monaten Zuchthaus verurteilt.

Um 1900 entstand – abgetrennt vom Hauptort – bei der Deutschen Steinzeugwarenfabrik die Siedlung Neu-Edingen in direkter Nachbarschaft der Wohnbebauung von Friedrichsfeld.

In Edingen waren ab 1871 die Nationalliberalen politisch am stärksten, ehe sie 1903 von den Sozialdemokraten abgelöst wurden. Während der Weimarer Republik hatten die linken Parteien regelmäßig eine Mehrheit, aufgrund ihrer Zersplitterung war aber ab 1924 das Zentrum die stärkste Partei. Von 1932 an erhielt die NSDAP die meisten Stimmen und lag 1933 bei 33 Prozent.

In Neckarhausen war das Zentrum, zunächst verdeckt durch Wahlbündnisse, von 1871 bis 1933 fast durchgängig die stärkste Partei, nur kurz 1919 und 1920 von den Sozialdemokraten unterbrochen.

Nach dem Zweiten Weltkrieg gehörten Edingen und Neckarhausen zur amerikanischen Besatzungszone. Das Land Baden wurde aufgelöst und die Gemeinde wurde Teil des neugebildeten Bundeslandes Württemberg-Baden, das 1952 im Südweststaat Baden-Württemberg aufging. Im Zuge der baden-württembergischen Kreisreform wurde 1973 der Landkreis Mannheim aufgelöst und die beiden Gemeinden dem neugebildeten Rhein-Neckar-Kreis angegliedert. Am 3. Mai 1975 schlossen sie sich durch die Gemeindereform zu Edingen-Neckarhausen zusammen.

Einwohnerentwicklung[6] 1439 1577 1777 1852 1905 1950 1961
Edingen 120 170 326 1042 2215 4262 5329
Neckarhausen 170 205 464 1032 1667 3217 4107
Neu-Edingen 28 504 946

Religionen

Kurfürst Ottheinrich führte 1556 die Reformation ein. Nach sieben Religionswechseln in der Kurpfalz waren in den beiden Ortschaften Katholiken und Protestanten seit Beginn des 18. Jahrhunderts ungefähr gleich stark, mit einer leichten Mehrheit der Protestanten in Edingen bzw. der Katholiken in Neckarhausen. Seit 1963 gibt es in Edingen eine neuapostolische Kirche.

Politik

Gemeinderat

Der Gemeinderat von Edingen-Neckarhausen besteht aus 22 Mitgliedern, die alle fünf Jahre direkt gewählt werden. Hinzu kommt der Bürgermeister als Gemeinderatsvorsitzender. Bei der Kommunalwahl 2014 gab es folgendes Ergebnis:

Gemeinderat 2014
Partei Prozent Sitze
CDU 30,53 % (–3,37) 7 (–1)
UBL (FDP und FWV) 26,52 % (+2,21) 6 (+1)
SPD 25,69 % (-0,71) 5 (-1)
OGL (Bündnis 90/Die Grünen) 17,26 % (+2,06) 4 (+0)
Wahlbeteiligung: 55,67 %

Bürgermeister

Aufgrund der Tatsache, dass die ehemaligen Bürgermeister Edingen-Neckarhausens jeweils mehrere Amtszeiten lang ihren Posten bekleideten, besaß die Doppelgemeinde seit der Fusion 1975 erst zwei Ortsvorsteher. Werner Herold (FDP) stellte den ersten Bürgermeister nach der Gemeindezusammenführung dar - mangels Gegenkandidaten wurde er im Jahre 1975 von FDP, CDU und SPD offiziell unterstützt und konnte ein historisches Wahlergebnis von 98,31 % verbuchen. Zu diesem Zeitpunkt lagen hinter Herold bereits acht Jahre als Bürgermeister des Ortsteils Edingen (Wahlen: 1966 und 1973). Herolds Amtszeit in der Doppelgemeinde währte 16 Jahre. Sein Nachfolger wurde 1991 schließlich Roland Marsch (SPD), 1999 und 2007 wurde er im Amt bestätigt. Zur Bürgermeisterwahl 2015 erklärte Marsch, nicht erneut zu kandidieren. Am 8. November 2015 wurde Simon Michler (CDU) im zweiten Wahlgang mit 42,92 % der Stimmen zum neuen Bürgermeister gewählt. Er trat sein Amt am 11. Januar 2016 an.

Wappen

Die Blasonierung des Wappens lautet: In von Silber und Schwarz gespaltenem Schild vorn ein durchgehendes, geschliffenes, fußgespitztes rotes Kreuz, hinten ein rot bewehrter und rot bezungter goldener Löwe.

Das Gemeindewappen wurde nach der Zusammenlegung von Edingen und Neckarhausen neu entworfen. Das Lorscher Kreuz erinnert an die historischen Beziehungen des Klosters zu Edingen, während der Pfälzer Löwe bereits Teil des ursprünglichen Neckarhäuser Wappens war.

Die Flagge ist Rot-Weiß und wurde 1977 zusammen mit dem Wappen vom Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis verliehen.[7]

Städtepartnerschaften

Mit Plouguerneau in der Bretagne (Frankreich) besteht seit 1967 eine Partnerschaft.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Naturdenkmal

  • Ufer am Neckar
  • Schutzgebiet „Edinger Ried“ (am Rheinufer bei Brühl gelegen)

Bauwerke

Das klassizistische Schloss der Grafen von Oberndorff in Neckarhausen entstand zu Beginn des 17. Jahrhunderts als Posthalterei der Kaiserlichen Reichspost, die von den Thurn und Taxis betrieben wurde. Es wurde im Laufe der Zeit mehrfach erweitert. Sein heutiges Aussehen besitzt es seit der Aufstockung 1910/11 im Auftrag des Grafen Friedrich von Oberndorff. Seit 1960 ist das Schloss in Gemeindebesitz und wird als Rathaus genutzt. Westlich schließt sich der Schlosspark im englischen Stil an.

Die Barockkirche wurde unter wesentlicher Förderung des Grafen von Oberndorff errichtet und 1783 geweiht. Sie entstand vermutlich nach dem Vorbild von Plänen von Rabaliatti. Das Langhaus erstreckt sich über vier Fensterachsen. Der eingezogene Turm überragt die mit einer Attika versehene Giebelfassade um zwei Geschosse und ist mit einer charakteristischen Zwiebelhaube gekrönt. 1960 wurde das Gebäude profaniert und das Patrozinium St. Andreas auf die direkt dahinter neuerbaute katholische Kirche übertragen. Der Zentralbau hat über dem Altarraum eine kupferummantelte Kuppel aus Stahl und Beton.

Die evangelische Lutherkirche wurde 1934 als einfacher Bau errichtet. 1964 erfuhr sie eine bedeutende Erweiterung mit Vierungsturm und zwei Seitenkapellen mit bunten Glaswänden.

In Edingen befindet sich eine klassizistische evangelische Kirche von 1793 mit neun Glocken. Nebenan ist die ehemalige Brauerei, die 1995 unter Beibehaltung der Originalfassaden in Wohnanlagen umgewandelt wurde. Der ehemalige Schlossgarten gegenüber ist heute eine öffentliche Parkanlage.

Die katholische Kirche St. Bruder Klaus mit dem freistehenden Glockenturm ersetzte 1960 die alte St.-Bartholomäus-Kirche vom Ende des 18. Jahrhunderts, die zu klein geworden war und daher abgerissen wurde.

Museen

Im Schloss Neckarhausen werden seit 1995 Ausstellungen zu wechselnden Themen mit Bezug zu Edingen-Neckarhausen gezeigt. Die Dauerausstellung „Die Grafen von Oberndorff“ ist im Schloss zu bestimmten Zeiten geöffnet.

Freizeit

  • Freizeitbad in Neckarhausen
  • Kleinhallenbad in der Pestalozzi-Schule in Edingen
  • Sport- und Freizeitzentrum (in der Plouguerneau-Allee)
  • Sporthalle Edingen mit Kegelbahnen
  • Schulsportgelände in Edingen
  • Tennisplätze in Edingen und Neckarhausen
  • umfangreiche Sportanlagen der Sportvereine Victoria und DJK in Neckarhausen
  • je ein Hundesportverein in Edingen und Neckarhausen
  • Boule-Anlage in Neckarhausen
  • Der Posaunenchor Edingen wirkt bei Gottesdiensten und kirchlichen Festen mit und gibt einmal im Jahr ein eigenes Konzert.

Regelmäßige Veranstaltungen

  • das Fest „Rund ums Schloss“ in Neckarhausen (jährlich einmal am zweiten Wochenende im Juli)
  • das traditionelle Jedermannturnier des FC Viktoria 1908 Neckarhausen (jährlich mittwochs bis freitags über Fronleichnam)
  • die Neckarhäuser Kerwe (jährlich einmal am ersten Wochenende im September)
  • die Edinger Kerwe (jährlich einmal am ersten Wochenende im Oktober)
  • Gockelfest (jährlich einmal am dritten Wochenende im Juli)
  • Fischerfest (jährlich einmal immer am dritten Wochenende im August)
  • das Neckarhäuser Musikfest (jährlich im März)

Kurioses

In dem Roman Tomboy von Thomas Meinecke aus dem Jahr 1998, der im Heidelberger Universitätsmilieu spielt, wohnt die Hauptperson Vivian Atkinson im Alten Tabakspeicher in Edingen. Der Roman vereint Ausführungen über sozialwissenschaftliche Gender-Theorien mit Lokalkolorit von Heidelberg und Umgebung. Einzelne Passagen des Romans spielen in Edingen, wobei auch einige lokale Anekdoten erzählt werden. Meinecke hat seine Jugend in Edingen verbracht und ist daher mit den lokalen Begebenheiten des Ortes gut vertraut.

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Straßenverkehr

Die Gemeinde liegt an der Bundesautobahn 656, die Mannheim und Heidelberg verbindet, sowie an der parallel verlaufenden Landesstraße L 637 (ehemals B 37). Über die A 656 sind in wenigen Minuten die A 6 und die A 5 erreichbar.

Schienenverkehr

Der öffentliche Personennahverkehr der zum Tarifgebiet des VRN gehörenden Gemeinde wird von der RNV auf dem Streckennetz der Oberrheinischen Eisenbahn (OEG) betrieben.

OEG-Bahnhof Edingen

Der Ortsteil Edingen ist durch die OEG u. a. mit Mannheim und Heidelberg verbunden. Die Fahrzeiten ab Edingen betragen ins Zentrum rund 30 bzw. 20 Minuten und zum Hauptbahnhof rund 35 bzw. 10 Minuten. Im Ortsteil Edingen befindet sich auch ein Bahnhof der RNV nebst Bahnhofsgebäude, in dem bis vor wenigen Jahren ein Stellwerk untergebracht war, und daneben eine Wagenhalle. Der viergleisige OEG-Bahnhof wurde zwischen 2010 und 2011 neu hergerichtet und barrierefrei ausgebaut. Auch der Haltepunkt Edingen West, welcher dem Zentrum von Edingen etwas näher liegt als der OEG-Bahnhof, wurde barrierefrei umgebaut und mit dynamischen Zugzielanzeigern ausgestattet.

DB-Bahnhof Mannheim-Friedrichsfeld

Im Ortsteil Neu-Edingen liegt das Empfangsgebäude des Bahnhofs Mannheim-Friedrichsfeld, welches sich somit auf dem Gebiet von Edingen-Neckarhausen befindet, während sämtliche Gleisanlagen schon auf Mannheimer Gemarkung liegen. Mit Zügen des Regionalverkehrs sind neben Mannheim und Heidelberg über die Main-Neckar-Bahn auch Darmstadt und Frankfurt am Main direkt erreichbar. Zudem fährt tagsüber stündlich eine Regionalbahn über Mannheim Hbf, Ludwigshafen Hbf, Frankenthal Hbf und Worms Hbf nach Mainz Hbf (RB 44). Der Bahnhof fungiert aufgrund seiner großzügig ausgelegten Bahnsteige, insbesondere zwischen den Gleisen 2 und 3, gelegentlich auch als Fernverkehrshalt bei Streckensperrungen bzw. Umleitungen. Bei der Realisierung der zweiten Ausbaustufe der S-Bahn Rhein-Neckar soll er an deren Netz angeschlossen werden, wofür die Bahnsteige erhöht werden.[8]

sonstiger Verkehr

Der Ortsteil Neckarhausen ist durch Buslinien mit Edingen, Neu-Edingen sowie Seckenheim und Friedrichsfeld verbunden. Bis 1969 führte auch eine eigene Bahnstrecke in den Ortskern, welche dann allerdings stillgelegt wurde. Heute durchquert zwar noch die Main-Neckar-Bahn den Ortsteil, besitzt jedoch keinen Halt hier. Mit Aufnahme der Main-Neckar-Bahn in das Netz der S-Bahn RheinNeckar wird in Neckarhausen einer von zwei geplanten Haltepunkten entlang dieser Strecke entstehen.[9]

Mit der auf der anderen Neckarseite gelegenen Stadt Ladenburg ist Neckarhausen durch eine regelmäßig verkehrende Fähre und eine Eisenbahnbrücke verbunden, die auch von Radfahrern und Fußgängern genutzt werden kann.

Medien

Der Mannheimer Morgen und die Rhein-Neckar-Zeitung berichten über das lokale Geschehen in Edingen-Neckarhausen. Das Amtliche Mitteilungsblatt der Gemeinde erscheint wöchentlich.

Ämter

Die Verwaltung wird im neugestalteten Rathaus im Ortsteil Edingen koordiniert. Im Schloss Neckarhausen wird eine Außenstelle der Verwaltung mit Bürgerdienst und Standesamt unterhalten.

Bildung

Die Pestalozzi-Schule in Edingen ist eine Grundschule und die Graf-von-Oberndorff-Schule in Neckarhausen ist seit dem Wegfall der Werkrealschule 2011 ebenfalls eine reine Grundschule. Des Weiteren gibt es die Volkshochschule Edingen-Neckarhausen und eine Außenstelle der Musikschule Mannheim. In beiden Ortsteilen betreibt die Gemeinde Bibliotheken. Für die jüngsten Bewohner gibt es drei evangelische und zwei römisch-katholische Kindergärten.

Persönlichkeiten

Ehrenbürger

Söhne und Töchter der Gemeinde

Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben

  • Georg Kohler, Altgemeinderat, Ehrenringträger der Gemeinde, Träger des Bundesverdienstkreuzes und des Bundesverdienstkreuzes 1. Klasse
  • Lieselotte Schweikert (* 1937), Politikerin (FDP), Landtagsabgeordnete, wurde mit der Ehrennadel des Gemeindetags Baden-Württemberg ausgezeichnet
  • Peter Wilhelm (* 1959), Schriftsteller, geboren in Essen, lebt seit 1984 in Edingen-Neckarhausen
  • Franz Mazura (* 1924), Kammersänger und Schauspieler, lebt seit 1964 in der Gemeinde und erhielt im November 2014 die Ehrennadel seiner Wahlheimatgemeinde Edingen-Neckarhausen. [10]

Literatur

  • Staatl. Archivverwaltung Baden-Württemberg in Verbindung mit d. Städten u.d. Landkreisen Heidelberg u. Mannheim (Hrsg.): Die Stadt- und die Landkreise Heidelberg und Mannheim: Amtliche Kreisbeschreibung
    • Bd 1: Allgemeiner Teil. Karlsruhe 1966
    • Bd 3: Die Stadt Mannheim und die Gemeinden des Landkreises Mannheim. Karlsruhe 1970
  • Hans Huth: Die Kunstdenkmäler des Landkreises Mannheim: Ohne Stadt Schwetzingen. München 1967
  • Paul Fütterer: Neckarhausen: Geschichte und Gegenwart. Neckarhausen 1973
  • Jochen Kahn: Edingen-Neckarhausen: Portrait einer neuen Gemeinde. Edingen-Neckarhausen 1977
  • Antje Gillich: „Vom Eise befreit …“. Der alte Eisbrecher von Edingen (Rhein-Neckar-Kreis). In: Denkmalpflege in Baden-Württemberg, 40. Jg. 2011, Heft 3, S. 166 f. (PDF )

Einzelnachweise

  1. Bevölkerungsentwicklung in den Gemeinden Baden-Württembergs 2014 (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen) (Hilfe dazu).
  2. Hauptsatzung der Gemeinde Edingen-Neckarhausen vom 6. Mai 1975, zuletzt geändert am 21. Juli 2004
  3. Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band V: Regierungsbezirk Karlsruhe Kohlhammer, Stuttgart 1976, ISBN 3-17-002542-2. S. 356–357
  4. Minst, Karl Josef [Übers.]: Lorscher Codex (Band 2), Urkunde 673, 17. November 765 – Reg. 13. In: Heidelberger historische Bestände – digital. Universitätsbibliothek Heidelberg, S. 246, abgerufen am 2. Februar 2016.
  5. Minst, Karl Josef [Übers.]: Lorscher Codex (Band 2), Urkunde 679, 26. Juni 773 – Reg. 909. In: Heidelberger historische Bestände – digital. Universitätsbibliothek Heidelberg, S. 249, abgerufen am 2. Februar 2016.
  6. Kreisbeschreibung Bd. 3 S. 464 und 707.
  7. Herwig John, Gabriele Wüst: Wappenbuch Rhein-Neckar-Kreis. Ubstadt-Weiher 1996, ISBN 3-929366-27-4, S. 51
  8. Stadt Mannheim: S-Bahn Mannheim–Darmstadt wird ausgebaut
  9. Die S-Bahn kommt nach Neckarhausen!
  10. Bericht im Mannheimer Morgen (abgerufen am 2. März 2015)

Weblinks

 Commons: Edingen-Neckarhausen  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Kategorien: Edingen-Neckarhausen | Gemeinde in Baden-Württemberg

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