Eckstedt - LinkFang.de





Eckstedt


Wappen Deutschlandkarte
Basisdaten
Bundesland: Thüringen
Landkreis: SömmerdaVorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Landkreis existiert nicht
Verwaltungs­gemeinschaft: An der Marke
Höhe: 167 m ü. NHN
Fläche: 6,5 km²
Einwohner: 596 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 92 Einwohner je km²
Postleitzahl: 99195
Vorwahl: 036371
Kfz-Kennzeichen: SÖM
Gemeindeschlüssel: 16 0 68 007
Adresse der Verbandsverwaltung: Erfurter Str. 6
99195 Schloßvippach
Webpräsenz: www.eckstedt.de
Bürgermeisterin: Rita Schmidtke (parteilos)
}

Eckstedt ist eine Gemeinde im Landkreis Sömmerda in Thüringen. Die Gemeinde gehört der Verwaltungsgemeinschaft An der Marke an, die ihren Verwaltungssitz in der Gemeinde Schloßvippach hat.

Geografie

Eckstedt liegt im Südosten des Thüringer Beckens.

Geschichte

1191 wurde die Gemeinde erstmals urkundlich erwähnt. 1279 ist ein Berthold II. Vitzthum von Eckstedt in Urkunden nachweisbar. Im 13. Jahrhundert hat es auch schon eine Burg gegeben, die wieder zerstört wurde. 1342 kaufte der Erzbischof das Vitztumsamt zurück. 1440 wurde eine neue Burg errichtet. 1492 erfolgte der Bau eines Verbindungsgrabens zwischen Eckstedt und dem Schwansee zu dessen Bewässerung. 1525 gab es Auswirkungen des Bauernkrieges auf Erfurts Umgebung. 1556 ließ die Adelsfamilie Vitzthum von Eckstedt das Eckstedter Schloss neu errichten.

Im Dreißigjährigen Krieg hatte Eckstedt schwer zu leiden. 1635 starben 121 Menschen an der Pest. 1640 erfolgten Raub und Verwüstung durch Soldaten des kaiserlichen Heeres. 1641 wütete ein Großbrand im Dorf, nur 6 Häuser blieben stehen. Nach dem Wiederaufbau kam es 1697 zu einem Brand von Pfarre und Schulgebäude, 1719 zu einem Brand der Mühle. 1740 bis 1744 wurde die derzeitige Kirche "St. Stephanus" gebaut. Vor 1780 brannte das Schloss aus, 1860 wurde es abgebrochen. 1882/83 erfolgte der Neubau einer großen, schlossähnlichen Villa mit klassizistischen Elementen. Schloss und Gut hatten häufig wechselnde Besitzer, 1927 wurden sie durch Rudolf Harnisch erworben.

Der adlige Ort gehörte ab Mitte des 17. Jahrhunderts zum Amt Großrudestedt, welches ab 1672 Teil des Herzogtums Sachsen-Eisenach war und 1741 zu Sachsen-Weimar-Eisenach kam. 1850 kam es zur Beseitigung der adligen Gerichtsbarkeit und der Ort gehörte seitdem zum Verwaltungsbezirk Weimar des Großherzogtums Sachsen-Weimar-Eisenach. 1862 begann der Bau des neuen Schulgebäudes. 1884 folgte die Errichtung der Eisenbahnlinie Weimar-Großrudestedt. 1905 begann der Bau der ersten Wasserversorgungsleitung, z. T. heute noch in Betrieb, und im Jahre darauf der elektrischen Stromversorgung.

Während des Zweiten Weltkrieges mussten 68 Frauen und Männer aus Polen, Frankreich, Jugoslawien und Italien in der Landwirtschaft Zwangsarbeit verrichten.[2]

Eckstedt wurde im April 1945 von US-Truppen, Anfang Juli von Roter Armee besetzt. 1945 erfolgte die entschädigungslose Enteignung des Gutsbesitzers Harnisch und die Schaffung von 22 Neubauernstellen. Das Schloss sollte gesprengt werden, das wurde im letzten Moment von der Gemeinde verhindert. In den Bereich der Wirtschaftsgebäude zog MAS/MTS ein, dann bis 1990 der Erfurter Landmaschinen-Reparatur-Betrieb, in das Schloss die Verwaltung und Lehrlinge. 1952 kam im Zuge einer Verwaltungsreform Eckstedt zum Landkreis Erfurt im neugebildeten Bezirk Erfurt. Im selben Jahre war der Bau des Sportplatzes. 1953 erfolgte eine Restaurierung der Kirche.

1994 erfolgte eine Verwaltungsreform, Eckstedt gehörte damit zum Landkreis Sömmerda. Es erhielt Anschluss an die Ohra-Fernwasserleitung. 1997 kam die Gasversorgung, vorher schon wurden alle Wohnhäuser an das Telefonnetz angeschlossen. Das Schloss (Leerstand von 1992 bis 2002) und Wirtschaftsgebäude gingen 2002 in Privathand über. Letztere werden teilweise zu Wohnzwecken umgebaut.

Einwohnerentwicklung

Entwicklung der Einwohnerzahl:

  • 1994 - 567
  • 1995 - 603
  • 1996 - 620
  • 1997 - 624
  • 1998 - 638
  • 1999 - 646
  • 2000 - 645
  • 2001 - 628
  • 2002 - 629
  • 2003 - 622
  • 2004 - 614
  • 2005 - 609
  • 2006 - 605
  • 2007 - 607
  • 2008 - 606
  • 2009 - 602
  • 2010 - 601
  • 2011 - 609
  • 2012 - 610
  • 2013 - 610
  • 2014 - 596

Datenquelle: Thüringer Landesamt für Statistik

Politik

Gemeinderat

Der Gemeinderat aus Eckstedt setzt sich aus 8 Ratsfrauen und Ratsherren zusammen.

(Stand: Kommunalwahl am 7. Juni 2009)

Bürgermeister

Die ehrenamtliche Bürgermeisterin Rita Schmidtke wurde am 26. Juni 2004 gewählt.

Wappen

Blasonierung: „In Silber auf goldenem, grünbortierten Schildfuß zwei grüne Laubbäume, in der Mitte mit einer sechzehnstrahligen Sonne belegt.“

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Bauwerke

  • Schloss Eckstedt von 1882/83 mit großen Wirtschaftsgebäuden. Der weitläufige Gutspark mit seltenem Baumbestand wurde 1836 als Landschaftspark angelegt. Nach der Wende wurde er renaturiert und der Schlossteich entschlammt.
  • Dorfkirche St. Stephanus: mit Kuppel und in Thüringen einmaligem, achteckigem Mittelbau, wurde von 1740 bis 1744 erbaut und mit Mitteln der Deutschen Stiftung Denkmalschutz restauriert. Die barocke Kirche verfügt über eine Doppelempore, repräsentative Logen und ein hölzernes Taufbecken. Oftmals werden Konzerte in der Kirche gegeben, bei denen sie mit 300 Sitzplätzen voll besetzt ist. Die Erlöse kommen dem Verein zur Erhaltung der Kirche zugute. Die Kirchgemeinde gehört zum Pfarramt Udestedt.
  • Siehe auch: Liste der Kulturdenkmale in Eckstedt

Museen

  • Heimatstuben mit historischen Dokumenten und Bildern von der Geschichte der Gemeinde.

Sport

Eckstedt verfügt über einen Sportplatz mit Großspielfeld und Aschenbahn, Trimm-Dich-Pfad, Volleyballplatz und Streetballanlage sowie ein Sportlerheim.

Regelmäßige Veranstaltungen

Einzelnachweise

  1. Bevölkerung der Gemeinden vom Thüringer Landesamt für Statistik  (Hilfe dazu).
  2. Thüringer Verband der Verfolgten des Naziregimes - Bund der Antifaschisten und Studienkreis deutscher Widerstand 1933-1945 (Hg.): Heimatgeschichtlicher Wegweiser zu Stätten des Widerstandes und der Verfolgung 1933-1945, Reihe: Heimatgeschichtliche Wegweiser Band 8 Thüringen, Erfurt 2003, S. 280, ISBN 3-88864-343-0

Weblinks

 Commons: Eckstedt  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Kategorien: Ort im Landkreis Sömmerda | Eckstedt | Gemeinde in Thüringen

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Eckstedt (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

Änderungen: Alle Bilder mit den meisten Bildunterschriften wurden entfernt. Ebenso alle zu nicht-existierenden Artikeln/Kategorien gehenden internen Wikipedia-Links (Bsp. Portal-Links, Redlinks, Bearbeiten-Links). Entfernung von Navigationsframes, Geo & Normdaten, Mediadateien, gesprochene Versionen, z.T. ID&Class-Namen, Style von Div-Containern, Metadaten, Vorlagen, wie lesenwerte Artikel. Ansonsten sind keine Inhaltsänderungen vorgenommen worden. Weiterhin kann es durch die maschinelle Bearbeitung des Inhalts zu Fehlern gerade in der Darstellung kommen. Darum würden wir jeden Besucher unserer Seite darum bitten uns diese Fehler über den Support mittels einer Nachricht mit Link zu melden. Vielen Dank!

Stand der Informationen: August 201& - Wichtiger Hinweis: Da die Inhalte maschinell von Wikipedia übernommen wurden, ist eine manuelle Überprüfung nicht möglich. Somit garantiert LinkFang.de nicht die Richtigkeit und Aktualität der übernommenen Inhalte. Sollten die Informationen mittlerweile fehlerhaft sein, bitten wir Sie darum uns per Support oder E-Mail zu kontaktieren. Wir werden uns dann innerhalb von spätestens 10 Tagen um Ihr Anliegen kümmern. Auch ohne Anliegen erfolgt mindestens alle drei Monate ein Update der gesamten Inhalte.