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Eckental


Wappen Deutschlandkarte
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Mittelfranken
Landkreis: Erlangen-HöchstadtVorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Landkreis existiert nicht
Höhe: 355 m ü. NHN
Fläche: 29,71 km²
Einwohner: 14.229 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 479 Einwohner je km²
Postleitzahl: 90542
Vorwahlen: 09126, (09192)
Kfz-Kennzeichen: ERH, HÖS
Gemeindeschlüssel: 09 5 72 121
Marktgliederung: 17 Ortsteile
Adresse der
Marktverwaltung:
Rathausplatz 1
90542 Eckental
Webpräsenz: www.eckental.de
Bürgermeisterin: Ilse Dölle (UBE)
}
Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Markt

Eckental ist ein Markt im mittelfränkischen Landkreis Erlangen-Höchstadt. Die Gemeinde entstand während der Gebietsreform als Großgemeinde aus mehreren zuvor eigenständigen Gemeinden.

Geografie

Geografische Lage

Der Markt liegt etwa 20 Kilometer nordöstlich von Nürnberg und etwa 20 Kilometer östlich von Erlangen an der Bundesstraße 2 im Tal der Schwabach. Er entstand 1972 im Rahmen der Gemeindegebietsreform durch Zusammenschluss vorher selbstständiger Gemeinden. Zwischen den Gemeindeteilen Eschenau, Brand im Süden und Westen, Eckenhaid und Forth im Osten und Norden verläuft der namensgebende Eckenbach. Er mündet zwischen Forth und Brand in die Schwabach.

Die Gemeinde liegt in einer bergigen Landschaft. Die Anhöhen bei Oedhof im Nordwesten der Gemeinde erreichen über 500 m ü. NN , der tiefste Punkt liegt bei Unterschöllenbach knapp unter 300 m ü. NN .

Im Gemeindegebiet gibt es größere Waldgebiete, beispielsweise den Dormitzer Forst im Westen und das Teilholz im Osten.

Nachbargemeinden

Igensdorf (N), Schnaittach (O), Lauf an der Pegnitz (S), Heroldsberg (S), Kalchreuth (SW), Dormitzer Forst (W), Kleinsendelbach (NW)

Gemeindegliederung

Eckental besteht aus 17 Ortsteilen:[2]

Einwohnerzahlen (Stand: 31. März 2013)[3]

  • Benzendorf mit Illhof und Oedhof: 196 (2010: 202)
  • Brand und Brandermühle: 2371 (2010: 2311)
  • Eckenhaid mit Marquardsburg und Eckenmühle: 3477 (2010: 3480)
  • Eschenau: 3603 (2010: 3595)
  • Forth/Büg: 3236 (2010: 3257)
  • Frohnhof: 279 (2010: 288)
  • Herpersdorf, Mausgesees und Ebach: 759 (2010: 779)
  • Oberschöllenbach: 911 (2010: 942)
  • Unterschöllenbach: 134 (2010: 148)

Geschichte

Eckental wurde am 1. Juli 1972 im Rahmen der Gebietsreform gegründet und war ein freiwilliger Zusammenschluss des Marktes Eschenau mit Benzendorf, Eckenhaid, Forth, Herpersdorf und Unterschöllenbach.[4] Die Gemeinde Brand schloss sich am 1. Mai 1978 dem Markt Eckental an.[5]

Eschenau

1050 war die erste urkundliche Erwähnung von Schloss und Dorf Eschenau, die an einer Kreuzung wichtiger Handelsstraßen lagen (Gründung 1040 durch Ritter Otnandus, zugleich Gründer des Geschlechts der Ritter von Eschenau). 1331 erwirkte Offnai Weigel die Marktrechtsverleihung durch Kaiser Ludwig IV. 1376 verlieh der böhmische König und deutsche Kaiser Karl IV. die Stadtrechte. Eschenau blieb jedoch Markt. 1383/1504–1737/52 war der Ort im Besitz der Muffel von Eschenau und der Haller von Hallerstein. Als Teil des seit 1792 preußischen Fürstentums Brandenburg-Bayreuth kam er im Frieden von Tilsit im Jahr 1807 unter französische Verwaltung und 1810 zum Königreich Bayern. Vor der Gebietsreform war Eschenau eine selbstständige Gemeinde im Landkreis Erlangen. Am 1. Oktober 1971 wurde Oberschöllenbach eingemeindet.[4]

Eckenhaid

Im lokalen Dialekt „Eggahaa“ (Betonung auf der letzten Silbe) genannt. Der Ort wurde zwischen 1050 und 1100 gegründet, die erste urkundliche Erwähnung war 1278. Von 1387 bis 1751 war der Ort im Besitz der Muffel von Eschenau. In den 1950er und 60er Jahren fanden viele Vertriebene und Aussiedler, vor allem aus Siebenbürgen und dem Sudetenland stammend, in Eckenhaid eine neue Heimat. Die damals gebauten Siedlungen und ihre Bewohner machten aus dem winzigen Dorf eine ansehnliche und bald auch wohlhabende Gemeinde. Bis zur Gebietsreform war Eckenhaid eine Gemeinde im Landkreis Lauf an der Pegnitz. Im Dezember 2015 veröffentlichte Artur Momberger das Buch Eckenhaid - Chronik eines Dorfes[6]. Auf 196 Seiten beschreibt der Autor die Geschichte des Ortes.

Forth

Die Gründung der Orte Forth (Bauerngut) und Büg (herrschaftliches Rittergut) durch die Reichsfreiherren von Gotzmann erfolgte zwischen 1050 und 1150. Das herrschaftliche Rittergut Büg ging 1611 in den Besitz der Herren von Bünau über. Im Jahr 1925 erfolgte der politische Zusammenschluss von Forth und Büg.[4] Über Jahrhunderte prägte die jüdische Gemeinde den Aufstieg Forths zu einem bedeutenden Handelszentrum im Erlanger Oberland. Dieser Teil der Forther Geschichte endete mit dem brutalen Abtransport der letzten jüdischen Bürger in der Pogromnacht des 11. November 1938. Erst siebzig Jahre später fand in Forth in der evangelischen Kirche die erste öffentliche Gedenkfeier dazu statt. Anwesend war auch ein früherer Forther Bürger, Albert Kimmelstiel, der 1938 ebenfalls seine damalige Heimatgemeinde verlassen musste.

In Forth wurde der Schauspieler Lee Kohlmar (1873–1946) geboren.

Politik

Kommunalwahl 2014[7]
Wahlbeteiligung: 65.35 %
 %
40
30
20
10
0
24,74 %
13,64 %
14,21 %
15,15 %
32,24 %
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Das Rathaus befindet sich in Eschenau, dem größten Ortsteil der Gemeinde.

Marktgemeinderat

Der Marktgemeinderat von Eckental hat 24 Mitglieder. Durch die Kommunalwahl am 16. März 2014 ergab sich folgende Sitzverteilung:

CSU SPD GRÜNE Freie Wähler UBE* Gesamt
2014 6 3 3 4 8 24 Sitze

* Unabhängige Bürger Eckental

Zusätzlich gehört dem Marktgemeinderat die getrennt gewählte Erste Bürgermeisterin an.

Bürgermeister

Von 1972 bis 1996 war Georg Hänfling (CSU) Bürgermeister, ihm folgte Hans Holndonner (CSU), der 2002 von Wilfried Glässer (FW) abgelöst wurde. Seit 2014 ist Ilse Dölle (UBE) Erste Bürgermeisterin. Sie wurde bei der Stichwahl am 30. März 2014 mit 76,9 % der abgegebenen Stimmen gewählt.

Wappen

Die Wappenbeschreibung lautet: „In Gold ein mit einem senkrechten silbernen Fisch belegter roter Pfahl, überdeckt von einem gesenkten blauen Wellenbalken; vorne ein steigender, rot gekrönter und bewehrter schwarzer Löwe; hinten ein schwarzer Steinbock.“

Partnergemeinden

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Bauwerke

  • St.-Bartholomäus-Kirche Eschenau
Um 1300 erbaut und vom Eschenauer Gutsherren Stephan Weigel gestiftet; im Ersten Markgrafenkrieg 1448/49 eingeäschert und 1472 wieder aufgebaut
  • Eschenauer Schloss
Das Herrenhaus Eschenau, auch Veste Eschenau oder Schloss Eschenau genannt, stammt aus der Zeit vor 1350. Es ist das älteste Herrenhaus im Gemeindegebiet und diente bis 1350 den Herren Weigel und bis 1750 den Herren Muffel als Domizil. Das Herrenhaus wurde im Jahr 1449 im Ersten Markgrafenkrieg zerstört und erst sechzig Jahre später von 1512 bis 1518 wieder aufgebaut. Davon sind nur noch einige Mauerreste vorhanden, da das Gebäude im Zweiten Markgrafenkrieg im Jahr 1553 erneut durch Brand zerstört wurde. Von 1603 bis 1611 wurde es zum dritten Mal neu aufgebaut. Es erhielt drei Geschosse und war nach der Überlieferung mit vielen Verzierungen und Stuckornamenten ausgestattet. Im Jahre 1843 brannte das Gebäude infolge Blitzschlag wieder aus. Beim erneuten Wiederaufbau wurde auf das oberste Stockwerk, die beiden Türme und auch auf den Zierrat verzichtet.
  • Evangelisch-lutherische Pfarrkirche aus dem 14. Jahrhundert am Marktplatz in Eschenau
  • Eschenauer Schloss aus dem 17. Jahrhundert am Ende der Herrengasse in Eschenau
  • Evangelisch-lutherische Pfarrkirche aus dem 15. Jahrhundert in Forth
  • Bügerschloss aus dem 18. Jahrhundert in Forth
  • Eckenhaider Schloss aus dem 17. Jahrhundert

Siehe auch Liste der Baudenkmäler in Eckental

Sport

Größter Sportverein in Eckental ist der 1. FC Eschenau mit etwa 1300 Mitgliedern. Seit 1997 wird in der Gemeinde der Bauer Cup ausgetragen, ein Profi-Tennisturnier der ATP Challenger Tour.

Vereine

Eckental hat eine Vielzahl an Vereinen, wie die Untergliederung Horst Füchse des Pfadfinderbundes Weltenbummler e. V., die Jugendkapelle Eckental e. V., zwei Chorgesellschaften, den Sudetendeutschen Volkstanzkreis Lauf-Eckental und Umgebung e. V. sowie diverse kirchlich organisierte Vereine und mehrere Freiwillige Feuerwehren.[8]

Wirtschaft und Infrastruktur

Bahnverkehr

Eschenau und Forth sind mit der 1998 erneuerten Gräfenbergbahn von Nürnberg aus gut zu erreichen. Früher gab es eine weitere Bahnverbindung nach Erlangen durch die Sekundärbahn Erlangen–Gräfenberg, die in den 1960er Jahren stillgelegt wurde. Heute wird über den Bau einer Stadtbahn nach Erlangen nachgedacht.

Autoverkehr

Die Ortsteile Brand, Eschenau und Forth liegen an der Bundesstraße 2. Im Herbst 2008 wurde die Ortsumgehung von Eschenau durchgängig befahrbar gemacht. Für den Ortsteil Forth ist ebenfalls eine Umgehungsstraße geplant.

Medien

In Eckental erscheinen zwei lokale Wochenzeitungen. Das wochenblatt des ortsansässigen NOVUM-Verlages und der Wochenanzeiger als Teil der Nürnberger Nachrichten informieren über örtliche Veranstaltungen und Ereignisse.

Bildung

  • Gymnasium Eckental (naturwissenschaftlich-technologisches und sprachliches Gymnasium) im Ortsteil Eschenau, besteht seit 1995
  • Mittelschule Eckental im Ortsteil Eschenau, ehemals Hauptschule Eckental, besteht seit 1979

Weblinks

 Commons: Eckental  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?val=1383&attr=OBJ&modus=automat&tempus=20111027/173038&hodie=20111027/173038
  3. Einwohnerzahlen und Konfession . Online auf der Homepage der Gemeinde. Abruf am 5. Juni 2013.
  4. 4,0 4,1 4,2 Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 458.
  5. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 712.
  6. Eckenhaid - Chronik eines Dorfes, Artur Momberger, Eigenverlag
  7. http://www.eckental-mfr.de/eigene_dateien/aktuell/aktuelles-2014/2/maerz/9-2014.pdf Amtsblatt des Marktes Eckental vom 26. März 2014
  8. Jugendbüro Eckental, Wegweiser Eckental 2014 - Freizeit- und Beratungsangebote für Kinder und Jugendliche, Eckental, Februar 2014

Eckenhaid - Chronik eines Dorfes, Artur Momberger, Eigenverlag


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