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Echt-Susteren


Dieser Artikel behandelt die Gemeinde in der niederländischen Provinz Limburg. Zur US-amerikanischen Fernsehmoderatorin und Journalistin siehe Greta Van Susteren.
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Gemeinde Echt-Susteren

Flagge

Wappen
Provinz  Limburg
Bürgermeister Jos Hessels (CDA)
Sitz der Gemeinde Echt
Fläche
 – Land
 – Wasser
104,60 km²
103,11 km²
1,49 km²
CBS-Code 1711
Einwohner 31.955 (1. Apr. 2016[1])
Bevölkerungsdichte 305 Einwohner/km²
Bedeutender Verkehrsweg A2, A73, N274, N276, Julianakanal
Vorwahl 046, 0475
Postleitzahlen 6100–6118
Website www.echt-susteren.nl
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Echt-Susteren ( anhören?/i) ist eine 2003 entstandene niederländische Gemeinde der Provinz Limburg und hatte am 1. April 2016 laut Angabe des CBS 31.955 Einwohner.

Orte

Echt-Susteren besteht offiziell aus zehn „Kernen“ (Kernen, Ortsteilen). Die Einwohnerzahlen sind bei Peij vom 1. Jan. 2007, sonst 1. Jan. 2008:

  • Vormalige Kleinstädte:
    • Echt, 7757 Einwohner, Sitz der Gemeindeverwaltung
    • Susteren, 7384 Einwohner
    • Nieuwstadt, 3345 Einwohner
  • Große Dörfer:
    • Peij, 4980 Einwohner, viel Neubaugebiet, bestehend aus:
      • Peij Dorf, 2450 Einwohner
      • Schilberg, 1780 Einwohner
      • Außengebiet, 760 Einwohner, Trappistenkloster
    • Koningsbosch, 1696 Einwohner
    • St. Joost, 1529 Einwohner
    • Roosteren, 1568 Einwohner
    • Maria Hoop, 1390 Einwohner
  • Kleine Dörfer:
    • Slek, 940 Einwohner
    • Dieteren, 828 Einwohner

Visserweert

Lage und Wirtschaft

Echt und Susteren liegen südlich von Maasbracht an der Maas und am Julianakanal. Beide Orte haben einen Bahnhof an der Eisenbahnlinie Eindhoven/RoermondMaastricht. Auch die Autobahn A2 zwischen diesen Städten hat Ausfahrten nach Echt und Susteren. Die Industrie ist vielseitig, besteht aber, von einer Dachziegelfabrik abgesehen, nur aus Kleinbetrieben. Viele Einwohner pendeln zur Arbeit, u. a. nach Sittard-Geleen. Die Stadt liegt an einer sehr engen Stelle der Niederlande – die Grenze zu Deutschland im Osten und Belgien im Westen liegen im Süden nur rund 5 km voneinander entfernt. Es ist die engste Grenzführung dieser Art in den Niederlanden.

Geschichte

Echt und Susteren waren in der Bronzezeit schon besiedelt. In Echt wurde ein Brunnen ausgegraben; darin fand man römische Zierrate und Gebrauchsgegenstände. Das Städtchen Ehti wurde bereits 950 urkundlich erwähnt; es war zum Teil eine Krondomäne des deutschen Königs Otto I.

In Susteren stand schon im 8. Jahrhundert die Abtei Susteren. Echt, Nieuwstadt und Susteren bekamen alle im 13. Jahrhundert das Stadtrecht. 1400 verkaufte „Johann von Salm“ die Städte, Schlösser und Lande Born, Sittard und Susteren für 70.000 Gulden an den Herzog von Geldern und Jülich.[2] Susteren und die anderen Orte waren danach mal Teil des Herzogtums Geldern, mal des Herzogtums Jülich. Diese Streitigkeiten sowie die Konkurrenz anderer Städte und einige Maashochwasser (Flutkatastrophen) beeinträchtigten die Entwicklung dieser Orte stark.

1794 bis etwa 1815 war in Susteren wie am gesamten Linken Rhein die Franzosenzeit.

Ab 1850 begann in Echt die Industrialisierung mit einer Dachziegelfabrik.

In der Zeit der deutschen Besatzung wurden u.a. Edith Stein und Rosa Stein, die seit 1938 im Karmeliterkloster Echt Zuflucht gefunden hatten, am 2. August 1942 von der Gestapo verhaftet und in das Durchgangslager Westerbork gebracht.

Susteren und Echt lagen im Zweiten Weltkrieg von Oktober 1944 bis Januar 1945 an der Frontlinie und erlitten dadurch große Schäden. Im Rahmen der Operation Blackcock (vom 14. bis 26. Januar 1945, Codename für die Eroberung des Gebiets etwa zwischen Roermond, Sittard und Heinsberg) rückten alliierte Truppen vor. Wegen des sehr kalten und feuchten Winterwetters konnten sich Panzer und Radfahrzeuge praktisch nur auf Straßen fortbewegen; diese wurden von der Wehrmacht während ihres Rückzugs oft vermint.

  • Am 17. Januar befreiten britische Truppen Susteren und gegen Mitternacht auch Echt.
  • Am Morgen des 18. griffen sie von Echt aus Schilberg an, die Kämpfe dauerten bis zum Nachmittag. Britische Flammenwerfer-Panzer (Churchill Crocodile) halfen dabei, den Widerstand der Verteidiger zu brechen.
  • Am frühen 19. fuhren sie in Koningsbach ein.
  • Um Sint Joost wurde 29 Stunden hart gekämpft (Näheres hier). [3]

Sehenswürdigkeiten

  • Die St. Amelbergakirche in Susteren, eine Kirche in romanischem Stil aus dem 11. Jahrhundert.
  • Der Marktplatz in Echt heißt Plats (ein Wort aus der örtlichen Mundart). Um diesen Plats stehen mehrere bemerkenswerte Gebäude, darunter:
    • eine gotische Kirche, die jedoch im 19. Jahrhundert eingreifend umgebaut wurde;
    • das alte Rathaus, das seit 2007 ein Museum für die Frau, über die Rolle der Frau in Familie und Gesellschaft früher und heute, beherbergt;
    • mehrere andere schön restaurierte Häuser.
  • In der Umgebung ist Wassersport auf der Maas möglich (siehe auch: Maasbracht).
  • Es gibt bei Koningsbosch ein kleines Waldstück, in dem man spazieren gehen kann.
  • Die Trappistenabtei Sint Joseph «Lilbosch» liegt im Stadtteil Echt

Städtepartnerschaften

  • Niederlande Deutschland Osterreich Ungarn Polen Slowakei Tschechien Zu 36 weiteren Städten und Gemeinden aus sieben Staaten (Deutschland, Österreich, Ungarn, Polen, der Slowakei, der Tschechischen Republik und den Niederlanden) bestehen Verbindungen im Rahmen der „Arbeitsgemeinschaft Neustadt in Europa

Bildergalerie

Töchter und Söhne der Gemeinde

  • Jan Schröder (1941–2007), Radrennfahrer, geboren in Koningsbosch

Weblinks

 Commons: Echt-Susteren  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikisource: Susteren in der Topographia Westphaliae (Matthäus Merian) – Quellen und Volltexte
 Wikisource: Echt in der Topographia Circuli Burgundici (Mathäus Merian) – Quellen und Volltexte

Einzelnachweise

  1. Bevolkingsontwikkeling; regio per maand April 2016 Centraal Bureau voor de Statistiek, Niederlande
  2. Theodor Joseph Lacomblet, in: Urkundenbuch für die Geschichte des Niederrheins oder des Erzstiftes Köln, Urkunde 1081, 1853, Band 3, 1301 bis 1400, S. [970]958.
  3. Seite 8f. des pdf (Seite 12 f. des Berichts; englisch)

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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Echt-Susteren (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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