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Ebroin


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Ebroin († 681) war fränkischer Hausmeier in Neustrien. Er wollte die Macht Neustriens auch auf Burgund und Austrasien ausdehnen.

Leben

Im Jahre 656, bei seinem Amtsantritt, war Sigibert III., der austrasische König, gerade gestorben und der dortige Hausmeier Grimoald hatte seinem Sohn Childebert den Thron verschafft. Daraufhin riefen neustrischen Großen ihren König Chlodwig II. auf, das Frankenreich wieder zu vereinen. Im Namen des Chlodwig wurde Grimoald in einem Hinterhalt gefangen genommen, nach Paris gebracht und dort 656 oder 657 im Kerker hingerichtet.

Ebroin blieb auch unter Chlothar III., der seinem Vater Chlodwig II. in Neustrien und Burgund nachfolgte, Hausmeier. Es gelang ihm nicht, Grimoalds Sohn aus Austrasien zu vertreiben. Nach dessen Tod 662 war er gezwungen, den Austrasiern mit Chlodwigs jüngerem Sohn Childerich II. wiederum einen eigenen König zuzugestehen, für den der Hausmeier Wulfoald die Regierungsgeschäfte führte.

Ebroin bemühte sich, wenigstens die Verbindung von Burgund und Neustrien zu erhalten, aber die großen burgundischen Adligen wollten ihre Eigenständigkeit wahren und erhoben sich unter Leodegar, dem Bischof von Autun; sie bezwangen Ebroin und internierten ihn im Kloster von Luxeuil (670). Sie veröffentlichten eine Proklamation, dass jedes Königreich seine eigenen Gesetze und Gebräuche beibehalten solle, dass es keine Amtsträger in mehreren Reichen geben solle und dass niemand mehr eine Tyrannei wie die des Ebroin errichten dürfe. Bald darauf jedoch wurde Leodegar von den Austrasiern unter Wulfoald geschlagen und selbst ins Kloster Luxeuil verbannt (673).

Im selben Jahr nutzten beide Verbannten die allgemeine Anarchie, flüchteten aus dem Kloster und standen sich erneut gegenüber. Beide suchten Unterstützung durch merowingische Könige, Ebroin proklamierte sogar einen "falschen" Merowinger Chlodwig (III.) als Herrscher. Leodegar wurde bei Autun besiegt, zur Kapitulation gezwungen und geblendet. Am 2. Oktober 679 schließlich wurde er nach harten Foltern getötet. Die Kirche sprach ihn später heilig.

Nach dem Tod seines langjährigen Gegners wurde Ebroin der einzige und absolute Herrscher der Franken, breitete seine Macht über Burgund aus und schlug die Austrasier 678 bei Bois-du-Fay, in der Nähe von Laon. Sein Triumph war aber nur kurzlebig, er wurde 681 ermordet, Opfer einer Attacke seiner zahllosen Feinde.

Literatur

Quellen

Sekundärliteratur

  • Hans Hubert AntonEbroin. In: Reallexikon der Germanischen Altertumskunde (RGA). 2. Auflage. Band 6, Walter de Gruyter, Berlin/New York 1986, ISBN 3-11-010468-7, S. 346–348.
  • Johannes Fischer: Der Hausmeier Ebroin. Zschiesche, Wilkau-Haßlau 1954
  • J. Friedrich: Zur Geschichte des Hausmeiers Ebroin. In: Sitzungsberichte der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, 1887, S. 42–61
  • Albrecht: Ebroin. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 5, Duncker & Humblot, Leipzig 1877, S. 594 f.
  • Jean Baptiste Pitra: Histoire de Saint Léger. Paris 1846

Weblinks


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