ESTRACK - LinkFang.de





ESTRACK


Unter dem Namen ESTRACK (ESA tracking stations) betreibt die europäische Raumfahrtbehörde ESA ein Netz von Funkstationen, die zur Kommunikation mit Satelliten und Raumsonden dienen. Durch weltweite Verteilung der Stationen ist gewährleistet, dass ein Raumflugkörper stets mit mindestens einer Station Funkverbindung aufnehmen kann.

Zu den Raumfahrtmissionen, die über das ESTRACK gesteuert werden, gehören beispielsweise Herschel/Planck, LISA Pathfinder, Gaia, BepiColombo und Venus Express.

Bodenstationen

ESTRACK besteht aus zehn Bodenstationen, die die Raumflugkörper mit dem Europäischen Raumflugkontrollzentrum (ESOC) in Darmstadt verbinden. Fünf Stationen befinden sich in Europa, zwei in Australien, zwei auf dem südamerikanischen Kontinent und eine in Afrika. Bei den Stationen New Norcia (DSA 1), Cebreros (DSA 2) und Malargüe (DSA 3) handelt es sich um Deep Space Antenna, 35-m-Parabolantennen, mit denen eine Kommunikation zu weit entfernten Raumflugkörpern unabhängig von der Erdrotation jederzeit möglich ist.

Afrika

Australien

Europa

  • Kiruna, Schweden ()
    • Durchmesser: 13 und 15 Meter
    • Frequenzbänder: S-Band (Senden und Empfang), X-Band (Empfang)
  • Redu, Belgien ()
    • Durchmesser: elf Antennen, davon die größte 15 m
    • Frequenzbänder: S-Band (Senden und Empfang)
  • Cebreros, Spanien ()
    • Durchmesser: 35 m (DSA 2)
    • Höhe: 40 m
    • Gewicht: 540 t
    • Frequenzbänder: X-Band (Senden und Empfang), Ka-Band (Empfang)
    • Kosten: 30 Mio. EUR
  • Villafranca del Castillo, Spanien ()
    • Durchmesser: 15 m (Fünf Antennen, davon die beiden größten 15m)
    • Frequenzbänder: S- und X-Band (Senden und Empfang)
  • Santa Maria (Azoren), Portugal ()
    • Frequenzbänder: S-Band und in naher Zukunft X-Band (Stand Januar 2008)
    • Es ist die erste ESTRACK-Station, die vom Weltraumzentrum Guayana startende Raketen mit mittlerer Bahnneigung überwachen kann.

Südamerika

Kooperation

Neben den eigenen Stationen nutzt die ESA auch Bodenstationen anderer Organisationen:

Dazu gibt es noch andere Kooperationen mit Stationen von nationalen Raumfahrorganisationen[1], z.B. nutzt die ESA auch die Bodenstation Weilheim des DLR.

Erweiterung

Je höher der Antennengewinn der Bodenstationen, desto geringer der technische Aufwand für die Sende- und Empfangssysteme der Raumflugkörper. Dies äußert sich beispielsweise in geringerer Sendeleistung, was den Energiebedarf verringert und geringerer Empfängerempfindlichkeit. Außerdem vergrößert sich die Reichweite im Fall von interplanetarischen Missionen. Allerdings verkleinert sich mit zunehmendem Antennengewinn im Allgemeinen der Öffnungswinkel der Antenne, so dass für jeden Raumflugkörper der Azimut und die Elevation rejustiert werden müssen.

Die US-amerikanische Raumfahrtbehörde NASA betreibt unter dem Namen Deep Space Network ein ähnliches Netz.

Siehe auch

Weblinks

Einzelnachweise

  1. http://www.heise.de/newsticker/meldung/ESA-komplettiert-European-Deep-Space-Network-1770424.html?view=zoom;zoom=3

Kategorien: Bodengebundene Raumfahrttechnik | ESA

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/ESTRACK (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

Änderungen: Alle Bilder mit den meisten Bildunterschriften wurden entfernt. Ebenso alle zu nicht-existierenden Artikeln/Kategorien gehenden internen Wikipedia-Links (Bsp. Portal-Links, Redlinks, Bearbeiten-Links). Entfernung von Navigationsframes, Geo & Normdaten, Mediadateien, gesprochene Versionen, z.T. ID&Class-Namen, Style von Div-Containern, Metadaten, Vorlagen, wie lesenwerte Artikel. Ansonsten sind keine Inhaltsänderungen vorgenommen worden. Weiterhin kann es durch die maschinelle Bearbeitung des Inhalts zu Fehlern gerade in der Darstellung kommen. Darum würden wir jeden Besucher unserer Seite darum bitten uns diese Fehler über den Support mittels einer Nachricht mit Link zu melden. Vielen Dank!

Stand der Informationen: August 201& - Wichtiger Hinweis: Da die Inhalte maschinell von Wikipedia übernommen wurden, ist eine manuelle Überprüfung nicht möglich. Somit garantiert LinkFang.de nicht die Richtigkeit und Aktualität der übernommenen Inhalte. Sollten die Informationen mittlerweile fehlerhaft sein, bitten wir Sie darum uns per Support oder E-Mail zu kontaktieren. Wir werden uns dann innerhalb von spätestens 10 Tagen um Ihr Anliegen kümmern. Auch ohne Anliegen erfolgt mindestens alle drei Monate ein Update der gesamten Inhalte.