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Dreis


Dieser Artikel behandelt die Gemeinde Dreis im Landkreis Bernkastel-Wittlich. Weitere Orte namens Dreis sind unter Dreis (Begriffsklärung) zu finden.
Wappen Deutschlandkarte
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Bernkastel-WittlichVorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Landkreis existiert nicht
Verbandsgemeinde: Wittlich-Land
Höhe: 170 m ü. NHN
Fläche: 11,26 km²
Einwohner: 1348 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 120 Einwohner je km²
Postleitzahl: 54518
Vorwahl: 06578
Kfz-Kennzeichen: WIL, BKS
Gemeindeschlüssel: 07 2 31 024
Adresse der Verbandsverwaltung: Kurfürstenstraße 1
54516 Wittlich
Webpräsenz: www.gemeinde-dreis.de
Ortsbürgermeister: Markus Hansen
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Dreis ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Bernkastel-Wittlich in Rheinland-Pfalz, an der Salm gelegen. Sie gehört der Verbandsgemeinde Wittlich-Land an. Dreis ist ein staatlich anerkannter Erholungsort.[2]

Geographie

Dreis liegt am Austritt der Salm aus den Eifelbergen am Fuße des Burgberges, am Rand der Wittlicher Senke. Zu Dreis gehören auch die Wohnplätze Landhaus Kasfeld, Lindenhof, Maarhof, Jagdhaus Schumacher und Sonnenhof.[3]

Nachbargemeinden sind Bergweiler, Wittlich, Altrich, Salmtal, Dodenburg, Gladbach und Bruch.

Geschichte

Dreis zählt zu den ältesten Orten des Wittlicher Landes. Der Ort trägt seinen Namen nach dem Sauerbrunnen (= Drees), der im Ortskern am ehemaligen Stierstall zu finden ist. Dreis, ein königliches Gut („fisci“), wurde vom Bruder Karls des Großen, Karlmann I., zum Ende des 8. Jahrhunderts, dem Kloster Echternach an der Sauer geschenkt. Im Jahre 785 bestätigte Karl der Große die Schenkung seines Bruders. Eine Urkunde der ursprünglichen Schenkung war nicht ausgestellt worden. Karlmann starb im Jahre 771. Eine Abschrift der Urkunde befindet sich im goldenen Buch („Liber aureus“) der Abtei Echternach, das heute in Gotha aufbewahrt wird.[4]

Dreis gehörte landesherrlich bis zum Ende des 18. Jahrhunderts zur Abtei Echternach und war damit luxemburgisches Gebiet.[5]

Im späten Mittelalter war die Grundherrschaft zu Dreis eine Besitzung der Abtei Echternach und stand unter der Vogtei der Herren von Esch, später der Grafen von Manderscheid-Kail. Nach den Weistümern übte die Gemeinde die Hochgerichtsbarkeit ziemlich selbständig aus. Die Abtei hatte im Jahr 1639 einen Streit mit den Bauern zu Dreis, welche die Gerichtsbarkeit für sich in Anspruch nahmen. Es kam zu einem Prozess vor dem Reichskammergericht zu Speyer. Erst 1673 erfolgte das Urteil, in dem der Abtei Echternach die landesherrliche Obrigkeit über Dreis zugesprochen wurde.[6]

Im Jahr 1712 hatte der Echternacher Abt einige Neuerungen eingeführt, die Dreiser Bauern riefen daraufhin die Niederrheinische Ritterschaft zur Hilfe und behaupteten, ein freies Reichsdorf zu sein. Der Abt wandte sich erneut an das Reichskammergericht, das den Dreiser Bauern Gehorsam gegen ihren Herrn befahl.[6]

Die Landeshoheit der Abtei war auch sonst nicht unangefochten. Kurtrier hatte 1602 den vergeblichen Versuch gemacht, sich als Landesherrn huldigen zu lassen.[6]

Nach 1792 hatten französische Revolutionstruppen das Linke Rheinufer besetzt, von 1798 bis 1814 gehörte Dreis zum Kanton Wittlich im französischen Saardepartement. Aufgrund der auf dem Wiener Kongress getroffenen Vereinbarungen kam die Region 1815 zum Königreich Preußen, die Gemeinde Dreis wurde 1816 dem Kreis Wittlich im Regierungsbezirk Trier zugeordnet, der von 1822 an zur Rheinprovinz gehörte.

Seit 1946 ist die Gemeinde Teil des damals neu gebildeten Landes Rheinland-Pfalz.

Bevölkerungsentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Dreis, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[2][1]

Jahr Einwohner
1815 580
1835 793
1871 938
1905 895
1939 970
1950 1.040
Jahr Einwohner
1961 1.141
1970 1.302
1987 1.260
1997 1.391
2005 1.390
2014 1.348

Gemeinderat

Der Gemeinderat in Dreis besteht aus 16 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden. Die 16 Sitze im Gemeinderat verteilen sich auf zwei Wählergruppen.[7]

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Schloss Dreis

Schloss Dreis, als Sommersitz der Echternacher Äbte 1774 erbaut, kam später in den Besitz der Grafen von Walderdorff. Der zweieinhalb geschossige Bruchsteinbau mit Gliederungen in rotem Sandstein ist eine wahre Sehenswürdigkeit mit reicher Ausstattung.

Siehe auch

Wirtschaft und Infrastruktur

Das von Helmut Thieltges geführte familieneigene „Waldhotel Sonnora“ in Dreis gehört nach dem Gault-Millau zu den neun besten Restaurants in Deutschland. Es ist mit drei Sternen im Guide Michelin ausgezeichnet.

In Dreis beginnt der Salm-Radweg, der nach Klüsserath/Mosel führt.

Weblinks

 Commons: Dreis  – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Anzahl der Einwohner in den Kommunen am 31. Dezember 2014 (Hilfe dazu).
  2. 2,0 2,1 Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  3. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile 2010 , Seite 59 (PDF; 2,3 MB)
  4. Andreas Wisniewski, Chronik Wittlich-Land
  5. Alexander Melior: Leichenpredigt auf Michael Hormann, Prälat der Abtei Echternach, 1775 (dilibri.de )
  6. 6,0 6,1 6,2 Wilhelm Fabricius: Erläuterungen zum geschichtlichen Atlas der Rheinprovinz, 2. Band: Die Karte von 1789. Bonn, Hermann Behrend, 1898, S. 309
  7. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen

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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Dreis (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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