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Dorum


Dorum
Höhe: 2 m
Fläche: 24,32 km²
Eingemeindung: 1. Januar 2015
Postleitzahl: 27639
Vorwahl: 04742 oder 04741

Lage von Dorum in Wurster Nordseeküste

Die Ortschaft Dorum gehört zur Gemeinde Wurster Nordseeküste im Landkreis Cuxhaven in Niedersachsen. Dorum trug früher die Bezeichnung Nordseebad [1]

Geschichte

Das Gebiet von Dorum wie das ganze Land Wursten wurden seit dem 6. Jahrhundert von Friesen besiedelt, nachdem die Sachsen das Gebiet verlassen hatten.

Am 16. Juli 1757 zerstörte ein Großfeuer innerhalb von zwei Stunden nahezu den gesamten Ort. Unter den damaligen Flüchtlingen war auch der spätere bekannte Lilienthaler Pastor Johann Wilhelm Hönert. 1852 wurde das Amtsgericht Dorum gebildet.

Am 1. Januar 2011 verlor Dorum den Status Nordseebad.[1]

Die Gemeinde Dorum fusionierte zum 1. Januar 2015 mit den Gemeinden Cappel, Midlum, Misselwarden, Mulsum, Nordholz, Padingbüttel und Wremen zur Gemeinde Wurster Nordseeküste im Landkreis Cuxhaven. Die Samtgemeinde Land Wursten wurde zum gleichen Termin aufgelöst.[2]

Herkunft des Ortsnamens

Erstmals wird der Name „Dorum“ im Jahre 1312 urkundlich erwähnt. Bevor der Ortsname endgültig zu „Dorum“ wurde, hieß der Ort „Dornem“, „Thornum“, „Dorum“ und „Dornem“. „Dorn“-„hem“ gehört zu friesisch (und niederdeutsch) „thorn, dorn“ und bedeutet wahrscheinlich „Dornen“-„Siedlung“.[3]

Politik

Gemeinderat zum Zeitpunkt der Fusion

Seit der Kommunalwahl 2011 setzte sich der Gemeinderat wie folgt zusammen:

  • CDU: 9 Ratsmitglieder
  • SPD: 6 Ratsmitglieder

Letzter Bürgermeister war Klaus Seier (CDU). Letzter Gemeindedirektor war Wolfgang Neumann.

Wappen

Gespalten, vorn in Silber ein halber schwarzer, rotbewehrter Adler am Spalt, hinten in Gold der heilige Urban (schwarz) über grünem, mit einem silbernen Kleeblatt belegten Schildfuß. Der halbe Adler, der sich in vielen friesischen Wappen findet, weist auf die Bedeutung Dorums als Hauptort des friesischen Landes Wursten hin. Der heilige Urban ist der Patron der Dorumer Kirche und das Kleeblatt ist ein Sinnbild der Landwirtschaft.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

In der Liste der Baudenkmale in Wurster Nordseeküste, Abschnitt Dorum, stehen die in der Denkmalliste des Landeskreises Cuxhaven eingetragenen Baudenkmale.

Kirchen

Die St.-Urbanus-Kirche gehört mit den Gotteshäusern in Wremen und Imsum zu den Hauptkirchen des Landes Wursten. Erbaut wurde sie um 1200. In der Größe und Ausstattung der Kirche spiegelt sich der damalige Wohlstand der Wurster Schiffer und Bauern wider. Neben dem Taufstein aus dem 12. Jahrhundert zählt das romanische Kruzifix aus dem 13. Jahrhundert zum ältesten Kircheninventar im Lande. Ein weiteres Kruzifix ist aus dem 15. Jahrhundert. Bekannt ist vor allem der Sakramentsbaum, der einer Sage nach bei einem Schiffbruch an die Küste gespült wurde.[4]

Der Hafen in Dorum-Neufeld

Dorum besitzt einen kleinen Hafen, den Sielhafen Dorum-Neufeld. Hier landen Krabbenkutter täglich ihren Fang für die Krabbenfischerei an. Neben dem Hafenbecken befindet sich ein Plateau mit Gastronomiebetrieben. Auf dem Deich hinter dem Hafen steht ein Denkmal zum Gedenken an die Opfer der Sturmfluten an der Nordseeküste.

Leuchtturm

Unmittelbar vor der Dorumer Küste, in Sichtweite des Hafens, steht der Leuchtturm „Obereversand“, der 2003 mittels eines Schwimmpontons nach Dorum verbracht wurde, nachdem seine Unterhaltung am ursprünglichen Standort Obereversand nicht mehr sinnvoll war.

Deichmuseum

Das Niedersächsische Deichmuseum veranschaulicht die Auseinandersetzung des Menschen mit dem Meer, die seit jeher im Mittelpunkt des Lebens der norddeutschen Küstenbewohner steht. In diesem Museum wurde erstmals die Entwicklung des Küstenschutzes von der Steinzeit bis in die Gegenwart dargestellt.[5] Das ehemalige Deichmuseum Dorum heißt heute Deichmuseum Land Wursten und ist von Mai bis Oktober für Besucher geöffnet.[6]

Wirtschaft und Infrastruktur

Ansässige Unternehmen

Neben touristischen Unternehmen wie der Cuxland Ferienparks GmbH gibt es Handwerks- und Einzelhandelsbetriebe.

Tourismus

Dorum ist Schwerpunktort des Tourismus in der Samtgemeinde. Der Ort bietet vielfältige Erholungs- und Kureinrichtungen, insbesondere am Hafen in Dorum-Neufeld. Jährlich sind über 650.000 Übernachtungen zu verzeichnen. Der Ort verfügt hinter dem Deich über mehrere Campingplätze. Das Meer vor Dorum gehört zum Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer.

Im Ortsteil Dorum-Neufeld gibt es zahlreiche Unterkünfte direkt am Meer, einen Badestrand, den Kutterhafen, das Wellness- und Kurmittelhaus „Cuxland Deichschlösschen“ mit einem beheizten Schwefelsole-Wellenfreibad und Wellnessbad, die Kurverwaltung mit Kinderspielhaus, den Leuchtturm und weitere touristische Einrichtungen.

Verkehr

Durch Dorum führt die Landstraße von Midlum nach Bremerhaven. Dorum liegt etwa sechs Kilometer von der Autobahn A 27 entfernt. Man gelangt über die Ausfahrt Neuenwalde nach Dorum.

Der Bahnhof Dorum (Wesermünde) an der Bahnstrecke Bremerhaven–Cuxhaven wird regelmäßig im Personenverkehr bedient.

Söhne und Töchter der Gemeinde

Weblinks

 Commons: Dorum  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikivoyage: Dorum – Reiseführer

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 Niedersächsischer Landtag, 16. Wahlperiode, Drucksache 16/3359: Kleine Anfrage „Welchen Stellenwert haben Prädikate wie ‚staatlich anerkannter Luftkurort‘ speziell für den Heidetourismus und die Tourismuswirtschaft in Niedersachsen“? (PDF; 102 kB), abgerufen am 22. März 2011
  2. Gesetz über die Neubildung der Gemeinde Wurster Nordseeküste, Landkreis Cuxhaven vom 8. November 2012, Niedersächsisches Gesetz- und Verordnungsblatt (Nds. GVBl.) Nr. 26/12, ausgegeben in Hannover am 16. November 2012
  3. Der Ortsnamenforscher auf NDR 1 Niedersachsen , Recherche Jürgen Udolph
  4. Männer vom Morgenstern (Hrsg.): Hake Betken siene Duven. Das Sagenbuch von Elb- und Wesermündung. 3. Auflage. Bremerhaven 1999, ISBN 3-931771-16-4
  5. Bernd Schmitz: Reiseführer Störtebekerstraße. Touristik Verlag Vellmar, Vellmar 1996/97, ISBN 3 930632 37 3, S. 85
  6. Website des Deichmuseums

Kategorien: Ort an der Weser | Seebad in Niedersachsen | Ort im Landkreis Cuxhaven | Ehemalige Gemeinde (Landkreis Cuxhaven) | Wurster Nordseeküste | Ort mit Seehafen

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Dorum (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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