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Doppelkolbenmotor


Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Zum gegenläufigen Doppelkolbenmotor siehe Gegenkolbenmotor

Als Doppelkolbenmotor wird ein Verbrennungsmotor bezeichnet, bei dem zwei gleichlaufende Arbeitskolben einen gemeinsamen Brennraum haben. Die dabei verwendete Gleichstromspülung erlaubt als einzige Variante beim Zweitaktmotor die Aufladung des Motors, da hier der Auslass früher als der Einlass geschlossen werden kann. Der Doppelkolbenmotor wurde von 1913 bis 1970 überwiegend in Motorrädern verwendet. Nur noch historisch interessant sind Doppelkolben-Viertaktmotoren.

Technik und Anwendung

Beim Doppelkolbenmotor mit Gabel- oder Anlenkpleuel steuert ein Kolben den Auslassvorgang, der andere den Überströmvorgang.[1]
Man unterscheidet beim Doppelkolbenmotor drei Bauarten:

  • Das Gabelpleuel hält die Kolben hintereinander (System Puch)[2]
  • Das Gabelpleuel hält die Kolben nebeneinander (System Triumph)[3]
  • Das Haupt- und Nebenpleuel (Anlenkpleuel) nach dem Patent von Arnold Zoller (System Zoller).[4]

Trotz der zwei Zylinderlaufbahnen und Kolben zählt der Doppelkolbenmotor zu den Einzylindermotoren.[2]

Vor- und Nachteile

  • weniger Frischgasverluste als bei Gegenstromspülung[2]
  • der abgasseitige Kolben wird nicht von Frischgas bestrichen, was die Kühlung erschwert[2]
  • Aufladung möglich, wenn der Auslass vor dem Einlass schließt.

Hersteller in Motorrädern

  • Alberto Garelli (1913–1926)
  • Puch; von Giovanni Marcellino entwickelt, die Kolben laufen hintereinander (1923–1970)
  • Baier; System Zoller (1927–1929)
  • DKW (mit Kolbenladepumpe); System Zoller (1933–)
  • Triumph; die Kolben laufen nebeneinander (1939/1946–1957)
  • Manet; System Zoller (1947–1951)[5][6]

Hersteller in Pkw

Hersteller in LKW

  • Framo Motor U 500,[8] geht zurück auf Konstrukteur Petersen von DKW. Verbaut 1943–1951 im Typ Framo V 501.

Galerie

Literatur

  • Richard van Basshuysen, Fred Schäfer: Handbuch Verbrennungsmotor Grundlagen, Komponenten, Systeme, Perspektiven. 3. Auflage, Friedrich Vieweg & Sohn Verlag/GWV Fachverlage GmbH, Wiesbaden, 2005, ISBN 3-528-23933-6.
  • Peter Gerigk, Detlev Bruhn, Dietmar Danner: Kraftfahrzeugtechnik. 3. Auflage, Westermann Schulbuchverlag GmbH, Braunschweig, 2000, ISBN 3-14-221500-X.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Stefan Knittel: Motorrad Lexikon. BLV Verlag Zürich, 1981, ISBN 3-405-12226-0, S. 48
  2. 2,0 2,1 2,2 2,3 oldtimer-markt.de Doppelkolbenmotor (abgerufen am 11. Mai 2013)
  3. motor-lit-berlin.de Triumph (abgerufen am 11. Mai 2013)
  4. US-Patent 2014678
  5. gtue-oldtimerservice.de MANET (abgerufen am 4. Januar 2016)
  6. motomagazin.cz (abgerufen am 4. Januar 2016)
  7. Arnold Zoller entwickelte 1934 einen 6-Zylinder-Zweitakt-Doppelkolbenmotor für den Rennwagen, der von den Röhr-Werken gebaut wurde. → roehrauto.de (abgerufen am 11. April 2013)
  8. Carl-Hans Morgenstern: Der Zweizylinder-Zweitaktmotor U 500 der Framo-Werke, unveröffentlichtes Manuskript, 1996, Peter Kirchberg

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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Doppelkolbenmotor (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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