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Donaufeld


Donaufeld
Wappen Karte

Donaufeld ist ein Stadtteil Wiens im 21. Wiener Gemeindebezirk Floridsdorf. Der Ort war zwischen 1881 und 1894 eine eigenständige Gemeinde und ist heute eine der 89 Wiener Katastralgemeinden.

Geographie

Die Katastralgemeinde erstreckt sich über eine Fläche von 493,49 ha, wovon 31 ha im Gemeindebezirk Brigittenau und 22 ha im Gemeindebezirk Donaustadt liegen. Dabei handelt es sich jedoch um Wasserflächen. Als südlichster Bezirksteil von Floridsdorf grenzt Donaufeld im Südwesten jenseits der Donau an die Brigittenau und im Südosten an die Donaustadt. Innerhalb von Floridsdorf grenzt Donaufeld an die Bezirksteile Floridsdorf, Großjedlersdorf und Leopoldau. Die Donau und ihre Seitenarme gliedern Donaufeld in drei Teile. Zwischen Donau und Neuer Donau liegt die unbewohnte Donauinsel, deren Donaufelder Teil von der Bezirksgrenze bis zur Nordbahnbrücke reicht. Zwischen Neuer Donau und Alter Donau befindet sich die Siedlung Bruckhaufen und jenseits der Alten Donau der historische Ortskern von Donaufeld.

Geschichte

Das spätere Donaufeld gehörte ursprünglich zur Gemeinde Leopoldau. Um die Mitte des 19. Jahrhunderts wurden hier zahlreiche Fabriken und Wohnhäuser errichtet. Daraus entstanden zwei neue Ortschaften: Neu-Leopoldau und Mühlschüttel. 1881 wurden diese beiden Orte von der Gemeinde Leopoldau getrennt und bildeten eine eigene Gemeinde Neu-Leopoldau mit Mühlschüttel, die 1886 aufgrund der Verwechslungsgefahr mit der Gemeinde Leopoldau in Donaufeld umbenannt wurde.

1894 wurde aufgrund eines Beschlusses des niederösterreichischen Landtages Donaufeld mit den Gemeinden Jedlesee, Floridsdorf und Neu-Jedlersdorf zur Großgemeinde Floridsdorf zusammengeschlossen. 1905 erfolgte schließlich gemeinsam mit weiteren Ortschaften die Eingemeindung in Wien zum 21. Wiener Gemeindebezirk Floridsdorf.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Die Donaufelder Pfarrkirche ist ein neugotischer Backsteinbau und mit ihrem 96 Meter hohen Turm die dritthöchste Kirche Wiens. Mit dem Islamischen Zentrum Wien befindet sich im Stadtteil ein weiterer bemerkenswerter Sakralbau.

Wie auch andere an der Donau gelegene Wiener Katastralgemeinden ist Donaufeld ein Schauplatz des jährlich stattfindenden Donauinselfests, des größten Freiluftfestivals Europas.

Durch die Donauinsel und die Alte Donau verfügt der Bezirksteil über ein großes Freizeit- und Badeareal. An der Alten Donau befinden sich die Strandbäder Angelibad und Eisenbahnerbad. Der Freiligrathpark ist eine Parkanlage unweit der Donaufelder Pfarrkirche.

Wirtschaft und Infrastruktur

Im Norden von Donaufeld liegt ein Industriegebiet. Hier befand sich auch die bis 1970 betriebene Raffinerie Floridsdorf. Das östliche Gebiet des Bezirksteils wird von Erwerbsgärtnereien genutzt. Dieses rund 70 ha große landwirtschaftliche Areal, das auch den südlichen Zipfel Leopoldaus umfasst, ist im Wiener Stadtentwicklungsplan als Zielgebiet Donaufeld ausgewiesen. Geplant ist, hier „einen lebendigen Stadtteil mit hoher Lebensqualität zu schaffen.“[1] Im Zuge dessen ist auch die Errichtung einer neuen Straßenbahnlinie als zusätzliche Verbindung von Floridsdorf mit dem Donauzentrum angedacht.

Verkehrstechnisch ist Donaufeld vor allem durch die Donauufer Autobahn erschlossen. Bei der Brigittenauer Brücke befindet sich eine Autobahnanschlussstelle. Eine weitere wichtige Straße ist die Donaufelder Straße, wo auch die Straßenbahnlinien 25 und 26 fahren.

In Donaufeld befindet sich die Volksschule Mengergasse 33 sowie der Campus Donaufeld Nord mit einer Ganztagesvolksschule und einem Kindergarten[2].

Persönlichkeiten

Literatur

  • Raimund Hinkel: Wien XXI. Floridsdorf. Das Heimat-Buch. Brandstätter, Wien 1994, ISBN 3-85447-528-4.

Weblinks

 Commons: Donaufeld  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Stadtentwicklungsplan 2005 – Zielgebiet Donaufeld auf den Seiten von wien.at
  2. Campus Donaufeld Nord - Neubau abgerufen am 5. Juni 2013

Kategorien: Ort in Wien | Floridsdorf

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Donaufeld (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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