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Donkosaken

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Dieser Artikel beschäftigt sich mit der Volksgruppe der Donkosaken. Für die Männerchöre, die diese Bezeichnung in ihrem Namen tragen, siehe Donkosakenchor.

Die Donkosaken (auch: Don-Kosaken) sind eine der zahlenmäßig größten Untergruppen der Kosaken, um 1920 umfassten die Kosaken des Don ungefähr eine Million Menschen,[1] sie bildeten sich ab dem 15. Jahrhundert als Wehrbauern gegen die Tataren. Sie lebten am Don und seinen Nebenflüssen Medwediza, Chopjor, Siwerskyj Donez und Scherebez. Das Land war bei ihnen Gemeinschaftsbesitz (Allmende). Die Donkosaken waren an der russischen Kolonisation Sibiriens ab dem 16. Jahrhundert beteiligt. Der höchste militärische Rang bei den Donkosaken ist der eines Atamans.

Um 1800 stellten sie 70.000 Kämpfer der russischen Armee gegen Napoleon.

Der Widerstand der Donkosaken gegen die bolschewistische Machtübernahme 1917 (Oktoberrevolution) führte zu erbitterten Kämpfen während des Russischen Bürgerkriegs. Nach der Niederlage der auf der Seite der Weißen Armee kämpfenden Kosaken kam es aufgrund eines Dekretes Jakow Michailowitsch Swerdlows vom 24. Januar 1919 zu Massenerschießungen und Deportationen der kosakischen Bevölkerung (einschließlich der Frauen, Kinder und Alten) in Arbeitslagern (Gulag) durch die bolschewistische Regierung während der Jahre 1919/1920. Rund 700.000 Menschen fanden auf diese Weise den Tod.

Heute soll das Große Don-Heer 156.000 Kosaken umfassen, die teilweise in den Kaukasus-Konflikt 2008 verwickelt gewesen sein sollen.[2][3][4] Ataman ist seit 2006 Viktor Wodolazki.

Einzelnachweise

  1. Gunnar Heinsohn: Lexikon der Völkermorde. ISBN 3-499-22338-4
  2. RIA Novosti vom 5. August 2008: Russischer Kosaken-Ataman dementiert Meldungen über Spaltung im Kosaken-Heer
  3. RIA Novosti vom 16. August 2006: Kosaken von Abchasien und Russland schließen Freundschaftsvertrag
  4. RIA Novosti vom 2. August 2006: Russische Kosaken bereit zum Schutz der Bürger Russlands in Abchasien

Literatur

  • W. L. Genis: Raskazacwanie w Sowjetskoi Rossii (Die Dekosakisierung im sowjetischen Russland). In: Woprosy Istorii (Fragen zur Geschichte) 1994/1.
  • Dimitri Wolkogonow: Lenin. Utopie und Terror. Econ 1996, ISBN 3-430-19828-3.

Weblinks

 Commons: Donkosaken  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Donkosaken (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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