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Divisi


divisi (abgekürzt div.) ist eine Spielanweisung für Orchesterspieler (zumeist Streicher):

Mehrstimmige Passagen sollen nicht mit Doppelgriffen, sondern aufgeteilt auf die Spieler mit Einzeltönen gespielt werden.

Oft ist bei geteilten Parts aber das explizite Wort divisi nicht nötig, da in der Partitur der Übergang von homo- zu zweistimmig polyphoner Notation dies bereits anzeigt. Vorteilhaft ist das Wort vor allem überall dort, wo die Schreibweise es nicht eindeutig erkennen lässt, oder wo es bequemer und leserlicher ist akkordischen Satz in homophoner Schreibweise zu notieren, die aber nicht als Doppelgriffe sondern durch Teilung ausgeführt werden sollen.

Das Ende dieser Passagen wird durch tutti oder unisono (abgekürzt unis.) angezeigt. Als spieltechnische Anweisung werden die Wörter divisi, tutti, unisono über dem System gesetzt (obwohl Divisi-Parts naturgemäß in zweistimmig polyphone Schreibweise übergehen, nur wo es nicht anders möglich ist, vorübergehend in zwei eigene Systeme).

Mitunter wird auch angegeben, wie viel Instrumente eines Verbands die Teilungsstimmen übernehmen sollen (z. B.: a 8, zu zehnt, u. dergl.).

Es ist gängige Praxis, dass je zwei Spieler sich ein sogenanntes 'Pult' teilen (=gemeinsamer Notenständer). Bei Divisi in 2 versteht es sich, dass jeder linke Spieler einen Divisi-Part übernimmt, jeder rechte den andern. Divisionen ändern also (ohne explizite Angaben des Autors) nichts an der akustischen Raumverteilung. Selbstverständlich wird aber der Klangkörper entsprechend dünner, transparenter, sphärischer, weniger massiv.

Üblicherweise nicht angewendet wird die Anweisung divisi bei Instrumenten die ohnehinn nicht fähig sind Mehrklänge zu spielen und daher sowieso die Töne auf mehrere einzelne Stimmen aufteilen müssen. Daher sind divisi Angaben für die anderen Orchesterstimmen (ausgenommen den Streichern), also alle Bläser als auch Chorstimmen unüblich.

Siehe auch

Literatur

  • Michael Dickreiter: Partiturlesen. Ein Schlüssel zum Erlebnis Musik. Schott, Mainz 1997 (1983), ISBN 3-7957-8701-7, S. 19.
  • Ulrich Michels: dtv-Atlas zur Musik. dtv, München 1977, ISBN 3-423-03022-4, S. 73.
  • Wieland Ziegenrücker: ABC Musik. Allgemeine Musiklehre. Breitkopf & Härtel, Wiesbaden 2009, ISBN 978-3-7651-0309-4, S. 308.

Weblinks


Kategorien: Vortragsbezeichnung

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