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Disilan


Strukturformel
Keine Zeichnung vorhanden
Allgemeines
Name Disilan
Andere Namen

Disilicoethan

Summenformel Si2H6
CAS-Nummer 1590-87-0
Kurzbeschreibung

farbloses Gas mit unangenehmem Geruch [1]

Eigenschaften
Molare Masse 62,22 g·mol−1
Aggregatzustand

gasförmig

Dichte
  • 2,66 g·l−1 (bei 15 °C) [1]
  • 0,69 g·cm−3 (bei −25 °C) [1]
Schmelzpunkt

−132,5 °C [1]

Siedepunkt

−14,5 °C [1]

Dampfdruck

0,33 MPa (21 °C) [1]

Löslichkeit

Zersetzung mit Wasser [1]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [1]

Gefahr

H- und P-Sätze H: 220​‐​280
P: 210​‐​377​‐​381​‐​403 [1]
EU-Gefahrstoffkennzeichnung [2][1]
Hoch-
entzündlich
Gesundheits-
schädlich
(F+) (Xn)
R- und S-Sätze R: 12​‐​17​‐​20
S: 9​‐​16​‐​33​‐​36
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.
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Disilan (n-Si2H6) ist eine chemische Verbindung, die zur Gruppe der Siliciumwasserstoffe (Silane) gehört und dort das Analogon zum Kohlenwasserstoff Ethan bildet. Wegen der Kürze der Kette gibt es wie beim Ethan keine Isomerie.

Gewinnung und Darstellung

Disilan kann durch Säurezersetzung von Magnesiumsilicid oder durch Einwirkung elektrischer Entladungen auf Monosilan und anschließende fraktionierte Kondensation des erhaltenen Silangemisches gewonnen werden. Die direkte Gewinnung durch Reduktion von Hexachlordisilan mit Lithiumaluminiumhydrid ist jedoch vorzuziehen.[3]

[math]\mathrm{2 \ Si_2 Cl_6 + 3 \ LiAlH_4 \longrightarrow 2 \ Si_2 H_6 + 3 \ LiCl + 3 \ AlCl_3}[/math]

Eigenschaften und Verwendung

Disilan ist ein farbloses, unangenehm riechendes Gas[4], das sich bei Luftkontakt von selbst entzündet, wobei Siliciumdioxid und Wasser entstehen. Beim Zusammenbringen mit Wasser wird Disilan hydrolysiert. Bei Kontakt mit Halogenen oder Halogenkohlenwasserstoffen, Sauerstoff, Basen und Oxidationsmitteln erfolgt explosionsartige Reaktion. Ab 300 °C zersetzt sich Disilan zu Silicium und Wasserstoff.

Industriell wird Disilan zur Beschichtung von Produkten mit amorphen Siliciumschichten (CVD-Verfahren) sowie bei der Produktion und zur Reinigung von Silicium-haltigen Wafern (für Integrierte Schaltkreise) verwendet.

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 1,2 1,3 1,4 1,5 1,6 1,7 1,8 1,9 Eintrag zu CAS-Nr. 1590-87-0 in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFA, abgerufen am 31. März 2008 (JavaScript erforderlich)
  2. Für Stoffe ist seit dem 1. Dezember 2012, für Gemische seit dem 1. Juni 2015 nur noch die GHS-Gefahrstoffkennzeichnung gültig. Die EU-Gefahrstoffkennzeichnung ist daher nur noch auf Gebinden zulässig, welche vor diesen Daten in Verkehr gebracht wurden.
  3. Georg Brauer: Handbuch der Präparativen Anorganischen Chemie. 3., umgearb. Auflage. Band I. Enke, Stuttgart 1975, ISBN 3-432-02328-6, S. 657.
  4. Wolfgang Legrum: Riechstoffe, zwischen Gestank und Duft, Vieweg + Teubner Verlag (2011) S. 68–69, ISBN 978-3-8348-1245-2.

Kategorien: Silan | Gesundheitsschädlicher Stoff | Feuergefährlicher Stoff

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Disilan (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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