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Dirk Baecker


Dirk Baecker (* 11. August 1955 in Karlsruhe) ist ein deutscher Soziologe und Inhaber des Lehrstuhls für Kulturtheorie und Management an der Universität Witten/Herdecke.

Leben

Nach seinem Abitur am Friedrich-Wilhelm-Gymnasium in Köln[1] und einem Studium der Soziologie und Nationalökonomie in Köln und Paris promovierte und habilitierte er im Fach Soziologie bei Niklas Luhmann an der Universität Bielefeld. Nach Forschungsaufenthalten an der Stanford University, Johns Hopkins University und an der London School of Economics erhielt er 1996 den Ruf auf den Reinhard-Mohn-Lehrstuhl für Unternehmensführung, Wirtschaftsethik und gesellschaftlichen Wandel an der Universität Witten/Herdecke. Von 2000 bis 2007 hatte er ebendort den Lehrstuhl für Soziologie inne. Zusammen mit Fritz B. Simon und Rudi Wimmer gründete er im Januar 2000 das Management-Zentrum Witten.

Baecker erhielt im Jahr 2006 den Ruf auf den neuen Lehrstuhl für Kulturtheorie und -analyse an die Zeppelin Universität (ZU), wo er von 2007 bis 2015 forschte und lehrte.[2] 2015 erfolgte der Rückruf an die Universität Witten/Herdecke, wo Baecker nun dem Lehrstuhl für Kulturtheorie und Management sowie der Fakultät für Kulturreflexion vorsteht.[3] Zudem hält er seit seinem Ruf nach Witten/Hrecke 2015 noch eine Gastprofessur für Kultursoziologie an der Zeppelin-Universität Friedrichshafen.[4]

Dirk Baecker lebt mit seiner Lebenspartnerin, der Dramaturgin Carena Schlewitt, und ihrem gemeinsamen Kind in Basel.

Wirken

Baecker ist ein Vertreter der Soziologischen Systemtheorie und hat an einer Vielzahl von soziologischen Gebieten und Fragestellungen gearbeitet. Dazu gehören Arbeiten zur Theorie der Kunst sowie der symbolisch generalisierten Kommunikationsmedien. Hervorgetreten ist er allerdings als Wirtschafts- und Organisationssoziologe mit Publikationen zu den Themen Planungs- und Entscheidungstheorie, Managementtheorie sowie mit Studien zum Begriff des Risikos. Auseinandergesetzt hat sich Baecker auch mit der Logik George Spencer-Browns.

Baecker ist auch Mitherausgeber der Zeitschriften Soziale Systeme und der „Revue – Magazine for the Next Society“ [5] und war Herausgeber der Buchreihe copyrights im Berliner Kulturverlag Kadmos.

Schriften

  • Information und Risiko in der Marktwirtschaft, 1988
  • Womit handeln Banken? Frankfurt am Main 1991 (Neues Vorwort Dezember 2008)
  • Probleme der Form. Frankfurt am Main 1993
  • Postheroisches Management. Ein Vademecum. Merve Verlag, Berlin 1994, ISBN 3-88396-117-5
  • Poker im Osten. Probleme der Transformationsgesellschaft. Merve Verlag, Berlin 1998. ISBN 3-88396-140-X
  • Die Form des Unternehmens. Frankfurt am Main 1993, Tb. 1999
  • Organisation als System. Frankfurt am Main 1999
  • Organisation als Begriff. Lettre International, Ausg. 49, Sommer 2000.
  • Wozu Kultur? Berlin 2000
  • Wozu Systeme? o.O. (Berlin 2002)
  • Vom Nutzen ungelöster Probleme. Gespräch mit Alexander Kluge. Merve Verlag, Berlin 2003. ISBN 3-88396-186-8
  • Organisation und Management. Frankfurt am Main 2003
  • Wozu Soziologie? Berlin 2004
  • Schlüsselwerke der Systemtheorie. VS Verlag, Wiesbaden 2005, 2., erw. u. neu gestaltete Aufl., VS Springer, Wiesbaden 2016
  • Kommunikation. Reclam, Leipzig 2005
  • Form und Formen der Kommunikation. Suhrkamp, Frankfurt am Main 2005
  • Wirtschaftssoziologie. transcript, Bielefeld 2006
  • Wozu Gesellschaft? Kulturverlag Kadmos, Berlin 2007
  • Studien zur nächsten Gesellschaft. Frankfurt am Main 2007, ISBN 3-518-29456-3, Rezension in der taz vom 19. Januar 2008
  • Nie wieder Vernunft. Kleinere Beiträge zur Sozialkunde. Carl-Auer, Heidelberg 2008, ISBN 978-3-89670-622-5
  • Gott rechnet anders. Das Risikokalkül des Kapitalismus und der Fingerzeig des Unbestimmten. Lettre International, Ausg. 84, Frühjahr 2009.
  • Der unbestimmte Demos. Form und Krise der Demokratie im Prozeß der Selbstfindung Europas. Lettre International, Ausg. 100, Frühjahr 2013.
  • Wozu Theater? Verlag 'Theater der Zeit', 2013, ISBN 978-3943881059.[6]
  • Beobachter unter sich Verlag 'Suhrkamp Verlag, Berlin', 2013, ISBN 978-3-518-58590-0
  • Neurosoziologie: Ein Versuch, Berlin: edition unseld, 2014
  • Kulturkalkül, Berlin: Merve Verlag, 2014
  • Wozu Theorie? Aufsätze, Berlin: Suhrkamp, 2016

Weblinks

Fußnoten

  1. Biografie bei Munzinger Online. Abgerufen am 1. Dezember 2011.
  2. „Professor Dr. Dirk Baecker an die Zeppelin University berufen“ , idw, 24. Januar 2007
  3. Universität Witten/Herdecke: Univ.-Prof. Dr. Dirk Baecker
  4. Gastprofessur für Kultursoziologie (Stand: 28. Juni 2016)
  5. REVUE – Magazine for the Next Society . 8. Juli 2014.
  6. Leseprobe


Kategorien: Hochschullehrer (Witten) | Hochschullehrer (Zeppelin-Universität) | Geboren 1955 | Soziologe (21. Jahrhundert) | Soziologe (20. Jahrhundert) | Deutscher | Mann

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Dirk Baecker (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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