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Dimbach (Volkach)


Dimbach (Volkach)
Höhe: 222 m
Fläche: 5,01 km²
Einwohner: 150
Bevölkerungsdichte: 30 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Oktober 1977
Eingemeindet nach: Volkach
Postleitzahl: 97332
Vorwahl: 09381

Lage von Dimbach (rot) innerhalb des Volkacher Gemeindegebietes

Dimbach ist ein Ortsteil der Stadt Volkach im bayerischen Landkreis Kitzingen.

Geografische Lage

Anders als die anderen Volkacher Ortsteile wird Dimbach nicht vom Main geprägt. Die Bodenverhältnisse lassen deshalb auch den Weinbau nicht zu, es überwiegen andere landwirtschaftliche Erzeugnisse.

Geschichte

Der Ort wurde erstmals im Jahr 1113 erwähnt. Im Jahr 1258 tauchte Dimbach als „Tienebach“ in einer Urkunde auf. Bis ins Jahr 1306 beherrschten die Grafen von Castell das Dorf. Danach hatten die Äbte des Klosters Münsterschwarzach die Vogtei inne. Sie förderten die Wallfahrt nach Dimbach, die allerdings schon zuvor die Pilger in das Örtchen trieb. Im Jahr 1803 löste sich die Wallfahrt mit der Säkularisation auf. Im Jahr 1977 wurde Dimbach nach Volkach eingemeindet.[1]

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Baudenkmäler

Die Kirche St. Maria de Rosario überragt den zentralen Platz in Dimbach. Sie war bis ins Jahr 1803 Wallfahrtskirche. Im Jahr 1617 bekam der Kirchturm seine charakteristische Haube aufgesetzt. In einem Seitenaltar der Kirche befindet sich ein Bild der Immaculata von Oswald Onghers. Ältestes Stück der Kirche ist ein Kreuzigungsrelief aus dem 11. Jahrhundert, das als älteste fränkische Steinplastik gilt.

Auf dem Platz vor der Kirche befindet sich der monumentale Mordbildstock aus dem Jahr 1721. Er wurde von einer Witwe gestiftet, deren Mann auf dem Weg zur Dettelbacher Wallfahrtskirche zu Tode kam. Obwohl Fremdverschulden von einem Gericht bald ausgeschlossen wurde, verbreitete die Frau weiterhin ihre Version, wonach er ermordet wurde.

Ein weiterer Bildstock auf der Gemarkung des Dorfes ist das sogenannte Marterbild. Es wurde im späten 17. Jahrhundert fälschlicherweise als Ursprungsort der Wallfahrt nach Dimbach identifiziert. Die wahren Errichtungsumstände liegen bis heute im Dunkeln. Weitere Bildstöcke umgeben das Dorf.

Sagen

Das Steinkreuz im Walde

Noch heute ist etwas abseits des Weges nach Gerlachshausen ein Steinkreuz zu finden, das an eine Begebenheit erinnern soll. Ein Metzger hatte ein Stück Vieh bei einem Dimbacher Bauern gekauft. Statt es gleich zu schlachten, ließ er es noch einige Tage im Stall stehen. Ein anderer Metzger sah das Tier und wollte es ebenfalls haben. Er bot mehr als den Verkaufspreis, doch der eine Metzger lehnte den Verkauf dennoch ab. Als der Metzger mit seinem Vieh durch den Wald lief, um nach Gerlachshausen zu gelangen, lauerte der andere ihm auf. Es folgte eine Messerstecherei, bei der beide verstarben.

Die schwere Eule

Ein Bauer wollte mit seinem Fuhrwerk von Dimbach nach Rimbach fahren. Eine große Eule kam angeflogen und setzte sich auf das herausstehende Langholz des Wagens. Die Fuhre wurde daraufhin so schwer, dass die Ochsen des Bauern ihr Ziel nur mit Mühe erreichen konnten.[2]

Wirtschaft und Infrastruktur

Das Dorf reiht sich an der Kreisstraße KT 10 auf. Geschäfte existieren nicht.

Literatur

  • Hans Bauer: Landkreis Kitzingen. Ein Kunst- und Kulturführer. Marktbreit 1993.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Bauer, Hans: Landkreis Kitzingen. S.20.
  2. Treutwein, Karl: Von Abtswind bis Zeilitzheim. S. 52.

Kategorien: Ort im Landkreis Kitzingen | Ehemalige Gemeinde (Landkreis Kitzingen) | Ortsteil von Volkach

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Dimbach (Volkach) (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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