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Dill (Fluss)


Dill

Die Dill in Dillenburg, Blickrichtung flussaufwärts, im Hintergrund das Untertor

Daten
Gewässerkennzahl DE: 2584
Lage Deutschland, Hessen
Flusssystem Rhein
Abfluss über Lahn → Rhein → Nordsee
Quelle bei Haiger-Offdilln
Quellhöhe ca. 567 m ü. NHN[1]
Mündung bei Wetzlar in die Lahn
Mündungshöhe 147 m ü. NHN[1]
Höhenunterschied ca. 420 m
Länge 55 km[1][2]
Einzugsgebiet 718 km²

Abfluss[3] MNQ
MQ
1,137 m³/s
9,514 m³/s
Mittelstädte Dillenburg, Herborn, Wetzlar

Die Quelle der Dill

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Die Dill ist ein 55 km langer, nördlicher und orographisch rechter Nebenfluss der Lahn in Mittelhessen, Deutschland.

Geographie

Quelle

Die Dill entspringt etwa 1,8 km nordwestlich von Offdilln am Südosthang der Haincher Höhe auf einer Höhe von 567 m ü. NHN . Sie hat nur ein sehr geringes Wassereinzugsgebiet, da sie hoch am hier gratartigen Rothaarkamm entspringt. Daher rührt auch die geringe Schüttungsmenge. Die Dillquelle ist großzügig in eine Mauer aus Sandsteinen gefasst, und neben der Quelle ist ein Stein mit der Aufschrift ‚Dill-Quelle‘ in den Boden eingelassen. Bei der Dillquelle handelt es sich vermutlich um eine Schichtquelle.

Verlauf

Die Dill durchfließt den nach ihr benannten Lahn-Dill-Kreis über Dillenburg und Herborn in südlicher Richtung. Nach 55 km mündet sie auf 147 m ü. NHN in Wetzlar in die Lahn. Der dabei überwundene Höhenunterschied von 420 m entspricht einem mittleren Sohlgefälle von 7,6 ‰.

Die Dill hat vielen Orten an ihrem Lauf ihren Namen gegeben; so gibt es am Oberlauf die Orte Offdilln, Dillbrecht und Fellerdilln. Rodenbach ist der Kreuzungspunkt, wo der Roßbach sich mit der Dill vereinigt und sich an der Stadt Haiger vorbei Richtung Dillenburg zuwendet; Letztere war Kreisstadt des einstigen Dillkreises und ehemalige Residenzstadt des Hauses Nassau-Oranien. Der weitere Verlauf der Dill führt über Herborn nach Wetzlar, wo sie in die Lahn mündet.

Nebenflüsse

Der Dill, dem zweitlängsten und mit 9513,9 l/s wasserreichsten Nebenfluss der Lahn, fließen zahlreiche, teils sehr kurze Nebenflüsse zu. Längster Nebenfluss ist die Dietzhölze mit einer Länge von 23,8 km. Die Aar hat mit 148,756 km² jedoch das deutlich größere Einzugsgebiet und eine knapp größere durchschnittliche Abflussmenge.

Im Folgenden werden die größeren Nebenflüsse mit der orographischen Lage[1] und Höhe[1] der Mündung, der Flusslänge[2] , der Größe des Einzugsgebiets[2] , dem jahresdurchschnittlichen Abfluss[2] und der Gewässerkennzahl[2] genannt. Die Reihenfolge der Nennung erfolgt von der Quelle zur Mündung.
(Zur besseren Übersicht bzw. zur Sortierung flussabwärts sind in die DGKZ-Ziffern nach der 2584 - Dill - Bindestriche eingefügt!)

Name
Lage
Länge
[km]
Einzugsgebiet
[km²]
Abfluss
(MQ) [l/s]
Mündungshöhe
[m. ü. NHN]
DGKZ
Roßbach links 10,0 21,970 391,6 286 2584-12
Treisbach rechts 4,7 13,134 201,1 274 2584-14
Haigerbach (Ketzerbach) rechts 15,5 52,009 1013,7 262 2584-2
Aubach rechts 15,8 31,322 620,3 262 2584-32
Hengstbach links 4,5 8,525 99,1 242 2584-34
Dietzhölze links 23,8 88,440 1431,4 235 2584-4
Nanzenbach links 10,8 11,510 146,4 226 2584-54
Schelde links 12,0 35,028 425,9 221 2584-56
Aar links 20,6 148,756 1602,2 210 2584-6
Amdorfbach rechts 15,9 54,371 781,5 210 2584-72
Rehbach rechts 20,3 48,659 828,3 196 2584-8
Stippbach links 6,2 5,501 48,6 190 2584-912
Lemp links 11,7 34,966 274,3 170 2584-92
Mühlbach rechts 3,1 5,810 49,3 170 2584-94
Bechlinger Bach links 6,5 9,874 81,0 163 2584-96
Bombach* links 6,3 6,200 159 2584-9712
Blasbach links 7,7 15,560 114,7 152 2584-98

(*: Einzugsgebiet grob abgeschätzt)

Flusslänge

Für die Dill wird vielfach als Länge 68 km angegeben, so im Meyers Konversationslexikon von 1885 bis 1892[4] wie auch in zahlreichen neueren Lexika. Hierbei handelt es sich jedoch um eine falsche Angabe, wie sich anhand der Stationierungspunkte des Hessischen Landesamtes für Umwelt und Geologie nachvollziehen lässt.[2]

Verkehr

Parallel zum Dilltal laufen wichtige Verkehrsadern, darunter die BAB 45, die Bundesstraße 277 und die Dillstrecke der Bahn.

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 1,2 1,3 1,4 Topografische Karte 1:25.000
  2. 2,0 2,1 2,2 2,3 2,4 2,5 Gewässerkartendienst des Hessischen Ministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (Hinweise)
  3. Siehe alten Steckbrief
  4. Meyers Konversationslexikon von 1885 bis 1892

Weblinks


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