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Dietenhofen


Dieser Artikel behandelt die Gemeinde Dietenhofen in Bayern, für den gleichnamigen Teilort in Baden-Württemberg siehe Berg (Schussental).
Wappen Deutschlandkarte
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Mittelfranken
Landkreis: AnsbachVorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Landkreis existiert nicht
Höhe: 353 m ü. NHN
Fläche: 63,96 km²
Einwohner: 5572 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 87 Einwohner je km²
Postleitzahl: 90599
Vorwahl: 09824
Kfz-Kennzeichen: AN, DKB, FEU, ROT
Gemeindeschlüssel: 09 5 71 135
Marktgliederung: 28 Gemeindeteile
Adresse der
Marktverwaltung:
Rathausplatz 1
90599 Dietenhofen
Webpräsenz: www.dietenhofen.de
Bürgermeister: Rainer Erdel (FDP)
}
Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Markt

Dietenhofen ist ein Markt im Landkreis Ansbach, Mittelfranken.

Geografie

Geografische Lage

Dietenhofen liegt im Naturpark Frankenhöhe etwa 28 km westlich von Nürnberg, 14 km nordöstlich von Ansbach und 38 km östlich von Rothenburg ob der Tauber. Durch den Ort fließt die Bibert, die bei Zirndorf in die Rednitz mündet.

Nachbargemeinden

Die Nachbargemeinden sind:

(Aufzählung: Im Norden beginnend im Uhrzeigersinn.)

Gemeindegliederung

Die Gemeinde hat 28 Ortsteile[2]:

Klima

In Dietenhofen beträgt die durchschnittliche Niederschlagsmenge im Jahr 689 mm.

Geschichte

Die Wasserburg Dietenhofen wurde 1523 zerstört und später als Schloss wieder aufgebaut. Der Ort gehörte zum hohenzollerischen Fürstentum Ansbach, das ab 1500 im Fränkischen Reichskreis lag. 1792 erfolgte der Übergang an Preußen. Als Teil des Fürstentums fiel der Ort im Vertrag von Paris (Februar 1806) durch Tausch an das Königreich Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

Vor der Kreisgebietsreform gehörte die Gemeinde zum Landkreis Neustadt an der Aisch. Die Sparkasse am Ort ist eine Filiale der Sparkasse im Landkreis Neustadt an der Aisch - Bad Windsheim.

Eingemeindungen

Am 1. Juli 1969 wurden die bis dahin selbständigen Gemeinden Ebersdorf und Leonrod eingegliedert. Am 1. Januar 1970 kamen Herpersdorf und Seubersdorf hinzu. Neudorf folgte am 1. Januar 1972. Kehlmünz und Gebietsteile der vorher zum Landkreis Ansbach gehörenden aufgelösten Gemeinden Haasgang und Kleinhaslach wurden am 1. Juli 1972 in den Markt Dietenhofen umgegliedert.[3] Gebietsteile der aufgelösten Gemeinde Unternbibert kamen am 1. Januar 1977 hinzu. Götteldorf folgte am 1. Mai 1978.[4]

Einwohnerentwicklung

Ursprüngliche Marktgemeinde Dietenhofen:

  • 1910: 0686 Einwohner[5]
  • 1933: 0732 Einwohner
  • 1939: 0762 Einwohner[6]
  • 1961: 2272 Einwohner[4]
  • 1970: 2610 Einwohner[4]
  • 1987: 2360 Einwohner[7]

mit den ehemaligen Gemeinden, die später Ortsteile von Dietenhofen wurden:

  • 1939: 2537 Einwohner
  • 1950: 3650 Einwohner
  • 1961: 3268 Einwohner[4]
  • 1970: 3614 Einwohner[4]
  • 1979: 3824 Einwohner
  • 2003: 5894 Einwohner
  • 2005: 5660 Einwohner
  • 2006: 5661 Einwohner
  • 2007: 5697 Einwohner
  • 2008: 5637 Einwohner
  • 2011: 5582 Einwohner

Politik

Bürgermeister

Von 1984 bis 2014 war Heinz Henninger (PWG) Erster Bürgermeister von Dietenhofen. Bei den Kommunalwahlen in Bayern 2014 trat er nicht mehr an. In einer Stichwahl setzte sich Rainer Erdel, der für die Wählergruppe der Ortsteile Dietenhofen (WGO) angetreten war, mit 62,9 % der Stimmen gegen Rainer Pfeiffer (Parteilose Wählergemeinschaft), der 37 % erhielt, durch.

Marktgemeinderat

Der Marktgemeinderat von Dietenhofen besteht aus 20 Mitglieder und dem hauptamtlichen Bürgermeister.

CSU / Freie Bürger SPD Parteilose Wählergemeinschaft Wählergruppe der Ortsteile Dietenhofens Gesamt
2002[8] 7 2 7 4 20 Sitze
2008[9] 6 1 8 5 20 Sitze
2014[10] 5 1 7 7 20 Sitze

Wappen

Die Wappenbeschreibung lautet: In Silber auf grünem Boden stehend ein blau gekleideter Hirt mit goldener Tasche, goldenen Stiefeln und schwarzem Schlapphut, der in ein goldenes Horn bläst. Auch bekannt als „Der Dudemann“.

Gemeindepartnerschaften

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Baudenkmäler

Liste der Baudenkmäler in Dietenhofen

Vereine

  • Heimischer Sportverein ist der TV 1909 Dietenhofen (u.a. Fußball, Handball, Leichtathletik, …).
  • Ski-Club Dietenhofen e.V. (Schwerpunkte: Ski-Alpin, Langlauf, Grasski)
  • Schützengesellschaft Dietenhofen e.V. gegr. 1813
  • TC Dietenhofen (Tennis)
  • Fischereiverein Dietenhofen e.V.
  • Für die schwimmerische Ausbildung der Bürger von Dietenhofen und Umgebung sorgt sich seit 1974 die DLRG OV Dietenhofen.
  • 1 Europa Musikzug Dietenhofen

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

In der ersten Hälfte der 1880er Jahre wurde mit der Verbindung Ansbach–Dietenhofen–Markt Erlbach eine Postbuslinie von der Nürnberg-Crailsheimer-Bahn durch das Biberttal eingerichtet.[11] Diese verlor ihre Bedeutung durch die Eröffnung der Bibertbahn am 22. Mai 1914. Sie verkehrte bis zum 26. September 1971 durch das Ortsgebiet, bis zur Eröffnung des Teilstückes nach Rügland am 1. Juni 1915 war Dietenhofen Endbahnhof. Schon vor der Stilllegung des Zugverkehrs im September 1971 verband der Bahnbus den Ort mit Nürnberg und Fürth. Zum Start des Verkehrsverbund Großraum Nürnberg im September 1987 wurde der Bahnbus als Linie 113 vollständig in den Verbund integriert. 1988 übernahm die 100%ige Bahntochter Omnibusverkehr Franken die Konzession.

Zum Schuljahresbeginn 1992 wurde die aus Dietenhofen kommende Schulbuslinie zur Staatlichen Realschule in Heilsbronn und dem Laurentius-Schulzentrum Neuendettelsau in die Buslinie 717 ab Neudorf umgewandelt.

Des Weiteren betreibt die Omnibusverkehr Franken mit der Linie 129 eine Buslinie über Markt Erlbach nach Neustadt an der Aisch und ein privates Verkehrsunternehmen eine Linie 716 nach Ansbach.

Abends und am Wochenende verkehrt ein Anrufsammeltaxi zum Bahnhof in Ansbach.

Ansässige Unternehmen

Persönlichkeiten

Literatur

  • Kollar, Josef (Hg.): Markt Dietenhofen, Heilsbronn 1985.

Weblinks

 Commons: Dietenhofen  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikisource: Dietenhofen, in: Georg Muck: Geschichte von Kloster Heilsbronn, Band 2 – Quellen und Volltexte

Einzelnachweise

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?val=1331&attr=590&modus=automat&tempus=20110607/175320&hodie=20110607/175324
  3. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 535.
  4. 4,0 4,1 4,2 4,3 4,4 Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 706, 707 und 720.
  5. http://www.ulischubert.de/geografie/gem1900/gem1900.htm?mittelfranken/neustadt.htm
  6. http://geschichte-on-demand.de/bay_neuaisch.html
  7. http://gov.genealogy.net/item/show/DIEFENJN59IJ
  8. Kommunalwahl_2002
  9. Kommunalwahl_2008
  10. Kommunalwahl_2014
  11. Peter Ramsenthaler: Lokalbahn Nürnberg- Unternbibert-Rügland : Von der Frankenmetropole in den Rangau. H-und-L-Publ.-Souvenirs-Verlag Bleiweis, Schweinfurt 1996, ISBN 3-928786-48-2, Seite 2
  12. [1]

Kategorien: Dietenhofen | Ort im Landkreis Ansbach | Gemeinde in Bayern

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Dietenhofen (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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