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Diepflingen


Diepflingen
Staat: Schweiz
Kanton: Basel-Landschaft BL
Bezirk: Sissach
BFS-Nr.: 2845
Postleitzahl: 4442
Koordinaten:
Höhe: 410 m ü. M.
Fläche: 1,44 km²
Einwohner: 685 (31. Dezember 2014)[1]
Einwohnerdichte: 476 Einw. pro km²
Website: www.diepflingen.ch
Karte

Diepflingen ist eine politische Gemeinde im Bezirk Sissach des Kantons Basel-Landschaft in der Schweiz.

Geographie

Diepflingen liegt im Homburgertal an der alten Hauenstein-Bahnlinie Sissach-Olten. Die Schienenhöhe beträgt 411 m ü. M.

Geschichte

Bekannt wurde Diepflingen während der Trennung der beiden Halbkantone Basel-Stadt und Basel-Landschaft im Jahre 1833 durch die Tatsache, dass sich die Gemeinde nach einer knappen Abstimmung direkt der Tagsatzung der Schweizerischen Eidgenossenschaft unterstellte. Allerdings anerkannte diese den Entscheid nicht, und so war es mit der "Republik Diepflingen" nach neun Tagen bereits vorbei.[2] Im Volksmund werden die Diepflinger noch heute als "Republikaner" bezeichnet.

Diepflingen hielt während der Trennungswirren 1833 mit Gelterkinden zunächst treu zu Basel, wodurch es Angriffen der Gegner ausgesetzt war. Um sich der ständigen Bedrohung zu entziehen, erklärte sich das Dorf am 20. Mai 1833 zu neutralen Republik Diepflingen. Diese hatte allerdings nur eine kurze Dauer von 9 Tagen, weil die Eidgenössische Tagsatzung mit dem Einsatz der Armee drohte. Trotzdem wird das ehemalige Bauerndorf auch heute noch liebevoll die Republik genannt.

Der Dorfname wurde 1251 als Dyephlinchon erstmals erwähnt. (Hof der Dietphalinge) wurde zu Dietphalinchova, Dietphlikon, und dann zu Diepfliken, wie es die Einheimischen heute noch nennen. Zuzüger nennen es auch Diepfligen und manche "Neudiepfliker" sogar Diepflingen wie die Schreibweise, was den alten Einheimischen jeweils die Haare zu Berge stehen lässt. 1363 errichteten die Grafen von Frohburg, Tierstein und Habsburg eine Zollstätte in Diepflingen. 1461 ging Diepflingen an die Stadt Basel über. 1671 zerstörte eine Feuersbrunst einen Teil des Dorfes.

Aus der Siedlungsgeschichte sei der Fund eines Grabes aus der La Téne-Zeit, enthaltend Halsring aus Bronze, fünf vollständige und zwei unvollständige Früh-La Téne-Fibeln, erwähnt. Andere Funde deuten aus das Vorhandensein einer römischen Villa.

Wappen

Seit 1939. Auf grünem Boden eine silberne Tormauer mit rotem Tor und Dach vor schwarzem Hintergrund. Das Wappen weist auf den alten Schwibbogen hin, der zur früheren Zollstelle gehört hatte. Entworfen wurde das Wappen vom damaligen Dorfschulmeister Hans Marti. Flagge: schwarzweissrot.

Literatur

  • Hans-Rudolf Heyer: Die Kunstdenkmäler des Kantons Basel-Landschaft, Band III: Der Bezirk Sissach. Hrsg. von der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte GSK. Bern 1986 (Kunstdenkmäler der Schweiz Band 77). ISBN 3-7643-1796-5. S. 45–48.

Weblinks

 Commons: Diepflingen  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Ständige und nichtständige Wohnbevölkerung nach institutionellen Gliederungen, Geschlecht, Staatsangehörigkeit und Alter (Ständige Wohnbevölkerung)
  2. Geschichte des Kantons Basel-Landschaft - Die Republik von Diepflingen

Kategorien: Ort im Kanton Basel-Landschaft | Schweizer Gemeinde

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