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Dickie Dick Dickens


Dickie Dick Dickens ist eine humoristische Hörspielserie von Rolf und Alexandra Becker, deren einzelne Folgen sich zur Zeit der Ausstrahlung zu so genannten Straßenfegern entwickelten. Die Kriminalsatire wurde vom Bayerischen Rundfunk und von Radio Bremen sowie vom Schweizer Rundfunk jeweils in eigenen Fassungen produziert. Nach der Hörspielserie entstanden die Bücher zu den einzelnen Staffeln. Radio Bremen hat 2008/2009 die ersten 12 Folgen neu produziert.

Autoren

Alexandra und Rolf Becker veröffentlichten neben den „Dickie Dick Dickens“-Romanen auch andere Krimi-Erfolge wie „Gestatten, mein Name ist Cox“ (als Hörspiel umgesetzt und zusätzlich noch verfilmt). Fernsehgeschichte schrieb das Autorengespann mit Drehbüchern zur ersten deutschen Familienserie „Familie Schölermann“ (1954–1960). Außerdem wirkten sie an den Drehbüchern der Krimiserie „Graf Yoster gibt sich die Ehre“ (1967–1976) mit.

Inhalt

Die Geschichte spielt in den goldenen 1920er Jahren in Chicago. Dickie Dick Dickens, gelernter Taschendieb, gefährlichster Mann den Chicago je hervorbrachte, mit goldenem Herzen und stählernen Augen, verbrachte 68 % seines Lebens in Freiheit und 32 % im Gefängnis. Die Abenteuer drehen sich um Dickie, seine Freundin Effi Marconi und Dickies ungewollten Aufstieg vom ehrlichen Taschendieb zum Gangsterboss von Chicago. Dabei bekommt er es mit dem bekannten Gangsterboss Jim Cooper zu tun, der in Fachkreisen auch „Jim der Dickköpfige“ genannt wird. Dieser ist lange Zeit der König der Unterwelt - solange bis er Dickie Dick Dickens über den Weg läuft und ihm - von diesem mit einer Pistole bedroht - auf seinen Namen schwört, ihm das Bananenverkäufer-Viertel von Chicago zu überlassen. Dickie Dick Dickens schreibt die Geschichten 1939 im Gefängnis „Sing Sing“ in seinen Memoiren nieder, die in 14 Sprachen übersetzt werden. Darin beschreibt er jedes seiner Abenteuer mit einem besonderen Schlusskommentar.

Hörspiel-Produktionen des Bayerischen Rundfunks

51 Folgen wurden 1957 bis 1960 vom Bayerischen Rundfunk produziert.

Autoren Rolf und Alexandra Becker
Regie Walter Netzsch
Sprecher Fritz Wilm Wallenborn und Ernst Seiltgen
Musik Walter Popper

1969 wurden vier weitere Folgen vom Bayrischen Rundfunk produziert.

Person Sprecher Rolle
1. Sprecher Fritz Wilem Wallenborn
2. Sprecher Ernst Seiltgen, 1957–1960; Horst Sachtleben, 1969
Dickie Dick Dickens Carl-Heinz Schroth, 1957–60; Herbert Bötticher, 1969 Der gefährlichste Mann, den die Unterwelt Chicagos je ausgespuckt hat
Jim Cooper Heinz Leo Fischer Gegenspieler von Dickie Dick Dickens. In Fachkreisen auch „Jim der Dickköpfige“ genannt
Effi Marconi Marlies Schoenau, 1957–59; Ursula Kube, 1960; Helen Vita, 1969 Dickies Gangsterbraut
Opa Crackle Erik Jelde Dickies väterlicher Freund
Bonco Richard Kley, 1957–69; Alfons Teuber, 1960 Der abergläubische Handlanger von Dickie
Josua Benedikt Streubenguss Fritz Benscher Juwelier, Hehler, Freund und Gehilfe von Dick
Maggie Poltimbrook Ulla Torp Der einzige weibliche Walfangkapitän der Welt
Mrs. Shrooshobber Gerta Vandesleben Die Vorsitzende der Frauenvereinigung von Chicago
Mummy Tobo Dutch Lore Bronner Geldgierige Pensionsbesitzerin. Ihre Pension dient der Unterwelt von Chicago als Unterschlupf
Lionel McKenzie Hans Leibelt, 1959–1960; Harald Juhnke 1969 Ein Chefkommissar
Sergeant Martin Wolfgang Johannes Bekh Der laute Assistent von Chefkommissar Lionel McKenzie
Leutnant Povery Helmut Kindermann Angehöriger der Chicagoer Polizei, an Jagd von Dickie beteiligt
Kommissar Hillbilly Fritz Korn Er jagt Dickie als erster Mensch
Topper Ulrich Beiger Ein Gangsterboss
Snipper Jonas Bert Hauch Gehilfe von Topper
Admiral Jefferson Harper Robert Naegele, 1969 Ein Gangsterboss
Alfonso Capelli Sigurd Fitzek, 1969 Ein Gangsterboss

Kurzserie des Bayrischen Rundfunks Mitte der 1970er Jahre

Mitte der 1970er Jahre legte der BR noch einmal eine Kurz-Serie mit sechs einstündigen Episoden auf. In diesen ist Dickie-Dick Dickens inzwischen ein älterer Herr, aus Sing Sing entlassen oder geflohen und lebt mit seiner Dauer-Verlobten Effi Marconi in Europa. Er entdeckt, dass er einen erwachsenen Sohn namens Donald D. Doberman hat, der dann jedoch entführt wird. Es reihen sich einige Abenteuer aneinander, bis jeder das hat, was er verdient hat. Die Abenteuer spielen sich hauptsächlich im Mittelmeerraum (Tanger, Malta, Italien, Griechenland) ab, wo Dickens allerlei merkwürdige Personen kennen lernt, einen italienischen Grafen, einen ebenso italienischen Polizeikommissar, einen geizigen Multimilliardär aus Amerika, einen griechischen Reeder und dessen frustrierte rechte Hand, den "Hafenschlawiner von Tanger" und so weiter.

Sprecher:

Weitere Hörspiel-Produktionen

Radio Bremen

In den Jahren 1960 und 1961 wurde von Radio Bremen eine eigene Hörspielfassung mit Jürgen Scheller als DDD produziert, deren Archivbänder aber kurz nach den Ursendungen verschollen sind. Nach einem Aufruf der Hörspielredaktion Radio Bremens konnten 25 Folgen von Tonbandmitschnitten der Hörer wieder restauriert werden. 2004 und 2005 sendete Radio Bremen nach über 40 Jahren die komplette 2. und 3. Staffel wieder. Die 1. Staffel gilt weiterhin als verloren. Seit August 2008 werden die 12 Folgen der 1. Staffel neu produziert, Sendestart bei Radio Bremen ist Mai 2009. Jürgen Thormann, Erzähler der Bremer Originalfolgen, spricht auch in der Neuproduktion. Der verstorbene 2. Erzähler Klaus Stieringer wird ersetzt durch Bastian Pastewka.[1]

Schweiz

Darüber hinaus hat auch das Schweizer Radio DRS – unter der Regie von Lilian Westphal – eine weitere Version von Dickie Dick Dickens produziert.

Norwegen

Auch in Norwegen wurde Dickie Dick Dickens produziert. Außerdem erschien 1972 eine zusätzliche neue Folge „Dickie Dick Dickens i Norge“, welche jedoch von Paul Skoe geschrieben wurde.

Schweden

In Schweden wurde Dickie Dick Dickens von Sveriges Radio 1966 bis 1967 produziert in 36 Folgen.[2] Das erste Buch in schwedischer Übersetzung erschien 1966.

Mittlerweile sind die Radio Bremen Fassung, die Schweizer Fassung und norwegische Fassung auch auf CD erschienen.

Veröffentlichungen

Aufgrund der Hörspielreihe sind die Abenteuer von Dickie Dick Dickens auch in anderen Medien erschienen:

MC

Es gibt folgendes MC-Paket:

  • Alexandra Becker, Rolf Becker: Dickie Dick Dickens (4 MCs, ISBN 3-89940-351-7, Der Hoerverlag, 2004)

CD

Es gibt folgende CD-Pakete von Rolf und Alexandra Becker:

  • Rolf und Alexandra Becker: Dickie Dick Dickens (5 CDs, ISBN 3-89940-063-1, der hörverlag, 2004)
  • Rolf und Alexandra Becker: Neues von Dickie Dick Dickens (6 CDs, ISBN 3-89940-426-2, der hörverlag, 2004)
  • Rolf und Alexandra Becker: Dickie Dick Dickens der Revolutionsheld (6 CDs, ISBN 3-89940-427-0, der hörverlag, 2004)
  • Rolf und Alexandra Becker: Dickie Dick Dickens wieder im Lande (2 CDs, ISBN 3-89940-576-5, der hörverlag, 2005)
  • Rolf und Alexandra Becker: 2. Staffel der Bremer Hörspielfassung (7 CDs, ISBN 3-937800-28-X, Gryphon-Verlag, 2005)
  • Rolf und Alexandra Becker: 3. Staffel der Bremer Hörspielfassung (7 CDs, ISBN 3-937800-53-0, Gryphon-Verlag, 2006)
  • Rolf und Alexandra Becker: Dickie Dick Dickens 1 DRS-Produktion (6 CDs, ISBN 3-85616-250-X, Christoph Merian Verlag, 2005)
  • Rolf und Alexandra Becker: Dickie Dick Dickens 2 - die Fortsetzung DRS-Produktion (6 CDs, ISBN 3-85616-255-0, Christoph Merian Verlag, 2005)

Taschenbücher

Parallel und im Anschluss an die Hörspielreihe erschienen ebenfalls Taschenbuchausgaben:

  • Dickie Dick Dickens (1959)
  • Dickie gibt kein Fersengeld (1963)
  • Dickie Dick Dickens gegen Chicago (1964)
  • Dickie Dick Dickens schlägt Wellen (1986)

Einzelnachweise

  1. Dickie Dick Dickens - Kult-Hörspiel. In: www.radiobremen.de. Abgerufen am 28. April 2016.
  2. Kultur.nu: Ficktjuvarnas konung är tillbaka ("Der König der Taschendiebe ist zurück")

Weblinks


Kategorien: Kriminal-Hörspielserie | Hörspielserie | Bayerischer Rundfunk (Hörfunk) | Radio Bremen (Hörfunk) | Literarische Figur

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Dickie Dick Dickens (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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