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Diane Schöler


Diane Schöler (geb. Rowe) (* 14. April 1933 in Marylebone bei London) ist eine erfolgreiche Tischtennisspielerin. Sie gewann 20 Medaillen bei Weltmeisterschaften und 14 Medaillen bei Europameisterschaften. Zweimal wurde sie Weltmeister im Doppel.

Werdegang

1933 wurden die Zwillingsschwestern Diane und Rosalind Rowe geboren. Mit 14 Jahren begannen sie ernsthaft Tischtennis zu spielen. Sie wurden Mitglied im Verein Ealing im westlichen London, wo sie der mehrfache Weltmeister Victor Barna trainierte und sportlich voranbrachte.

Diane war Linkshänderin. Bis zur WM 1951 spielte sie Abwehr, danach stellte sie ihren Stil auf Angriff um. Bis 1966 spielte sie mehr als 200 Länderkämpfe für England und nahm in dieser Zeit an 11 Weltmeisterschaften teil. Dabei gewann sie mit ihrer Schwester 1951 und 1954 die Goldmedaille im Doppel. Deshalb wurden sie häufig auch die Rowe-Zwillinge (Rowe twins) genannt. 1962 und 1964 wurde Diane mit Mary Shannon Europameisterin im Doppel.

Anfang 1966 heiratete sie den deutschen Spitzenspieler Eberhard Schöler, mit dem sie eine Tochter hat. Von da an lebte sie in Düsseldorf und war Mitglied bei Post SV Düsseldorf. Erstmals wurde sie im Oktober 1966 für ein deutsches Länderspiel nominiert, wo sie in Weissenthurm gegen Ungarn ihr Einzel verlor.[1] Für Deutschland startete sie ab 1967 noch viermal bei Weltmeisterschaften.

Am 27. April 1973 trat sie vom internationalen Leistungssport zurück, als sie ihr 70. und letztes Länderspiel für Deutschland bestritt.

Funktionärin und Autorin

Danach war sie noch bis 1997 als Trainerin und als Damenwartin des Westdeutschen Tischtennis-Verbandes tätig. 1993 wurde sie mit dem ITTF Merit Award ausgezeichnet[2]. Seit 1997 ist sie Präsidentin des Swaythling Club International[3]. Für ihre Verdienste um den Tischtennissport wurde ihr im Juni 2001 vom DTTB der Dieter Mauritz Gedächtnispreis verliehen.[4]

Bekannt sind ihre Bücher The Twins on Table Tennis, das sie 1955 mit ihrer Schwester Rosalind herausgab, sowie das 1965 erschienene Table Tennis.

Erfolge

  • Europameisterschaften
    • 1958 in Budapest
      • Viertelfinale Einzel
      • 3. Platz Doppel (mit Ann Haydon,ENG)
      • 1. Platz mit Team England
    • 1960 in Zagreb
      • 3. Platz Einzel
      • 2. Platz mit Team England
    • 1962 in Berlin-West
      • 2. Platz Einzel
      • 1. Platz Doppel (mit Mary Shannon,ENG)
      • 3. Platz Mixed (mit Robert Stevens,ENG)
      • 2. Platz mit Team England
    • 1964 in Malmö
      • 1. Platz Doppel (mit Mary Shannon,ENG)
      • 1. Platz mit Team England
    • 1966 in London
    • 1968 in Lyon
    • 1970 in Moskau
      • Viertelfinale Einzel
      • 2. Platz Doppel (mit Agnes Simon)
      • Viertelfinale Mixed
      • 7. Platz mit Team Deutschland
    • 1972 in Rotterdam
      • Viertelfinale Einzel
      • Viertelfinale Doppel
      • 2. Platz mit Team Deutschland
  • Europe TOP-12
    • 1972 in Zagreb: 8. Platz
    • 1973 in Böblingen: 11. Platz
  • Internationale Meisterschaften
    • 1952 Niederlande – 1. Platz Einzel
    • 1953 Niederlande – 1. Platz Einzel
    • 1953 Frankreich – 1. Platz Einzel
    • 1956 Niederlande – 1. Platz Einzel
    • 1960 Deutschland – 2. Platz Einzel
    • 1960 Deutschland – 1. Platz Doppel (mit Kathleen Best,ENG)
    • 1961 Niederlande – 1. Platz Doppel (mit Rosemarie Gomolla)
    • 1961 Wales – 1. Platz Einzel
    • 1962 Niederlande – 1. Platz Einzel
    • 1962 Wales – 1. Platz Einzel
    • 1962 (Dez.) Wales – 1. Platz Einzel
    • 1964 Belgien – 1. Platz Einzel
    • 1964 Irland – 1. Platz Einzel
    • 1964 Deutschland – 3. Platz Einzel, 2. Platz Doppel (mit Mary Shannon,ENG)
    • 1965 Deutschland – 2. Platz Einzel, 1. Platz Doppel (mit Mary Shannon,ENG)
    • 1966 Deutschland – 3. Platz Einzel, 1. Platz Doppel (mit Mary Shannon-Wright,ENG)
    • 1968 Niederlande – 1. Platz Einzel, 1. Platz Mixed (mit Eberhard Schöler)
    • 1969 Ungarn – 1. Platz Einzel, 1. Platz Mixed (mit Eberhard Schöler)
    • 1969 Belgien – 1. Platz Doppel (mit Agnes Simon), 1. Platz Mixed (mit Eberhard Schöler)
    • 1969 England – 1. Platz Mixed (mit Eberhard Schöler)
    • 1970 Deutschland – 2. Platz Doppel (mit Agnes Simon), 3. Platz Mixed (mit Eberhard Schöler)
    • 1970 CSSR – 1. Platz Mixed (mit Eberhard Schöler)
    • 1972 Deutschland – 3. Platz Doppel (mit Edit Wetzel)
    • 1972 Österreich – 1. Platz Doppel (mit Agnes Simon)
  • Internationale englische Meisterschaften
    • 1950–1955: 1. Platz Doppel (mit Rosalind Rowe)
    • 1956: 1. Platz Doppel (mit Ann Haydon)
    • 1960: 1. Platz Doppel (mit Catherine Best)
    • 1962: 1. Platz Einzel
    • 1962–1965: 1. Platz Doppel (mit Mary Shannon)
  • Bundesranglistenturniere
    • 1967 in Hagen: 3. Platz
    • 1969 in Siegen: 2. Platz
    • 1970 in Augsburg: 1. Platz
    • 1971 in Duisburg: 2. Platz
  • Ranglistenplätze
    • 1953 ITTF-Weltrangliste: 5. Platz
    • 1962 Europarangliste ETTU: 3. Platz
    • 1970 Deutsche Rangliste: 1. Platz
    • 1972 Deutsche Rangliste: 1. Platz

Ergebnisse aus der ITTF-Datenbank

[5]

Verband Veranstaltung Jahr Ort Land Einzel Doppel Mixed Team
FRG  Europameisterschaft  1972  Rotterdam  NED   Viertelfinale  Viertelfinale    2
FRG  Europameisterschaft  1970  Moskau  URS   Viertelfinale  Silber  Viertelfinale   
ENG  Europameisterschaft  1966  London  ENG   Viertelfinale  Halbfinale     
ENG  Europameisterschaft  1964  Malmö  SWE     Gold  Viertelfinale  1
ENG  Europameisterschaft  1962  Berlin  FRG   Silber  Gold  Halbfinale  2
ENG  Europameisterschaft  1960  Zagreb  YUG   Halbfinale  Halbfinale    2
ENG  Europameisterschaft  1958  Budapest  HUN   Viertelfinale  Halbfinale    1
FRG  EURO-TOP12  1973  Böblingen  FRG   11       
FRG  EURO-TOP12  1972  Zagreb  YUG        
FRG  Weltmeisterschaft  1973  Sarajevo  YUG   letzte 64  letzte 16  letzte 16 
FRG  Weltmeisterschaft  1971  Nagoya  JPN   letzte 64  letzte 16  Halbfinale 
FRG  Weltmeisterschaft  1969  München  FRG   Viertelfinale  letzte 16  Viertelfinale 
FRG  Weltmeisterschaft  1967  Stockholm  SWE   letzte 16  letzte 16  Viertelfinale   
ENG  Weltmeisterschaft  1965  Ljubljana  YUG   letzte 16  letzte 16  letzte 64  3
ENG  Weltmeisterschaft  1963  Prag  TCH   letzte 16  Silber  letzte 64 
ENG  Weltmeisterschaft  1961  Peking  CHN   Viertelfinale  letzte 32  letzte 32 
ENG  Weltmeisterschaft  1959  Dortmund  FRG   letzte 32  Halbfinale  letzte 64 
ENG  Weltmeisterschaft  1957  Stockholm  SWE   letzte 16  Silber  Viertelfinale 
ENG  Weltmeisterschaft  1956  Tokio  JPN   Viertelfinale  Halbfinale  letzte 16  2
ENG  Weltmeisterschaft  1955  Utrecht  NED   Viertelfinale  Silber  letzte 16  3
ENG  Weltmeisterschaft  1954  Wembley  ENG   Viertelfinale  Gold  Viertelfinale  3
ENG  Weltmeisterschaft  1953  Bukarest  ROU   Halbfinale  Silber  Viertelfinale  2
ENG  Weltmeisterschaft  1952  Bombay  IND   letzte 16  Silber  Silber  3
ENG  Weltmeisterschaft  1951  Wien  AUT   letzte 32  Gold  Halbfinale  3

Literatur

  • Elmar Schneider: Nicht mehr spielen, aber aktiv bleiben, Zeitschrift DTS, 1981/15 S.10-11

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Zeitschrift DTS, 1966/20 Ausgabe Süd-West Seite 6-7
  2. Zeitschrift DTS, 1993/6 Seite 10
  3. Zeitschrift DTS, 1997/12 Seite 32
  4. Zeitschrift DTS, 2001/7 Seite 27
  5. Diane Schöler Ergebnisse aus der ITTF-Datenbank auf ittf.com (abgerufen am 14. September 2011)


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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Diane Schöler (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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