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Deutsches Dan-Kollegium


Das Deutsche Dan-Kollegium e.V. (DDK) ist ein Verband mit dem Anspruch, sämtliche Budosportarten in Deutschland zu vertreten[1].

Hintergründe

der DDK e.V. wurde am 20. September 1952 in Stuttgart gegründet und ist die erste und älteste Budo-Organisation Deutschlands. Nach der Gründung erhielt es vom Kodokan vertraglich die Legitimation, in Deutschland Judo zu lehren und sowohl Kyū- als auch Dan-Prüfungen abzunehmen. 1956 wurde das DDK Mitglied im Deutschen Judobund, wobei das DDK weiterhin für das Lehr- und Prüfungswesen verantwortlich war. 1982, zum 30-jährigen Bestehen des DDK, erneuerte der Kodokan den Vertrag, in welchem dem DDK das Graduierungsrecht erteilt wurde.

Aufgrund finanzieller Streitigkeiten kam es Anfang der 1990er Jahre zum Zerwürfnis zwischen DDK und Judobund, was schließlich mit dem Ausschluss des DDK aus dem Judobund endete. Das DDK pflegt seitdem als eigener Verband den Breitensport und das von Kanō Jigorō gelehrte Judo. Im Gegensatz zum Judobund erkennt das DDK die Prüfungen des anderen Verbandes an.

1995 wurde von Seiten des Kodokan der Vertrag mit dem DDK in Frage gestellt, da die Anerkennung des Graduierungsrechts unter der Voraussetzung erteilt war, dass das DDK innerhalb des Deutschen Judobundes (als Vertreter Deutschlands in der Internationalen Judo-Föderation) zuständig war. Da diese Zuständigkeit zwischenzeitlich entfallen war, erlosch nach Auffassung des Kodokan auch das Graduierungsrecht.[2] Der DJB forderte daher den DDK auf, diese Behauptung einzustellen.[3] Da es sich aber nach Meinung des DDK um einen internationalen Vertrag ohne Kündigungsklausel handelt, vertritt es die Meinung, dass der Vertrag nicht vorzeitig aufgelöst und damit die Legitimation des DDK, Prüfungen abzunehmen, auch nicht aufgehoben werden könne.

Seit langem versucht der Verein, Mitglied im Deutschen Sportbund zu werden, was den DDK-Mitgliedern die Teilnahme an Sporthilfe und Versicherung ermöglichen würde; jedoch scheitert dies bisher am Widerstand der im DSB beheimateten Budo-Dachverbände.

Mitwirkende bei der Gründung

Gründungsmitglieder

  • Alfred Rhode (Frankfurt a.M.)
  • Edgar Schäfer (Frankfurt a.M.)
  • Walter Schombert (Essen)
  • Ari Rinnert (Temouchent, Algerien)
  • Ludwig W. Prass (Düsseldorf)
  • Wilhelm Kahlert (Wiesbaden/Biebrich)
  • Klaus Münstermann (Aachen)
  • Otto Brief (Essen)
  • André J. Eitel (Esslingen/Rüdern)

Beisitzer bei der Gründung

Struktur des Deutschen Dan-Kollegiums

Der DDK e.V. besteht zum Einen aus einem Bundesverband.

Präsidenten

  • 1952–1967: Alfred Rhode
  • 1967–1971: Hans Wittmeier
  • 1971–1974: Leo Köhler
  • 1974–1987: Karl-Ludwig Lehmann
  • 1988–1990: Erich Scherer
  • 1991–2013: Dieter Teige[4]
  • 2013–2014: Hans Gottfried (Kommissarisch)
  • seit 2015: Klaus Trogemann (Kommissarisch bis 2016)[5]

Zum Anderen hat der DDK e.V. Landesgruppen.

Landesgruppen (Stand 29. Dezember 2015)

Landesverband Vorsitzender[6] 2. oder Stellvertretender Vorsitzender weitere Ämter
Baden/Württemberg Walter Albert
Bayern Hans Gottfried Hubert Berndt Jugendwart: Markus Bogner
Berlin/Brandenburg Horst Hilbig Dan-Beauftragter: Manfred Künstler

Budo-Beauftragter: Lothar Nest

Bremen Thomas Mundl Frank Mundl Schatzmeister: Frank Mundl

Lehr- und Prüfungsbeauftragter: Robert Bogaschewsky
Fachgruppenleiter Jiu-Jitsu: Robert Bogaschewsky
Fachgruppenleiter Jiu-Jitsu (Stellvertreter): Frank Mundl

Hamburg Alfred Buchholz
Hessen Jürgen Grimm Jörg Hanstein Lehr- und Prüfungswesen: Gerhard Schmitt

Pressewart: Martina Koelschtzky
Kassenwart: Peter Bolduan
1. Kassenprüfer: Andreas Cleophas
2. Kassenprüfer: Kornelia Mueller

Mecklenburg-Vorpommern
Niedersachsen Alfred Buchholz (Kom.)
Nordrhein-Westfalen Klaus Trogemann Sansone, Giuseppe LG-NRW Koordinator

Mertens, Dirk NRW Regionl.-Bergischer Kreis
Schajor, Franz Jürgen NRW-Regionl.-Ruhrgebiet
Möller, Rainer NRW Regionl.-Westfalen
Pütz, Ulli NRW Regionl.-Rheinland/Eifel.[7]

Rheinland-Pfalz Claudia Diederich-Paluch
Saarland Hans-J. Tonnellier
Sachsen Mario Göckler
Sachsen-Anhalt
Schleswig-Holstein Heinz Rottscholl
Thüringen Mario Göckler

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Aufgaben und Ziele Stand 18. November 2014
  2. Schreiben vom Kodokan 27. September 2007
  3. Schreiben vom DJB an das DDK z.H. Herrn Dieter Teige 4. Oktober 2007
  4. Rücktritt von Dieter Teige 12. September 2013
  5. Eintrag im Registergericht vom 23. März 2015
  6. Liste der Landesgruppen auf der offiziellen Seite des DDK e.V. Stand 29. Dezember 2015
  7. Protokoll der Mitgliederversammlung vom 21. November 2015 auf der offiziellen Seite des DDK e.V. Stand: 3. Dezember 2015

Kategorien: Kampfsportverband | Verein (Stuttgart) | Nationaler Sportverband (Deutschland) | Kampfkunst (Japan) | Gegründet 1952

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Deutsches Dan-Kollegium (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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