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Deutscher Marinebund


Der Deutsche Marinebund e. V. (DMB) ist als Dachverband von über 300 örtlichen Vereinen, Clubs und Marinekameradschaften, in denen aktive und vor allem ehemalige Angehörige der Marine organisiert sind. Der Marinebund hat 16 Landesverbände. Sein Sitz ist in Laboe bei Kiel.

Zweck und Ziele

Der DMB hat es sich zur Aufgabe gemacht, das maritime Bewusstsein in Deutschland zu fördern. Der DMB ist politisch und weltanschaulich unabhängig. Das Marine-Ehrenmal Laboe, ein internationales Mahnmal für den Frieden, ist im Besitz des DMB und wird von ihm erhalten. Er unterstützt durch eine Unterorganisation die Jugendarbeit und fördert mit dem Marine-Regatta-Verein den Wassersport. Auf internationaler Ebene ist der DMB der deutsche Vertreter in der International Maritime Confederation IMC (Internationale Seefahrer Föderation). Neben dem Marine-Ehrenmal Laboe unterhält der DMB das vor dem Ehrenmal liegende technische Museum U 995.

Bildungswerk

Der DMB hat 2012 als gemeinnützige Stiftung die Deutsche Maritime Akademie (DMA) gegründet. Die DMA ist das Bildungswerk des Marinebundes und soll das Wissen um die Bedeutung der See, der Schifffahrt, der maritimen Wirtschaft und der Meerespolitik fördern.

Geschichte

Am 14. März 1891 wurde als Vorläufer der „Bund Deutscher Marinevereine“ in Kiel konstituiert. Es konnten nur aktive und ehemalige Marineangehörige aller Dienstgrade Mitglied werden. Die Pflege der Kameradschaft, der Gedankenaustausch über das gemeinsam Erlebte und Wohlfahrtseinrichtungen für die Mitglieder standen im Mittelpunkt.[1] 1926 wurde der Verein Jugend im Deutschen Marinebund e. V. gegründet.[2] Nach Ende des Ersten Weltkrieges entstand die Idee, eine Gedenkstätte für die gefallenen Marinesoldaten zu errichten. 1936 wurde das Marine-Ehrenmal in Laboe eingeweiht. In der Zeit des Nationalsozialismus verlor der Marinebund seine Selbstständigkeit, er wurde am 4. März 1935 gleichgeschaltet. Der Name war Nationalsozialistischer Deutscher Marine-Bund e. V. (NSDMB). Der Bund war dem Oberbefehlshaber der Kriegsmarine unterstellt. Sitz des Bundes war Bremen. Der NSDMB gab die Deutsche Marinezeitung heraus. Ziel des Marinebundes in der Zeit des Nationalsozialismus war eine Stärkung des nationalsozialistischen Expansionsstrebens, die in der Zielsetzung „Verbreitung und Erhaltung des Glaubens an die Notwendigkeit deutscher Seegeltung und des Willens zu Seegeltung“ deutlich wird:.[3]

Am 20. Dezember 1952 wurde der Verein Deutscher Marinebund e. V. als Dachverband aller Marine-Vereine und -Kameradschaften in Wilhelmshaven neu gegründet. Es konnten nun auch Nicht-Marineangehörige als Mitglieder aufgenommen werden, wenn sie sich dem maritimen Gedanken verpflichtet fühlten.[4]

Einzelnachweise

  1. Dieter Hartwig, 50 Jahre Deutscher Marinebund: Wiedergründung bis zur Gegenwart. Wilhelmshaven 2003, ISBN 3-930510-79-0; S. 5.
  2. Jugend im Deutschen Marinebund e.V.
  3. Fritz Otto Busch, Das Buch von der Kriegsmarine. Berlin, Leipzig 1936 S. 194
  4. Dieter Hartwig, 50 Jahre Deutscher Marinebund: Wiedergründung bis zur Gegenwart. Wilhelmshaven 2003, ISBN 3-930510-79-0; S. 6.

Weblinks


Kategorien: Organisation (Kiel) | Verein (Bremen) | Marine (Deutschland) | Verein (Schleswig-Holstein)

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Deutscher Marinebund (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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